Rechtsprechung
   OVG Nordrhein-Westfalen, 23.06.2010 - 14 A 597/09   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • NRWE (Rechtsprechungsdatenbank NRW)
  • kohlhammer.de
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Kompetenz des Rates einer Stadt zum Erlass einer Satzung zur Erhebung einer Vergnügungsteuer bei einem Spielgeräteaufsteller i.H.v. 5 % des Spieleraufwandes; Vereinbarkeit der Vergnügungssteuerbescheide mit europäischem Gemeinschaftsrecht im Hinblick auf das Funktionieren des gemeinsamen Mehrwertsteuersystems; Charakter der Vergnügungssteuer im Hinblick auf eine Vergleichbarkeit mit der Umsatzsteuer oder der umsatzbezogenen Steuer auf Dienstleistungen; Vereinbarkeit der Erhebung einer Vergnügungssteuer für Geldspielgeräte mit dem Gleichheitsgrundsatz; Vereinbarkeit eines Besteuerungsmaßstabs mit dem Gleichheitsgrundsatz im Hinblick auf Geldspielgeräte ohne und mit Punktespeicher; Verfassungsmäßigkeit eines in einer Vergnügungsteuersatzung verwendeten Besteuerungsmaßstabs hinsichtlich des Spieleraufwandes und des Ersatzmaßstabs; Verfassungsmäßigkeit des Multiplikators von 3,5 des Einspielergebnisses als bei der Erhebung einer Vergnügungsteuer zu berücksichtigender Spieleraufwand; Vereinbarkeit der Höhe einer Vergnügungsteuer von 5 % des Spieleraufwandes mit der Berufsfreiheit eines Spielautomatenaufstellers

Kurzfassungen/Presse

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • DVBl 2010, 1255
  • DÖV 2010, 945



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (82)  

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.11.2010 - 14 A 2442/08  

    Spieleraufwand als Grundlage der Bemessung der Höhe der zu entrichtenden

    vgl. zu einer vergleichbaren Satzungsregelung, Urteil des Senats vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - (Juris, Rn. 29 bis 48).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 49 f.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 52 bis 59.

    Bezüglich der Besteuerung des Spieleraufwandes hat der Senat hierzu in seinem Urteil vom 23. Juni 2010, a. a. O., Ausführungen gemacht, auf die in vollem Umfang verwiesen werden kann (Juris, Rn. 68 bis 80).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rd. 84 bis 88 m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 91 f., unter Hinweis auf Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 93 m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn 97.

    vgl. auch hierzu Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 98.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 99 und 112 ff.

    vgl. auch hierzu Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 100 bis 102.

    vgl. ebenfalls des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 103 bis 111.

    vgl. auch hierzu Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 112 bis 120.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 122 bis 132.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.11.2010 - 14 A 2444/08  
    vgl. zu einer vergleichbaren Satzungsregelung, Urteil des Senats vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - (Juris, Rn. 29 bis 48).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a.a.O., Rn. 49 f.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 52 bis 59.

    Bezüglich der Besteuerung des Spieleraufwandes hat der Senat hierzu in seinem Urteil vom 23. Juni 2010, a. a. O., Ausführungen gemacht, auf die in vollem Umfang verwiesen werden kann (Juris, Rn. 68 bis 80).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rd. 84 bis 88 m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 91 f., unter Hinweis auf Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 93 m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn 97.

    vgl. auch hierzu Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 98.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 99 und 112 ff.

    vgl. auch hierzu Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 100 bis 102.

    vgl. ebenfalls des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 103 bis 111.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 122 bis 132.

  • VG Aachen, 05.11.2010 - 9 K 1219/07  
    Der kommunale Satzungsgeber ist berechtigt, zur Ermittlung des von den Spielern betriebenen Aufwandes an die Summe der zur Erlangung des Spielvergnügens eingesetzten Gelder anzuknüpfen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 1. Februar 2007 - II B 51/06 - BFH / NV 2007, 987 zur insoweit vergleichbaren Rechtslage nach dem Hamburgischen Spielvergnügungssteuergesetz.

    Hierbei macht es keinen Unterschied, ob er sich den Gewinn auszahlen lässt und diesen nach jeweils erneutem Einwurf verspielt oder er den gewonnenen Betrag im Geldspeicher stehen und Spiel für Spiel abbuchen lässt, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - VG B. , Urteil vom 14. Februar 2008 - 4 K 781/07 - Beschluss vom 16. November 2007 - 4 L 362/07.

    Diese Möglichkeit der Abwälzung der Steuer ist entgegen der Auffassung der Klägerin sowohl bei der Anwendung des Einsatzes als auch des Dreieinhalbfachen des Einspielergebnisses als maßgebliche Bemessungsgrundlage gegeben, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 1. Februar 2007 - II B 51/06 - BFH / NV 2007, 987 zur auch insoweit vergleichbaren Rechtslage nach dem Hamburgischen Spielvergnügungssteuergesetz; vgl. zu Dreifachen des Einspielergebnisses als Ersatzmaßstab: BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 2009 - 9 C 12.08 -.

