Rechtsprechung
| BSG, 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R |
Volltextveröffentlichungen (5)
- lexetius.com
Sozialhilfe - Belastungsgrenze - keine Kostenübernahme von Zuzahlungen zu Arzneimitteln und Praxisgebühr - Verfassungsmäßigkeit
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Sozialhilfe
- openjur.de
Sozialhilfe; Belastungsgrenze; keine Kostenübernahme von Zuzahlungen zu Arzneimitteln und Praxisgebühren; kein "besonderer Anlass" iS des § 21 Abs 1a Nr 7 BSHG; keine Anwendung des § 27 Abs 2 BSHG bzw § 73 SGB 12; Verfassungsmäßigkeit; sozialgerichtliches Verfahren; Parteifähigkeit
- Bundessozialgericht
Sozialhilfe - Belastungsgrenze - keine Kostenübernahme von Zuzahlungen zu Arzneimitteln und Praxisgebühr - Verfassungsmäßigkeit
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Anspruch auf Sozialhilfe; Kostenübernahme von Zuzahlungen zu Arzneimitteln und Praxisgebühr für einen HIV-Infizierten
Kurzfassungen/Presse (4)
- Bundessozialgericht (Pressemitteilung)
Keine Übernahme der Zuzahlungen für Arzneimittel und der Praxisgebühren eines HIV-Infizierten in der gesetzlichen Krankenversicherung durch die Sozialhilfeträger
- 123recht.net (Pressemeldung)
Keine zusätzliche Sozialhilfe für Gesundheitskosten
- mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)
Keine Erstattung von Zuzahlungen für Arzneimittel und Praxisgebühr
- lto.de (Kurzinformation)
Verpflichtung von Sozialhilfeempfängern zur Zuzahlung für Leistungen bei Krankheit ist nicht verfassungswidrig
Sonstiges (2)
- Bundessozialgericht (Terminbericht)
Sozialhilferecht
- wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 16.12.2010, Az.: B 8 SO 7/09 R (Zuzahlung Krankenversicherung)" von RiSG Dr. Annett Wunder, original erschienen in: SGb 2012, 43 - 49.
Verfahrensgang
- SG Köln, 14.07.2006 - S 27 (15) SO 105/05
- LSG Nordrhein-Westfalen, 09.06.2008 - L 20 SO 65/06
- BSG, 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R
Zeitschriftenfundstellen
- BSGE 107, 169
- NZS 2011, 699 (Ls.)
Wird zitiert von ... (14)
- BSG, 06.03.2012 - B 1 KR 24/10 R
Krankenversicherung - kein Anspruch auf Hautpflegemittel bei nicht nachgewiesenem …
Das gilt selbst dann, wenn die Pflege zur Vermeidung schwerwiegender gesundheitlicher Störungen unverzichtbar ist, wie es auch bei der Klägerin in Betracht kommt (…vgl zutreffend zum Zusammenspiel der Sicherungssysteme zB BSGE 103, 171 = SozR 4-3500 § 54 Nr. 5, RdNr 24;… BSG SozR 4-3500 § 54 Nr. 6, RdNr 18 ff; BSGE 107, 169 = SozR 4-3500 § 28 Nr. 6, RdNr 12 ff).Ausschuss] zu dem Entwurf der Bundesregierung - BT-Drucks 17/983 - eines Gesetzes zur Abschaffung des Finanzplanungsrates, BT-Drucks 17/1465, S 