Rechtsprechung
   FG Hessen, 08.08.2011 - 8 V 1281/11   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • Justiz Hessen

    § 146 Abs 2b AO
    Ermessensausübung bei der Festsetzung eines Verzögerungsgeldes

  • IWW
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verzögerungsgeld - Zur Ermessensausübung bei der Festsetzung eines Verzögerungsgeldes

Kurzfassungen/Presse

  • lto.de (Kurzinformation)

    Bei Festsetzung eines Verzögerungsgelds ist tatbestandliche Vervielfältigung des Mindestsatzes pro Pflichtverletzung nicht zulässig

Zeitschriftenfundstellen

  • EFG 2011, 1949



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Wird zitiert von ... (5)  

  • FG Berlin-Brandenburg, 23.02.2012 - 3 V 3006/12  

    Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (§ 69 Abs. 3 FGO) - Festsetzung eines

    Die umstrittene Problematik, ob die Vorschrift des        § 146 Abs. 2 b AO eine Vervielfachung der Festsetzung des Verzögerungsgeldes dadurch ermöglicht (offen gelassen: Bundesfinanzhof -BFH-, Beschluss vom 16. Juni 2011 IV B 120/10, Bundesteuerblatt -BStBl- II 2011, 885, ablehnend: Hessisches Finanzgericht -FG-, Beschluss vom 8. August 2011 8 V 1281/11, Entscheidungen der Finanzgerichte -EFG- 2011, 1949), dass sich die vorherige Aufforderung auf eine Vielzahl von Unterlagen  erstreckt, ist für den Streitfall somit unbeachtlich.

    Hiervon wäre nur auszugehen, wenn das Finanzamt den Mindestsatz (2.500 EUR) festgesetzt hätte (vgl. FG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 3. Februar 2010 3 V 243/09, Deutsches Steuerrecht Entscheidungsdienst -DStRE- 2010, 497; Beschlüsse des Hessischen FG vom 19. März 2010 12 V 396/10, nicht veröffentlicht, juris; vom 8. August 2011 8 V 1281/11, EFG 2011, 1949), woran es im Streitfall mangelt, denn das einheitlich festgesetzte Verzögerungsgeld beträgt 5.000 EUR.

  • FG Berlin-Brandenburg, 18.01.2012 - 12 K 12205/10  

    Keine Multiplikation des Mindestverzögerungsgeldes mit der Anzahl der

    Da die Vorschrift des § 146 Abs. 2b AO - im Unterschied zu den in § 152 Abs. 2 AO enthaltenen Regelungen zum Verspätungszuschlag - keine ausdrücklichen Ermessensleitlinien oder -grenzen vorsieht, hat die Behörde die anzustellenden Ermessenserwägungen nach den in § 5 AO geregelten allgemeinen Grundsätzen auszurichten (Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 01. Februar 2011 - 3 K 64/10, EFG 2011, 846, 847; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19. Mai 2011 13 K 13246/10, juris; Hessisches FG, Beschluss vom 08. August 2011 - 8 V 1281/11, juris).

    Der Senat folgt der Auffassung, dass eine Vervielfältigung des Mindestbetrages von EUR 2 500 bei mehreren Pflichtverletzungen nicht zulässig ist (ebenso auch Hessisches FG, Beschluss vom 08. August 2011 - 8 V 1281/11, juris; offen gelassen von BFH in DStR 2011, 1423 , unter II.2.b)cc) der Gründe).

  • FG Hamburg, 16.11.2011 - 2 V 173/11  

    Abgabenordnung: Ermessensausübung bei der Festsetzung eines Verzögerungsgeldes

    Die lediglich tatbestandliche Vervielfältigung des Mindestsatzes pro Pflichtverletzung begegnet dagegen ernstlichen rechtlichen Zweifeln (vgl. Hessisches FG Beschluss vom 08. August 2011 8 V 1281/11, StE 2011, 647; a. A. BMF-Schreiben vom 22.04.2010, DSTR 2011, 676; Gebbers, Die steuerliche Betriebsprüfung 2009, S. 162, 168).

    Eine bloße Vervielfältigung des Mindestsatzes für jeden Pflichtenverstoß, ohne eine Bewertung seines Gewichts im Rahmen einer Gesamtwürdigung der Höhe des (insgesamt) festgesetzten Verzögerungsgelds, trägt dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit aber nicht hinreichend Rechnung (vgl. Hessisches FG Beschluss vom 08. August 2011 8 V 1281/11, a. a. O.).

mehr
  • FG Schleswig-Holstein, 05.12.2012 - 2 K 9/12  

    Verzögerungsgeld Begründung des Entscheidungsermessens

    Da die Vorschrift des § 146 Abs. 2b AO - im Unterschied zu den in § 152 Abs. 2 AO enthaltenen Regelungen zum Verspätungszuschlag - keine ausdrücklichen Ermessensleitlinien oder -grenzen vorsieht, hat die Behörde die anzustellenden Ermessenserwägungen nach den in § 5 AO geregelten allgemeinen Grundsätzen auszurichten (Finanzgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19. Mai 2011 13 K 13246/10, Rn. 32 f., Juris; Hessisches Finanzgericht, Beschluss vom 08. August 2011 8 V 1281/11, EFG 2011, 1949).
  • FG Berlin-Brandenburg, 23.10.2012 - 5 V 5284/12  

    Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (§ 69 Abs. 3 FGO) - Verzögerungsgeld

    In das Entschließungsermessen sind vielmehr alle entscheidungserheblichen Umstände einzubeziehen, insbesondere Verschuldensaspekte, auch wenn dies, anders als etwa beim Verspätungszuschlag nach § 152 AO, im Tatbestand des § 146 Abs. 2b AO nicht genannt wird (vgl. Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 1.2.2011, 3 K 64/10, EFG 2011, 846; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.5.2011, 13 K 13246/10, EFG 2011, 1945; Urteil vom 18.1.2012, 12 K 12205/10, EFG 2012, 898; Beschluss vom 23.2.2012, 3 V 3006/12, EFG 2012, 1225; Hessisches FG, Beschluss vom 8.8.2011, 8 V 1281/11, EFG 2011, 1949; FG Hamburg, Beschluss vom 16.11.2011, 2 V 173/11, EFG 2012, 382).
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