Rechtsprechung
   KG, 03.04.2007 - 5 W 73/07   

Volltextveröffentlichungen (11)

  • MIR - Medien Internet und Recht

    "In der Regel... "

    Die Verwendung der Formulierung "in der Regel ..." in einer Klausel zur Regelung von Lieferfristen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ist nicht hinreichend bestimmt und damit unwirksam i.S.d. § 308 Nr. 1, 2. Alt. BGB.

  • openjur.de
  • Entscheidungsdatenbank Berlin-Brandenburg

    § 4 Nr 11 UWG, § 308 Abs 1 Nr 1 BGB, § 14 UStG, § 14a UStG
    Wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsanspruch: Bestimmtheit einer Klausel zu Lieferfristen in den AGB im Zusammenhang mit dem Angebot von Hochzeitsartikeln an Letztverbraucher; hinreichender Marktverhaltensbezug gesetzlicher Regelungen zur AGB-Kontrolle

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  • damm-legal.de

    §§ 138, 242, 305 Abs. 1, 308 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 3 Nr. 1 BGB, § 1 Abs. 1 Nr. 9 BGB-InfoV, §§ 3, 4 Nr. 11 UWG, §§ 14, 14a UStG
    KG Berlin: AGB-Klausel ?[Lieferung] in der Regel 1-2 Tage nach Zahlungseingang? ist wettbewerbswidrig

  • IWW
  • JurPC

    BGB § 308 Nr. 1
    Hinreichende Bestimmung von Lieferfristen in AGB

  • aufrecht.de

    AGB-Formulierung "In der Regel..." bei eBay-Versandangaben rechtswidrig

  • recht-freundlich.de: RA Thomas Feil

    § 308 Nr. 1, 2. Alt. BGB
    Unwirksame AGB-Klausel, ungenaue Lieferzeit

  • kanzlei.biz

    "Übergabe an Paketdienst in der Regel 1-2 Tage nach Zahlungseingang"

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Gesetzliche Regelungen zur AGB-Kontrolle als Marktverhaltensregelungen

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Gesetzliche Regelungen zur AGB-Kontrolle als Marktverhaltensregelungen

Kurzfassungen/Presse (8)

  • webshoprecht.de (Leitsatz und Auszüge)

    Lieferfristen von 10 bis 12 Tagen sind noch nicht unangemessen lang

  • IWW (Kurzinformation)

    Allgemeine Geschäftsbedingungen - Lieferfristangaben müssen genau bestimmt sein

  • RA Patrick Muller (Kurzmitteilung)

    Wettbewerbsverstoß

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  • ratgeberrecht.eu (Kurzinformation)

    Unzureichende Angabe der Lieferfrist in AGB

  • boesel-kollegen.de (Kurzinformation)

    Lieferfrist muss genau angegeben werden - "In der Regel” wettbewerbswidrig

  • heise.de (Pressebericht, 16.04.2007)

    Gericht verbietet ungenaue Lieferfristen bei Online-Geschäften

  • streifler.de (Zusammenfassung)

    AGB: Lieferfristangaben müssen genau bestimmt sein

  • dr-bahr.com (Kurzinformation und Auszüge)

    AGB-Formulierung "In der Regel..." bei eBay-Versandangaben rechtswidrig

Besprechungen u.ä. (2)

  • e-recht24.de (Entscheidungsbesprechung)

    Vorsicht Abmahnung - AGB-Formulierung bei eBay

  • shopbetreiber-blog.de (Entscheidungsbesprechung)

    Lieferfrist muss genau angegeben werden

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 2007, 2266
  • GRUR-RR 2007, 291
  • NZM 2007, 424 (Ls.)
  • NJ 2007, 318



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Wird zitiert von ... (19)  

  • BGH, 31.03.2010 - I ZR 34/08  

    Gewährleistungsausschluss im Internet

    Aus ihm ergibt sich auch nichts dafür, dass Mitbewerber von der Bekämpfung von Verstößen gegen Verbraucherschutzgesetze, die im Zusammenhang mit Verbraucherverträgen stehen, ausgeschlossen sein sollen (vgl. OLG Jena GRUR-RR 2006, 283; KG GRUR-RR 2007, 291, 292; Köhler in Köhler/Bornkamm aaO § 4 Rdn. 11.17; ders., NJW 2008, 177, 178; Fezer/Götting aaO § 4-11 Rdn. 159; MünchKomm.UWG/Schaffert, § 4 Nr. 11 Rdn. 30; Woitkewitsch, GRUR-RR 2007, 257, 258; a.A. OLG Hamburg GRUR-RR 2007, 287, 288).
  • BGH, 19.05.2010 - I ZR 140/08  

