Rechtsprechung
   BVerwG, 30.06.2005 - 7 C 26.04   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • lexetius.com

    Richtlinie 2003/87/EG Art. 6 Abs. 2, Art. 8 Satz 2, Art. 9, 10; GG Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 Satz 1, Art. 87 Abs. 3 Satz 1; BImSchG § 5 Abs. 1, §§ 17, 20, 21; TEHG § 2 Abs. 1, § 3 Abs. 5, §§ 4, 5, 6 Abs. 1, §§ 7, 17, 18, § 20 Abs. 1; VwGO § 42 Abs. 1, § 43; VwVfG § 35; ZuG 2007
    Treibhausgas-Emissionen; Emissionshandel; Einführung eines Emissionshandelssystems; Emissionsgenehmigung; Emissionsberechtigung; Emissionszertifikate; Anfechtungsklage; Verwaltungsakt; fingierter Verwaltungsakt; Feststellungsantrag; konkretes Rechtsverhältnis; Passivlegitimation; europäischer Grundrechtsschutz; Eigentumsrecht; Enteignung; Regelung zur Benutzung des Eigentums; Vertrauenstatbestand; Verhältnismäßigkeit; Berufsfreiheit; Berufsausübungsregelung; immissionsschutzrechtliche Genehmigung; Gestattungswirkung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung; Zuteilungsregelungen für Emissionsberechtigungen; nationaler Zuteilungsplan; Verwaltungszuständigkeiten; verfassungswidrige Doppelzuständigkeit; Bundesoberbehörde.

  • Bundesverwaltungsgericht
  • NWB SteuerXpert START
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  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Rechtswirksame Einführung des Emissionshandels für Treibhausgase

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Treibhausgas-Emissionen; Emissionshandel; Einführung eines Emissionshandelssystems; Emissionsgenehmigung; Emissionsberechtigung; Emissionszertifikate; Anfechtungsklage; Verwaltungsakt; fingierter Verwaltungsakt; Feststellungsantrag; konkretes Rechtsverhältnis; Passivlegitimation; europäischer Grundrechtsschutz; Eigentumsrecht; Enteignung; Regelung zur Benutzung des Eigentums; Vertrauenstatbestand; Verhältnismäßigkeit; Berufsfreiheit; Berufsausübungsregelung; immissionsschutzrechtliche Genehmigung; Gestattungswirkung der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung; Zuteilungsregelungen für Emissionsberechtigungen; nationaler Zuteilungsplan; Verwaltungszuständigkeiten; verfassungswidrige Doppelzuständigkeit; Bundesoberbehörde

Kurzfassungen/Presse (3)

  • 123recht.net (Pressemeldung, 30.6.2005)

    Emissionshandel // Kein Verstoß gegen Berufsfreiheit oder Eigentumsrechte

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Einführung des Treibhausgasemissionshandels ist rechtens

  • Bundesverwaltungsgericht (Pressemitteilung)

    Einführung des Treibhausgasemissionshandels ist rechtens

Sonstiges

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Die Ökonomisierung und Globalisierung des Umweltrechts vor dem Bundesverwaltungsgericht" von Prof. Dr. Florian Becker, LL.M., original erschienen in: NVwZ 2006, 782 - 785.

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerwGE 124, 47
  • NJW 2005, 3736 (Ls.)
  • DVBl 2005, 1383
  • DÖV 2006, 116
  • NVwZ 2005, 1178



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Wird zitiert von ... (53)  

  • VG Berlin, 07.04.2006 - 10 A 255.05  

    Erste Urteile zum Emissionshandel liegen vor

    Bei der Zuteilungsentscheidung handelt es sich um einen integralen Bestandteil des Gesamtsystems (so auch BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2005, NVwZ 2005, 1178, 1181).

    Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts scheidet deshalb eine Überprüfung des Emissionshandelssystems am Maßstab nationalen Verfassungsrechts aus, solange die Europäischen Gemeinschaften, insbesondere die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Gemeinschaften, wirksamen Grundrechtsschutz gegenüber der Hoheitsgewalt der Gemeinschaften generell gewährleisten, der dem grundgesetzlich gewährleisteten Rechtsschutz im wesentlichen gleich steht (vgl. BVerfGE 73, 339, 378 ff.;89, 155, 174 f.; BVerwG, NVwZ 2005, 1178, 1181.).

