Rechtsprechung
| LSG Thüringen, 01.06.2011 - L 6 SF 277/11 B |
Volltextveröffentlichungen
Verfahrensgang
- SG Meiningen, 09.12.2010 - S 15 SF 1116/06
- LSG Thüringen, 01.06.2011 - L 6 SF 277/11 B
Wird zitiert von ... (4)
- LSG Thüringen, 16.03.2012 - L 6 SF 151/12 Zwar ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Angaben des Sachverständigen über die tatsächlich benötigte Zeit richtig sind (vgl. u.a. Senatsbeschluss vom 1. Juni 2011 - Az.: L 6 SF 277/11 B, LSG Baden-Württemberg vom 22. September 2004 - Az.: L 12 RJ 3686/04 KO-A, nach juris), werden jedoch die üblichen Erfahrungswerte um mehr als 15 v.H. überschritten, ist eine Plausibilitätsprüfung anhand der Kostenrechnung und der Angaben des Sachverständigen durchzuführen.
Zustandsgutachten - wie im zugrunde liegenden Hauptsacheverfahren - ordnet die h.M. im Regelfall der Honorargruppe M2 zu (ständige Senatsrechtsprechung, vgl. u.a. Beschlüsse vom 1. Juni 2011 - Az.: L 6 SF 277/11 B und 27. August 2008 - Az.: L 6 SF 36/08; Bayerisches LSG, Beschluss vom 23. September 2009 - Az.: L 15 SF 188/09; Hessisches LSG, Beschluss vom 11. April 2005 - Az.: L 2/9 SF 82/04, beide nach juris;… Reyels in jurisPR-SozR 18/2010 Anm. 6;… Ulrich, Der gerichtliche Sachverständige, 12. Auflage 2007, Rdnr. 872).
Nach dem Senatsbeschluss vom 1. Juni 2011 - Az.: L 6 SF 277/11 B (Anschluss an LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 22. September 2004 - Az.: L 12 RJ 3686/04 KO-A; nach juris) erfordern Gutachten der Honorargruppe M3 umfassende und vielseitige bzw. vielschichtige Überlegungen; die Schwierigkeiten können mit den diagnostischen oder ätiologischen Fragen zusammenhängen.
Die in sozialgerichtlichen Verfahren durchaus übliche Auseinandersetzung mit einschlägigen Vorgutachten begründet allein nicht den hohen Schwierigkeitsgrad der Honorargruppe M3 (ständige Senatsrechtsprechung, vgl. Beschlüsse vom 1. Juni 2011 - Az.: L 6 SF 277/11 B, 8. Mai 2009 - Az.: L 6 SF 35/08, 27. August 2008 - Az.: L 6 SF 36/08).
- LSG Thüringen, 15.03.2012 - L 6 SF 224/12 Unerheblich sind die Ausführungen zu einer angeblich knappen bzw. zu knappen Begründung, denn im Kostenfestsetzungsverfahren ist die Qualität des Gutachtens nicht zu bewerten (vgl. u.a. Senatsbeschluss vom 1. Juli 2011 - Az.: L 6 SF 277/11 B).
- LSG Thüringen, 05.03.2012 - L 6 SF 1854/11 Bei der Entscheidung sind alle für die Bemessung der Vergütung maßgeblichen Umstände zu überprüfen, unabhängig davon, ob sie der Beschwerdeführer aufgegriffen hat (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 1. Juni 2011 - Az.: L 6 SF 277/11 B und 21. Dezember 2006 - Az.: L 6 B 22/06 SF in MedSach 2007, 180 f., Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 10. Oktober 2005 - Az.: 1 B 97.1352, nach juris).
- LSG Thüringen, 05.01.2012 - L 6 SF 172/12 Obwohl damit keine andere Entscheidung in Betracht kommt, wird darauf hingewiesen, dass die Zuordnung in die Honorargruppe M3 grundsätzlich nicht allein mit dem Fachgebiet begründet werden kann und auch die in sozialgerichtlichen Verfahren übliche Auseinandersetzung mit einschlägigen Vorgutachten allein keinen hohen Schwierigkeitsgrad begründet (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 1. Juni 2011 - Az.: L 6 SF 277/11 B, 8. Mai 2009 - Az.: L 6 SF 35/08, 27. August 2008 - Az.: L 6 SF 36/08).
