Rechtsprechung
| BVerwG, 27.01.2004 - 2 WD 2.04 |
Volltextveröffentlichungen (2)
- lexetius.com
GG Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 2 Satz 1; SG § 10 Abs. 3, § 12 Satz 2
Körperliche Misshandlung; entwürdigende Behandlung von Untergebenen; Tatmilderungsgrund, mangelnde Dienstaufsicht, Dienstgradherabsetzung. - Bundesverwaltungsgericht
Wird zitiert von ... (7)
- BVerwG, 26.09.2006 - 2 WD 2.06
Zulässige Aufgaben der Bundeswehrstreitkräfte; Grenzen der Befehlsbefugnis; …
Mangelnde Dienstaufsicht kann als Ursache einer dienstlichen Verfehlung bei der Bemessung der Disziplinarmaßnahme dann mildernd berücksichtigt werden, wenn Kontrollmaßnahmen durch Vorgesetzte aufgrund besonderer Umstände unerlässlich waren und pflichtwidrig unterlassen wurden (vgl. Urteile vom 19. September 1985 - BVerwG 2 WD 63.84 - BVerwGE 83, 52 , vom 21. Mai 1996 - BVerwG 2 WD 22.95 - BVerwGE 103, 321 = Buchholz 235.0 § 34 WDO Nr. 14 = NZWehrr 1997, 205 und vom 27. Januar 2004 - BVerwG 2 WD 2.04 - Buchholz 236.1 § 10 SG Nr. 52 = NZWehrr 2005, 79). - BVerwG, 26.01.2006 - 2 WD 2.05
Eigenmächtige Abwesenheit von der Truppe; eigenmächtige Abwesenheit von der …
40Das Maß der Schuld des früheren Soldaten wird im Hinblick auf die Umstände der Tat vorliegend dadurch erheblich gemindert, dass im Tatzeitraum und danach erhebliche Defizite bei der Wahrnehmung der Dienstaufsicht durch seine Vorgesetzten ihm gegenüber bestanden (vgl. zu diesem Tatmilderungsgrund u.a. Urteile vom 19. September 2001 BVerwG 2 WD 9.01 , vom 17. Oktober 2002 BVerwG 2 WD 14.02 , vom 27. November 2003 BVerwG 2 WD 6.03 vom 27. Januar 2004 BVerwG 2 WD 2.04 und vom 26. Oktober 2005 BVerwG 2 WD 33.04 ).In einem solchen Fall kann dem Soldaten eine Minderung der Eigenverantwortung zugebilligt werden (vgl. Urteile vom 19. September 1985 BVerwGE 2 WD 63.84 , vom 21. Mai 1996 BVerwG 2 WD 22.95 , vom 19. September 2001 BVerwG 2 WD 9.01 , vom 17.Oktober 2002 BVerwG 2 WD 14.02 und vom 27. Januar 2004 BVerwG 2 WD 2.04 . Die Dienstaufsicht ist dabei nicht nur Kontrolle, sondern vor allem Hilfe in Form von Erklärung, Anleitung und Unterstützung (Nr. 355 ZDv 10/1).