    Die Vereinbarkeit des Systems mit den Grundrechten, insbesondere der Eigentums- und der Berufsfreiheit in ihrer jeweiligen europarechtlichen Ausprägung hat das Bundesverwaltungsgericht schließlich in seinem Urteil vom 30. Juni 2005 ausdrücklich bejaht (BVerwG, NVwZ 2005, 1178 ff.).

    Vielmehr müsste im Fall der Verfassungswidrigkeit einer einzelnen materiellen Zuteilungsvorschrift das gesamte Gefüge neu geordnet und in diesem Zusammenhang müssten durch den Gesetzgeber neue Zuteilungsregeln geschaffen werden (vgl. BVerwG, NVwZ 2005, 1178, 1183).

    Dabei ist die Emissionsbefugnis nicht um ihrer selbst willen eigentumsrechtlich geschützt; sie sichert vielmehr die Benutzbarkeit der dem Anlagenbetreiber zugeordneten eigentumsrechtlich geschützten Gegenstände seiner Anlage oder den Fortbestand des von ihm eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs (vgl. BVerwG, NVwZ 2005, 1178, 1181 f.).

    Entscheidend für die Frage der Vereinbarkeit von § 4 Abs. 4 ZuG 2007 mit Art. 14 Abs. 1 GG ist demnach, ob das Anlageneigentum des einzelnen Anlagenbetreibers durch die Abgabepflicht unter Berücksichtigung der ihm als Kompensation zugeteilten, nach § 4 Abs. 4 ZuG 2007 anteilig gekürzten Menge an Berechtigungen unzumutbar beeinträchtigt wird (vgl. auch BVerwG, NVwZ 2005, 1178, 1182; Körner/Vierhaus, § 6 TEHG, Rdnr. 33).

    Schließlich kommt dem Beitrag zum globalen Umweltschutz durch Einhaltung der Klimaschutzziele als Schutzgut hohe Bedeutung zu (vgl. BVerwG, NVwZ 2005, 1178, 1182).

    Darüber hinaus waren Anlagenbetreiber immissionsschutzrechtlich wegen des dynamischen Charakters der Betreiberpflichten auch bislang nicht davor geschützt, Verpflichtungen zur Durchführung emissionsmindernder Maßnahmen auferlegt zu bekommen (vgl. Schweer/ von Hammerstein, § 6 TEHG, Rdnr. 35; ebenso BVerwG, NVwZ 2005, 1178, 1182).

    Die Regelung des § 4 Abs. 4 ZuG 2007 stellt so verstanden aus den oben angeführten Gründen eine verhältnismäßige Berufsausübungsregelung, nicht wie einzelne Klägerinnen meinen (VG 10 A 444.05) eine Berufszulassungsregelung, dar (so bzgl. des Emissionshandelssystems insgesamt auch BVerwG, NVwZ 2005, 1178, 1182; a.A. Schweer/ von Hammerstein, § 6 TEHG, Rdnr. 37), die bereits durch jede vernünftige Erwägung des Gemeinwohls legitimiert wird (vgl. BVerfGE 7, 377, 405 f.).

    Dass die vom Gesetzgeber verfolgten umweltpolitischen Ziele im Bereich des Klimaschutzes ein solch zulässiges Gemeinwohlziel darstellen, kann nicht bestritten werden (vgl. auch BVerwG, NVwZ 2005, 1178, 1182).

  • BVerwG, 18.02.2010 - 7 C 10.09  

    Treibhausgas-Emissionen; Emissionshandelssystem; Emissionsgenehmigung;

    Dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26.04 - könne nicht entnommen werden, dass ein Teil der unmittelbar geltenden Betreiberpflichten einer gesonderten behördlichen Bestätigung unterliegen solle.

    Der Senat ist bereits in seiner Entscheidung vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26.04 - (BVerwGE 124, 47 = Buchholz 451.91 EuropUmwR Nr. 19) der Annahme entgegen getreten, § 4 Abs. 7 Satz 1 TEHG enthalte im Hinblick auf die nach § 4 Abs. 1 TEHG auch für Bestandsanlagen erforderliche Emissionsgenehmigung einen fiktiven Verwaltungsakt.

