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| BVerwG, 02.07.1975 - VI C 59.74 |
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- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)
Zeitschriftenfundstellen
- BVerwGE 49, 61
- NJW 1975, 2357
Wird zitiert von ... (44)
- BVerwG, 19.03.1976 - 6 C 81.75
GG Art. 4 Abs. 3; VwGO § 116 Abs. 1, § 117 Abs. 3, § 138 …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BVerwG, 07.02.1980 - 6 CB 101.78
VwGO § 108 Abs. 1 S. 2, § 117 Abs. 4, § 14, § 133 Nr. 5, …
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BVerwG, 23.04.1992 - Gr. Sen. 1.91
ArbGG § 60 Abs. 4 S. 3, S. 4 § 69 Abs. 1 S. 2; FGO § 105 Abs. 4 § 119 …
Nach Auffassung des Großen Senats kommt der 7. Senat zu dieser Einschätzung deshalb, weil der dienstlichen Äußerung nicht entnommen werden kann, daß das erwähnte Senatsmitglied vor Abgabe der Erklärung die Notwendigkeit erkannt und sich sodann auch darum bemüht hat, vorhandene Erinnerungslücken - etwa unter Rückgriff auf die im Vorlagebeschluß (…aaO., S. 23 f.) angeführten Unterlagen oder im Wege der Rücksprache mit anderen Mitgliedern des Richterkollegiums (zu beidem s. schon BVerwGE 49, 61 [63], 50, 278 [280], 60, 14 [16]) - zu schließen.Der absolute Revisionsgrund des nicht mit Gründen versehenen Urteils ist vielmehr auch dann anzunehmen, wenn die Gründe, die ein Urteil äußerlich aufweist, nicht mehr die Funktion haben können, die ihnen nach § 108 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 117 Abs. 4 VwGO zukommt (z.B. BVerwGE 49, 61 ; 50, 278, 60, 14; 80, 136).
Sinn und Zweck des § 117 Abs. 4 VwGO ist es also, den Zusammenhang der schriftlichen Urteilsgründe mit der mündlichen Verhandlung und der Urteilsberatung zu gewährleisten und die Übereinstimmung der schriftlichen mit den für die richterliche Überzeugung tatsächlich leitend gewesenen Gründen zu beurkunden (vgl. BVerwGE 49, 61 [62 f.]; 50, 278 [279]; Urteil vom 22. Juni 1978 - BVerwG 3 C 88.76 - [Buchholz 427.2 § 13 FG Nr. 94 S. 2], BVerwGE 85, 273 [276, 279]).
- BVerwG, 06.12.1976 - 6 C 53.76 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BVerwG, 30.08.1988 - 9 C 14.88
GG Art. 16 Abs. 2 S. 3; VwGO § 138 Nr. 6
Kontextvorschau leider nicht verfügbar - BVerwG, 10.08.1988 - 4 CB 19.88
"Nicht mit Gründen versehenes" Urteil; Unrichtige Sachbehandlung i.S: von § …
Die Entscheidungsbegründung dient nicht nur dazu, dem Rechtsmittelgericht eine Grundlage der Nachprüfung zu verschaffen (vgl. BVerwG, Urteil vom 2. Juli 1975 - BVerwG 6 C 59.74 - BVerwGE 49, 61 [63]; vielmehr ist es eines ihrer wesentlichen Ziele, die entscheidenden Richter alsbald zur Offenlegung der Gründe ihrer Entscheidung zu veranlassen. Das Gesetz geht in § 117 Abs. 4 Satz 1 VwGO sogar davon aus, daß im Zeitpunkt der Verkündung die abgefaßten Urteilsgründe bereits vorliegen können. Wird die Entscheidung sofort im Anschluß an die mündliche Verhandlung verkündet, so ist dieses Ziel zwar nicht zu erreichen; gleichwohl soll nach den Vorstellungen des Gesetzgebers auch in diesem Falle ein naher zeitlicher Zusammenhang zwischen Beratungsergebnis und Entscheidungsgründen gewahrt bleiben. Diesen Zusammenhang bestimmt das Gesetz auf zwei Wochen (§§ 116 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2, 117 Abs. 4 Satz 1 VwGO ).Ob ein Richter die Gedankenführung der bereits beratenen Gründe über mehrere Monate im Gedächtnis behalten kann und ob dies gar - wie der 6. Senat des Bundesverwaltungsgerichts meint - in aller Regel der Fall ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 2. Juli 1975 - BVerwG 6 C 59.74 - BVerwGE 49, 61 [63]; Urteil vom 7. Februar 1980 - BVerwG 6 CB 101.78 - BVerwGE 60, 14 [16]; Beschluß vom 28. September 1987 - BVerwG 6 CB 15.87 - Buchholz 310 § 133 VwGO Nr. 73) oder ob mit fortschreitender Zeit das Erinnerungsvermögen kontinuierlich nachläßt und nach einigen Monaten auf ein Minimum gesunken ist, kann hier offenbleiben.
