Rechtsprechung
   LG Bonn, 14.07.2004 - 2 O 30/04   

Volltextveröffentlichungen (2)

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Rückforderung von im Rahmen eines sog. Schenkreises gezahlten Beträgen

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 2005, 490



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Wird zitiert von ... (6)  

  • OLG Köln, 07.02.2006 - 15 U 157/05  

    Rückforderungsanspruch in Schenkkreis

    Soweit in der Rechtsprechung verschiedentlich die Auffassung vertreten wurde, dass der Zahlende keinen Rückforderungsanspruch habe, wenn und weil er sich der Sittenwidrigkeit des Spiels bewusst gewesen sei oder sich dieser Einsicht zumindest leichtfertig verschlossen habe (z.B. OLG Köln, Urt. v. 06.05.2005 - 20 U 129/04, NJW 2005, S. 3290; LG Bonn, Urt. v. 14.07.2004 - 2 O 30/04, NJW-RR 2005, S. 490, 491; OLG Celle, Urt. v. 20.03.1996 - 13 U 146/95, NJW 1996, S. 2660 f.), ist diesem Standpunkt im Hinblick auf die jüngste Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 10.11.2005 (- III ZR 72/05, NJW 2006, S. 45) der Boden entzogen worden.

    Bei einem Schenkkreis ist der Einsatz jedoch bereits verloren, wenn er an die nächsthöhere Position ausgezahlt wird, da er nicht Gegenstand einer Ausspielung wird (vgl. LG Bonn, Urt. v. 14.07.2004 - 2 O 30/04, NJW-RR 2005, S. 490).

  • AG Siegburg, 24.11.2005 - 104 C 293/05  
    Nach der zutreffenden und ständigen Rechtsprechung ist die Vereinbarung eines solchen Schenkkreises sittenwidrig und damit gemäß § 138 Absatz 1 BGB nichtig, da es sich um ein nach dem Schneeballprinzip aufgebautes Pyramidenspiel handelt, bei welchem es lediglich den an den oberen Stellen platzierten Mitspielern möglich ist, Gewinne zu erzielen, während die anderen Teilnehmer zwangsläufig verlieren (statt vieler: vgl. LG Bonn, Urteil vom 14.07.2004, Az.: 2 0 30/04).
  • LG Köln, 13.04.2006 - 24 S 37/05  
    Die Berufungsbeklagte wiederholt ihren erstinstanzlichen Vortrag, nachdem in Übereinstimmung mit angeführten Entscheidungen des Amtsgerichts Köln vom 18.2.2004 (112 C 551/03), des Landgerichts Bonn vom 14.7.2004 (2 O 30/04), des Landgerichts Freiburg vom 9.9.2004 (2 O 176/04), des Amtsgerichts Charlottenburg vom 3.11.2004 (202 C 465/04) wie auch des Landgerichts Stuttgart vom 16.9.2004 (25 O 301/04) beim vorliegenden Spielsystem nicht von einem Spiel nach § 762 Abs. 1 Satz 1 BGB ausgegangen werden könne.
mehr
  • AG Bonn, 13.09.2005 - 4 C 361/04  

    Schenkkreis, Schneeballsystem

    Die Anwendbarkeit des § 817 S. 2 BGB ist auch nicht durch § 242 BGB ausgeschlossen ( vgl. OLG Köln 24 U 125 / 04 ,LG Bonn 2 O 30/04.).
  • AG Waldbröl, 28.09.2006 - 6 C 186/06  
    Als Anspruchsgrundlage kommt grundsätzlich § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB in Betracht, denn bei einem Schenkkreis handelt es sich nach herrschender Rechtsprechung ( Bundesgerichtshof, Urteile vom 10.11.2005, AZ: III ZR 72/05 und AZ: III ZR 73/05 ; LG Bonn vom 14.07.2004, AZ: 2 O 30/04) um ein sittenwidriges Schneeballsystem, so dass sämtliche Vereinbarungen, die hiermit im Zusammenhang stehen, gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig sind.
  • AG München, 21.11.2006 - 155 C 5257/06  
    Der im Sinne des erkennenden Gerichts entscheidenden Rechtssprechung (vgl. etwa OLG Köln, NJW 2005, 3290; LG Bonn, NJW-RR 2005, 490, 491; OLG Celle, NJW 1996, 2660) wurde daher entgegen OLG Köln NJW 2006, 3288, 3289 durch die Entscheidung des BGH nicht der Boden entzogen.
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