    Ebenso wenig kann von einer Genehmigung des Monitoringkonzepts der immissionsschutzrechtlich genehmigten Anlage kraft Gesetzes ausgegangen werden; denn die in § 4 Abs. 7 Satz 1 TEHG gewählte Formulierung ist nicht als unmittelbarer Zugriff auf den Genehmigungsinhalt zu verstehen (Urteil vom 30. Juni 2005 a.a.O. S. 51).

    Zuständig für die Genehmigung des Monitoringkonzepts sind die Behörden des Landes, weil es um den Vollzug des § 5 TEHG geht (§ 20 Abs. 1 Satz 1 TEHG; vgl. Urteil vom 30. Juni 2005 a.a.O. S. 66; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des 1. Senats vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 - NVwZ 2007, 942 ).

  • BVerfG, 14.05.2007 - 1 BvR 2036/05  

    Emissionshandel bestätigt // Beschwerden der Wirtschaft und Sachsen-Anhalts

    a) das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26.04 -,.

    Die daraufhin eingelegte Revision wurde durch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Juni 2005 zurückgewiesen (BVerwGE 124, 47).

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  • BVerwG, 23.10.2008 - 7 C 48.07  

    Feststellungsklage; Zulässigkeit; Rechtsverhältnis; Klageänderung;

    Im Immissionsschutzrecht gibt es danach keinen Grundsatz, dass dem Betreiber eingeräumte Rechtspositionen trotz Rechtsänderungen zu belassen sind und nur gegen Entschädigung entzogen werden dürfen (Urteil vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26.04 - BVerwGE 124, 47 Buchholz 451.91 EuropUmweltR Nr. 19).

    a) Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats liegt ein konkretes feststellungsfähiges Rechtsverhältnis im Sinne von § 43 Abs. 1 VwGO vor, wenn die Anwendung einer öffentlich-rechtlichen Norm auf einen bestimmten, bereits übersehbaren Sachverhalt streitig ist (vgl. Urteil vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26.04 - BVerwGE 124, 47 Buchholz 451.91 EuropUmweltR Nr. 19).

  • VG Berlin, 13.04.2010 - 10 K 27.09  

    Art 9 Abs 1 S 2 EGRL 87/2003, Anh III Nr 3 EGRL 87/2003, Art 10 S 2 EGRL 87/2003,

    Die Einführung des Emissionshandelssystems, das grundsätzliche Erfordernis der quantitativen Begrenzung und sukzessiven Minderung der Emissionen, die Genehmigungspflichtigkeit der Emissionen (BVerfG, a. a. O. S. 98) und die Pflicht zur Abgabe von Emissionsberechtigungen durch § 6 Abs. 1 und § 18 Abs. 1 TEHG beruhen auf einer zwingenden Umsetzung der Emissionshandelsrichtlinie (Art. 12 Abs. 3 und Art. 16) und sind daher an den gemeinschaftsrechtlichen Grundrechtsgewährleistungen zu messen (BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 -, BVerfGK 11, 189, 191 ff.; BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26/04 -, BVerwGE 124, 47, 56 ff.).

    Der Gesetzgeber hat mit der Einführung des Emissionshandels Inhalt und Schranken des Anlageneigentums in einer mit dem maßgeblichen Gemeinschaftsverfassungsrecht grundsätzlich zu vereinbarenden Weise partiell neu gestaltet (BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2005 - 7 C 26/04 -, BVerwGE 124, 47, 58 ff.; bestätigt durch BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 -, BVerfGK 11, 189, 200 f.; Urteil der Kammer vom 7. April 2006, a. a. O.).

    Dieser Vertrauenstatbestand ist gegenüber dem Gesetzgeber begrenzt; denn es gibt im Immissionsschutzrecht keinen Grundsatz, dass dem Betreiber eingeräumte Rechtspositionen trotz Rechtsänderung zu belassen sind oder nur gegen Entschädigung entzogen werden dürfen (BVerwGE 124, 47, 61 zum entsprechenden gemeinschaftsrechtlichen Eigentumsschutz; entsprechend zur Neuausgestaltung des Eigentums bereits BVerfGE 58, 300, 351; BVerfGE 83, 201, 212 m. w. Nw.).

