Rechtsprechung
   OLG Braunschweig, 22.03.2011 - 2 W 18/11   

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    Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr des gerichtlichen Verfahrens bei Bewilligung der Prozesskostenhilfe

Kurzfassungen/Presse

  • beck-blog (Kurzinformation)

    Geschäftsgebühr und Prozesskostenhilfe

Zeitschriftenfundstellen

  • FamRZ 2011, 1683



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Wird zitiert von ... (6)  

  • VG Oldenburg, 13.09.2012 - 11 A 4252/12  

    Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr im Rahmen der

    Allerdings ist gem. § 58 Abs. 2 RVG die anteilige Geschäftsgebühr zunächst bei der Differenz zwischen den Prozesskostenhilfegebühren (§ 49 RVG) und den Wahlanwaltsgebühren (§ 13 RVG) zu berücksichtigen (im Anschluss an die überwiegende obergerichtliche Rechtsprechung etwa OLG Oldenburg, Beschluss vom 1. September 2011 - 13 W 29/11 - Nds. Rpfl. 2012, 39; OLG Braunschweig, Beschluss vom 22. März 2011 - 2 W 18/11 - FamRZ 2011, 1683).

    Mit dieser Auffassung folgt das Gericht der inzwischen ganz überwiegenden obergerichtlichen Rechtsprechung (vgl. OLG Frankfurt, Beschluss vom 17. Oktober 2012 - 14 W 88/12 - OLG Oldenburg, Beschluss vom 1. September 2011 - 13 W 29/11 - OLG Brandenburg, Beschluss vom 25. Juli 2011 - 6 W 55/10 - OLG Braunschweig, Beschluss vom 22. März 2011 - 2 W 18/11 - alle in juris; auch Müller-Rabe in: Gerold/Schmidt, RVG, 19. Aufl. 2010, Rn. 44 f. zu § 58).

  • OLG Frankfurt, 17.10.2012 - 14 W 88/12  

    Anrechnung gezahlter Geschäftsgebühr auf Verfahrensgebühr nach § 49 RVG

    Überwiegend wird demgegenüber aus § 58 Abs. 2 RVG abgeleitet, dass der anzurechnende Teil der Geschäftsgebühr zunächst auf die Differenz zwischen der Wahlanwaltsvergütung und der Prozesskostenhilfevergütung zu verrechnen sei (KG Beschluss vom 13.01.2009 - 1 W 496/08; OLG München Beschluss vom 10.12.2009 - 11 W 2649/09; OLG Zweibrücken Beschluss vom 11.05.2010 - 2 WF 33/10; OLG Braunschweig Beschluss vom 22.03.2011 - 2 W 18/11; Hess FG Beschluss vom 10.05.2011 - 13 KO 580/11; OLG Brandenburg Beschluss vom 25.07.2011 - 6 W 55/10; OLG Oldenburg Beschluss vom 01.09.2011 - 13 W 29/11 unter Aufgabe seiner früheren Rechtsprechung sämtlich zit. n. juris; Gerold/Schmidt/Müller-Rabe a.a.O., § 58, Rdn. 43).
  • OLG Düsseldorf, 31.05.2011 - 10 W 27/11  
    Ob die Staatskasse vorliegend als "Dritter" im Sinne des § 15a Abs. 2 RVG anzusehen ist (so OLG Braunschweig v. 22.03.2011, 2 W 18/11; OLG Zweibrücken v. 11.05.2010, 2 WF 33/10; Hess. LAG v. 16.10.2009, 13 Ta 530/09; aA: OLG Frankfurt v. 12.02.2010, 18 W 3/10) oder die Vergütung an Stelle des Mandanten schuldet und insoweit im Innenverhältnis an die Stelle des Mandanten tritt, so dass § 15a Abs. 1 RVG eingreift (vgl. FG Sachsen-Anhalt v. 04.05.2010, 4 KO 409/10; OVG Lüneburg v. 27.10.2009, 13 OA 134/09), mag für den vorliegenden Fall dahinstehen.
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  • OLG Brandenburg, 25.07.2011 - 6 W 55/10  

    Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr des gerichtlichen

    Das betrifft also auch Zahlungen auf die Geschäftsgebühr (so auch OLG Braunschweig, Beschluss vom 22.3.2011, 2 W 18/11, Rn. 10, 11; OLG Zweibrücken, aaO., Rn. 26; OLG München, Beschluss vom 10.12.2009, 11 W 2649/09, Rn. 14 - jeweils zitiert nach juris; Müller-Rabe, a.aO., Rn. 43 zu § 58; Schneider, aaO., Rn. 25 zu § 15a ; Kindermann, aaO., 353 f.).
  • OLG Oldenburg, 01.09.2011 - 13 W 29/11  

    PKH-Anwaltsvergütung: Anwendbarkeit der Anrechnungsvorschrift für Zahlungen auf

    Damit lässt sich das entscheidende Argument, welches gegen eine Anwendung des § 58 RVG sprach, dass nämlich die Verfahrensgebühr aufgrund der Anrechnungsvorschriften von vornherein nur in gekürzter Höhe entstehe, nicht mehr aufrechterhalten (so auch OLG Braunschweig, Beschluss vom 22. März 2011 - 2 W 18/11, RVGReport 2011, 254, zitiert nach juris, Rn. 11; Müller-Rabe in: Gerold/Schmidt/von Eicken/Madert, RVG, 19. Aufl., § 58 Rn. 44; aA OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 12. Februar 2010 - 18 W 3/10, juris, Rn. 23).
  • OLG Frankfurt, 20.03.2012 - 4 WF 204/11  

    Anrechnung vorprozessualer Geschäftsgebühr bei beigeordnetem Anwalt

    Zur Anrechnung einer Geschäftsgebühr auf die vom beigeordneten Rechtsanwalt gegenüber der Staatskasse geltend gemachte Verfahrensgebühr führt dies aber nur, wenn die Geschäftsgebühr tatsächlich bezahlt worden ist (vgl. OLG Brandenburg, a.a.O.; OLG Zweibrücken, a.a.O.; OLG Braunschweig, Beschluss vom 22.3.2011, 2 W 18/11, FamRZ 2011, 1683; OLG Koblenz, Beschluss vom 27.1.2010, 7 WF 71/10, zitiert nach juris; Müller-Rabe, a.a.O., § 58, Rdnr. 36; Schneider in Schneider/Wolf, RVG, 5. Aufl., § 15a, Rdnr. 25; Kindermann, FÜR 2010, 353; Enders, JurBüro 2009, 398; eine andere Ansicht vertritt - soweit ersichtlich - nur der 18. Zivilsenat des Beschwerdegerichts in den beiden oben zitierten Entscheidungen).
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