    Vollmachtsnachweis

    Aus ihm ergibt sich auch nichts dafür, dass Mitbewerber von der Bekämpfung von Verstößen gegen Verbraucherschutzgesetze, die im Zusammenhang mit Verbraucherverträgen stehen, ausgeschlossen sein sollen (vgl. BGH, Urt. v. 31.3.2010 - I ZR 34/08 Tz. 31 - Gewährleistungsausschluss im Internet; OLG Jena GRUR-RR 2006, 283; KG GRUR-RR 2007, 291, 292; Köhler in Köhler/Bornkamm aaO § 4 Rdn. 11.17; ders., NJW 2008, 177, 178; Fezer/Götting aaO § 4-11 Rdn. 159; MünchKomm.UWG/Schaffert, § 4 Nr. 11 Rdn. 30; Woitkewitsch, GRUR-RR 2007, 257, 258; a.A. OLG Hamburg GRUR-RR 2007, 287, 288).
  • KG, 25.01.2008 - 5 W 344/07  

    Unwirksamkeit von Teillieferungs- und Teilabrechnungsklauseln;

    Verbotsvorschriften des BGB zu Regelungen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen können auch dann Marktverhaltensregelungen im Sinne des § 4 Nr. 11 UWG darstellen, wenn sich die AGB-Regelungen zulasten der Verbraucher erst nach Vertragsabschluss - bei der Durchführung des Vertrages - auswirken (Senat, MMR 2005, 466; Senat, NJW 2007, 2266; OLG Hamm, Urteil vom 30.3.2006, 4 U 3/06, juris Rdn. 13; OLG Düsseldorf, Urteil vom 5.6.2007, I - 20 U 176/06, juris Rdnrn. 23 ff.; Köhler in: Hefermehl/Köhler/Bornkamm, Wettbewerbsrecht, 26. Aufl., § 4 UWG Rdn. 11.56, 11.17, § 1 UklaG Rdn. 14; derselbe, GRUR-RR 2007, 337, 341; Woitkewitsch, GRUR-RR 2007, 257, 258; Mann, WRP 2007, 1035, 1042; a.A. OLG Hamburg, GRUR-RR 2007, 287, juris Rdnrn. 23 ff.; OLG Köln, WRP 2007, 1111).

    Immerhin sollen Verbraucherschutzvorschriften die Privatperson bei der Marktteilnahme typisierend schützen, so dass sie in der Regel einen Marktverhaltensbezug haben können (Senat, NJW 2007, 2266, juris Rdn. 13).

    Damit soll eben nicht nur ein individualvertraglicher Schutz gewährleistet werden, sondern auch ein weitergehender, typisierender Interessenschutz der Marktgegenseite als Verbraucher (Senat, NJW 2007, 2266, juris Rdn. 15).

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  • OLG Frankfurt, 09.05.2007 - 6 W 61/07  

    Unwirksame AGB sind abmahnfähig

    Aus dem dargestellten Wettbewerbsbezug des beanstandeten Verhaltens folgt weiter, dass die in Rede stehenden zivilrechtlichen Vorschriften als Marktverhaltensregelungen i.S.v. § 4 Nr. 11 UWG einzustufen sind (ebenso Kammergericht MMR 05, 466 sowie - differenzierend - Beschluss vom 3.4.2007 - 5 W 73/07; a.A.: OLG Hamburg, Beschluss vom 13.11.2006 - 5 W 162/06).
  • OLG Bremen, 05.10.2012 - 2 U 49/12  

    "Voraussichtliche Versanddauer" und 1-Click-Kauf

    Vergleichbar dem ebenfalls unter dem Gesichtspunkt des § 308 Nr. 1 BGB zu beanstandenden Zusatz "in der Regel" (dazu z.B. Senat, Beschl. v. 08.09.2009 - 2 W 55/09; KG NJW 2007, 2266) fehlt es hier an der dem Verbraucher hinreichende Verlässlichkeit verschaffenden Bestimmtheit oder zumindest Eingrenzbarkeit, weil Ausnahmefälle nicht definiert sind und für diese auch nichts geregelt ist.
  • OLG Hamburg, 04.03.2009 - 5 U 260/08  

    Wenn der Telefonwerber dreimal anruft Beim Preisausschreiben mitgemacht?