    Der Schutz des Art. 12 Abs. 1 GG geht insofern hinsichtlich bereits vor Inkrafttreten des TEHG in Betrieb befindlicher Anlagen nicht über die Rechte der Anlagenbetreiber aus Art. 14 Abs. 1 GG hinaus, weil Vertrauen in den Fortbestand der Nutzungsmöglichkeiten des Anlageneigentums insofern nicht in Rede steht (vgl. zum Gemeinschaftsrecht BVerwGE 124, 47, 62).

  • VG Berlin, 13.04.2010 - 10 K 128.09  

    Art 3 Abs 1 GG, Art 14 Abs 1 GG, Art 12 Abs 1 GG, Art

    Die Einführung des Emissionshandelssystems, das grundsätzliche Erfordernis der quantitativen Begrenzung und sukzessiven Minderung der Emissionen, die Genehmigungspflichtigkeit der Emissionen (BVerfG, a. a. O. S. 98) und die Pflicht zur Abgabe von Emissionsberechtigungen durch § 6 Abs. 1 und § 18 Abs. 1 TEHG beruhen auf einer zwingenden Umsetzung der Emissionshandelsrichtlinie (Art. 12 Abs. 3 und Art. 16) und sind daher an den gemeinschaftsrechtlichen Grundrechtsgewährleistungen zu messen (BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 -, BVerfGK 11, 189, 191 ff.; BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26/04 -, BVerwGE 124, 47, 56 ff.).

    Der Gesetzgeber hat mit der Einführung des Emissionshandels Inhalt und Schranken des Anlageneigentums in einer mit dem maßgeblichen Gemeinschaftsverfassungsrecht grundsätzlich zu vereinbarenden Weise partiell neu gestaltet (BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2005 - 7 C 26/04 -, BVerwGE 124, 47, 58 ff.; bestätigt durch BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 -, BVerfGK 11, 189, 200 f.; Urteil der Kammer vom 7. April 2006, a. a. O.).

    Dieser Vertrauenstatbestand ist gegenüber dem Gesetzgeber begrenzt; denn es gibt im Immissionsschutzrecht keinen Grundsatz, dass dem Betreiber eingeräumte Rechtspositionen trotz Rechtsänderung zu belassen sind oder nur gegen Entschädigung entzogen werden dürfen (BVerwGE 124, 47, 61 zum entsprechenden gemeinschaftsrechtlichen Eigentumsschutz; entsprechend zur Neuausgestaltung des Eigentums bereits BVerfGE 58, 300, 351; BVerfGE 83, 201, 212 m. w. Nw.).

    Der Schutz des Art. 12 Abs. 1 GG geht insofern hinsichtlich bereits vor Inkrafttreten des TEHG in Betrieb befindlicher Anlagen nicht über die Rechte der Anlagenbetreiber aus Art. 14 Abs. 1 GG hinaus, weil Vertrauen in den Fortbestand der Nutzungsmöglichkeiten des Anlageneigentums insofern nicht in Rede steht (vgl. zum Gemeinschaftsrecht BVerwGE 124, 47, 62).

  • VG Berlin, 17.03.2011 - 10 K 320.09  

    Art 3 Abs 1 GG, Art 12 Abs 1 GG, Art 14 Abs 1 GG, Art 19

    So beruhen die Einführung des Emissionshandelssystems, das grundsätzliche Erfordernis der quantitativen Begrenzung und sukzessiven Minderung der Emissionen, die Genehmigungspflichtigkeit der Emissionen (vgl. Bundesverfassungsgericht, a. a. O. S. 98) und die Pflicht zur Abgabe von Emissionsberechtigungen durch § 6 Abs. 1 und § 18 Abs. 1 TEHG auf einer zwingenden Umsetzung der Emissionshandelsrichtlinie (Art. 12 Abs. 3 und Art. 16) und sind daher an den gemeinschaftsrechtlichen Grundrechtsgewährleistungen zu messen (Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 -, BVerfGK 11, 189, 191 ff.; Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26/04 -, BVerwGE 124, 47, 56 ff.).

    Der Gesetzgeber hat mit der Einführung des Emissionshandels Inhalt und Schranken des Anlageneigentums in einer mit dem maßgeblichen Gemeinschaftsverfassungsrecht grundsätzlich zu vereinbarenden Weise partiell neu gestaltet (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 30. Juni 2005 - 7 C 26/04 -, BVerwGE 124, 47, 58 ff.; bestätigt durch Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 -, BVerfGK 11, 189, 200 f.; Urteil der Kammer vom 7. April 2006, a. a. O.).

