Rechtsprechung
   BVerfG, 21.11.2002 - 1 BvR 1965/02   

Gelbe-Seiten-Eintrag des Rechtsanwalts

Art. 12 GG, § 7 BORA, Werbebeschränkungen;

Art. 1 ff MRK, die Rechtsprechung des EuGMR ist von deutschen Gerichten auch aus verfassungsrechtlichen Gründen zu beachten

Volltextveröffentlichungen (8)

  • HRR Strafrecht

    Art. 10 EMRK; Art. 5 GG; Art. 12 GG; § 43b BORA; § 7 Abs. 1 BORA
    Meinungsfreiheit (Rechtsanwaltswerbung; Angabe von Tätigkeitsschwerpunkten; Sachlichkeitsgebot); Berufsfreiheit; Verhältnis zwischen Verfassungsrecht und EMRK.

  • lexetius.com
  • Bundesverfassungsgericht
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  • NWB SteuerXpert START

    GG Art. 12 Abs. 1; BORA § 7 Abs. 1

  • jurawelt.com

    Kein Verstoß gegen § 7 Abs. 1 BORA bei Präzisierung des allgemeinen zivilrechtlichen Tätigkeitsschwerpunktes

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verfassungsmäßigkeit einer Rüge gegen Werbung eines Rechtsanwalts

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Rechtsanwälte - Standesrechtliche Werbebeschränkungen

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Verfahrensgang

  • AnwG Koblenz, 06.09.2002 - AG 2/02 B IV 90/01
  • BVerfG, 21.11.2002 - 1 BvR 1965/02

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2003, 344
  • AnwBl 2003, 304
  • NVwZ 2003, 472 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (16)  

  • BVerfG, 04.05.2011 - 2 BvR 2365/09  

    EGMR Sicherungsverwahrung

    Der Konventionstext und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte dienen nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auf der Ebene des Verfassungsrechts als Auslegungshilfen für die Bestimmung von Inhalt und Reichweite von Grundrechten und rechtsstaatlichen Grundsätzen des Grundgesetzes, sofern dies nicht zu einer - von der Konvention selbst nicht gewollten (vgl. Art. 53 EMRK) - Einschränkung oder Minderung des Grundrechtsschutzes nach dem Grundgesetz führt (vgl. BVerfGE 74, 358 ; 83, 119 ; 111, 307 ; 120, 180 ; BVerfGK 3, 4 ; 9, 174 ; 10, 66 ; 10, 234 ; 11, 153 ; 12, 37 ; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 20. Dezember 2000 - 2 BvR 591/00 -, NJW 2001, S. 2245 ff.; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 21. November 2002 - 1 BvR 1965/02 -, NJW 2003, S. 344 ; Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 2. Juli 2008 - 1 BvR 3006/07 -, NJW 2008, S. 2978 ; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 18. Dezember 2008 - 1 BvR 2604/06 -, NJW 2009, S. 1133 f.; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 4. Februar 2010 - 2 BvR 2307/06 -, EuGRZ 2010, S. 145 ).
  • AGH Bremen, 21.02.2006 - 2 AGH 1/06  
    14 Der BGH sieht insgesamt fünf Ermächtigungsgrundlagen für § 10 Abs. 1 Satz 1 BORA und scheint in besonderem Maße darauf bedacht, die Pflicht zur Rückbindung satzungsrechtlicher Berufsbeschränkungen an formellgesetzliche Grundlagen zu erfüllen, die in letzter Zeit besonders betont wird, vgl. EuGH v. 19.2.2002 ­ Rs. C-309/99, Slg. 2002, I-1577, I-1688 Rdnr. 99 ­ J. C. J. Wouters, J. W. Savelbergh u. Price Waterhouse Belastingadviseurs B.V./Algemene Rad van de Nederlandse Orde van Advocaten; BVerfG v. 21.11.2002, NJW 2003, 344 f. = BRAK-Mitt. 2003, 18 f. sowie Eichele/Happe, NJW 2003, 1214, 1215.15 BGH v. 19.11.2001, NJW 2002, 1419 [Ziff. 2 a) dd)].

    Bei der Auslegung dieser Vorschrift ist zu berücksichtigen, dass die Werbefreiheit als Teil der Berufsausübungsfreiheit durch Art. 12 Abs. 1 GG gewährleistet ist; zu der Freiheit der Berufsausübung gehört nicht nur die berufliche Praxis selbst, sondern auch jede Tätigkeit, die mit der Berufsausübung zusammenhängt und dieser dient; sie umfasst daher auch die Außendarstellung von selbstständig Berufstätigen einschließlich der Werbung für die Inanspruch- nahme ihrer Dienste (vgl. BGH, NJW 2001, 2087 ­ Anwalts- werbung II; BGH, NJW 2001, 2886, 2887 ­ Anwaltsrund- schreiben; vgl. ferner BVerfG, NJW 2003, 344).

  • AGH Bayern, 25.04.2006 - BayAGH II - 2/06  
    14 Der BGH sieht insgesamt fünf Ermächtigungsgrundlagen für § 10 Abs. 1 Satz 1 BORA und scheint in besonderem Maße darauf bedacht, die Pflicht zur Rückbindung satzungsrechtlicher Berufsbeschränkungen an formellgesetzliche Grundlagen zu erfüllen, die in letzter Zeit besonders betont wird, vgl. EuGH v. 19.2.2002 ­ Rs. C-309/99, Slg. 2002, I-1577, I-1688 Rdnr. 99 ­ J. C. J. Wouters, J. W. Savelbergh u. Price Waterhouse Belastingadviseurs B.V./Algemene Rad van de Nederlandse Orde van Advocaten; BVerfG v. 21.11.2002, NJW 2003, 344 f. = BRAK-Mitt. 2003, 18 f. sowie Eichele/Happe, NJW 2003, 1214, 1215.15 BGH v. 19.11.2001, NJW 2002, 1419 [Ziff. 2 a) dd)].