    Es reicht aus, wenn die Steuer auf eine Überwälzung der Steuerlast vom Steuerschuldner auf den Steuerträger angelegt ist, auch wenn eine Überwälzung nicht in jedem Einzelfall gelingt, vgl. BVerfG, Urteil vom 20. April 2004 - 1 BvR 1748/99, 1 BvR 905/00 -, DVBl. 2004, 705, 708. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 a.a.O..

    Es handelt sich hierbei um einen wirtschaftlichen Vorgang, wobei das Gesetz es dem Steuerschuldner überlässt, die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens auch unter Berücksichtigung des Steuerbetrages zu wahren, vgl. BVerfG, Beschluss vom 3. Mai 2001 - 1 BvR 624/00 -, a.a.O.; OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 a.a.O..

    Auch wenn die Klägerin des vorliegenden Verfahrens in B. Spielgeräte mit Geldgewinnmöglichkeit allein in Gaststätten aufstellt, ist für die Frage der erdrosselnden Wirkung nach der maßgeblichen Rechtsprechung des 14. Senats des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, der die Kammer unter Zurückstellung eigener Bedenken folgt, nicht auf die speziellen Verhältnisse der Aufsteller von Spielgeräten mit Geldgewinnmöglichkeit in Gaststätten abzustellen.

    Entscheidend ist nur, dass aus jeglicher Ausschüttungsquote bei der gebotenen Langzeitbetrachtung ein bestimmtes Verhältnis von Einsatz zu Einspielergebnis folgen muss, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Auch die in immer größerem Umfang eingesetzten Spielgeräte mit Geldgewinnmöglichkeit neuen Typs, bei denen das eingeworfene Geld zunächst in einem Geldspeicher aufgebucht, aber danach gemäß den Vorgaben der Spielverordnung in einen Punktestand in einem Punktespeicher umgebucht wird, führen nicht zur Unzulässigkeit der Besteuerung des Einsatzes, vgl. im Ergebnis ebenso OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Insoweit schließt sich die Kammer der Rechtsprechung des OVG NRW, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, nur im Ergebnis, aber nicht in der Begründung an.

    Ein Verstoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG kann auch mit Blick auf das in der Satzung in der hier maßgeblichen Fassung eingeräumte eingeschränkte Wahlrecht der Berechnungsmethode nicht festgestellt werden vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Allerdings wird der Satzungsgeber nach einigen Jahren anhand des ihm zwischenzeitlich vorliegenden Zahlenmaterials prüfen müssen, ob die faktische durchschnittliche Ausschüttungsquote im Stadtgebiet von dem der Satzung zugrundeliegenden Wert erheblich abweicht, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Die Vergnügungssteuer entspricht nicht den für die Annahme von Umsatzsteuerähnlichkeit erforderlichen Merkmalen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - mit zahlreichen Nachweisen.

    Die Ausübung des gesetzgeberischen Ermessens als solche unterliegt dabei nicht den Maßstäben, die bei ermessensgeleiteten Verwaltungsakten anzuwenden sind, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 2009 - 9 C 12.08 - BVerwG, Urteil vom 17. April 2002 - 9 CN 1/01 - BVerwGE 116, 188; vgl. auch zum Gebührenrecht: BVerwG, Beschluss vom 19. Dezember 2007 - 7 BN 6/07 - und zum Beitragsrecht: OVG NRW, Urteil vom 2. Juni 1995 - 15 A 3123/93 - sowie BayVGH, Urteil vom 23. April 1998 - 23 B 96.3585 - a.A. VG Gelsenkirchen, Urteil vom 6. Oktober 2010 - 2 K 5024/09 -.

mehr
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.04.2011 - 14 A 1709/09  

    Bemessung der Vergnügungssteuer nach der Summe der von den Spielern je Spielhalle

    vgl. zu einer vergleichbaren Satzungsregelung, Urteil des Senats vom 23. Juni 2010 14 A 597/09 - (juris, Rn. 29 bis 48).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 49 f.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 52 bis 59.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 60 - 64.

    Bezüglich der Besteuerung des Spieleraufwandes hat der Senat hierzu in seinem Urteil vom 23. Juni 2010, a. a. O., Ausführungen gemacht, auf die in vollem Umfang verwiesen werden kann (Juris, Rn. 68 bis 80).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 84 bis 88 m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 91 f., unter Hinweis auf Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 93 f. m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 101 bis 103 und 116 ff.

    Hierzu hat der Senat bei einer vergleichbaren Konstellation, in der sich aus der Bestandsentwicklung der Zahl der Spielhallen und der Geldspielgeräte ebenfalls kein Anhalt für eine Erdrosselungswirkung entnehmen ließ, in dem zitierten Urteil vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 100 - 102 ausgeführt:.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 122 - 132.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.04.2011 - 14 A 1632/09  

    Vereinbarkeit einer Vergnügungssteuersatzung mit höherrangigem Recht; Gleichheit

    vgl. zu einer vergleichbaren Satzungsregelung, Urteil des Senats vom 23. Juni 2010 14 A 597/09 - (juris, Rn. 29 bis 48).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a.a.O., Rn. 49 f.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a.a.O., Rn. 52 bis 59.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a.a.O., Rn. 60 - 64.