- BVerwG, 28.10.1982 - 2 C 3.82 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BVerwG, 11.04.1986 - 7 CB 63.85 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BVerwG, 07.11.1990 - 7 B 130.90
Verwaltungsprozeßrecht: Rüge der verzögerten urteilsabfassung
Gleichwohl kann dieser Mangel des Verfahrens der Beschwerde nicht zum Erfolg verhelfen, weil nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ein solcher Verfahrensfehler als absoluter Revisionsgrund (§ 138 Nr. 6 VwGO ) nur mit der zulassungsfreien Verfahrensrevision nach § 133 Nr. 5 VwGO geltend gemacht werden kann (vgl. z.B. BVerwGE 49, 61 ; 50, 278 [279 f.] …sowie Urteil vom 3. August 1990 a.a.O.).Auf diesem Verstoß kann das angefochtene Urteil aber nicht, wie es § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO voraussetzt, "beruhen", weil die Entscheidungsformel schon vor diesem Verstoß verkündet worden ist, das Urteil also dadurch nicht beeinflußt sein kann (st. Rspr., vgl. z.B. BVerwGE 49, 61 ; 50, 278 [279], 75, 337 [343] …sowie Urteil vom 3. August 1990 a.a.O.).
- BVerwG, 11.05.1977 - 6 CB 13.77 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- BVerwG, 17.10.1990 - 2 B 158.89
Verwaltungsprozeßrecht: Rüge der verzögerten vollständigen Abfassung des Urteils
- BVerwG, 26.04.1977 - 6 CB 6.77
- BVerwG, 05.10.1990 - 4 CB 18.90
Verwaltungsprozeßrecht: Mit Gründen versehenes Urteil
- BVerwG, 05.09.1975 - VI C 112.74
- BVerwG, 13.05.1976 - II C 26.74
- BVerwG, 05.07.1977 - 6 CB 22.77
- BVerwG, 17.07.1980 - 2 B 45.79
- BVerwG, 24.10.1975 - 6 C 74.75
- BVerwG, 12.03.1990 - 5 CB 26.89
- BVerwG, 13.05.1976 - II C 25.74
- BVerwG, 14.01.1986 - 6 CB 11.85
- BVerwG, 21.04.1977 - 3 C 11.76
RepG § 14 Abs. 1 Nr. 4
- BVerwG, 15.10.1986 - 9 B 201.86
- BVerwG, 20.08.1976 - 6 CB 44.76
- BVerwG, 06.09.1976 - 4 B 128.76
- BVerwG, 23.08.1983 - 3 B 94.82
- BVerwG, 13.01.1977 - III B 60.73
- BVerwG, 05.09.1979 - 5 B 57.77
- BVerwG, 09.11.1983 - 2 CB 26.82
- BSG, 11.02.1993 - 7 RAr 76/91
- BVerwG, 19.08.1975 - VI C 108.74
- BVerwG, 29.04.1980 - 4 B 52.80
- BVerwG, 24.11.1980 - 6 CB 116.80
- BVerwG, 17.01.1985 - 6 C 36.84
- BVerwG, 09.10.1975 - 6 C 72.75
- BVerwG, 05.07.1977 - 6 CB 21.77
- BVerwG, 12.09.1980 - 4 B 168.80
- BVerwG, 14.05.1984 - 8 CB 130.83
- BVerwG, 03.11.1986 - 9 B 149.86
- BVerwG, 11.05.1987 - 9 B 86.87
- BVerwG, 03.08.1978 - 5 ER 214.78
- BVerwG, 27.10.1981 - 9 C 900.81
- BVerwG, 20.02.1984 - 5 ER 259.83
- BVerwG, 27.02.1986 - 5 ER 250.85