    Bei der Auslegung dieser Vorschrift ist zu berücksichtigen, dass die Werbefreiheit als Teil der Berufsausübungsfreiheit durch Art. 12 Abs. 1 GG gewährleistet ist; zu der Freiheit der Berufsausübung gehört nicht nur die berufliche Praxis selbst, sondern auch jede Tätigkeit, die mit der Berufsausübung zusammenhängt und dieser dient; sie umfasst daher auch die Außendarstellung von selbstständig Berufstätigen einschließlich der Werbung für die Inanspruch- nahme ihrer Dienste (vgl. BGH, NJW 2001, 2087 ­ Anwalts- werbung II; BGH, NJW 2001, 2886, 2887 ­ Anwaltsrund- schreiben; vgl. ferner BVerfG, NJW 2003, 344).

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  • OLG Frankfurt, 23.03.2001 - 10 U 90/00  
    Etwas anderes folgt auch nicht aus dem Beschluss des Bun- desverfassungsgerichts vom 21.11.2002 (NJW 2003, 344).

    Bei Auslegung und Anwendung von Satzungsrecht ist eine strikte Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes unter konkreter Benennung der vom parlamentarischen Gesetzgeber vorgegebenen Gemeinwohlbelange erforderlich (BVerfG, NJW 2003, 344).

  • OLG München, 05.12.2005 - 29 W 2745/05  

    Unlautere anwaltliche Werbung bei Verteilung von Informationsflyern in einer

    Bei der Auslegung dieser Vorschrift ist zu berücksichtigen, dass die Werbefreiheit als Teil der Berufsausübungsfreiheit durch Art. 12 Abs. 1 GG gewährleistet ist; zu der Freiheit der Berufsausübung gehört nicht nur die berufliche Praxis selbst, sondern auch jede Tätigkeit, die mit der Berufsausübung zusammenhängt und dieser dient; sie umfasst daher auch die Außendarstellung von selbständig Berufstätigen einschließlich der Werbung für die In-Anspruch-Nahme ihrer Dienste (vgl. BGH NJW 2001, 2087 - Anwaltswerbung II; BGH NJW 2001, 2886, 2887 - Anwaltsrundschreiben; vgl. ferner BVerfG NJW 2003, 344).
  • OLG Hamm, 11.02.2003 - 4 U 148/02  

    Mögliche wettbewerbswidrige Anwaltswerbung in einem Telefonbuch

    Das ist insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung der 2. Kammer des 1. Senats des Bundesverfassungsgerichtes vom 21. November 2oo2 (NJW 2003, 344) zu prüfen.
  • AGH Bayern, 03.06.2002 - BayAGH I - 15/01  
    Etwas anderes folgt auch nicht aus dem Beschluss des Bun- desverfassungsgerichts vom 21.11.2002 (NJW 2003, 344).

    Bei Auslegung und Anwendung von Satzungsrecht ist eine strikte Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes unter konkreter Benennung der vom parlamentarischen Gesetzgeber vorgegebenen Gemeinwohlbelange erforderlich (BVerfG, NJW 2003, 344).

  • AGH Schleswig, 16.05.2002 - 2 AGH 16/01  
    Etwas anderes folgt auch nicht aus dem Beschluss des Bun- desverfassungsgerichts vom 21.11.2002 (NJW 2003, 344).

    Bei Auslegung und Anwendung von Satzungsrecht ist eine strikte Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes unter konkreter Benennung der vom parlamentarischen Gesetzgeber vorgegebenen Gemeinwohlbelange erforderlich (BVerfG, NJW 2003, 344).

  • AGH Hamburg, 23.09.2002 - 1 ZU 6/01  
    Etwas anderes folgt auch nicht aus dem Beschluss des Bun- desverfassungsgerichts vom 21.11.2002 (NJW 2003, 344).

    Bei Auslegung und Anwendung von Satzungsrecht ist eine strikte Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes unter konkreter Benennung der vom parlamentarischen Gesetzgeber vorgegebenen Gemeinwohlbelange erforderlich (BVerfG, NJW 2003, 344).

  • LG München I, 10.11.2003 - 13 S 17388/03  
    Richtig ist zwar, dass nach der Entscheidung des BVerfG v. 21.11.2002 (NJW 2003, 344) bei der Auslegung und Anwen- dung von Satzungsrecht auch mit Rücksicht auf Art. 12 Abs. 1 GG eine strikte Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsat- zes unter konkreter Benennung der vom parlamentarischen Gesetzgeber vorgegebenen Gemeinwohlbelange gefordert wird, aber zum einen geht es im vorliegenden Fall nicht um die Auslegung von Satzungsrecht und zum anderen liegen klare Verstöße des Bekl. gegen das Verbot der Angabe von Erfolgs- und Umsatzzahlen vor, die noch dazu in einer Pressemitteilung veröffentlicht worden sind, so dass ein Verstoß gegen den Ver- hältnismäßigkeitsgrundsatz nicht ersichtlich ist.
  • AGH Hamburg, 13.02.2004 - II ZU 9/03  
  • LG Nürnberg-Fürth, 17.12.2003 - 3 O 11003/02  
  • FG Niedersachsen, 08.02.2007 - 6 K 410/06  

    Widerruf der Anerkennung als Steuerberatungsgesellschaft

  • AGH Rheinland-Pfalz, 04.09.2003 - 2 AGH 7/03  
  • AGH Bayern, 10.12.2003 - BayAGH I - 1/03  
  • AGH Bayern, 16.05.2002 - BayAGH I - 24/01  
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