    Bezüglich der Besteuerung des Spieleraufwandes hat der Senat hierzu in seinem Urteil vom 23. Juni 2010, a. a. O., Ausführungen gemacht, auf die in vollem Umfang verwiesen werden kann (Juris, Rn. 68 bis 80).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 84 bis 88 m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 91 f., unter Hinweis auf Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 93 f. m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a.a.O., Rn. 101 bis 103 und 116 ff.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a.a.O., Rn. 122 - 132.

  • VG Aachen, 10.12.2010 - 9 K 1313/09  
    Der kommunale Satzungsgeber ist berechtigt, zur Ermittlung des von den Spielern betriebenen Aufwandes an die Summe der zur Erlangung des Spielvergnügens eingesetzten Gelder anzuknüpfen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 1. Februar 2007 - II B 51/06 - BFH / NV 2007, 987 zur insoweit vergleichbaren Rechtslage nach dem Hamburgischen Spielvergnügungssteuergesetz.

    Hierbei macht es keinen Unterschied, ob er sich den Gewinn auszahlen lässt und diesen nach jeweils erneutem Einwurf verspielt oder er den gewonnenen Betrag im Geldspeicher stehen und Spiel für Spiel abbuchen lässt, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - VG Aachen, Urteil vom 14. Februar 2008 - 4 K 781/07 - Beschluss vom 16. November 2007 - 4 L 362/07.

    Diese Möglichkeit der Abwälzung der Steuer ist entgegen der Auffassung der Klägerin sowohl bei der Anwendung des Einsatzes als auch des Dreieinhalbfachen des Einspielergebnisses als maßgebliche Bemessungsgrundlage gegeben, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 1. Februar 2007 - II B 51/06 - BFH / NV 2007, 987 zur auch insoweit vergleichbaren Rechtslage nach dem Hamburgischen Spielvergnügungssteuergesetz; vgl. zu Dreifachen des Einspielergebnisses als Ersatzmaßstab: BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 2009 - 9 C 12.08 -.

    Es reicht aus, wenn die Steuer auf eine Überwälzung der Steuerlast vom Steuerschuldner auf den Steuerträger angelegt ist, auch wenn eine Überwälzung nicht in jedem Einzelfall gelingt, vgl. BVerfG, Urteil vom 20. April 2004 - 1 BvR 1748/99, 1 BvR 905/00 -, DVBl. 2004, 705, 708. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 a.a.O..

    Es handelt sich hierbei um einen wirtschaftlichen Vorgang, wobei das Gesetz es dem Steuerschuldner überlässt, die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens auch unter Berücksichtigung des Steuerbetrages zu wahren, vgl. BVerfG, Beschluss vom 3. Mai 2001 - 1 BvR 624/00 -, a.a.O.; OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 a.a.O..

    Für die Frage der erdrosselnden Wirkung kann nach der maßgeblichen Rechtsprechung des 14. Senats des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, auf die allgemeinen Bestandszahlen der Spielgeräte mit Geldgewinnmöglichkeit zurückgegriffen werden.

    Entscheidend ist nur, dass aus jeglicher Ausschüttungsquote bei der gebotenen Langzeitbetrachtung ein bestimmtes Verhältnis von Einsatz zu Einspielergebnis folgen muss, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Auch die in immer größerem Umfang eingesetzten Spielgeräte mit Geldgewinnmöglichkeit neuen Typs, bei denen das eingeworfene Geld zunächst in einem Geldspeicher aufgebucht, aber danach gemäß den Vorgaben der Spielverordnung in einen Punktestand in einem Punktespeicher umgebucht wird, führen nicht zur Unzulässigkeit der Besteuerung des Einsatzes, vgl. im Ergebnis ebenso OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Insoweit schließt sich die Kammer der Rechtsprechung des OVG NRW, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, nur im Ergebnis, aber nicht in der Begründung an.

    Allerdings wird der Satzungsgeber nach einigen Jahren anhand des ihm zwischenzeitlich vorliegenden Zahlenmaterials prüfen müssen, ob die faktische durchschnittliche Ausschüttungsquote im Stadtgebiet von dem der Satzung zugrundeliegenden Wert erheblich abweicht, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Die Vergnügungssteuer entspricht nicht den für die Annahme von Umsatzsteuerähnlichkeit erforderlichen Merkmalen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - mit zahlreichen Nachweisen.

    Die Ausübung des gesetzgeberischen Ermessens als solche unterliegt dabei nicht den Maßstäben, die bei ermessensgeleiteten Verwaltungsakten anzuwenden sind, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 2009 - 9 C 12.08 - BVerwG, Urteil vom 17. April 2002 - 9 CN 1/01 - BVerwGE 116, 188; vgl. auch zum Gebührenrecht: BVerwG, Beschluss vom 19. Dezember 2007 - 7 BN 6/07 - und zum Beitragsrecht: OVG NRW, Urteil vom 2. Juni 1995 - 15 A 3123/93 - sowie BayVGH, Urteil vom 23. April 1998 - 23 B 96.3585 - a.A. VG Gelsenkirchen, Urteil vom 6. Oktober 2010 - 2 K 5024/09 -.

