Rechtsprechung
   OLG Schleswig, 25.10.2007 - 16 U 70/07   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • Justiz Schleswig-Holstein

    § 312 Abs 2 BGB, § 355 Abs 1 S 2 BGB, § 355 Abs 2 S 1 BGB , § 433 Abs 2 BGB, Art 245 BGBEG
    Kaufvertragsschluss im Haustürgeschäft: Anforderungen an eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zu den gestalterischen und inhaltlichen Anfordungen an ordnungsgemäße Widerufsbelehrung eines Verbrauchervertrags sowie zur Unwirksamkeit der Musterbelehrung nach § 14 Abs. 1 BGB-InfoV

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Zu den gestalterischen und inhaltlichen Anfordungen an eine ordnungsgemäße Widerufsbelehrung nach § 355 Abs. 2 BGB sowie zur Unwirksamkeit der Musterbelehrung nach § 14 Abs. 1 BGB-InfoV.

Kurzfassungen/Presse

  • webshoprecht.de (Leitsatz und Auszüge)

    Formulierung des Fristbeginns in der Widerrufserklärung mit den Worten "frühestens mit Erhalt der Belehrung" - optische Gestaltung der Widerrufsbelehrung

Verfahrensgang

  • LG Lübeck, 29.05.2007 - 6 O 3/07
  • OLG Schleswig, 25.10.2007 - 16 U 70/07

Zeitschriftenfundstellen

  • MDR 2008, 254



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Wird zitiert von ... (11)  

  • BGH, 15.08.2012 - VIII ZR 378/11  

    Verwendung des Musters für die Widerrufsbelehrung aus BGB-InfoV

    Zudem verdiene ein mit der Musterbelehrung bezweckter Vertrauensschutz des Verwenders keinen Vorrang vor den gleichermaßen schutzwürdigen Belangen des Verbrauchers an der Erteilung einer dem Gesetz entsprechenden Belehrung (OLG Schleswig, OLGR 2007, 929, 931; OLG Jena, Urteil vom 28. September 2010 - 5 U 57/10, [...] Rn. 69 f.; vgl. auch Münch-KommBGB/Masuch, 5. Aufl., § 355 Rdnr. 57; jeweils mwN; Staudinger/Kaiser, BGB, Neubearb. 2003, Art. 245 EGBGB Rn. 13; Staudinger/Kessal-Wulf, BGB, Neubearb. 2004, § 495 Rn. 35).
  • OLG Jena, 28.09.2010 - 5 U 57/10  

    Vertrauensschutz in eine Widerrufsbelehrung gemäß Anlage 2 zu § 14 BGB-InfoVO

    Diese Formulierung ist zu ungenau, um dem Verbraucher den Fristbeginn deutlich vor Augen zu führen, da aus der verwandten Formulierung nicht entnommen werden kann, dass die Widerrufsfrist hier nicht nur "frühestens" an dem Tag (also unter Umständen auch nicht noch später) zu laufen beginnt, sondern der Fristenlauf tatsächlich ausnahmslos mit dem Erhalt der Belehrung in Gang gesetzt werden soll (so auch OLG Schleswig MDR 2008, 254 - zitiert nach juris -).

    Der Senat schließt sich insoweit der auch in anderen Teilen der Rechtsprechung und der Literatur (vgl. z.B. OLG Schleswig MDR 2008, 254; LG Koblenz BB 2007, 239; LG Halle BB 2006, 1817 - jeweils zitiert nach juris - Münchener Kommentar 5. Aufl. Randnote 57 zu § 355 BGB; Staudinger/Kaiser (2004) Randnote 4 zu § 255 BGB; Staudinger/Kaiser (2003) Randnote 3 zu Art. 245 EGBGB) vertretenen Ansicht an, in der zutreffend und überzeugend darauf hingewiesen wird, dass der Verordnungsgeber keine Ermächtigung zur Abänderung der gesetzlichen Vorgaben des BGB als höherrangiges Recht besitzt.

  • AG Bergisch Gladbach, 10.07.2008 - 66 C 245/07  
    Der Verbraucher befindet sich insoweit im Ungewissen (vgl. OLG Schleswig, MDR 2008, 254; LG Halle, BB 2006, 1817 ,1818f.; Grüneberg, in: Palandt, BGB, 66. Aufl, 2007, § 14 BGB-InfoV, Rn. 5; Masuch, NJW 2002, 2931 f.; Ulmer, in: Münchener Kommentar zum BGB, 4.Aufl., 2003, § 355 Rn. 45, 52).

    Es wird teilweise vertreten, § 14 Abs. 1 BGB-InfoV und dessen Anlage 2 seien nichtig, weil sie den Rahmen der Verordnungsermächtigung des Art. 245 EGBGB überschritten und daher rechtswidrig seien (OLG Schleswig, MDR 2008, 254; LG Halle, BB 2006, 1817; LG Koblenz, BB 2007, 239).

mehr
  • OLG Stuttgart, 29.12.2011 - 6 U 79/11  

    Rückabwicklung eines Verbraucherdarlehens zur Finanzierung einer Fondsbeteiligung