    Dieser Vertrauenstatbestand ist gegenüber dem Gesetzgeber begrenzt; denn es gibt im Immissionsschutzrecht keinen Grundsatz, dass dem Betreiber eingeräumte Rechtspositionen trotz Rechtsänderung zu belassen sind oder nur gegen Entschädigung entzogen werden dürfen (BVerwGE 124, 47, 61 zum entsprechenden gemeinschaftsrechtlichen Eigentumsschutz; entsprechend zur Neuausgestaltung des Eigentums bereits BVerfGE 58, 300, 351; BVerfGE 83, 201, 212 m. w. Nw.).

    Der Schutz des Art. 12 Abs. 1 GG geht insofern hinsichtlich bereits vor Inkrafttreten des TEHG in Betrieb befindlicher Anlagen nicht über die Rechte der Anlagenbetreiber aus Art. 14 Abs. 1 GG hinaus, weil Vertrauen in den Fortbestand der Nutzungsmöglichkeiten des Anlageneigentums insofern nicht in Rede steht (vgl. zum Gemeinschaftsrecht BVerwGE 124, 47, 62).

  • VG Berlin, 13.04.2010 - 10 K 17.09  

    Art 3 Abs 1 GG, Art 14 Abs 1 GG, Art 12 Abs 1 GG, Art

    Die Einführung des Emissionshandelssystems, das grundsätzliche Erfordernis der quantitativen Begrenzung und sukzessiven Minderung der Emissionen, die Genehmigungspflichtigkeit der Emissionen (BVerfG, a. a. O. S. 98) und die Pflicht zur Abgabe von Emissionsberechtigungen durch § 6 Abs. 1 und § 18 Abs. 1 TEHG beruhen auf einer zwingenden Umsetzung der Emissionshandelsrichtlinie (Art. 12 Abs. 3 und Art. 16) und sind daher an den gemeinschaftsrechtlichen Grundrechtsgewährleistungen zu messen (BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 -, BVerfGK 11, 189, 191 ff.; BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2005 - BVerwG 7 C 26/04 -, BVerwGE 124, 47, 56 ff.).

    Der Gesetzgeber hat mit der Einführung des Emissionshandels Inhalt und Schranken des Anlageneigentums in einer mit dem maßgeblichen Gemeinschaftsverfassungsrecht grundsätzlich zu vereinbarenden Weise partiell neu gestaltet (BVerwG, Urteil vom 30. Juni 2005 - 7 C 26/04 -, BVerwGE 124, 47, 58 ff.; bestätigt durch BVerfG, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 1 BvR 2036/05 -, BVerfGK 11, 189, 200 f.; Urteil der Kammer vom 7. April 2006, a. a. O.).

    Dieser Vertrauenstatbestand ist gegenüber dem Gesetzgeber begrenzt; denn es gibt im Immissionsschutzrecht keinen Grundsatz, dass dem Betreiber eingeräumte Rechtspositionen trotz Rechtsänderung zu belassen sind oder nur gegen Entschädigung entzogen werden dürfen (BVerwGE 124, 47, 61 zum entsprechenden gemeinschaftsrechtlichen Eigentumsschutz; entsprechend zur Neuausgestaltung des Eigentums bereits BVerfGE 58, 300, 351; BVerfGE 83, 201, 212 m. w. Nw.).

    Der Schutz des Art. 12 Abs. 1 GG geht insofern hinsichtlich bereits vor Inkrafttreten des TEHG in Betrieb befindlicher Anlagen nicht über die Rechte der Anlagenbetreiber aus Art. 14 Abs. 1 GG hinaus, weil Vertrauen in den Fortbestand der Nutzungsmöglichkeiten des Anlageneigentums insofern nicht in Rede steht (vgl. zum Gemeinschaftsrecht BVerwGE 124, 47, 62).

