Rechtsprechung
   BVerfG, 01.09.2008 - 2 BvR 2238/07   

Volltextveröffentlichungen (9)

  • HRR Strafrecht

    Art. 103 Abs. 2 GG; § 113 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB
    Personenkraftwagen als "Waffe" (Beisichführen; Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte); strafrechtliches Analogieverbot (Auslegung; Wortlautgrenze; Geltung für Strafschärfungsgründe, besonders schwere Fälle und Qualifikationen).

  • lexetius.com
  • Bundesverfassungsgericht
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  • IWW
  • strafrecht-online.de

    Art. 103 Abs. 2 GG; § 113 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 StGB; § 90 Abs. 1 BVerfGG
    Verletzung des strafrechtlichen Analogieverbots bei Einordnung eines Personenkraftwagens als "Waffe" i.S.d. § 113 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 Strafgesetzbuch (StGB) - Verletzung des strafrechtlichen Analogieverbots durch die Einordnung des Fahrens mit einem Kraftfahrzeug als "Beisichführen einer Waffe" i.S.d. § 113 Abs. 2 S. 2 Nr. 1 StGB - Herleitung des allgemeinen strafrechtlichen Analogieverbots aus § 103 Abs. 2 GG - Bestimmung des allgemeinen und des strafrechtlichen Waffenbegriffs

  • NWB SteuerXpert START

    GG Art. 2 Abs. 1, Art. 103 Abs. 2; StGB § 113 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1

  • streifler.de (Kurzinformation und Volltext)

    Verkehrsstrafrecht: PKW ist vom Wortsinn des Begriffs der Waffe iSd. § 113 Abs.2 S.2 Nr.1 StGB nicht umfasst

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Umfang des strafrechtlichen Analogieverbots

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Kurzfassungen/Presse (13)

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte unter Einsatz eines Pkw als "Waffe"

  • IWW (Pressemitteilung)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte unter Einsatz eines Pkw als "Waffe"

  • mitfugundrecht.de (Pressemitteilung)

    Ein Pkw ist keine "Waffe"

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  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte unter Einsatz eines Pkw als "Waffe"

  • Verlag Dr. Otto Schmidt (Kurzinformation)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Autos fallen nicht unter den Begriff der "Waffe"

  • t-anwaelte.de (Kurzinformation)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Begriff der "Waffe" eng auszulegen

  • beck-blog (Kurzinformation)

    Auto ist keine Waffe

  • dpolg.de (Kurzinformation)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte unter Einsatz eines Pkw als "Waffe"

  • jurawelt.com (Pressemitteilung)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte unter Einsatz eines Pkw als "Waffe"

  • aerztezeitung.de (Pressemeldung)

    Ein Auto ist keine Waffe

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Begriff der "Waffe" eng auszulegen

  • ferner-alsdorf.de (Kurzinformation)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Verwendung eines Pkw als "Waffe”

  • rp-online.de (Pressemeldung, 18.09.2008)

    Auto ist keine Waffe

Besprechungen u.ä. (6)

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte - Verwendung eines Pkw als "Waffe"

  • Lehrstuhl für Strafrecht Prof. Marxen (Entscheidungsanalyse, insb. für Studienzwecke)

    Seitenfenster-Fall

    § 113 Abs. 1, Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB; Art. 103 Abs. 2 GG
    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte; Besonders schwerer Fall; Regelbeispiel des Beisichführens einer Waffe

  • rub-rr.de (Entscheidungsbesprechung)

    Subsumtion eines Personenkraftwagens unter den Waffenbegriff des § 113 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB

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  • praxisverkehrsrecht.de (Entscheidungsbesprechung)

    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte: Ein Pkw ist keine "Waffe" (Markus Ebner)

  • HRR Strafrecht (Entscheidungsbesprechung)

    Methode als Waffe oder Methode als Werkzeug - Zum Waffenbegriff im StGB (RA Bernd Hüpers)

  • zjs-online.com (Entscheidungsbesprechung)

    Art. 103 Abs. 2 GG; § 1 StGB; § 113 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB
    Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte unter Einsatz eines Pkw als "Waffe" (PD Dr. Arnd Koch / cand. iur. Katrin Wirth, Augsburg; ZJS 2009, 90)

Sonstiges (4)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 01.09.2008, Az.: 2 BvR 2238/07 (Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte unter Verwendung eines Pkw als "Waffe"" von RiOLG a. D./RA Detlef Burhoff, original erschienen in: VRR 2008, 471.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 1.9.2008, Az.: 2 BvR 2238/07 (PKW als Waffe)" von Prof. Dr. Hans Kudlich, original erschienen in: JR 2009, 210 - 212.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 1.9.2008, Az.: 2 BvR 2238/07 (Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte unter Verwendung eines Pkw als "Waffe")" von RiOLG a.D. Detlef Burhoff, original erschienen in: StRR 2008, 431.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des VerfG vom 01.09.2008, Az.: 2 BvR 2238/07 (Verstoß gegen das strafrechtliche Analogieverbot)" von RiLG Dr. Eric Simon, original erschienen in: NStZ 2009, 84 - 85.

