Rechtsprechung
   OVG Berlin-Brandenburg, 02.12.2009 - 3 S 120.08   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de
  • Entscheidungsdatenbank Berlin-Brandenburg

    § 71 Abs 1 AufenthG, § 61 Abs 1 S 1 AufenthG, § 60a Abs 2 AufenthG, § 25 Abs 5 AufenthG, § 12 Abs 5 AufenthG

  • Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)

    AsylVfG § 56 Abs. 3, AsylVfG § 51, AufenthG § 12 Abs. 3, GG Art. 6 Abs. 1, EMRK Art. 8 Abs. 1, AufenthG § 60a Abs. 2 S. 1, AufenthG § 71 Abs. 1, VwVfG § 3 Abs. 1 Nr. 1 Bst. a, AufenthG § 12 Abs. 5, AufenthG § 61 Abs. 1 S. 1, GG Art. 83, GG Art. 84 Abs. 1, SGB II § 30 Abs. 3 S. 2,
    örtliche Zuständigkeit, Umverteilung, Duldung, vorläufiger Rechtsschutz, Verlassenserlaubnis, Familieneinheit, deutsches Kind, familiäre Lebensgemeinschaft, gewöhnlicher Aufenthalt

Kurzfassungen/Presse

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Leitsatz)

    Begründung der örtlichen Zuständigkeit einer Ausländerbehörde bei Fortwirkung einer Aufenthaltsbeschränkung gem. § 56 Abs. 3 Asylverfahrensgesetz ( AsylVfG ); Zulässigkeit einer Umverteilung nach § 51 AsylVfG bei Abhängigkeit eines Ausländers von einer Aufenthaltsnahme an einem anderen Ort aufgrund schutzwerter familiärer Bindungen




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Wird zitiert von ... (10)  

  • OVG Hamburg, 27.08.2012 - 5 Bs 178/12  

    (Einstweilige Anordnung; Aufenthalt im Zuständigkeitsbereich einer

    Durch diese räumliche Beschränkung wurde zudem die örtliche Zuständigkeit der Ausländerbehörde des Kreises K. festgelegt (vgl. OVG Hamburg, Beschl. v. 15.10.2010, 5 Bs 116/10; OVG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 2.12.2009, OVG 3 S 120.08, juris, Rn. 9; Funke-Kaiser in: GK-AufenthG, Stand Juni 2012, § 60a Rn. 63 und § 61 Rn. 25).

    c) Falls zur Überwindung der fortbestehenden räumlichen Beschränkung und der daraus folgenden örtlichen Zuständigkeit der Kreisverwaltung K. zunächst - trotz Abschlusses des Asylverfahrens - eine länderübergreifende Verteilung nach § 51 Abs. 1 AsylVfG erforderlich sein sollte (so OVG Berlin-Bandenburg, Beschl. v. 2.12.2009, a.a.O., Rn. 12; Funke-Kaiser in: GK-AufenthG, § 60a Rn. 63 und § 61 Rn. 25 m.w.N. auch zur Gegenansicht), bestünde vorher in keinem Fall eine örtliche Zuständigkeit des Einwohner-Zentralamts der Antragsgegnerin.

  • VG Augsburg, 20.12.2010 - Au 6 K 10.1520  

    § 51 AsylVfG, § 56 Abs 3 S 2 AsylVfG, § 10 Abs 1 AsylDV BY, § 10 Abs

    Zwar gilt die räumliche Beschränkung nach § 56 Abs. 3 Satz 2 AsylVfG auch nach Abschluss des Asylverfahrens fort (vgl. BayVGH vom 23.4.2008, Az. 19 C 08.10120, juris, RdNrn. 4 f.; BayVGH vom 15.5.2009, Az. 10 C 09.880, juris, RdNr. 6; OVG Berlin-Brandenburg vom 2.12.2009, Az. OVG 3 S 120.08, juris, RdNrn. 11 f.; SächsOVG vom 23.11.2009, Az. 3 B 269/08, juris, RdNr. 7; a. A. unter Hinweis auf den Fortfall des spezifischen asylverfahrensrechtlichen Aufenthaltszwecks VG Osnabrück vom 27.11.2009, Az. 5 A 72/09, juris, RdNrn. 24 ff.; Kessler, in: Hofmann/Hoffmann (Hrsg.), Ausländerrecht, 1. Auflage 2008, § 61 AufenthG, RdNr. 9, § 51 AsylVfG, RdNrn.

