Rechtsprechung
| BVerwG, 16.02.2007 - 7 B 8.07 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- lexetius.com
GG Art. 14 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 2; LWG NW § 128 Abs. 1
Inhaltsbestimmung des Eigentums; Sozialpflichtigkeit des Eigentums; Duldung von Trinkwasserleitung; Duldungsverpflichtung auf Grund des Landeswassergesetzes Nordrhein-Westfalen. - Bundesverwaltungsgericht
- NWB SteuerXpert START
GG Art. 14 Abs. 1 Satz 2, Art. 14 Abs. 2 Satz 2; LWG NW § 128 Abs. 1
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Landesrechtliche Verpflichtung zur Durchleitung von Trinkwasser als Inhaltsbestimmung des Eigentums
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Inhaltsbestimmung des Eigentums; Sozialpflichtigkeit des Eigentums; Duldung von Trinkwasserleitung; Duldungsverpflichtung auf Grund des Landeswassergesetzes Nordrhein-Westfalen
Verfahrensgang
- VG Minden, 09.05.2005 - 8 K 396/05
- OVG Nordrhein-Westfalen, 09.11.2006 - 20 A 2136/05
- BVerwG, 16.02.2007 - 7 B 8.07
- BVerfG, 25.06.2009 - 1 BvR 1003/07
Zeitschriftenfundstellen
- DÖV 2008, 384
- NVwZ 2007, 707
Wird zitiert von ... (5)
- BGH, 04.07.2008 - V ZR 172/07
Immobilien - Notleitungsrecht
Es handelt sich vielmehr um Inhaltsbestimmungen, welche die Sozialpflichtigkeit des Eigentums konkretisieren (Art. 14 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 GG) und dabei einen gerechten Ausgleich zwischen den schutzwürdigen Interessen des betroffenen Eigentümers und den Belangen des Gemeinwohls herstellen (BVerwG NVwZ 2007, 707; Beschl. v. 19. Februar 1988, 4 B 141/85, zitiert nach Juris, Tz. 4; OVG Münster ZfW 1994, 294, 295 m.w.N.). - VGH Baden-Württemberg, 09.03.2010 - 3 S 1537/08
Duldungsanordnung nach § 88 Abs. 2 WasG BW; "Ausführung eines Unternehmens"
Zur "Ausführung des Unternehmens" zählt nicht allein die Schaffung und Erhaltung der zweckentsprechenden baulichen und technischen Einrichtungen, sondern auch und gerade deren Betrieb, der das aktuelle und zukünftige Durchleiten als solches einschließt (vgl. OVG NRW, Urteil vom 09.11.2006 - 20 A 2136/05 -, juris [bestätigt durch BVerwG, Beschluss vom 16.02.2007 - 7 B 8.07 -, NVwZ 2007, 707; Nicht-Annahmebeschluss des BVerfG vom 25.06.2009 - 1 BvR 1003/07 -, juris -Ls.]).In Würdigung all dessen geht der Senat mit dem Verwaltungsgericht davon aus, dass die Verlegung der Abwasserbeseitigungsanlagen im Grundstück des Klägers 1976 im Einverständnis der seinerzeitigen Grundstückseigentümer erfolgten, ungeachtet des Umstands, dass eine Duldungsverfügung auch dann zulässig sein kann, wenn dadurch ein formell-rechtswidriger Zustand nachträglich legalisiert wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 16.02.2007 - 7 B 8.07 -, NVwZ 2007, 707).
- BVerfG, 25.06.2009 - 1 BvR 1003/07
Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde gegen die Verpflichtung zur Duldung des …
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision wurde mit Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. Februar 2007 (veröffentlicht in NVwZ 2007, S. 707) zurückgewiesen.
- VGH Bayern, 25.07.2007 - 4 BV 06.3308
Duldung einer Wasserversorgungsleitung unter privatem Grundstück
Eine derartige Duldungspflicht, die auch in anderen Gesetzen zur Sicherung von Einrichtungen der Daseinsvorsorge normiert ist (vgl. § 8 AVBEltV, AVBGasV, AVBWasserV), ist eine Ausprägung der verfassungsrechtlichen Sozialbindung des Eigentums und stellt eine zulässige Inhalts- und Schrankenbestimmung des Eigentums i.S. von Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG dar (BVerfG vom 26.08.2002 - 1 BvR 42/02 [juris] Tz 29 zu Telekommunikationsleitungen; BVerwG vom 16.02.2007 NVwZ 2007, 707; BGH vom 11.03.1992 - VIII ZR 219/91 [juris] Tz. 16; BayVGH vom 15.07.1994 - 22 B 88.646 - BayVBl 1995, 52/56; vom 28.07.1994 - 23 B 93.3111; Koehl, BayVBl 1996 685/686; a.A. Kraft, BayVBl 1994, 97/105).Die Vorschrift beruht auf einer Abwägung des Gesetzgebers zwischen den schutzwürdigen Interessen des Grundstückseigentümers und dem als besonders hoch einzustufenden öffentlichen Interesse an der Wasserversorgung (vgl. LT-Drs. 12/6130 S. 11; BVerwG vom 16.02.2007, a.a.O., S. 707).
- VG Saarlouis, 10.03.2008 - 11 L 1195/07
Wasserrechtliches Zwangsrecht; Zweckmäßigkeit; Erforderlichkeit, …
dazu ausführlich OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 17.08.2006 -1 A 10509/06-, AS RP-SL 33, 286; anders lediglich zu einem Sonderfall eines baulich bereits seit Jahren durchgeführten Gesamt-Unternehmens: OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 09.11.2006 -20 A 2136/05-, m.w.N. (juris-Rdnrn. 29 ff., 53, 55; bestätigt durch BVerwG, Beschluss vom 16.02.2007 -7 B 8/07-, NVwZ 2007, 707).
Für Blogger: