Rechtsprechung
| BVerwG, 14.08.1992 - 8 C 15.90 |
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Zwangsversteigerung: Ab wann haftet der Erwerber für die Grundsteuer? (IBR 1993, 349)
Zeitschriftenfundstellen
- NJW 1993, 871
- Rpfleger 1992, 443
- IBR 1993, 349
- NVwZ 1993, 486 (Ls.)
- NVwZ 1993, 486 L
Wird zitiert von ... (3)
- VG Aachen, 22.01.2009 - 4 K 2328/05 In einem Folgeurteil vom 14. August 1992 - 8 C 15/90 - habe das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass ein Anwendungsvorrang des § 56 Satz 2 vor § 52 Abs. 1 Satz 2 ZVG bestehen könne.
Da die vor dem Zuschlag entstandene dingliche Belastung des Grundstücks mit der öffentliche Last im Sinne der §§ 8 Abs. 9 KAG NRW, 77 Abs. 2 Satz 1 AO mit dem Zuschlag erloschen ist, kann sie zwangsläufig nicht mehr zu den Lasten zählen, die der Erwerber zu tragen hat, vgl. Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein- Westfalen, Beschluss vom 25.3.93 - 2 B 4984/92 - Driehaus, Kommunalabgabenrecht, Loseblattkommentar (Stand: September 2008) § 8 Rn. 187. Entgegen der Auffassung des Beklagten ergibt sich aus der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. August 1992 - 8 C 15.90 - (Kommunale Steuerzeitschrift 1993, S. 11 - 12 = Neue Juristische Wochenschrift 1993, S. 871 - 872) nichts anderes.
Die Berufung ist gemäß § 124a Abs. 1 Satz 1 VwGO zuzulassen, weil die Frage, ob im Falle nicht regelmäßig wiederkehrender Leistungen eine öffentliche Last im Sinne des § 8 Abs. 9 KAG NRW wegen §§ 47 Satz 2, 56 Satz 2 ZVG nicht durch den Zuschlag in der Zwangsversteigerung erlischt, wenn die sachliche Beitragspflicht zwar vor dem Versteigerungstermin entstanden war, die Leistung aber (hier: die nach dem Zuschlag entstandene persönliche Beitragspflicht) erst nach diesem Termin fällig geworden ist, vgl. Stöber, Zwangsversteigerungsgesetz, 18. Auflage, München 2006, § 10 Anm. 6.4; Böttcher, ZVG, 4. Auflage, München 2005, § 10 Rz. 28; Steiner u. a., Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung, München 1984, § 10 Rz. 73; Hintzen u. a., ZVG, 13. Auflage, Bielefeld 2008, § 56 Rz. 9; für die Maßgeblichkeit des Fälligkeitszeitpunkts bei regelmäßig wiederkehrenden Leistungen BVerwG, Urteil vom 14. August 1992 - 8 C 15/90 - KStZ 1993, 11; grundsätzliche Bedeutung im Sinne des § 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO hat und das Oberverwaltungsgericht diese Frage noch nicht geklärt hat.
- VGH Bayern, 06.12.2010 - 4 ZB 10.1848
Dingliche Haftung für Grundsteuer nach Grundstückserwerb im …
Zwar ruht die Grundsteuer nach § 12 GrStG auf dem Steuergegenstand als öffentliche Last, so dass mit einem in der Zwangsversteigerung erworbenen Grundstück für die Grundsteuer gehaftet wird, die auf die Zeit vom Zuschlag bis zum Ende des Kalenderjahres entfällt (BVerwG vom 14.8.1992 NJW 1993, 871 f.; OVG Lüneburg vom 17.1.1990 KStZ 1991, 195).Diese gegenständliche Beschränkung der grundsteuerlichen Inanspruchnahme des Erwerbers wird auch mit den von der Beklagten zitierten Feststellungen des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 14. August 1992 (NJW 1993, 871) nicht in Frage gestellt (a. A. VG Düsseldorf vom 8.12.2004 Az. 25 K 3695/03 ).
b) Da das angegriffene Urteil des Verwaltungsgerichts aus den genannten Gründen nicht von der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. August 1992 (NJW 1993, 871) abweicht, liegt auch kein Zulassungsgrund nach § 124 Abs. 2 Nr. 4 VwGO vor, so dass der Antrag insgesamt keinen Erfolg haben kann.
- VG Greifswald, 27.05.2009 - 3 A 616/07
Erlass eines Duldungsbescheides für Kanalbaubeitrag
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