  • VG Aachen, 11.02.2011 - 9 K 2100/09  
    Der kommunale Satzungsgeber ist berechtigt, zur Ermittlung des von den Spielern betriebenen Aufwandes an die Summe der zur Erlangung des Spielvergnügens eingesetzten Gelder anzuknüpfen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 1. Februar 2007 - II B 51/06 - BFH / NV 2007, 987 zur insoweit vergleichbaren Rechtslage nach dem Hamburgischen Spielvergnügungssteuergesetz.

    Hierbei macht es keinen Unterschied, ob er sich den Gewinn auszahlen lässt und diesen nach jeweils erneutem Einwurf verspielt oder er den gewonnenen Betrag im Geldspeicher stehen und Spiel für Spiel abbuchen lässt, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - VG B. , Urteil vom 14. Februar 2008 - 4 K 781/07 - Beschluss vom 16. November 2007 - 4 L 362/07.

    Diese Möglichkeit der Abwälzung der Steuer ist entgegen der Auffassung der Klägerin sowohl bei der Anwendung des Einsatzes als auch des Dreieinhalbfachen des Einspielergebnisses als maßgebliche Bemessungsgrundlage gegeben, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - Bundesfinanzhof (BFH), Urteil vom 1. Februar 2007 - II B 51/06 - BFH / NV 2007, 987 zur auch insoweit vergleichbaren Rechtslage nach dem Hamburgischen Spielvergnügungssteuergesetz; vgl. zu Dreifachen des Einspielergebnisses als Ersatzmaßstab: BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 2009 - 9 C 12.08 -.

    Es reicht aus, wenn die Steuer auf eine Überwälzung der Steuerlast vom Steuerschuldner auf den Steuerträger angelegt ist, auch wenn eine Überwälzung nicht in jedem Einzelfall gelingt, vgl. BVerfG, Urteil vom 20. April 2004 - 1 BvR 1748/99, 1 BvR 905/00 -, DVBl. 2004, 705, 708. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 a.a.O..

    Es handelt sich hierbei um einen wirtschaftlichen Vorgang, wobei das Gesetz es dem Steuerschuldner überlässt, die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens auch unter Berücksichtigung des Steuerbetrages zu wahren, vgl. BVerfG, Beschluss vom 3. Mai 2001 - 1 BvR 624/00 -, a.a.O.; OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 a.a.O..

    Für die Frage der erdrosselnden Wirkung kann nach der maßgeblichen Rechtsprechung des 14. Senats des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen, vgl. OVG NRW, Urteile vom 23. November 2010 - 14 A 2442/08 - sowie vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, auf die allgemeinen Bestandszahlen der Spielgeräte mit Geldgewinnmöglichkeit zurückgegriffen werden.

    Entscheidend ist nur, dass aus jeglicher Ausschüttungsquote bei der gebotenen Langzeitbetrachtung ein bestimmtes Verhältnis von Einsatz zu Einspielergebnis folgen muss, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Auch die in immer größerem Umfang eingesetzten Spielgeräte mit Geldgewinnmöglichkeit neuen Typs, bei denen das eingeworfene Geld zunächst in einem Geldspeicher aufgebucht, aber danach gemäß den Vorgaben der Spielverordnung in einen Punktestand in einem Punktespeicher umgebucht wird, führen nicht zur Unzulässigkeit der Besteuerung des Einsatzes, vgl. im Ergebnis ebenso OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Insoweit schließt sich die Kammer der Rechtsprechung des OVG NRW, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, nur im Ergebnis, aber nicht in der Begründung an.

    Allerdings wird der Satzungsgeber nach einigen Jahren anhand des ihm zwischenzeitlich vorliegenden Zahlenmaterials prüfen müssen, ob die faktische durchschnittliche Ausschüttungsquote im Stadtgebiet von dem der Satzung zugrundeliegenden Wert erheblich abweicht, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -.

    Die Vergnügungssteuer entspricht nicht den für die Annahme von Umsatzsteuerähnlichkeit erforderlichen Merkmalen, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - mit zahlreichen Nachweisen.

    Die Ausübung des gesetzgeberischen Ermessens als solche unterliegt dabei nicht den Maßstäben, die bei ermessensgeleiteten Verwaltungsakten anzuwenden sind, vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 2009 - 9 C 12.08 - BVerwG, Urteil vom 17. April 2002 - 9 CN 1/01 - BVerwGE 116, 188; vgl. auch zum Gebührenrecht: BVerwG, Beschluss vom 19. Dezember 2007 - 7 BN 6/07 - und zum Beitragsrecht: OVG NRW, Urteil vom 2. Juni 1995 - 15 A 3123/93 - sowie BayVGH, Urteil vom 23. April 1998 - 23 B 96.3585 - a.A. VG Gelsenkirchen, Urteil vom 6. Oktober 2010 - 2 K 5024/09 -.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 07.04.2011 - 14 A 1596/09  

    Beurteilung der Rechtmäßigkeit eines Vergnügungssteuerbescheids auf Grundlage

    vgl. zu einer vergleichbaren Satzungsregelung, Urteil des Senats vom 23. Juni 2010 14 A 597/09 - (juris, Rn. 29 bis 48).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 49 f.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 52 bis 59.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 60 - 64.

    Bezüglich der Besteuerung des Spieleraufwandes hat der Senat hierzu in seinem Urteil vom 23. Juni 2010, a. a. O., Ausführungen gemacht, auf die in vollem Umfang verwiesen werden kann (Juris, Rn. 68 bis 80).

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 83.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 84 bis 88 m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 91 f., unter Hinweis auf Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 93 f. m. w. N.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 101 bis 103 und 116 ff.

    vgl. Urteil des Senats vom 23. Juni 2010, a. a. O., Rn. 122 - 132.

  • OVG Sachsen-Anhalt, 23.08.2011 - 4 L 323/09  

    Beschränkung der gerichtlichen Kontrolle auf die Vereinbarkeit von Festsetzungen

    Es gibt keine einfachgesetzliche oder verfassungsrechtliche Bestimmung, die es gebietet, Datenmaterial dazu zu sammeln und in einem Abwägungsprozess zu gewichten (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - Beschl. v. 4. Februar 2011 - 14 A 53/11 -, jeweils zit. nach [...]).

    Weiter ist es anerkannt, dass die Bestandsentwicklung von Spielgeräten vor und nach Einführung der Vergnügungssteuer mit einem neuen Maßstab und Satz ein schlüssiges Indiz für die fehlende Erdrosselungswirkung der Steuer darstellen kann (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, zit. nach [...]).

    Es kann danach offen bleiben, ob nicht schon dann von der Abwälzbarkeit der Vergnügungssteuer auszugehen ist, wenn eine erdrosselnde Wirkung dieser Steuer nicht festgestellt werden kann (so OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 10. Juni 2011 - 14 A 652/11 - Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - wohl a.M. : OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 10. August 2009 - 2 LB 38/08 -, jeweils zit. nach [...]).

    Einen verfassungsrechtlichen Grundsatz, dass eine Steuer gesondert nur nach dem Nettobetrag erhoben werden kann, besteht nicht (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - BFH, Beschl. v. 19. Februar 2010 - II B 122/09 -, jeweils zit. nach [...]; vgl. auch OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 10. August 2009 - 2 LB 38/08 - VGH Hessen, Urt. v. 20. Februar 2008 - 5 UE 82/07 -, jeweils zit. nach [...]; Driehaus, a.a.O., § 3 Rdnr. 173; a.M. : Paschke, GewArch 2007, 280, 284 f.).

    Denn die unterschiedlichen Einspielergebnisse werden durch den an diesem Ergebnis orientierten einheitlichen Steuersatz berücksichtigt (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, zit. nach [...]).

    Der allgemeine Gleichheitssatz ist nicht schon dann verletzt, wenn der Normgeber Unterscheidungen, die er vornehmen darf, nicht vornimmt (so auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, zit. nach [...]).

    Die Beklagte erhebt die Vergnügungssteuer aber nicht allgemein auf den Waren- und Dienstleistungsverkehr in ihrem Gebiet, sondern lediglich auf eng umgrenzte Tatbestände und ferner nur auf einer Stufe und nicht etwa auch von den Herstellern oder Lieferanten der Spielgeräte, so dass diese Steuer weder einer "Umsatzsteuer" im Sinne des Art. 33 der 6. Richtlinie 77/388/EWG gleichkommt noch entsprechend der oben genannten Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs eine "umsatzbezogene Steuer" nach Art. 3 Abs. 3 u.a. 2 der Richtlinie 92/12/EWG darstellt (so BVerwG, Beschl. v. 26. Januar 2010 - 9 B 40/09 -, zit. nach [...] m.w.N.; BFH, Beschl. v. 12. Mai 2011 - II B 126/10 -, zit. nach [...] m.w.N.; umfassend OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - und Beschl. v. 10. Januar 2011 - 14 A 2456/10 - VGH Hessen, Beschl. v. 1. März 2011 - 5 A 2928/09 -, jeweils zit. nach [...] m.w.N.; vgl. auch schon OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 17. März 1999 - C 2 S 272/97 -, zit. nach [...]).

    Die wohl aus der Vorgängersatzung übernommene Regelung des § 8 Abs. 1 Satz 1 VStS ist für den Zeitraum Januar bis Oktober 2007 nichtig, weil eine rückwirkende Erfüllung der Erklärungspflicht nicht möglich ist (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, zit. nach [...]; vgl. auch Rosenzweig/Freese, KAG Nds., § 3 Rdnr. 101b, 44a m.w.N.).