8 f; zur Rechtslage für Leistungsempfänger des SGB II vor Einführung des § 21 Abs. 6 SGB II vgl BSG SozR 4-3500 § 73 Nr. 3 RdNr 24; zum SGB XII vgl §§ 27 ff SGB XII, insbesondere auch § 27a Abs. 4 S 1, §§ 30, 32, 47 ff SGB XII; ggf § 264 SGB V; vgl auch §§ 53 ff SGB XII, hierzu zB BSG SozR 4-3500 § 54 Nr. 6 und zusätzlich § 73 SGB XII; zur Abgrenzung von § 28 Abs. 1 S 2 SGB XII aF - entsprechend heute § 27a Abs. 4 S 1 SGB XII - vgl zB BSGE 107, 169 = SozR 4-3500 § 28 Nr. 6, RdNr 13 mwN).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 20.08.2012 - L 20 SO 44/11
Sozialhilfe
Diese im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende ergangene Rechtsprechung des BVerfG gilt auch für den hier streitgegenständlichen Regelsatz nach dem SGB XII; denn das BVerfG hat auch das Regelsatzsystem des (bis zum 31.12.2004 geltenden) Bundessozialhilfegesetzes bzw. des (zum 01.01.2005 in Kraft getretenen) SGB XII zur Grundlage seiner Beurteilung der Verfassungsmäßigkeit gemacht (BSG, Urteil vom 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R), indem es in seiner Entscheidung vom 09.02.2010 (…a.a.O.) Parallelen zum BSHG und SGB XII gezogen und für den Bereich der Sozialhilfe betont hat, trotz des in § 3 Abs. 1 S. 1 BSHG (jetzt § 9 SGB XII) niedergelegten Individualisierungsgrundsatzes, wonach sich Art, Form und Maß der Sozialhilfe nach der Besonderheit des Einzelfalles, vor allem nach der Person des Hilfeempfängers, der Art seines Bedarfs und den örtlichen Verhältnissen zu richten haben, seien nach § 22 Abs. 1 S. 1 BSHG laufende Leistungen zum Lebensunterhalt grundsätzlich "nach Regelsätzen" gewährt worden, die von den Landesbehörden nach bundesgesetzlichen Vorgaben und nach einer Regelsatzverordnung des zuständigen Bundesministeriums festzusetzen gewesen seien (…BVerfGE, a.a.O.).Eine solche Korrektur kann gleichwohl nicht vorgenommen werden, weil das BVerfG im Urteil vom 09.02.2010 die auf die Regelsatzbemessung des SGB XII rekurrierende, formell gesetzliche Regelung des SGB II bis Ende 2010 akzeptiert und ausdrücklich für die Bemessung der Regelbedarfe den Erlass eines Gesetzes gefordert hat (BSG, Urteil vom 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R).
- BSG, 09.06.2011 - B 8 AY 1/10 R
Asylbewerberleistung - Zugunstenverfahren - Nachzahlung von Analogleistungen gem …
Leistungen nach § 4 AsylbLG werden allerdings anders als die nach § 264 Abs. 2 SGB V, weil dort Zuzahlungen aus dem Regelsatz zu erbringen sind (BSG, Urteil vom 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R - RdNr 13), ohne finanzielle Eigenbeteiligung erbracht (vgl nur Frerichs in juris PK-SGB XII, § 4 AsylbLG RdNr 38).