    Allerdings hat der Senat die Auffassung vertreten, dass nicht sämtliche Vorschriften des BGB über die Fassung von allgemeinen Geschäftsbedingungen solche sein müssen, die auch dazu bestimmt sind, das Marktverhalten zu regeln, sondern nur solche, die sich "am Markt", insbesondere in Zusammenhang bzw. im Vorfeld des Vertragsschlusses auswirken ( vgl. Senat NJW 07, 2264; zustimmend OLG Köln GRUR-RR 07, 285; a.A. KG NJW 07, 2266 ).
  • OLG Frankfurt, 27.07.2011 - 6 W 55/11  

    Unwirksame AGB-Klausel über Lieferfrist

    Die gebotene kundenfeindlichste Auslegung muss zu dem Verständnis führen, dass es sich der Verwender vorbehalten will, selbst zu entscheiden, wann ein Regelfall vorliegt und wann ein Ausnahmefall (ebenso KG, NJW 2007, 2266).
  • OLG Hamburg, 02.04.2008 - 5 U 81/07  

    Vertrieb indizierter Medien wettbewerbswidrig

    Diese Auffassung ist in der Rechtsprechung zum Teil auf Ablehnung gestoßen (KG GRUR-RR 07, 291 - Postwegvorbehalt), zum Teil hat sie Zustimmung gefunden (OLG Köln GRUR-RR 07, 285 ff. - Schriftformklauseln).
  • OLG Bremen, 08.09.2009 - 2 W 55/09  

    Anforderungen an die Belehrung über Lieferfristen in Fernabsatzverträgen

    Insbesondere aufgrund dieser fehlenden Konkretisierung, wann nach Auffassung des Verwenders ein solcher Ausnahmefall vorliegen soll, ist für den Kunden nicht hineichend absehbar, welche Lieferfrist ihm vom Verwender angedient werden soll (ebenso KG, Beschluss vom 03.04.2007, NJW 2007, 2266 ff.; Palandt/Grüneberg, 68. Aufl. § 308 BGB Rz. 8).
  • OLG Celle, 28.02.2008 - 13 U 195/07  

    Unwirksame AGB sind abmahnfähig

    bb) Bei den §§ 305 ff. BGB handelt es sich um Vorschriften, die auch dazu bestimmt sind, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln (KG, Beschluss vom 3. April 2007 - 5 W 73/07; OLG Hamm, Urteil vom 30. März 2006 - 4 U 3/06; Hefermehl/Köhler/Bornkamm, 26. Aufl., § 4 UWG Rdnr. 11.156 e; wohl auch: Ullmann a. a. O., Rdnr. 42.6).
  • LG Berlin, 05.06.2007 - 16 O 106/07  

    Wettbewerbsrechtliche Unterlassungsklage des Deutschen Journalistenverbandes:

  • OLG Bremen, 18.05.2009 - 2 U 42/09  

    Circa-Angabe zur Lieferzeit nicht wettbewerbswidrig

  • OLG Frankfurt, 17.10.2011 - 1 U 33/11  

    Unwirksame Klauseln in Stromlieferungsverträgen

  • LG Hamburg, 12.11.2008 - 312 O 733/08  

    Unlauterer Wettbewerb: Lieferfristklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen

  • LG Berlin, 26.10.2007 - 16 O 756/07  
  • KG, 23.07.2009 - 23 W 55/08  

    § 66 Abs 1 ZPO, § 5 UKlaG, § 4 Nr 11 UWG, § 307 BGB, §§

  • OLG Hamm, 12.01.2012 - 4 U 107/11  

    Unzulässige AGB im Internethandel, nicht hinreichend bestimmte Lieferfrist

  • OLG Frankfurt, 09.05.2008 - 6 W 61/07  

    Unwirksame AGB als Wettbewerbshandlung

  • KG, 22.07.2009 - 23 W 55/08  
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