    Ein "Steuererhebungsverfahren", das allein auf der Erklärungsbereitschaft des Steuerschuldners beruht, gewährleistet aber keine rechtlich und tatsächlich gleiche Steuerbelastung, wenn die Ungleichbehandlung ihre Grundlage in der Vergnügungssteuersatzung selbst hat und nicht (nur) auf einer unzureichenden Kontrolle im Veranlagungsverfahren beruht (so auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010, a.a.O., unter Hinweis auf BVerfG, Urt. v. 27. Juni 1991 - 2 BvR 1493/89 - vgl. auch OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 22. April 1998 - 2 K 3/95 -, zit. nach [...]).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 23.08.2011 - 4 L 34/10  

    Beschränkung der gerichtlichen Kontrolle auf die Vereinbarkeit der Festsetzungen

    Es gibt keine einfachgesetzliche oder verfassungsrechtliche Bestimmung, die es gebietet, Datenmaterial dazu zu sammeln und in einem Abwägungsprozess zu gewichten (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - Beschl. v. 4. Februar 2011 - 14 A 53/11 -, jeweils zit. nach [...]).

    Weiter ist es anerkannt, dass die Bestandsentwicklung von Spielgeräten vor und nach Einführung der Vergnügungssteuer mit einem neuen Maßstab und Satz ein schlüssiges Indiz für die fehlende Erdrosselungswirkung der Steuer darstellen kann (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, zit. nach [...]).

    Es kann danach offen bleiben, ob nicht schon dann von der Abwälzbarkeit der Vergnügungssteuer auszugehen ist, wenn eine erdrosselnde Wirkung dieser Steuer nicht festgestellt werden kann (so OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 10. Juni 2011 - 14 A 652/11 - Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - wohl a.M.: OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 10. August 2009 - 2 LB 38/08 -, jeweils zit. nach [...]).

    Einen verfassungsrechtlichen Grundsatz, dass eine Steuer gesondert nur nach dem Nettobetrag erhoben werden kann, besteht nicht (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - BFH, Beschl. v. 19. Februar 2010 - II B 122/09 -, jeweils zit. nach [...]; vgl. auch OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 10. August 2009 - 2 LB 38/08 - VGH Hessen, Urt. v. 20. Februar 2008 - 5 UE 82/07 -, jeweils zit. nach [...]; Driehaus, a.a.O., § 3 Rdnr. 173; a.M.: Paschke, GewArch 2007, 280, 284 f.).

    Die Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften zur Gleichbehandlung von Spielhallen und Spielbanken bei der Erhebung der Umsatzsteuer ist von vornherein nicht übertragbar (vgl. BVerwG, Beschl. v. 10. Juni 2010 - 9 BN 3/09 - OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, jeweils zit. nach [...]).

    Die Beklagte erhebt die Vergnügungssteuer aber nicht allgemein auf den Waren- und Dienstleistungsverkehr in ihrem Gebiet, sondern lediglich auf eng umgrenzte Tatbestände und ferner nur auf einer Stufe und nicht etwa auch von den Herstellern oder Lieferanten der Spielgeräte, so dass diese Steuer weder einer "Umsatzsteuer" im Sinne des Art. 33 der 6. Richtlinie 77/388/EWG gleichkommt noch entsprechend der oben genannten Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs eine "umsatzbezogene Steuer" nach Art. 3 Abs. 3 u.a. 2 der Richtlinie 92/12/EWG darstellt (so BVerwG, Beschl. v. 26. Januar 2010 - 9 B 40/09 -, zit. nach [...] m.w.N.; BFH, Beschl. v. 12. Mai 2011 - II B 126/10 -, zit. nach [...] m.w.N.; umfassend OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 - und Beschl. v. 10. Januar 2011 - 14 A 2456/10 - VGH Hessen, Beschl. v. 1. März 2011 - 5 A 2928/09 -, jeweils zit. nach [...] m.w.N.; vgl. auch schon OVG Sachsen-Anhalt, Urt. v. 17. März 1999 - C 2 S 272/97 -, zit. nach [...]).

    Die wohl aus der Vorgängersatzung übernommene Regelung des § 8 Abs. 1 Satz 1 VStS ist für den Zeitraum Januar bis Oktober 2007 nichtig, weil eine rückwirkende Erfüllung der Erklärungspflicht nicht möglich ist (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010 - 14 A 597/09 -, zit. nach [...]; vgl. auch Rosenzweig/Freese, KAG Nds., § 3 Rdnr. 101b, 44a m.w.N.).

    Ein "Steuererhebungsverfahren", das allein auf der Erklärungsbereitschaft des Steuerschuldners beruht, gewährleistet aber keine rechtlich und tatsächlich gleiche Steuerbelastung, wenn die Ungleichbehandlung ihre Grundlage in der Vergnügungssteuersatzung selbst hat und nicht (nur) auf einer unzureichenden Kontrolle im Veranlagungsverfahren beruht (so auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23. Juni 2010, a.a.O., unter Hinweis auf BVerfG, Urt. v. 27. Juni 1991 - 2 BvR 1493/89 - vgl. auch OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 22. April 1998 - 2 K 3/95 -, zit. nach [...]).