- BVerwG, 13.06.2006 - 2 WD 1.06
Berufungsbeschränkung; volle Berufung; verspäteter Dienstantritt; Fälschung eines …
61Das Maß der Schuld des Soldaten wird im Hinblick auf die Umstände seines Dienstvergehens auch dadurch gemindert, dass sowohl im Tatzeitraum als auch bereits in der davor liegenden Zeit nicht unerhebliche Defizite bei der Wahrnehmung der Dienstaufsicht durch seine Vorgesetzten ihm gegenüber bestanden (vgl. zu diesem Tatmilderungsgrund u.a. Urteile vom 19. September 2001 BVerwG 2 WD 9.01 Buchholz 236.1 § 10 SG Nr. 48 [insoweit nicht veröffentlicht], vom 17. Oktober 2002 BVerwG 2 WD 14.02 Buchholz 236.1 § 12 SG Nr. 19 = NVwZ-RR 2003, 366, vom 27. November 2003 BVerwG 2 WD 6.03 , vom 27. Januar 2004 BVerwG 2 WD 2.04 Buchholz 236.1 § 10 SG Nr. 52 = NZWehrr 2005, 79 …und vom 26. Januar 2006 BVerwG 2 WD 2.05 juris Rn. 6).Dies entspräche nicht dem Zweck des Wehrdisziplinarrechts, das auf den Vorwurf individuellen Verschuldens gestütztes Dienstordnungsrecht ist und die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung eines geordneten Dienstbetriebs sichern soll, damit die Streitkräfte ihren verfassungsmäßigen Auftrag erfüllen können (vgl. dazu u.a. Urteile vom 14. Dezember 2004 BVerwG 2 WD 21.04 und vom 27. Januar 2004 BVerwG 2 WD 2.04 a.a.O.).
- BVerwG, 19.02.2004 - 2 WD 14.03
Rückwirkung von Verfahrensregelungen; unangemessene Verfahrensverzögerung; …
Er muss sich bei allen Handlungen vom Wohlwollen dem Untergebenen gegenüber leiten lassen und stets bemüht sein, den Soldaten vor Nachteilen und Schäden zu bewahren (stRspr.: vgl. u.a. Urteile vom 6. Juli 1976 BVerwG II WD 11.76 , vom 13. Februar 2003 BVerwG 2 WD 33.02 , vom 27. Januar 2004 BVerwG 2 WD 2.04 m.w.N. sowie die Einzelnachweise bei Scherer/Alff, SG, 6. Aufl. 1988, § 10 RNr. 21 sowie 7. Aufl. 2003, § 10 RNr. 21 jeweils m.w.N.). - BVerwG, 16.03.2004 - 2 WD 3.04
Berichtigung der Urteilsformel; Vorlagefrist für schriftliches Urteil; …
Er muss sich bei allen Handlungen vom Wohlwollen dem Untergebenen gegenüber leiten lassen und stets bemüht sein, den Soldaten vor Nachteilen und Schäden zu bewahren (stRspr.: vgl. u.a. Urteile vom 6. Juli 1976 BVerwG 2 WD 11.76 , vom 13. Februar 2003 BVerwG 2 WD 33.02 und vom 27. Januar 2004 BVerwG 2 WD 2.04 m.w.N. sowie die Einzelnachweise bei Scherer/Alff, SG, 6. Aufl. 1998 sowie 7. Aufl. 2003, jeweils § 10 RNr. 21 m.w.N.). - BVerwG, 12.05.2005 - 1 WB 43.04
SG §§ 3, 8, 15 Abs. 4
Gleiches gilt, wenn zweifelhaft ist, ob er stets in hinreichendem Maße darum bemüht ist, Untergebene vor Nachteilen oder Schäden - auch ideeller Art - zu bewahren und damit seine Fürsorgepflicht nach § 10 Abs. 3 SG zu erfüllen (stRspr.: vgl. u. a. Urteile vom 13. Februar 2003 BVerwG 2 WD 33.02 und vom 27. Januar 2004 BVerwG 2 WD 2.04 -). - BVerwG, 19.08.2004 - 1 WDS-VR 5.04
Schwerbehinderung; Fürsorgeerlass; Fürsorgepflicht; Zahnarzt; …
Er muss stets bemüht sein, den Soldaten im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren vor Nachteilen und Schäden zu bewahren (stRspr.: vgl. u. a. Urteile vom 6. Juli 1976 - BVerwG 2 WD 11.76 -, vom 13. Februar 2003 - BVerwG 2 WD 33.02 -, vom 27. Januar 2004 - BVerwG 2 WD 2.04 - m. w. N. sowie Urteil vom 19. Februar 2004 - BVerwG 2 WD 14.03.).