    Erst anschließend könne die nunmehr örtlich zuständige Ausländerbehörde die nach § 60 a, § 61 Abs. 1 Satz 1 AufenthG erforderliche und räumlich neu gefasste Duldung erteilen (vgl. BayVGH vom 23.4.2008, Az. 19 C 08.10120, juris, RdNrn. 4 f.; BayVGH vom 15.5.2009, Az. 10 C 09.880, juris, RdNr. 6; OVG Berlin-Brandenburg vom 2.12.2009, Az. OVG 3 S 120.08, juris, RdNrn. 11 f.; SächsOVG vom 23.11.2009, Az. 3 B 269/08, juris, RdNr. 7).

  • VG Berlin, 25.10.2010 - 29 K 308.10  

    § 52 Nr 2 S 3 VwGO, § 51 AsylVfG, § 56 Abs 3 AsylVfG, §

    Eine Entscheidung nach § 51 AsylVfG ist auch nicht dadurch ausgeschlossen, dass das Asylverfahren des Klägers bestandskräftig abgeschlossen ist (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 2. Dezember 2009 - 3 S 120.08 -, juris Rdnr. 12 m.w.N.).

    Eine Duldung nach § 60a Abs. 2 AufenthG, die nicht die Qualität eines Aufenthaltstitels hat (vgl. § 4 Abs. 1 Satz 2 AufenthG), ist dagegen nicht geeignet, die im Asylverfahren begründete räumliche Aufenthaltsbeschränkung zu beseitigen, hätte jedoch gemäß § 61 Abs. 1 AufenthG ihrerseits eine räumliche Beschränkung des Aufenthalts des Klägers auf das Gebiet der Beklagten und damit gleichzeitig eine unzulässige Erweiterung der nach § 56 Abs. 3 AsylVfG fortgeltenden räumlichen Beschränkung zur Folge (OVG Berlin, Beschluss vom 2. Dezember 2009, a.a.O. Rdnr. 9).

mehr
  • OVG Berlin-Brandenburg, 05.11.2012 - 11 S 62.12  

    Türkischer Staatsangehöriger; Asylfolgeantrag; räumliche Beschränkung aus

    Diesbezüglich wird auf die Ausführungen im Beschluss des 3. Senats des OVG Berlin-Brandenburg vom 2. Dezember 2009 zum Geschäftszeichen OVG 3 S 120/08, juris Rz. 9, verwiesen:.
  • OVG Rheinland-Pfalz, 15.02.2012 - 7 A 11177/11  

    Voraussetzungen für die Ermöglichung eines länderübergreifenden Wechsel des

    Folglich sei ein geduldeter abgelehnter Asylbewerber zur Überwindung dieser Beschränkung vorrangig auf das länderübergreifende Umverteilungsverfahren nach § 51 AsylVfG zu verweisen, solange die Wirksamkeit der Beschränkung fortbestehe (vgl. OVG Berlin-Bbg, Beschluss vom 2. Dezember 2009 - OVG 3 S 120.08 - BayVGH, Beschluss vom 15. Mai 2009 - 10 C 09.880 - HessVGH, Beschluss vom 25. August 2006 - 8 TG 1617/06.A -, alle in juris; ähnlich bereits vor Neufassung des § 56 AsylVfG OVG RP, Beschluss vom 16. Januar 2004 - 10 B 11661/03 -, juris).
  • SG Berlin, 09.03.2012 - S 184 AY 9/12  
    Da der Gesetzgeber mit der Regelung in § 56 Abs. 3 AsylVfG, die mit Wirkung zum 1. Januar 2005 in das AsylVfG eingefügt worden ist, Unsicherheiten über die Entstehung bzw. Fortgeltung asylverfahrensrechtlicher räumlicher Beschränkungen und die daraus folgende örtliche Zuständigkeit beseitigen wollte (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 2. Dezember 2009 - 3 S 120.08- Rdnr. 9 m. w. N - zitiert nach juris), ist davon auszugehen, dass die Zuweisungsentscheidung noch fortdauert und nicht durch den Abschluss des Asylverfahrens durch "Erlöschen" erledigt ist (s. BSG Urteil vom 9. Juni 2011 - B 8 AY 1/10 R Rdnr. 10 nach juris; LSG Berlin-Brandenburg Beschluss vom 12. Mai 2010 - L 15 AY 2/10 B ER; a.A. LSG Nordrhein-Westfalen, Beschlüsse vom 25. September 2008 - L 7 B 287/08 AS ER und vom 12. Januar 2006 - L20 B 11/05 AY ER - LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 1. August 2006 - L7 AY 3106/06 ER-B - jeweils zitiert nach juris; sowie Wahrendorf in Grube/Wahrendorf SGB XII, 3. Auf. 2010, § 10a AslylbLG Rdnr. 5, 9).
  • VGH Bayern, 13.04.2010 - 10 CE 09.2877  