  • VG Arnsberg, 10.03.2011 - 5 K 1155/10  
  • VG Cottbus, 17.09.2010 - 1 K 717/09  

    Art 105 Abs 2a GG, Art 12 GG, § 2 KAG BB, § 3 KAG BB, Art 33 EWGRL

  • VG Arnsberg, 21.10.2010 - 5 K 3777/09  
  • VG Gelsenkirchen, 28.07.2011 - 2 L 1442/10  

    Vergnügungssteuer, Geldspielgeräte, Steuermaßstab, Spieleraufwand, Ersatzmaßstab,

  • VG Arnsberg, 21.10.2010 - 5 K 3598/09  
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.05.2012 - 14 A 885/12  

    Besteuerung des Benutzens von Spielgeräten mit Gewinnmöglichkeit

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 13.03.2012 - 14 A 319/12  

    Prüfung der Erdrosselungswirkung einer Vergnügungssteuer; Ordnungsgemäße

  • VGH Baden-Württemberg, 13.12.2012 - 2 S 1010/12  

    Stadt Freiburg: Vergnügungssteuer für Gewinnspielautomaten in Höhe von 18% der

  • VG Gelsenkirchen, 06.10.2010 - 2 K 5024/09  

    Vergnügungssteuer, Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit, Verhältnismäßigkeit,

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.01.2011 - 14 A 2456/10  

    Rechtmäßigkeit eines Vergnügungssteuerbescheids; Verfassungsrechtliche

  • VG Gelsenkirchen, 07.10.2010 - 2 K 3396/10  

    Vergnügungssteuer; Geldspielgeräte mit Gewinnmöglichkeit; Abwägung; Satzung

  • VG Düsseldorf, 02.12.2011 - 25 K 187/11  

    Duisburg darf "Bettensteuer" erheben

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.07.2010 - 14a A 2495/08  

    Vereinbarkeit einer Steuerfestsetzung für eine Spielgerätesteuer mit Art. 33 Abs.

  • VG Düsseldorf, 02.12.2011 - 25 K 342/11  

    Duisburg darf "Bettensteuer" erheben

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.08.2011 - 14 B 913/11  

    Erlass eines Vergnügungssteuerbescheides vor dem Hintergrund eines

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 14.03.2012 - 14 A 289/12  

    Prüfung der Erdrosselungswirkung einer Vergnügungssteuer; Bestimmung des

  • BFH, 07.12.2011 - II R 51/10  

    Verfassungsmäßigkeit des Hamburger Spielvergnügungsteuergesetzes - erfolgloser

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 29.11.2010 - 14a A 1002/10  

    Anwendbarkeit einer Spezialregelung zur Festsetzung der Geldspielgerätesteuer

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.01.2011 - 14 A 2290/10  

    Rechtmäßigkeit einer steuerlichen Regelung zur monatlichen Besteuerung von

  • VG Köln, 06.07.2011 - 24 K 6736/10  

    Bettensteuer ist rechtmäßig // Richter weisen Klage gegen "Kulturförderabgabe" in

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.09.2010 - 14a A 1400/10  

    Begründetheit einer Berufung aufgrund von Zweifeln an der einem Steuerbescheid

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.01.2011 - 14 A 2293/10  

    Falsche Bezeichnung einer Steuer für Geldspielgeräte in der Satzung als Grund für

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.01.2011 - 14 A 2292/10  

    Unterwerfung eines Geräteaufstellers der Vergnügungssteuerpflicht

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 04.02.2011 - 14 A 53/11  

    Beschränkung der Kontrolle satzungsrechtlicher Abgabenregelungen mit Blick auf

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 09.05.2012 - 14 A 757/12  

    Erkennbarkeit einer Tendenz zum Absterben der Spielgeräteaufstellerbranche als

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 16.05.2012 - 14 A 996/12  

    Anforderungen an die Zulässigkeit eines Besteuerungsmaßstabs; Umfang des

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 12.08.2010 - 14a A 769/10  

    Verfassungsmäßigkeit einer nach der Vergnügungssteuersatzung vorgenommenen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.11.2011 - 14 A 2299/11  

    Überprüfung der Rechtmäßigkeit einer Vergnügungssteuersatzung im Hinblick auf

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 14.03.2012 - 14 A 131/12  

    Zulässigkeit eines Spieleraufwandsmaßstabs als Besteuerungsmaßstab

  • VG Gelsenkirchen, 25.10.2012 - 5 K 1137/12  

    Gerichtliche Kontrolle einer Hebesatzsatzung

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 20.01.2011 - 14 A 1331/07  

    Erdrosselungswirkung einer Vergnügungssteuer bei kontinuierlich wachsender Anzahl

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.06.2011 - 14 A 2552/08  

    Anforderungen an die Rechtmäßigkeit eines Vergnügungssteuerbescheids für den

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 23.01.2012 - 14 A 2854/11  

    Steuersatz von 12 % auf das Einspielergebnis von Spielautomaten als Eingriff in

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 20.06.2012 - 14 B 552/12  

    Erdrosselnde Wirkung einer Steuererhebung auf sexuelle Vergnügungen in einem

  • FG Bremen, 11.04.2012 - 2 K 2/12  

    Vergnügungssteuersatzerhöhung ab dem 1.4.2011 für Geldspielgeräte in Bremen nicht

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.08.2010 - 14a A 1820/09  

    Vergnügungssteuerpflicht eines Geräteaufstellers; Pauschalierendes Abstellen auf

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 18.05.2011 - 14 A 907/11  
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.06.2011 - 14 A 652/11  