  • VGH Baden-Württemberg, 19.03.2007 - 1 S 1041/05  

    Legehennenhaltung; Vereinbarkeit der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung mit

    Er ist indessen auch dann zu beachten, wenn es um Richtlinien geht, die gem. Art. 249 Abs. 3 EG - von Ausnahmen abgesehen - nur für die Mitgliedstaaten gelten und deswegen - jedenfalls soweit sie Rechtspflichten des Einzelnen gegenüber dem Staat begründen sollen - immer auf die Umsetzung durch nationales Recht angewiesen sind (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 09.01.2001 - 1 BvR 1036/99 -, NJW 2001, 1267 ; vom 27.07.2004 - 1 BvR 1270/04 -, NVwZ 2004, 1346; so auch BVerwG, Urteil vom 30.06.2005 - 7 C 26.04 -, BVerwGE 124, 47 ; a.A: Weidemann, NVwZ 2006, 623 ).

    Dafür ist aber weder etwas vorgetragen noch ersichtlich (vgl. BVerwG, Urteil vom 30.06.2005 - 7 C 26.04 -, BVerwGE 124, 47 ).

    Er wird in der Gemeinschaftsrechtsordnung gemäß den gemeinsamen Verfassungskonzeptionen der Mitgliedstaaten gewährleistet (siehe Art. 6 Abs. 2 EU), die sich auch im 1. Zusatzprotokoll zur Europäischen Menschenrechtskonvention widerspiegeln; als ergänzende Rechtserkenntnisquelle ist die - als solche rechtlich unverbindliche - Charta der Grundrechte der Europäischen Union vom 07.12.2000 (ABl. 2000 Nr. C 364 S. 1) heranzuziehen, die in Art. 17 das Eigentumsrecht garantiert (vgl. Jarass, NVwZ 2006, 1089; BVerwG, Urteil vom 30.06.2005 - 7 C 26.04 -, BVerwGE 124, 47 ).

  • BVerfG, 14.01.2010 - 1 BvR 1627/09  

    Bestandsschutz einer immissionsschutzrechtlich genehmigten und in Betrieb

    Im Immissionsschutzrecht gebe es keinen Grundsatz, dass dem Betreiber eingeräumte Rechtspositionen zu belassen seien und nur gegen Entschädigung entzogen werden dürften (Verweis auf BVerwGE 124, 47 [61]).

    aa) Die Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts, im Immissionsschutzrecht gebe es keinen Grundsatz, dass dem Anlagenbetreiber eingeräumte Rechtspositionen trotz Rechtsänderungen zu belassen seien und nur gegen Entschädigung entzogen werden dürften (vgl. juris Rn. 22 unter Verweis auf BVerwGE 124, 47 [61]), ist mit Art. 14 Abs. 1 GG vereinbar.

  • BVerwG, 21.12.2010 - 7 C 23.09  

    Treibhausgas-Emissionen; Emissionshandel; Periode; Zuteilungsperiode;

  • BVerwG, 30.04.2009 - 7 C 14.08  

    Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung; Geltung; unmittelbar; Legehennen; Haltung;

  • VG Berlin, 02.02.2007 - 10 A 261.06  
  • BVerwG, 25.09.2008 - 7 A 4.07  

    Eingetragenes Kulturdenkmal; vorläufige Unterschutzstellung; denkmalrechtliche

  • BVerwG, 24.08.2006 - 7 B 38.06  

    Standortzwischenlager; Genehmigung zur Aufbewahrung von Kernbrennstoffen;

  • OVG Sachsen-Anhalt, 16.08.2007 - 2 L 94/05  

    Feststellung der Reichweite immissionsschutzrechtlicher Genehmigungen

  • OVG Niedersachsen, 21.03.2006 - 8 LA 150/02  

    Aufnahme des Grundstücks in FFH-Gebiet: Rechtsschutz

  • OVG Berlin-Brandenburg, 30.11.2006 - 12 B 14.06  

    Emissionshandel, Klimaschutz, Zuteilung von Emissionsberechtigungen,

  • OVG Berlin-Brandenburg, 30.11.2006 - 12 B 13.06  

    Emissionshandel

  • OLG Hamburg, 30.06.2009 - 3 U 13/09  

    (EU-Heilmittelwerberecht: Werbung für ein Läusemittel mit dem Testergebnis der

  • BVerwG, 23.10.2008 - 7 C 4.08  

    Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung; Geltung; unmittelbar; Legehennen; Haltung;

  • BVerwG, 09.01.2007 - 20 F 1.06  

    Verwaltungsrechtsstreit wegen der Genehmigung des Entgelts für Netzzugang;