- BSG, 16.12.2010 - B 8 SO 9/09 R
Sozialhilfe - bedarfsorientierte Grundsicherung - keine Übernahme der …
Eine solche Korrektur kann hier gleichwohl nicht vorgenommen werden, weil das BVerfG die auf die Regelsatzbemessung des SGB XII rekurrierende formell gesetzliche Regelung im Rahmen des SGB II bis Ende 2010 akzeptiert und ausdrücklich für die Bemessung der Regelbedarfe den Erlass eines Gesetzes gefordert hat (vgl im Einzelnen das Senatsurteil vom 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R). - LSG Bayern, 23.09.2011 - L 16 AS 350/11
Leistungsberechtigte nach dem SGB II haben keinen Anspruch auf Übernahme der in …
Dass die Zuzahlungen aus der Regelleistung aufzubringen sind und diese Regelung verfassungskonform ist, ist höchstrichterlich durch die Entscheidungen dreier Senate des Bundessozialgerichts (BSG) geklärt (BSGE 100, 221; BSG…, Urteil vom 25.06.2008 Az. B. 11b AS 45/06 R Rdnr. 51; BSG, Urteil vom 16.12.2010 Az. B 8 SO 7/09 R).Ein Anspruch gegen den Sozialhilfeträger auf Hilfe in sonstigen Lebenslagen nach § 73 Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch kommt von vornherein nicht in Betracht, da aus den genannten Gründen keine atypische Lebenslage vorliegt, die von der Vorschrift vorausgesetzt wird (BSG, Urteil vom 16.12.2010 Az. B 8 SO 7/09 R Rdnr. 13).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 26.03.2012 - L 19 AS 2051/11
Grundsicherung für Arbeitsuchende
Zu anderen sind die Zuzahlungen zu Arzneimittel bis zur jährlichen Belastungsgrenze in der Regelleistung enthalten (vgl. hierzu BSG Urteil vom 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R - m.w.N.). - LSG Nordrhein-Westfalen, 24.05.2012 - L 9 SO 427/10
Sozialhilfe
Zwar kommt § 73 SGB XII, auch wenn man unterstellt, dass der Kläger dem Grunde nach Anspruch auf Leistungen nach den §§ 27 ff. SGB XII und nicht nach dem SGB II hatte (vgl. hierzu die eingangs zu a) erfolgten Ausführungen), für den Kläger grundsätzlich als Anspruchsgrundlage für die geltend gemachten Semesterbeiträge und Studiengebühren in Betracht, weil diese nach den Ausführungen zu a) bb) nicht von den Leistungen nach den §§ 27 ff. SGB XII umfasst sind (vgl. insoweit BSG, Urt. v. 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R -, juris Rn. 13 a.E.). - LSG Sachsen, 21.02.2011 - L 7 AS 145/08
Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II; Mehrbedarf behinderter Hilfebedürftiger
Darüber hinaus ist nach der Rechtsprechung des BSG (Urteil vom 16.12.2010 - B 8 SO 7/09 R) Empfängern von Leistungen der Grundsicherung zumutbar, die Praxisgebühr sowie Zuzahlungen zu Arzneimitteln aus der Regelleistung aufzubringen, weil diese Kosten von der Regelleistung umfasst werden. - BSG, 10.11.2011 - B 8 SO 21/10 R
Sozialhilfe - Grundsicherung im Alter - Übernahme angemessener Beiträge für eine …
Zwar wäre eine streitgegenständliche Beschränkung nach der Rechtsprechung des Senats möglich (…vgl nur: BSGE 101, 217 ff RdNr 14 = SozR 4-3500 § 133a Nr. 1; Coseriu in jurisPK-SGB XII, § 19 SGB XII, RdNr 76.2 mwN); jedoch haben die Kläger nicht die im Verwaltungsverfahren und Gerichtsverfahren erforderlichen eindeutigen Erklärungen abgegeben, sodass nach dem Meistbegünstigungs- bzw Gesamtfallprinzip (dazu BSGE 107, 169 ff RdNr 10 mwN = SozR 4-3500 § 28 Nr. 6; vgl auch BSG, Urteil vom 27.9. 2011 - B 4 AS 160/10 R - RdNr 14) die gesamten Leistungsansprüche einer Prüfung unterliegen. - LSG Bayern, 24.04.2012 - L 8 SO 182/11
1. Ein zulässiges Rechtsschutzbegehren setzt im Regelfall mindestens voraus, dass …
Es sei bereits höchstrichterlich geklärt (BSG vom 16.12.2010, B 8 SO 7/09 R), dass Sozialhilfeempfänger seit 01.01.2004 keinen Anspruch auf Übernahme bzw. Erstattung der von ihnen in der gesetzlichen Krankenversicherung bis zur individuellen Belastungsgrenze selbst zu tragenden Praxisgebühren und Zuzahlungen haben. - SG Karlsruhe, 11.02.2011 - S 1 SO 5181/10
Sozialhilfe - Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung - …
- BSG, 21.01.2011 - B 8 SO 57/10 B
- BSG, 27.01.2011 - B 8 SO 60/10 B
- SG Hildesheim, 01.12.2011 - S 34 SO 217/10
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