Rechtsprechung
| LSG Sachsen-Anhalt, 20.02.2009 - L 5 B 376/08 AS ER |
Volltextveröffentlichungen
- Sozialgerichtsbarkeit.de
Grundsicherung für Arbeitsuchende
Verfahrensgang
- SG Stendal, 19.08.2008 - S 3 AS 405/08
- LSG Sachsen-Anhalt, 20.02.2009 - L 5 B 376/08 AS ER
Wird zitiert von ... (6)
- LSG Hessen, 22.06.2011 - L 7 AS 700/10
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Leistungsversagung - Nichterscheinen zu einem …
Die in den §§ 60 ff SGB I bestimmten Mitwirkungspflichten sind nur heranzuziehen, soweit nicht Regelungen über besondere Mitwirkungsobliegenheiten existieren, die den Lebenssachverhalt ausdrücklich oder stillschweigend ausdrücklich regeln (LSG für das Saarland, v. 02.05.2011, L 9 AS 9/11 B ER; LSG Sachsen-Anhalt v. 20.02.2009, L 5 B 376/08 AS ER).Der Gesetzgeber hat damit eine spezielle Regelung getroffen, die nur über die Sanktionsvorschrift des § 31 Abs. 2 SGB II zu lösen ist (LSG für das Saarland, Beschluss v. 02.05.2011, L 9 AS 9/11 B ER; LSG Sachsen-Anhalt v. 20.02.2009, L 5 B 376/08 AS ER; offen gelassen LSG Baden-Württemberg v.08.04.2010, L 7 AS 304/10 ER-B m.w.N.; a.A. LSG NRW v. 28.09.2009, L 19 B 255/09 AS ER u. v. 23.05.2007, L 19 B 47/07 AS ER).
- LSG Baden-Württemberg, 08.04.2010 - L 7 AS 304/10
Grundsicherung für Arbeitsuchende - sofortige Vollziehbarkeit - aufschiebende …
Ob indes die Mitwirkungsobliegenheit nach § 62 SGB I durch § 59 SGB II verdrängt wird, sodass die Sanktionierung eines derartigen Verstoßes nicht nach § 66 SGB I, sondern nach § 31 SGB II zu erfolgen hätte (so LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 20. Februar 2009 - L 5 B 376/08 AS ER - ; Blüggel in Eicher/Spellbrink, SGB 11, 2. Auflage, § 59 Rdnrn.13, 13a, 25;… ferner Düe in Niesel, SGB 111, 4. Auflage, § 309 Rdnr. 4), erscheint auch in Ansehung der vorgenannten Entscheidungen des BSG, die andere Fallgestaltungen betrafen, offen. - LSG Saarland, 02.05.2011 - L 9 AS 9/11 Die in den §§ 60 bis 67 SGB I niedergelegten Mitwirkungsobliegenheiten sind nämlich nur und ausschließlich dann (ergänzend) heranzuziehen, solange und soweit nicht Regelungen über besondere Mitwirkungsobliegenheiten existieren, die den Lebenssachverhalt ausdrücklich oder stillschweigend abweichend und/oder abschließend regeln (…vgl. BSG-Urteil vom 19.09.2008 a.a.O.; Beschluss des LSG Sachsen-Anhalt vom 20.02.2009, Az.: L 5 B 376/08 AS ER).
- LSG Nordrhein-Westfalen, 12.06.2012 - L 7 AS 885/12
Grundsicherung für Arbeitsuchende
Vielmehr ist das im Gesetz vorgesehene Verfahren nach § 32 SGB II durchzuführen (LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 20.02.2009 - L 5 B 376/08 AS ER; LSG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 02.08.2011 - L 3 AS 130/11 B ER; SG Ulm, Beschluss vom 15.08.2008 - S 10 AS 2799/08 AS ER) und bei Nichterscheinen das Arbeitslosengeld II um 10 % zu mindern bzw. bei Erscheinen, aber Weigerung der ärztlichen Untersuchung zu prüfen und entscheiden, ob auch dann eine Sanktion nach § 32 SGB II verhängt wird oder nach §§ 60, 66 Sozialgesetzbuch Erstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB I) vorzugehen ist (vgl. hierzu LSG Bayern, Beschluss vom 03.01.2011 - L 7 AS 921/10 B ER;… Berlit in LPK-SGB 11, 4. Auflage 2012, § 31 Rn. 80;… Sonnhoff, jurisPK, § 32 Rn. 20). - LSG Schleswig-Holstein, 02.08.2011 - L 3 AS 130/11
Angelegenheiten nach dem SGB II - Leistungsentziehung; Nichterscheinen zu …
Die in den §§ 60ff. SGB I geregelten Mitwirkungsobliegenheiten bleiben insoweit (ergänzend) anwendbar, solange und soweit die Regelungen über die besonderen Mitwirkungsobliegenheiten dies nicht ausschließen, also den Lebenssachverhalt nicht ausdrücklich oder stillschweigend abweichend und/oder abschließend regeln (vgl. Bundessozialgericht [BSG], Urteil vom 19. September 2008, B 14 AS 45/07 R, BSGE 101, 260 -268; LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 20. Februar 2009, L 5 B 376/08 AS ER [juris]). - SG Bremen, 01.10.2010 - S 18 AS 1928/10 Das LSG Sachsen-Anhalt hat in seinem Beschluss vom 20.02.2009 - L 5 B 376/08 AS ER- in einem ähnlich gelagerten Fall wörtlich ausgeführt: " Nach § 66 SGB I kann der Leistungsträger eine Sozialleistung ganz oder teilwei-se entziehen, wenn derjenige, der eine Sozialleistung beantragt oder erhält, seinen Mitwirkungspflichten nach §§ 60 bis 62, 65 SGB I nicht nachkommt und hierdurch die Aufklärung des Sachverhalts erheblich erschwert wird.