    Erhebung einer Vergnügungsteuer als örtliche Aufwandsteuer für Geldspielgeräte

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 30.11.2011 - 14 A 1663/11  

    Rechtmäßigkeit der Festsetung der Vergnügungssteuer für Filmveranstaltungen in

  • BVerwG, 28.12.2011 - 9 B 53.11  

    Beweisantrag; Sitzungsprotokoll; Amtsermittlungsgrundsatz; Aufklärungsrüge

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.07.2010 - 14a A 543/09  

    Abhängigkeit der Wirksamkeit einer gemeindlichen Vergnügungssteuersatzung von der

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.07.2010 - 14a A 540/09  

    Abhängigkeit der Wirksamkeit einer Vergnügungssteuersatzung von einer i.R.e.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 16.08.2010 - 14a A 1412/10  

    Rechtmäßigkeit einer Vergnügungssteuer gegenüber einem Automatenaufsteller im

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.05.2012 - 14 A 816/12  

    Anforderungen an die Zulassung der Berufung i.R. eines Rechtsstreits über die

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 09.07.2012 - 14 A 1192/12  

    Erdrosselungswirkung der Spielgerätesteuer

  • VG Aachen, 05.10.2012 - 9 K 1076/11  
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.02.2011 - 14 A 684/10  

    Vereinbarkeit der Festlegung der Vergnügungssteuer von 13 % des

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.05.2011 - 14 A 581/11  

    Zweifel an der Richtigkeit eines angegriffenen Urteils bei

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 11.07.2012 - 14 A 1279/12  
  • VGH Baden-Württemberg, 11.07.2012 - 2 S 2995/11  

    Ablauf der Willensbildung beim Satzungsgeber für Rechtmäßigkeit einer

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 30.08.2012 - 14 A 1753/12  

    Flächenmaßstab bei Steuer auf sexuelle Vergnügungen

  • VG Düsseldorf, 10.10.2011 - 25 K 6960/10  

    Städte dürfen Sexsteuer erheben

  • VG Sigmaringen, 14.12.2011 - 6 K 1685/10  

    Vermögenssteuer; Mindeststeuer; erdrosselnde Wirkung; Beweiswert

  • VG Münster, 01.12.2010 - 9 K 1493/10  

    Gerichtliche Überprüfung der Festsetzung von Hebesätzen

  • VG Düsseldorf, 10.10.2011 - 25 K 8111/10  

    Städte dürfen Sexsteuer erheben

  • BVerwG, 21.06.2012 - 9 B 13.12  

    Revisionsgerichtliche Prüfung des Vorliegens eines Verfahrensmangels im

  • OVG Sachsen, 23.10.2012 - 5 B 287/12  

    Aufschiebende Wirkung, Vergnügungssteuer, ernstliche Zweifel, offene

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 16.05.2011 - 14 A 899/11  

    Entwicklung des Bestands von Spielgeräten und Spielhallen als schlüssiges Indiz

  • BVerwG, 21.06.2012 - 9 B 14.12  

    Klärungsbedürftigkeit von Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Erhebung einer

  • BVerwG, 21.06.2012 - 9 B 15.12  

    Klärungsbedürftigkeit der Rechtmäßigkeit des Benutzens des Spieleinsatzes als

  • BVerwG, 21.06.2012 - 9 B 16.12  

    Klärungsbedürftigkeit von Fragen im Zusammenhang mit der Verwendung des

  • BVerwG, 21.06.2012 - 9 B 17.12  

    Klärungsbedürftigkeit der Verwendung des Spieleinsatzes als Bemessungsmaßstab für

  • VG Gelsenkirchen, 31.01.2012 - 19 K 997/11  

    Beurteilung einer Steuer auf sexuelle Vergnügungen

  • VG Gelsenkirchen, 31.01.2012 - 19 K 2967/11  

    Steuer auf sexuelle Vergnügungen: Nichteinbeziehung der Wohnungsprostitution,

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 02.12.2010 - 14a A 2501/09  

    Geltung der Vergnügungssteuersatzung (VStS) vom 13. Dezember 2002 i.d.F. vom 18.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 21.11.2011 - 14 A 1996/09  

    Anforderungen an die Anmeldung der Vergnügungssteuer für Apparate mit

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 15.11.2010 - 14a A 2292/09  

    Eingriff in die Berufsfreiheit eines Spielgeräteaufstellers durch Erhebung von

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.10.2011 - 14 A 2033/11  

    Wahrung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens auch unter Berücksichtigung des

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.10.2011 - 14 A 2034/11  

    Wahrung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens auch unter Berücksichtigung des

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.10.2011 - 14 B 1183/11  

    Notwendigkeit einer Abwägungsüberprüfung hinsichtlich der satzungsrechtlichen

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 05.05.2011 - 14 A 748/11  

    Berufungszulassung bei Nichtvorliegen der geltend gemachten Zulassungsgründe nach

  • VG Cottbus, 05.10.2010 - 1 K 931/07  

    Vergnügungssteuer

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht