Rechtsprechung
   OLG Oldenburg, 15.01.2009 - 8 U 122/08   

Volltextveröffentlichungen (9)

  • openjur.de

    Darlehens- und Restschuldversicherungsvertrag: verbundenes Geschäft; unterlassene Aufklärung über Provisionen

  • Niedersächsische Oberlandesgerichte

    BGB § 355 Abs. 3 S 1, BGB § 358 Abs. 1, BGB § 358 Abs. 2 S 1, BGB § 358 Abs. 5, BGB § 138, BGB § 492 Abs. 1 S 5 Ziff 5, BGB § 492 Abs. 2 S 2, PrAngV § 6 Abs. 3 Nr 5
    Darlehensvertrag, Restschuldversicherung, Geschäft, verbundenes, Vertragszins, Marktzins, Jahreszinssatz, effektiver, Restschuldversicherungsbeiträge, Einbeziehung, Vermittlungsprovision, Aufklärungspflicht

  • Entscheidungsdatenbank Niedersachsen

    Darlehens- und Restschuldversicherungsvertrag: verbundenes Geschäft; unterlassene Aufklärung über Provisionen

mehr
  • IWW
  • Deutsches Notarinstitut
  • FIS Money Advice (Volltext/Auszüge)
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Berücksichtigung der Kosten einer Restschuldversicherung bei der Berechnung des effektiven Jahreszinses; Widerruf von Darlehensverträgen bei gleichzeitigem Abschluss einer Restschuldversicherung; Pflicht der Bank um Hinweis auf die Vereinbarung einer Provision

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Darlehensvertrag; Restschuldversicherung; Geschäft; verbundenes; Vertragszins; Marktzins; Jahreszinssatz; effektiver; Restschuldversicherungsbeiträge; Einbeziehung; Vermittlungsprovision; Aufklärungspflicht

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Verbraucherkredit- und Restschuldversicherungsvertrag keine verbundenen Geschäfte

Kurzfassungen/Presse (2)

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    BGB §§ 355, 358, 359, 492; PAngV § 6 Abs. 3 Nr. 5
    Verbraucherkredit- und Restschuldversicherungsvertrag keine verbundenen Geschäfte

  • lto.de (Kurzinformation)

    Gleichzeitig abgeschlossene Darlehens - und Restschuldversicherungsverträge sind keine verbundenen Geschäfte

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • ZIP 2009, 706
  • WM 2009, 796



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (9)  

  • BGH, 15.12.2009 - XI ZR 45/09  

    Verbraucherrecht - Darlehensvertrag und Restschuldversicherungsvertrag

    a) Ob ein Darlehensvertrag und ein Restschuldversicherungsvertrag verbunden im Sinne des § 358 Abs. 3 BGB sein können, ist in der Rechtsprechung der Instanzgerichte und der Literatur umstritten (bejahend: OLG Rostock, NJW-RR 2005, 1416; OLG Schleswig, NJW-RR 2007, 1347, 1348; LG Hamburg, VuR 2008, 111, 112; LG Bonn, BKR 2008, 78, 79 f.; LG Bremen, WM 2009, 2215, 2216; Emmerich in von Westphalen/Emmerich/von Rottenburg, VerbrKrG, 2. Aufl., § 9 Rn. 74; Staudinger/Kessal-Wulf, BGB (2004), § 358 Rn. 40; MünchKommBGB/Habersack, 5. Aufl., § 358 Rn. 12; Palandt/Grüneberg, BGB, 69. Aufl., § 358 Rn. 7; Erman/Saenger, BGB, 12. Aufl., § 358 Rn. 4; Möller in Bamberger/Roth, BGB, 2. Aufl., § 358 Rn. 13; jurisPK-BGB/Wildemann, 4. Aufl., § 358 Rn. 7 und 9; Geßner, VuR 2008, 84 f.; Reifner, WM 2008, 2329, 2337; Fliegner/Fehst, EWiR 2009, 231, 232; Bülow, WuB I E 2. § 358 BGB 1.09; Dawe, NZI 2008, 513, 515; Hackländer, ZInsO 2009, 497; Knops, VersR 2006, 1455, 1457 f.; verneinend: OLG Celle, WM 2009, 1600, 1601 f.; OLG Oldenburg, WM 2009, 796, 797; OLG Karlsruhe, Urteil vom 16. Oktober 2009 - 14 U 32/07; LG Essen, Beschluss vom 3. Mai 2007 - 6 O 108/07; LG Bremen, Beschluss vom 18. Juni 2008 - 2 O 2019/06; LG Kiel, Urteil vom 26. Juni 2008 - 13 O 8/07; LG Münster, Urteil vom 19. Februar 2009 - 14 O 547/08; LG Braunschweig, Urteil vom 27. Oktober 2008 - 4 O 2320/07 (275); Mülbert/Wilhelm, WM 2009, 2241, 2242; Münstermann/Hannes, VerbrKrG, 1991, Rn. 545; Lange/Schmidt, BKR 2007, 493, 495 f.; Godefroid, Verbraucherkreditverträge, 3. Aufl., Teil 2, Rn. 557; Freitag, ZIP 2009, 1297 ff.; offen gelassen: OLG Hamm, VuR 2008, 104; OLG Schleswig, WM 2009, 1606, 1607; OLG Stuttgart, WM 2009, 1361, 1362).

    (1) Die Restschuldversicherung stellt eine "andere Leistung" im Sinne des § 358 Abs. 3 Satz 1 BGB und nicht etwa einen Teil der Gesamtfinanzierung (Mülbert/Wilhelm, WM 2009, 2241, 2242) oder ein reines Sicherungsmittel (OLG Oldenburg, WM 2009, 796, 798) dar.

  • BGH, 29.11.2011 - XI ZR 220/10  

    Restschuldversicherungskosten bei sittenwidrigem Darlehensvertrag

    Das wirft die Frage auf, ob die Kosten der Restschuldversicherung gleichwohl auch in diesem Fall nach wie vor im Rahmen der Sittenwidrigkeitsprüfung, die - wie oben ausgeführt - maßgeblich auf einem Vergleich des verlangten Effektivzinses mit dem marktüblichen Zins beruht, von vornherein ausgeklammert werden können, wie es die bisherige Rechtsprechung getan hat (vgl. dazu mit unterschiedlichen Auffassungen OLG Hamm, VuR 2008, 104, 105; OLG Oldenburg, WM 2009, 796, 799; OLG Stuttgart, Urteil vom 21. Dezember 2009 - 6 U 110/09, [...] Rn. 64 ff.; LG Bonn, BKR 2008, 78, 79 f.; MünchKommBGB/Armbrüster, 6. Aufl., § 138 Rn. 146; Bülow/Artz, Verbraucherkreditrecht, 7. Aufl., § 492 Rn. 104b Fn. 154; Canaris, AcP 200 (2000), 273, 302; Pamp in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch, 4. Aufl., § 82 Rn. 20; Reifner, WM 2008, 2329, 2334 ff.; ders., BKR 2009, 51, 55 f.; Schmidt, BKR 2009, 119, 121).

    (a) Dabei kann im Streitfall offen bleiben, ob für den im Sinne von § 6 Abs. 3 Nr. 5 PAngV aF obligatorischen Abschluss einer Restschuldversicherung allein auf eine vertraglich vorgegebene rechtliche Verpflichtung abzustellen ist oder ob sich die von § 6 Abs. 3 Nr. 5 PAngV aF vorausgesetzte Zwangslage zumindest gleichermaßen daraus ergeben kann, dass die kreditgebende Bank dem Darlehensnehmer den Abschluss einer Restschuldversicherung mündlich derart aufgedrängt hat, dass er sich diesem, ohne auf die Gewährung eines Darlehens verzichten zu müssen, faktisch nicht entziehen konnte (vgl. zum Meinungsstand OLG Oldenburg, WM 2009, 796, 798; LG Bonn, BKR 2008, 78, 79; Knops, VersR 2006, 1455, 1456 f.; Metz, BKR 2007, 401, 405; Reifner in Handbuch zum deutschen und europäischen Bankrecht, 2. Aufl., § 15 Rn. 164 ff.; ders., WM 2008, 2329, 2335 f.; Sosnitza in Piper/Ohly/Sosnitza, UWG, 5. Aufl., PAngV, § 6 Rn. 9; Völker, Preisangabenrecht, 2. Aufl., PAngV § 6 Rn. 72).

    a) Ungeachtet der Frage, ob und unter welchen Umständen vorliegend eine Pflicht der Beklagten als kreditgebender Bank in Betracht kommt, unaufgefordert über die für die Vermittlung der Restschuldversicherung vereinnahmte Innenprovision, die vermeintlichen Nachteile der gewählten Versicherungsart im Vergleich zu einer reinen Risikolebensversicherung oder den - nach Behauptung des Klägers - unzureichenden Versicherungsumfang der Restschuldversicherung aufzuklären, würde eine entsprechende Aufklärungspflichtverletzung der Beklagten jedenfalls nicht den vom Kläger geltend gemachten Anspruch auf Rückabwicklung des Kreditvertrages rechtfertigen, sondern wegen des beschränkten Schutzzwecks einer auf die Versicherungsleistung bezogenen Aufklärungspflichtverletzung der Beklagten nur den Ersatz der durch die abgeschlossene Restschuldversicherung entstandenen Mehrkosten (st.Rspr.; vgl. Senatsurteile vom 3. April 1990 - XI ZR 261/89, BGHZ 111, 117, 124, vom 3. Dezember 1991 - XI ZR 300/90, BGHZ 116, 209, 212, vom 20. Mai 2003 - XI ZR 248/02, WM 2003, 1370, 1373, vom 16. Mai 2006 - XI ZR 6/04, BGHZ 168, 1 Rn. 49 und vom 20. März 2007 - XI ZR 414/04, WM 2007, 876 Rn. 42; vgl. auch OLG Oldenburg, WM 2009, 796, 800; Metz, BKR 2007, 401, 403; Mülbert/Wilhelm, WM 2009, 2241, 2253).

  • OLG Stuttgart, 21.12.2009 - 6 U 110/09  

    Verbraucherdarlehensvertrag: Verbundenes Geschäft mit Restschuldversicherung;

    Sind jedoch die Kosten der Restschuldversicherung nach § 492 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 6 Abs. 3 PAngV nicht in die Berechnung des Vertragszinses einzubeziehen, müssen sie bei der Beurteilung der Frage, ob ein auffälliges Missverhältnis zwischen Vertrags- und Marktzins besteht, außer Acht gelassen werden (OLG Oldenburg, v. 15.01.2009, 8 U 122/08, BKR 2009, 115, Juris, Rdnr. 59).

    Auch in der obergerichtlichen Rechtsprechung nahm in jüngerer Zeit die Tendenz zu, einen Verbund abzulehnen (OLG Köln, Urteil vom 14.01.2009, WM 2009, 793; Urteil vom 19.08.2009, 13 U 26/09, K 26, Bl. 181 d. A.; Urteil vom 21.07.2004, OLGR 2004, 385; OLG Oldenburg, Urteil vom 15.01.2009, BKR 2009, 115; OLG Karlsruhe, Urteil vom 16.10.2009, 14 U 32/07, K 24, Bl. 181 d. A.).

mehr
  • OLG Schleswig, 23.07.2009 - 5 U 36/09  

    Rechtsfolgen des Widerrufs des Darlehensvertrages bei einem verbundenen Geschäft

    Dagegen bestehen in der Literatur und einem Teil der Rechtssprechung jedoch Zweifel, ob tatsächlich eine wirtschaftliche Einheit zwischen Darlehensvertrag und Restschuldversicherungsvertrag vorliegt und das Darlehen -zumindest teilweise - der Finanzierung des Versicherungsvertrages dient (OLG Oldenburg, WM 2009, 796 ff; OLG Köln ZEG 2009, 710 ff; OLG Celle Beschluss vom 03.05.2005, 3 W 79/2005; Scholz, Verbraucherkreditverträge 2. Auflage Rn. 345 f; Münstermann/Hannes, Verbraucherkreditgesetz , Rn. 545; Godefroid, Verbraucherkreditverträge, 3. Auflage Teil II, Rn. 557).
  • LG Münster, 19.02.2009 - 14 O 547/08  
    Als sogenanntes reines Sicherungsmittel stellt die Restschuldversicherung deshalb keine andere Leistung im Sinne des § 358 Abs. 1 BGB dar (vgl. u.a. OLG Oldenburg vom 15.01.2009 Az: 8 U 122/08).
  • AG München, 12.06.2009 - 121 C 33038/08  

    Restschuldversicherung zur Darlehenssicherung: Isolierter Widerruf

    Die Vermutung des § 358 Abs. 3 Satz 2 BGB war nicht einschlägig, Bei der Beurteilung der vorliegenden Fallkonstellation war der Grundgedanke des § 358 BGB zu berücksichtigen (vgl. OLG Köln, a.a.O.; OLG Oldenburg, Urteil vom 15.01.2009, 8 U 122/08).
  • LG Berlin, 02.09.2009 - 4 S 10/08  
    Damit ist aber die Versicherung keine andere Leistung im Sinne des § 358 BGB, sondern einen Teil der Gesamtfinanzierung (ebenso OLG Köln aaO.; OLG Oldenburg vom 15.01.2009 -8 U 122/08- ZIP 2009, 706; OLG Celle aaO.).
  • OLG Hamburg, 12.05.2010 - 13 U 21/09  
    Dies war für die Eheleute S. auch erkennbar, denn die Beklagte hat nicht mehrere Versicherungsprodukte zur Auswahl angeboten, sondern lediglich den Abschluss bei der mit ihr kooperierenden CiV-Versicherung (vgl. mit gleichern Ergebnis auch OLG Stuttgart, Urteil v. 26.5.09, 6 U 21/09; OLG Oldenburg, Urteil v. 15.9.09, 8 U 122/08).
  • LG München I, 26.02.2009 - 27 O 2467/08  
    Im zu entscheidenden Fall verhielt es sich vielmehr umgekehrt: Der Anbieter der anderen Leistung, also der Restschuldversicherung durch die ....., beim Abschluss des Vertrages des Darlehensgebers, also der Beklagten (vgl. auch OLG Köln, Urteil v. 14.01.2009, Az. 13 U 103/08, vorgelegt mit Anlage B20; OLG Oldenburg, Urteil v. - 15.01.2009, Az. 8 U 122/08, vorgelegt mit Anlage B21; LG Braunschweig, Urteil v. 27.10.2008, Az. 4 0 2320/07, vorgelegt mit Anlage B 15) .
Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht