Rechtsprechung
   BSG, 14.03.1996 - 7 RAr 38/95   

Volltextveröffentlichungen (2)

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    Verfügbarkeit und Erreichbarkeit eines Arbeitslosen

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1997, 148
  • NZS 1996, 534



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Wird zitiert von ... (37)  

  • BSG, 28.11.1996 - 7 RAr 30/95  

    Residenzpflicht von Empfängern von Altersübergangsgeld

    Zwar erfolgte die Bewilligung von Alüg zugunsten der Klägerin ab 1. Oktober 1991 durch einen Verwaltungsakt mit Dauerwirkung (vgl hierzu: BSGE 66, 134, 136 = SozR 3-4100 § 138 Nr. 1; BSG, Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95 -, zur Veröffentlichung vorgesehen).

    Die Vergünstigung des § 249e Abs. 2 Nr. 2 AFG bezieht sich damit schon vom Wortlaut her nur auf die subjektive Seite der Verfügbarkeit, nämlich die Arbeitsbereitschaft iS des § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AFG (BSG, Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95 -, zur Veröffentlichung vorgesehen).

    Zu dieser Vorschrift, die eine dem § 249e Abs. 2 Nr. 2 AFG entsprechende Vergünstigung beim Alg für ältere Arbeitslose vorsieht, hat der Senat bereits entschieden, daß auf die Anspruchsvoraussetzung der Erreichbarkeit nicht verzichtet werden kann (BSG, Urteil vom 14. September 1995 - 7 RAr 14/95 -, unveröffentlicht; Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95 -, zur Veröffentlichung vorgesehen).

    Nichts anderes gilt für das Alüg, wie der Senat ebenfalls schon ausgeführt hat (BSG, Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95).

    Damit sollte es dem ArbA erleichtert werden, bei gegebenem Anlaß zu prüfen, ob die objektiven Voraussetzungen für den Bezug von Alg (zB Arbeitslosigkeit oder Anrechnung von Einkommen nach § 115 AFG ) weiter vorliegen (BT-Drucks 10/4483 S 10; BSG, Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95 -, zur Veröffentlichung vorgesehen).

    Insoweit verstößt das Erfordernis der Erreichbarkeit nicht gegen die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit und des Übermaßverbotes (Art. 20 Abs. 3 GG ), wie der Senat ebenfalls bereits entschieden hat (Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95 -, zur Veröffentlichung vorgesehen).

    Ob die Voraussetzungen der Erreichbarkeit nach der AufenthaltsAnO im einzelnen vorliegen (vgl hierzu BSG, Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95 -, zur Veröffentlichung vorgesehen), hat das LSG nicht geprüft und insoweit auch keine ausreichenden tatsächlichen Feststellungen getroffen.

    Das LSG hat vielmehr lediglich aus der Tatsache, daß am 31. März 1992 ein Umzug stattgefunden hat, rechtlich auf eine fehlende Erreichbarkeit der Klägerin geschlossen (vgl zum Problem der Erreichbarkeit bei Umzug: BSGE 58, 104 ff = SozR 4100 § 103 Nr. 36; BSGE 66, 103 ff = SozR 4100 § 103 Nr. 47; BSG, Urteil vom 11. Januar 1990 - 7 RAr 54/88 -, DBlR Nr. 3638a zu § 103 AFG ; Urteil vom 25. April 1990 - 7 RAr 20/89 -, DBlR Nr. 3674a zu § 48 SGB X; Urteil vom 29. April 1992 - 7 RAr 4/91 -, DBlR Nr. 3928a zu § 48 SGB X; Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95 -, zur Veröffentlichung vorgesehen) und hat sogar offengelassen, ob die Klägerin im Mai 1992 ihre neue Wohnanschrift mitgeteilt hat (vgl zu den Wirkungen einer solchen Mitteilung insbesondere: BSGE 66, 103, 105 ff = SozR 4100 § 103 Nr. 47).

    War die Klägerin infolge des Umzugs tatsächlich nicht mehr erreichbar gewesen, wäre sie zur Mitteilung ihrer neuen Anschrift verpflichtet gewesen (vgl nur BSG, Urteil vom 14. März 1996 - 7 RAr 38/95 -, zur Veröffentlichung vorgesehen).

  • BSG, 23.11.2006 - B 11b AS 9/06 R  

    Verfassungsmäßigkeit der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe zugunsten der

    Der Regelungsgehalt der so genannten "58-er-Regelung" beschränkt sich somit allein darauf, dass auf die Anspruchsvoraussetzung der subjektiven Arbeitsbereitschaft verzichtet wird (BSG SozR 3-4100 § 103 Nr. 16; BSGE 95, 43 = SozR 4-4300 § 428 Nr. 2; vgl auch Schlegel/Becker in Eicher/Schlegel, SGB III, § 428 RdNr 20; Valgolio in Hauck/Noftz, SGB III, § 428 RdNr 7).
  • BSG, 30.06.2005 - B 7a/7 AL 98/04 R  

    Arbeitslosengeld unter erleichterten Voraussetzungen nach § 428 SGB III -

    Der Senat entwickelt seine bisherige Rechtsprechung zu § 105c AFG (Urteil vom 14. September 1995 - 7 RAr 14/95 - DBlR Nr. 4242 zu § 105c AFG; Urteil vom 14. Mai 1996, SozR 3-4100 § 103 Nr. 16; vgl auch Urteil vom 28. November 1996, SozR 3-4100 § 249e Nr. 9 zum Altersübergangsgeld ) fort und stellt klar, dass auch bei einem Bezug von Alg unter den erleichterten Voraussetzungen des § 428 Abs. 1 Satz 1 SGB III (idF des Zweiten Gesetzes zur Fortentwicklung der Altersteilzeit vom 27. Juni 2000, BGBl I 910) im Grundsatz Arbeitsfähigkeit iS des § 119 Abs. 3 SGB III (iVm § 119 Abs. 1 Nr. 2 und § 119 Abs. 2 SGB III idF des Ersten SGB III-Änderungsgesetzes vom 16. Dezember 1997, BGBl I 2970) vorliegen muss.

    Wie der Senat bereits zu § 105c AFG, der mit Wirkung zum 1. Januar 1986 (durch das 7. AFG-ÄndG vom 20. Dezember 1985, BGBl I 2484) in das AFG eingefügten Vorgängervorschrift des § 428 SGB III, entschieden hat, kann auch bei einem Bezug von Alg unter den erleichterten Voraussetzungen des § 105c AFG (§ 428 SGB III) nicht auf die objektive Verfügbarkeit des Arbeitslosen (dort iS der Erreichbarkeit gemäß § 103 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AFG) verzichtet werden (vgl BSG SozR 3-4100 § 103 Nr. 16, S 65 mwN).

    Das Ergebnis ist auch mit den Urteilen des erkennenden Senats zu § 105c AFG (insbesondere SozR 3-4100 § 103 Nr. 16, S 66 ff) vereinbar, wonach die damalige Residenzpflicht iS des § 1 Aufenthalts-AnO auch des Arbeitslosen, der Alg unter erleichterten Voraussetzungen bezieht, deshalb gerechtfertigt sei, weil die Beklagte jederzeit in der Lage sein müsse, die objektiven Anspruchsvoraussetzungen - etwa ob der Arbeitslose noch arbeitslos ist, ob er weiterhin objektiv verfügbar ist und ob er sich ggf Arbeitsentgelt anzurechnen lassen hat -, zu überprüfen.

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