Verfahrensgang

  • AG Dresden, 23.10.2006 - 201 Ds 702 Js 2269/06
  • LG Dresden, 19.04.2007 - 9 Ns 702 Js 2269/06
  • OLG Dresden, 14.09.2007 - 3 Ss 464/07
  • BVerfG, 01.09.2008 - 2 BvR 2238/07

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGK 14, 177
  • NJW 2008, 3627
  • NStZ 2009, 83
  • NStZ-RR 2009, 138 (Ls.)
  • NZV 2009, 47
  • StV 2009, 126
  • JR 2009, 206



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Wird zitiert von ... (9)  

  • BVerfG, 07.12.2011 - 2 BvR 2500/09  

    Akustische Wohnraumüberwachung (präventiv-polizeiliche; Kernbereich privater

    Dies kann durch den Bundesgerichtshof erfolgen, was den Aufhebungsumfang auf das erforderliche Maß beschränkt (vgl. BVerfGK 14, 177 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 9. Juli 1995 - 2 BvR 1180/94 -, NJW 1995, S. 2706 ; BGH, Beschluss vom 7. Juni 2011 - 4 StR 643/10 -, juris, Rn. 6 f.).
  • BVerfG, 16.06.2011 - 2 BvR 542/09  

    Bestimmtheitsgebot (Blankettstrafgesetze und normative Tatbestandsmerkmale;

    Für die Bestimmung des möglichen Wortsinns können auch gesetzessystematische und teleologische Erwägungen von Bedeutung sein ( BVerfGK 3, 302, 303 ff.; 9, 420, 421 ff.; 10, 442, 447 ff.; 14, 177, 182 ff.).

    Für die Bestimmung des möglichen Wortsinns können auch gesetzessystematische und teleologische Erwägungen von Bedeutung sein ( BVerfGK 3, 302 ; 9, 420 ; 10, 442 ; 14, 177 ).

  • BVerfG, 20.06.2012 - 2 BvR 1048/11  

    Vorbehaltene Sicherungsverwahrung (Abstandsgebot; Freiheitsgrundrecht: Freiheit

    Insofern ist lediglich gemäß § 95 Abs. 1 BVerfGG die Verletzung von Art. 2 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit Art. 104 Abs. 1 Satz 1 GG festzustellen (vgl. zum Umfang der Aufhebung fachgerichtlicher Entscheidungen auch BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 9. Juli 1995 - 2 BvR 1180/94 -, juris, Rn. 14 f.; BVerfGK 14, 177 ).
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  • BVerfG, 01.11.2012 - 2 BvR 1235/11  

    Bestimmtheitsgebot (Verschleifungsverbot; Entgrenzungsverbot;

    Da beiden angegriffenen Entscheidungen im Umfang der Aufhebung gleichermaßen eine mit Art. 103 Abs. 2 GG nicht zu vereinbarende Anwendung des Untreuetatbestandes zugrunde liegt, genügt eine Beschränkung des Aufhebungsumfangs auf den Beschluss des Bundesgerichtshofs nicht (vgl. BVerfGE 126, 170 ; BVerfGK 14, 177 ).
  • KG, 06.07.2010 - 1 Ss 462/09  

    Unbenannter besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs durch Verwendung eines

    a) Das Landgericht hat zwar zutreffend auf der Grundlage der neueren Rechtsprechung, insbesondere des Bundesverfassungsgerichts in seiner Entscheidung vom 1. September 2008 - 2 BvR 2238/07 -, erkannt, daß ein Regelbeispiel eines besonders schweren Falls des Landfriedensbruches nach § 125 a Satz 2 StGB nicht vorliegt (vgl. BVerfG NJW 2008, 3627; BGHSt 48, 197, 200).

    Dies gilt umso mehr, als bis zu der die Gerichte bindenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (§ 31 Abs. 1 BVerfGG) vom 1. September 2008 - 2 BvR 2238/07 - auch solche Gegenstände als "Waffen im nichttechnischen Sinn" betrachtet wurden, die zwar nicht bei bestimmungsgemäßem Gebrauch, wohl aber nach ihrer objektiven Beschaffenheit und der Art ihrer Benutzung im Einzelfall geeignet waren, erhebliche Verletzungen zuzufügen (vgl. BGHSt 41, 182, NStZ 2000, 307; KG, Urteil vom 8. Februar 2008 - (4) 1 Ss 70/07 (99/07) - Fischer, § 125a a StGB Rdn. 4 mit weit.