    Anspruch auf Erteilung einer vorläufigen (weiteren) Duldung für anderes

    Die in der Rechtsprechung und Literatur umstrittene Frage, ob ein länderübergreifender Wechsel eines geduldeten, vollziehbar ausreisepflichtigen Ausländers (vgl. § 56 Abs. 3 AsylVfG und § 61 Abs. 1 AufenthG) durch eine weitere Duldung der Ausländerbehörde am erstrebten Aufenthaltsort grundsätzlich rechtlich möglich und wie in einem solchen Fall die Frage der örtlichen Zuständigkeit zu lösen ist (vgl. BayVGH vom 15.5.2009 Az. 10 C 09.880 RdNr. 7; OVG MV vom 23.7.2009 AuAS 2009, 242; OVG Berlin-Brandenburg vom 2.12.2009 Az. 3 S 120.08 ; OVG NW vom 10.3.2009 Az. 18 B 1702/09 ; Funke-Kaiser in: Gemeinschaftskommentar zum Aufenthaltsgesetz, Bd. 2, Stand: Januar 2010, RdNrn. 18 ff. zu § 61), kann hier ebenso dahinstehen wie die vom Verwaltungsgericht verneinte Frage, ob der Antragsteller einen entsprechenden Duldungsantrag beim Landratsamt Fürstenfeldbruck überhaupt gestellt hat.
  • VG Augsburg, 17.12.2010 - Au 6 K 10.1520  

    Länderübergreifende Umverteilung; örtliche Zuständigkeit

    Erst anschließend könne die nunmehr örtlich zuständige Ausländerbehörde die nach § 60a, § 61 Abs. 1 Satz1 AufenthG erforderliche und räumlich neu gefasste Duldung erteilen (vgl. BayVGH vom 23.4.2008, Az. 19 C 08.10120, juris, RdNrn. 4 f.; BayVGH vom 15.5.2009, Az. 10 C 09.880, juris, RdNr. 6; OVG Berlin-Brandenburg vom 2.12.2009, Az. OVG 3 S 120.08, juris, RdNrn. 11 f.; SächsOVG vom 23.11.2009, Az. 3 B 269/08, juris, RdNr. 7).
  • VG Berlin, 27.01.2011 - 20 K 73.10  

    Befristung, Abschiebung, Ausweisung, örtliche Zuständigkeit, Ausländerbehörde,

    Es verbleibt damit zwar im Bereich der ausländerrechtlichen Zuständigkeiten prinzipiell bei dem Grundsatz der Länderexekutive nach Art. 83, 84 Abs. 1 GG, wonach die Länder, soweit sie, wie hier, Bundesgesetze als eigene Angelegenheit ausführen, grundsätzlich auch die Einrichtung der Behörden und das Verwaltungsverfahren regeln (vgl. Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 02.12.2009 - OVG 3 S 120.08 - Gutmann in GK-AufenthG, § 71, Rn. 6 ff., Stand September 2007).
  • VG Augsburg, 17.12.2010 - Au 6 K 10.1847  

    Länderübergreifende Umverteilung; örtliche Zuständigkeit; Abtrennung und

    Erst anschließend könne die nunmehr örtlich zuständige Ausländerbehörde die nach § 60a, § 61 Abs. 1 Satz1 AufenthG erforderliche und räumlich neu gefasste Duldung erteilen (vgl. BayVGH vom 23.4.2008, Az. 19 C 08.10120, juris, RdNrn. 4 f.; BayVGH vom 15.5.2009, Az. 10 C 09.880, juris, RdNr. 6; OVG Berlin-Brandenburg vom 2.12.2009, Az. OVG 3 S 120.08, juris, RdNrn. 11 f.; SächsOVG vom 23.11.2009, Az. 3 B 269/08, juris, RdNr. 7).
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