    Der Verbraucher wird jedoch darüber im Unklaren gelassen, um welche etwaigen Umstände es sich dabei handelt (BGH v. 09.12.2009 - VIII ZR 219/08 Tz. 13, 15; BGH v. 29.04.2010 - I ZR 66/08 Tz. 21; BGH v. 01.12.2010 - VIII ZR 82/10 Tz. 12; BGH v. 02.02.2011 - VIII ZR 103/10 Tz. 14; BGH v. 28.06.2011 - XI ZR 349/10 Tz. 34; ebenso OLG Hamm v. 15.03.2007 - 4 W 1/07; OLG Schleswig v. 25.10.2007 - 16 U 70/07; Thüringer OLG v. 28.09.2010 - 5 U 57/10).
  • OLG Stuttgart, 11.12.2008 - 2 U 57/08  
    aa) Das gemäß Art. 4 Abs. 2 RL 97/07/EG und dementsprechend § 355 Abs. 2 BGB vorgegebene Deutlichkeits- und Transparenzgebot (vgl. etwa BGH NJW 2002, 3396, 3397; Grüneberg a.a.O. § 355, 16; Masuch a.a.O. § 355, 46; Saenger a.a.O. § 355, 10; BGH NJW-RR 2004, 751, 752 [zu § 5 a Abs. 2 S. 1 VVG]; 2005, 1217, 1218 [zu § 2 Abs. 1 HWiG]) kann dadurch verletzt werden, dass die Belehrung missverständlich gefasst ist (vgl. BGH NJW-RR 2005, 1217, 1218; NJW 2002, 3396 = GRUR 2002, 1085 [juris Tz. 16] - Belehrungszusatz ; OLG des Landes Sachsen-Anhalt U. v. 13.07.2007 - 10 U 30/07-Hs [juris Tz. 40]; KG GRUR-RR 2008, 131 [juris Tz. 33]; Schleswig OLG-Report 2007, 929 [juris Tz. 21]; OLG Köln GRUR-RR 2008, 88 [juris Tz. 14]), insbesondere verwirrende oder ablenkende Zusätze enthält (BGH a.a.O. [juris Tz. 17] - Belehrungszusatz ; Grüneberg a.a.O. § 355, 16; Masuch a.a.O. § 355, 46; Saenger a.a.O. § 355, 10; Medicus a.a.O. § 355, 11).
  • OLG Karlsruhe, 08.12.2011 - 9 U 52/11  

    Finanzierungsleasing: Beginn der Widerrufsfrist bei wörtlicher und vollständiger

    Unwirksamkeit hat das OLG Jena (Urt. v. 28. Sept. 2010 - 5 U 57/10, ZIP 2011, 1063; ebenso OLG Schleswig, OLGR 2007, 929) angenommen; die vom OLG Jena zugelassene Revision hat aber schon deshalb keinen Erfolg gehabt, weil die Widerrufsbelehrung nach Ansicht des BGH vom Text der Musterbelehrung abwich (BGH, WM 2011, 1799 Tz. 36).
  • OLG Frankfurt, 25.11.2011 - 24 U 147/11  

    Anforderungen an eine Widerrufsbelehrung nach § 355 BGB und Fristbeginn

    (6.) Ob Art. 245 EGBGB (in der Fassung von 2004) eine wirksame Ermächtigungsgrundlage für die Regelung des § 14 Abs. 1 BGB-InfoVO (nebst der Musterbelehrung in Anlage 2) abgegeben hat, ist äußerst streitig (verneinend: OLG Schleswig, OLGR 2007, 929 ff.; OLG Hamm, ZIP 2007, 824 f.; Staudinger/Kaiser, BGB-Bearbeitung 2003, Art. 245 Rn. 16; Münchener Kommentar/Ulmer, BGB 4. Aufl. - 2003, § 355 Rn. 52; bejahend: Palandt/Heinrichs, BGB, 64. Aufl. - 2005, § 14 InfoVO Rn. 6 m. w. N.; OLG Frankfurt, NJW-RR 2010, 637 f.; wohl auch: BGH VII ZR 122/06 vom 12. April 2007, NJW 2007, 1946 ff. - Tz 12 und BGH VIII ZR 219/08 vom 9. Dezember 2009, NJW 2010, 989 ff. - Tz 20).
  • LG Gießen, 24.02.2010 - 1 S 202/09  

    Kaufpreisrückzahlung bei Widerruf und fehlerhafte Belehrung über den

    Die Kammer teilt die Auffassung des Landgerichts Halle, Urteil vom 13.5.2005, 1 S 28/05 (juris) = BB 2006, 1817, sowie des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts, Urteil vom 25.10.2007, 16 U 70/07, Rn 20 ff (juris) = MDR 2008, 254, dass sich die auf der Ermächtigung in Artikel 245 EGBGB beruhende Verordnung alter Fassung, da sie den gesetzlichen Anforderungen des § 355 BGB nicht entspricht, nicht mehr in den Grenzen der Verordnungsermächtigung hält und daher nichtig ist.
  • OLG Frankfurt, 14.04.2010 - 15 U 104/09  

    Umfang der Widerrufsbelehrung bei Haustürgeschäft

    Die Auffassung des Landgerichts, das sich der Entscheidung des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 25. Oktober 2007 (OLGR 2007, 929) angeschlossen hat, eine solche Belehrung mache dem Verbraucher seine Rechte inhaltlich nicht hinreichend deutlich, überzeugt den Senat nicht.
  • LG Duisburg, 11.03.2011 - 7 S 162/10  
    2004, § 495 BGB, Rz. 35; Münchener Kommentar zum BGB/Masuch, 5. Auflage, § 355, Rz. 56/57; OLG Schleswig, Urteil vom 25.10.2007, 16 U 70/07, zitiert nach juris; OLG Jena, Urteil vom 28.09.2010, 5 U 57/10, zitiert nach juris) erfordert die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts.
  • LG Kassel, 22.04.2009 - 4 O 2360/08  

    Kaufvertrag im Haustürgeschäft: Ordnungsgemäßheit einer Widerrufsbelehrung

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