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   OLG Hamm, 01.12.2006 - 12 UF 168/06   

Volltextveröffentlichungen (5)

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    ZPO § 628 S. 1 Nr. 4
    Scheidung vor Folgesachenentscheidung nach § 628 Satz 1 Nr. 4 ZPO nur bei länger als 2 Jahre dauerndem Verfahren und Härtefallsituation für Antragsteller

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

Verfahrensgang

  • AG Ahaus, 10.05.2006 - 10 F 76/04
  • OLG Hamm, 01.12.2006 - 12 UF 168/06

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW-RR 2007, 586
  • FamRZ 2007, 651



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Wird zitiert von ... (6)  

  • OLG Köln, 13.06.2012 - 21 UF 15/12  
    Die Antragstellerin ist durch den Ausspruch der Ehescheidung vor einer Entscheidung in der Folgesache "nachehelicher Unterhalt" beschwert, da sie Anspruch darauf hat, nur geschieden zu werden, wenn gleichzeitig über die Folgesache entschieden wird (BGH FamRZ 1979, 690; BGH FamRZ 1986, 898, OLG Hamm FamRZ 2007, 651).

    Hierin liegt eine fehlerhafte Verbundentscheidung (vgl. OLG Zweibrücken, Beschluss v. 19.10.2011 - 2 UF 96/11 - in juris; OLG Hamm, Urteil v. 01.12.2006 - 12 UF 168/06 - FamRZ 2007, 651).

    Da die Voraussetzungen für eine Abtrennung gemäß § 140 FamFG nicht erfüllt waren, leidet der angefochtene Beschluss an einem wesentlichen Verfahrensmangel i.S.d. § 117 Abs. 2 FamFG i.V.m. § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO, der gem. § 69 Abs. 1 Satz 3 FamFG zu seiner Aufhebung und zur Zurückverweisung des Verfahrens an die Vorinstanz zur Wiederherstellung des Verbundverfahrens mit der abgetrennten Folgesache - hier nachehelicher Unterhalt - berechtigt (vgl. BGH FamRZ 1979, 690; OLG Koblenz 1991 NJW-RR 1991, 5; OLG Hamm FamRZ 2007, 651; OLG Zweibrücken, Beschluss v. 19.10.2011 - 2 UF 96/11 - in juris Rn. 20).

  • OLG Saarbrücken, 31.03.2011 - 6 UF 128/10  

    Zulässigkeit der Berufung gegen eine auf der Grundlage des vor dem 31.08.2009

    Allein der Umstand, dass ein Ehegatte, wenn die Ehe vorab nicht geschieden wird, für die Trennungszeit erheblich mehr Unterhalt zahlen müsste als nach der Scheidung, begründet im Übrigen keine unzumutbare Härte i.S.d. § 140 Abs. 2 S. 2 Nr. 5 FamFG (vgl. zu § 628 S. 1 Nr. 4 ZPO a.F. OLG Brandenburg, Urteil vom 18. November 2010 - 9 UF 26/10 -, juris; OLG Hamm, FamRZ 2007, 651; OLG Koblenz, FamRZ 1990, 769).

    Die Antragsgegnerin müsste vielmehr die Folgesache verzögert haben, um möglichst lange die mit der Scheidung wegfallende Unterhaltsrente zu beziehen (BGH FamRZ 1991, 2491; OLG Brandenburg, Urteil vom 18. November 2010 - 9 UF 26/10 -, juris; OLG Hamm, FamRZ 2007, 651).

  • OLG Brandenburg, 24.06.2010 - 9 UF 54/09  

    Vorwegnahme der Ehescheidung unter Abtrennung der Folgesachen Zugewinnausgleich

    Im Übrigen folgt schon aus dem Begriff der unzumutbaren Härte, dass strenge Maßstäbe für die ausnahmsweise Auflösung des Verfahrens- und Entscheidungsverbundes angelegt werden müssen (OLG Hamm FamRZ 2007, 651 m.w.Nw.; erkennender Senat, Urteile vom 25. März 2010, Az. 9 UF 85/09, und vom 24. Juni 2010, Az. 9 UF 127/09).

    Muss ein Ehegatte, wenn die Ehe vorab nicht geschieden wird, für die Trennungszeit erheblich mehr Unterhalt zahlen als nach der Scheidung, so ist auch dies allein nicht unzumutbar hart (OLG Hamm FamRZ 2007, 651; OLG Koblenz FamRZ 1990, 769).

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  • OLG Brandenburg, 18.11.2010 - 9 UF 26/10  

    Begriff der unzumutbaren Härte i.S. von § 628 S. 1 Nr. 4 ZPO

    Im Übrigen folgt schon aus dem Begriff der unzumutbaren Härte, dass strenge Maßstäbe für die ausnahmsweise Auflösung des Verfahrens- und Entscheidungsverbundes angelegt werden müssen (OLG Hamm FamRZ 2007, 651 m.w.Nw.).

    Im Übrigen ist allein der Umstand, dass ein Ehegatte, wenn die Ehe vorab nicht geschieden wird, für die Trennungszeit erheblich mehr Unterhalt zahlen müsste als nach der Scheidung, nicht unzumutbar hart im Sinne von § 628 Abs. 1 Nr. 4 ZPO (OLG Hamm FamRZ 2007, 651; OLG Koblenz FamRZ 1990, 769).

  • OLG Brandenburg, 04.06.2009 - 9 UF 134/08  

    Scheidungsverbundverfahren: Abtrennung der Folgesachen elterliche Sorge und

    Eine Abtrennung kommt in Betracht, wenn der Unterhalt keine existentielle Bedeutung für den Berechtigten hat (OLG Hamm, FamRZ 2007, 651, 652).
  • OLG Brandenburg, 06.05.2009 - 13 UF 75/08  

    Ehescheidung und Ehevertrag: Zerrüttung der Ehe; Sittenwidrigkeit wegen

    Gibt das Familiengericht dem Scheidungsantrag vor der Entscheidung über eine Folgesache statt, ohne dass die Voraussetzungen des § 628 ZPO vorliegen, handelt es sich um ein unzulässiges Teilurteil, das nach § 538 Abs. 2 Nr. 7 ZPO der Aufhebung unterliegt (OLG Hamm FamRZ 2007, 651; OLG Koblenz FamRZ 2008, 166).
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