  • BVerwG, 22.03.2007 - 20 F 3.06  
  • BVerwG, 21.06.2012 - 7 B 60.11  

    Vorenthalten von Emissionsberechtigungen als eine Beeinträchtigung des aus der

  • OVG Berlin-Brandenburg, 28.11.2005 - 12 S 9.05  

    Treibhausgas, Emissionshandel, Zuteilung, Berechtigung, Gebühr, Deutsche

  • OVG Rheinland-Pfalz, 12.11.2009 - 1 A 11222/09  

    Einstufung des Sonderbetriebsplans nach dem Bundesberggesetz (BBergG) als

  • VG Berlin, 10.02.2011 - 10 K 57.09  

    Art 3 GG, Art 12 GG, Art 14 GG, § 2 Abs 1 TEHG, § 3

  • VGH Hessen, 09.03.2006 - 6 UE 3281/02  

    Pfandpflicht nach der VerpackV; unzulässige Feststellungsklage

  • VGH Bayern, 25.09.2012 - 14 B 10.1550  

    Naturschutzrecht: Wiederherstellungsanordnung einer umgebrochenen Wiese;

  • BVerwG, 24.08.2006 - 7 B 39.06  
  • VG Berlin, 09.05.2007 - 10 A 272.06  

    Ermittlung des wirtschaftlichen Nachteils nach Kürzung der Emissionsberechtigung

  • StGH Hessen, 11.02.2009 - P.St. 2184  

    § 43a Abs 1 S 1 SOG HE, § 43a Abs 1 S 3 SOG HE, § 43a Abs 2 S 1 SOG HE, Art 133

  • OVG Schleswig-Holstein, 31.01.2007 - 4 KS 2/04  
  • BVerwG, 22.03.2007 - 20 F 4.06  
  • OVG Hamburg, 01.09.2006 - 1 Bf 171/05  

    Dosenpfand - Rechtsnatur der Bekanntgabe der wiederholten

  • BVerwG, 22.03.2007 - 20 F 2.06  
  • VG Schleswig, 29.08.2012 - 1 A 31/12  

    Tierschutz

  • VGH Hessen, 08.03.2006 - 6 UE 3281/02  

    Verhandlung über Pfandpflicht für Getränkeeinwegverpackungen

  • BVerwG, 24.08.2006 - 7 B 35.06  
  • BVerwG, 24.08.2006 - 7 B 33.06  
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.07.2011 - 20 A 2476/10  

    Anspruch eines Inhabers von Geflügelschlachtereien auf Rückerstattung von nach

  • VG Berlin, 18.02.2011 - 10 K 30.09  

    Art 9 Abs 1 EGRL 87/2003, Anhang III Ziff 3 EGRL 87/2003, Anhang III Ziff 5 EGRL

  • OVG Berlin-Brandenburg, 21.06.2011 - 12 B 49.09  

    Emissionshandelsrecht; Mehrzuteilung von Emissionsberechtigungen

  • VG Trier, 02.12.2008 - 1 K 533/08  

    1. Das in Art. 88 Abs. 3 Satz 3 EGV enthaltene Verbot, eine Maßnahme, die eine

  • VG Bayreuth, 28.01.2010 - B 2 K 09.764  

    Art. 4 Abs. 1 FFH-RL gewährt den Mitgliedstaaten bei der Gebietsauswahl einen

  • VG Koblenz, 06.04.2009 - 1 K 1305/08  

    Genehmigung für Monitoringkonzept

  • VG Bayreuth, 28.01.2010 - B 2 K 09.739  

    Art 13c Abs 2 NatSchG BY, Art 6a Abs 5 S 2 NatSchG BY, Art 4 Abs 1 FFHRL, §

  • VG Berlin, 31.05.2007 - 10 A 323.06  
  • VG Berlin, 06.05.2009 - 10 A 205.06  
  • VG Berlin, 05.11.2009 - 10 A 267.08  
  • VG Berlin, 27.11.2009 - 10 K 268.09  
  • VG Berlin, 18.02.2011 - 10 K 229.09  

    § 2 Abs 1 TEHG, § 2 Abs 5 TEHG, § 3 Abs 3 TEHG, § 9 TEHG,

  • VG Berlin, 31.05.2007 - 10 A 322.06  

    Zuteilung von Emissionsberechtigungen zur Regulierung der Kohlendioxidemissionen

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