Rechtsprechung
   LSG Berlin-Brandenburg, 03.05.2007 - L 18 B 472/07 AS ER   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Sozialgerichtsbarkeit.de

    Grundsicherung für Arbeitsuchende

  • Entscheidungsdatenbank Berlin-Brandenburg

    § 86b Abs 2 S 2 SGG, § 7 Abs 1 S 2 SGB 2, § 7 Abs 3 SGB 2, § 20 Abs 2 S 1 SGB 2, § 20 Abs 3 SGB 2
    Grundsicherung für Arbeitsuchende - Leistungsausschluss für Asylbewerberleistungsberechtigte - Bedarfsgemeinschaft - Regelleistung - Mischregelsatz - einstweilige Anordnung - Anordnungsgrund

  • Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)

    SGB II § 20 Abs. 3, SGB II § 7 Abs. 3, SGB II § 7 Abs. 1 S. 2, AsylbLG § 1a,
    SGB II, Bedarfsgemeinschaft, Asylbewerberleistungsgesetz, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Regelleistung

Kurzfassungen/Presse

  • Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)

    Der "Mischregelsatz" gilt nicht für eine Bedarfsgemeinschaft, in der ein Partner Alg II und der andere Partner Leistungen nach dem AsylbLG bezieht

Verfahrensgang

  • SG Berlin, 28.02.2007 - S 99 AS 3323/07
  • LSG Berlin-Brandenburg, 03.05.2007 - L 18 B 472/07 AS ER



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Wird zitiert von ... (9)  

  • LSG Hamburg, 02.09.2010 - L 5 AS 19/08  
    Die Vorschrift des § 20 Abs. 3 SGB II, nach der die Regelleistung jeweils nur 90 % beträgt, wenn zwei Partner der Bedarfsgemeinschaft das 18. Lebensjahr vollendet haben, passt nicht auf solche Bedarfsgemeinschaften, deren einer volljähriger Partner Leistungen nach dem SGB II, deren anderer volljähriger Partner aber lediglich Grundleistungen nach § 3 AsylbLG erhält (so auch LSG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 14.4.2010 - L 10 AS 1228/09, juris; Beschl. v. 3.5.2007 - L 18 B 472/07 AS, FEVS 58 S. 573 ff.; SG Hamburg, Beschl. v. 24.4.2008 - S 56 AS 796/08 ER, InfAuslR 2009 S. 39 f.; Krauß, in: Hauck/Noftz, SGB II, § 20 Rn. 69, Stand März 2008; O. Loose, in: Hohm, SGB II, § 20 Rn. 53.1, Stand März 2008).

    Hier wird deutlich, dass es um die gesetzgeberische Absicht ging, wie im Bundessozialhilfsgesetz (BSHG) zwei Volljährigen nicht die doppelte Regelleistung zukommen zu lassen, weil es bei gemeinsamem Wirtschaften Ersparnisse gibt, sondern insgesamt 180 % der Regelleistung, ohne aber wie im BSHG an die Frage nach dem Haushaltsvorstand anzuknüpfen (LSG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 14.4.2010, a.a.O.; Beschl. v. 3.5.2007, a.a.O.; SG Hamburg, a.a.O.).

    Denn insoweit fehlt es an einer vergleichbaren Interessenlage mit Bedarfsgemeinschaften aus zwei volljährigen Leistungsempfängern nach dem SGB II, da zwar ebenfalls Ersparnisse aufgrund gemeinsamen Wirtschaftens eintreten, wegen der deutlich geringeren Leistungen nach dem AsylbLG (hier konkret nur 199, 40 EUR nebst anteiliger Unterkunftskosten) die Bedarfsgemeinschaft aber nicht auf 180 % der Regelleistung nach dem SGB II kommt und daher aus Sicht der Wertungen des SGB II eine Unterdeckung des Bedarfs droht (LSG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 14.4.2010, a.a.O.; Beschl. v. 3.5.2007, a.a.O.; SG Hamburg, a.a.O.; im Ergebnis auch Krauß, a.a.O.).

  • SG Duisburg, 19.11.2009 - S 31 AS 414/09  

    Grundsicherung für Arbeitssuchende

    Insoweit werde auf den Beschluss des LSG Berlin-Brandenburg vom 03.05.2007, L 18 B 472/07 AS ER, verwiesen.

    Das LSG Berlin-Brandenburg hat dies in einem Beschluss vom 03.05.2007 (L 18 B 472/07 AS ER) allerdings anders gesehen.

  • LSG Berlin-Brandenburg, 14.04.2010 - L 10 AS 1228/09  

    Grundsicherung für Arbeitssuchende; Leistungsausschluss für

    Dagegen erhob die Klägerin unter Bezugnahme auf einen Beschluss des Landessozialgerichts (LSG) Berlin-Brandenburg vom 03. Mai 2007 - L 18 B 472/07 AS ER - Widerspruch.

    Im Ergebnis teilt der Senat damit die im Urteil des SG (Blatt 5 erster und zweiter Absatz des Urteils) unter Bezugnahme auf den Beschluss des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 03. Mai 2007 (L 18 B 472/07 AS) und im Schrifttum (Krauß in Hauck-Noftz, SGB II, § 20 RdNr 69) vertretene Auffassung, dass die Anwendung des § 20 Abs. 3 SGB II im vorliegenden Fall zu einer nicht akzeptablen "Schlechterstellung" (bzw einem Betroffensein durch die niedrigen Leistungen) der Klägerin durch ihre Zugehörigkeit zu einer Bedarfsgemeinschaft mit einer nach dem AsylblG berechtigen Person in dem Sinne führte, dass ihr anzuerkennender individueller Bedarf nicht gedeckt wäre.

mehr
  • LSG Berlin-Brandenburg, 02.12.2010 - L 20 AS 2022/09  

    Höhe Regelleistung für Alleinstehende; abgesenkte Regelleistung bei

    Zur Begründung hat es im wesentlichen unter Bezugnahme auf eine Entscheidung des 18. Senats des LSG Berlin-Brandenburg betreffend eine Bedarfsgemeinschaft, in der ein Partner Alg II und der andere Partner nur Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen hatte (Beschluss vom 3. Mai 2007 - L 18 B 472/07 AS ER), ausgeführt dass auf den Kläger nach dem Sinn und Zweck der Norm der in § 20 Abs. 3 SGB II festgelegte so genannte Mischregelsatz ebenfalls nicht anzuwenden sei.

    Dieses Ergebnis ist auch nicht durch eine einschränkende Auslegung von § 20 Abs. 3 SGB II bzw. eine analoge Anwendung von § 20 Abs. 2 Satz 1 SGB II zu korrigieren (vgl. für den Fall einer Bedarfsgemeinschaft aus Alg II- und AsylbLG-Leistungsempfängern: wie hier SG Duisburg, Urteil vom 19. November 2009 - S 31 AS 261/08 - Juris; a.A. LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 03. Mai 2007 - L 18 B 472/07 AS ER - Juris; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14. April 2010 - L 10 AS 1228/09 - Juris; Krauß in Hauck/Noftz, SGB II, § 20 RdNr 69).

  • SG Hamburg, 24.04.2008 - S 56 AS 796/08  

    Arbeitslosengeld II - Bedarfsgemeinschaft aus Leistungsberechtigten nach SGB 2

    Auf diese Konstellation ist nach Überzeugung der Kammer § 20 Abs. 3 SGB II nicht anzuwenden (ebenso LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 3.5.2007 Az.: L 18 B 472/07 AS).
  • SG Duisburg, 11.12.2009 - S 31 AS 261/08  

    SGB II, Regelleistung, Bedarfsgemeinschaft, Asylbewerberleistungsgesetz

    Insofern verweise er auf den Beschluss des Landessozialgerichts - LSG - Berlin-Brandenburg vom 03.05.2007 (L 18 B 472/07 AS ER).
  • LSG Niedersachsen-Bremen, 24.11.2010 - L 15 AS 364/09  

    Arbeitslosengeld II - Bedarfsgemeinschaft aus Leistungsberechtigten nach SGB 2

    Die Vorschrift des § 20 Abs. 3 SGB II, wonach zwei volljährige Partner der Bedarfsgemeinschaft eine Regelleistung in Höhe von jeweils 90 % der Regelleistung für Alleinstehende (316,00 EUR) erhalten, ist verfassungskonform dahingehend auszulegen, dass dieser Regelsatz nicht für eine Bedarfsgemeinschaft gilt, in der ein Partner Arbeitslosengeld II und der andere Partner nur Leistungen nach dem AsylbLG bezieht (so auch Beschluss des LSG Berlin-Brandenburg vom 3. Mai 2007 - L 18 B 472/07 AS ER; Beschluss des SG Hamburg vom 24. April 2008 - S 56 AS 796/08 ER; Brühl/Schoch in: LPK-SGB II, 3. Aufl. 2009, § 7 Rdn. 38; Hohm, AsylbLG, Stand Juli 2010, § 1 Rdn. 131).
  • SG Aachen, 15.12.2010 - S 5 AS 780/10  

    SGB II, Regelleistung, Bedarfsgemeinschaft, Leistungen nach dem

    Bei zwei Partnern, von denen einer nur - wie hier - Leistungen nach dem AsylbLG in Höhe von ca. 56 vom Hundert der Regelleistung gemäß § 20 Abs. 2 Satz 1 erhält (unabhängig von der Frage, ob die Leistungen nach § 3 AsylbLG grundsätzlich noch verfassungsgemäß sind, vgl. dazu Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Vorlagebeschluss vom 26.07.2010, L 20 AY 13/09 - anhängig beim Bundesverfassungsgericht unter 1 BvL 10/10), ist dieses indes nicht der Fall (vgl. Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 14.04.2010, L 10 AS 1228/09; Landessozialgericht Hamburg, Urteil vom 02.09.2010, L 5 AS 19/08; vgl. bereits Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 03.05.2007, L 18 B 472/07 AS ER).
  • VG Bremen, 26.11.2008 - S 1 V 3670/08  

    D (A), Grundsicherung für Arbeitssuchende, Asylbewerberleistungsgesetz,

    Lebt - wie hier - die Antragstellerin zu 1. als erwerbsfähige Hilfebedürftige mit einem Partner zusammen, der leistungsberechtigt nach dem AsylbLG ist, so hat er Anspruch auf der vollen Regelsatz nach § 20 Abs. 2 SGB II. Der Mischregelsatz des § 20 Abs. 3 SGB II findet auf eine solche Bedarfsgemeinschaft keine Anwendung (vgl. VG Hamburg, B. v. 24.04.2008 - S 56 AS 796/08 ER -; LSG Berlin-Brandenburg, B. v. 03.05.2007 - L 18 B 472/07 AS - zitiert jeweils nach juris).
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