    Bis zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 1. September 2008 (aaO) haben die Gerichte überwiegend gefährliche Werkzeuge wie Flaschen, größere Steine, Holzknüppel, Explosivkörper u. ä. als "Waffen im nichttechnischen Sinn" betrachtet, wenn der Täter beabsichtigte, sie als Waffen gegen Personen zu verwenden und damit die Voraussetzungen des Regelbeispiels des § 125 a Nr. 2 StGB bejaht.

  • BGH, 22.09.2009 - 4 StR 382/09  

    Gefangenenmeuterei (besonders schwerer Fall: Begriff der Waffe; unbenannter

    Ob eine "andere Waffe" im Sinne des § 121 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 StGB auch die Waffe im nicht-technischen Sinn ist, könnte mit Blick auf die Gründe der zu § 113 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB ergangenen Kammerentscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 1. September 2008 ( NJW 2008, 3627 ff.) zweifelhaft sein, der zufolge eine Waffe im nicht-technischen Sinne lediglich dem vom Gesetz in anderen Strafvorschriften verwendeten Begriff des "anderen gefährlichen Werkzeugs" (§ 177 Abs. 3 Nr. 1; § 244 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a; § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a, Abs. 2 Nr. 1 StGB) unterfällt, nicht aber auch dem im Gesetz verwendeten Begriff der (anderen) Waffe.

    Ob diese Rechtsprechung weiterhin Bestand hat, könnte mit Blick auf die Gründe der zu § 113 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StGB ergangenen Kammerentscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 1. September 2008 ( NJW 2008, 3627 ff.) zweifelhaft sein, der zufolge eine Waffe im nicht-technischen Sinne lediglich dem vom Gesetz in anderen Strafvorschriften verwendeten Begriff des "anderen gefährlichen Werkzeugs" (§ 177 Abs. 3 Nr. 1; § 244 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a; § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a, Abs. 2 Nr. 1 StGB) unterfällt, nicht aber auch dem im Gesetz verwendeten Begriff der (anderen) Waffe (so unter Berücksichtigung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts für § 113 StGB Rosenau in LK-StGB 12. Aufl. § 113 Rdn. 77, 78; anders ders. zu § 121, dort Rdn. 60).

  • KG, 16.07.2009 - 2 Ws 167/09  

    Beendigung der von Gesetzes wegen eingetretenen Führungsaufsicht durch Beginn des

    a) Eine teleologische Auslegung mit dem Ziel, dem Willen des Gesetzgebers auch dann möglichst weitgehend zum Durchbruch zu verhelfen, wenn er im Gesetzeswortlaut nur unvollkommen wiedergegeben ist, kann vor der Verfassung nur dann bestehen, wenn sie mit dem Wortlaut vereinbar ist und nicht in eine zum Nachteil des gesetzesunterworfenen Bürgers im Strafrecht verbotene Analogie umschlägt (vgl. BVerfGE 64, 389 = NJW 1984, 225; NStZ 2009, 83; NStZ 2007, 1666; Fischer, § 1 StGB Rdn. 10 mit zahlr. weit. Nachw.).
  • OLG Dresden, 29.02.2012 - 2 Ws 70/12  

    Maßregel

    Eine teleologische Reduktion einer Norm mit dem Ziel, dem im Gesetzeswortlaut nur unvollkommen erfassten Willen des Gesetzgebers zum Durchbruch zu verhelfen, ist nur zulässig, wenn sie mit dem Wortlaut vereinbar ist und nicht in eine im Strafrecht verbotene Analogie zum Nachteil des gesetzesunterworfenen Bürgers umschlägt (vgl. BVerfGE 64, 389 ff.; BVerfG NStZ 2009, 83; BGHSt 18 136, 139; Fischer, StGB 59. Aufl. § 1 Rdnr. 10 m.w.N.).
  • OLG Naumburg, 14.05.2010 - 1 Ss (B) 109/09  

    Verletzung der Registrierungspflicht bei Elektrogeräten; Begriffe der

    Da Art. 103 Abs. 2 GG die Vorhersehbarkeit der Strafandrohung für den Normadressaten garantieren will, ist die Grenze aus dessen Sicht zu bestimmen (vgl. BVerfG NJW 2008, 3627 ).
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