Rechtsprechung
| OVG Schleswig-Holstein, 18.12.2002 - 2 L 246/01 |
Volltextveröffentlichungen
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Erschließungsbeitragsrecht: Vorfinanzierungsvertrag ein Erschließungsvertrag, Einheitlichkeit einer Schließungsanlage
Kurzfassungen/Presse
- DVBl (Leitsatz)
Einheitlichkeit der Erschließungsanlage bei Erschließungsvertrag
Verfahrensgang
- VG Schleswig - 9 A 223/97
- OVG Schleswig-Holstein, 18.12.2002 - 2 L 246/01
Zeitschriftenfundstellen
- DVBl 2003, 347 (Ls.)
Wird zitiert von ... (4)
- VG Göttingen, 15.03.2006 - 3 A 551/03
Kreditzinsen als Erschließungsaufwand im Rahmen eines …
Das Bundesverwaltungsgericht be-zeichnet eine solche Vereinbarung als "modifizierten" Erschließungsvertrag (BVerwG, Urteil vom 22.03.1996 - 8 C 17.94 -, NVwZ 1996, 794/797 rechte Spalte), die oberge-richtlichen Rechtsprechung und die Literatur als "Vorfinanzierungsvertrag" (OVG Saar-louis, Urteil vom 07.11.1988 - 1 R 322/87 -, DÖV 1989, 861; OVG Münster, Urteil vom 25.01.1994 - 3 A 1721/89 - OVG Schleswig, Urteil vom 18.12.2002 - 2 L 246/01 - Ro-degra, NVwZ 1997, 633/634 f.).Entgegen der Ansicht der Klägerin gehen die getroffenen Vereinbarungen über einen Werkvertrag - auch als Generalunternehmervertrag - hinaus, weil sie sich nicht auf die Herstellung von Erschließungsanlagen beschränken (so zu Recht OVG Schleswig, Urteil vom 18.12.2002, a.a.O.).
- OVG Sachsen-Anhalt, 15.05.2007 - 4 L 512/04
Zur Erhebung eines Erschließungsbeitrages
Mit dem Verwaltungsgericht ist die Verrechnungsklausel des sog. "Erschließungsvorfinanzierungsvertrages" (…vgl. zur Zulässigkeit einer solchen Vertragsgestaltung BVerwG, Urt. v. 22. März 1996 - 8 C 17.94 -, NVwZ 1996, 794, 797; OVG Niedersachsen, Beschl. v. 22. November 2006 - 9 ME 269/06 -, NVwZ-RR 2007, 341; OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 18. Dezember 2002 - 2 L 246/01 -, zit. nach JURIS;… vgl. auch OVG LSA, Beschl. v. 23. September 2005 - 4 M 417/04 - kritisch: Driehaus, Erschließungs- und Ausbaubeiträge 7. A., § 6 Rdnr. 56 ff.) in den Nrn. 12.1, 12.2. - VGH Hessen, 12.07.2007 - 5 TG 771/07
Erschließungsanlagenbegriff bei Entziehung von Straßenteilen dem …
Ein rechtlicher Grund, bei einer nach natürlicher Betrachtungsweise einheitlichen Straße von verschiedenen Erschließungsanlagen auszugehen, kann auch das sogenannte unterschiedliche "Abrechnungsregime" sein, das aufgrund eines Erschließungsvertrages für einen bestimmten Abschnitt der Straße gilt (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 24. November 1998 - 3 A 706/91 -, NWVBl 1999, 262; Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 27. April 2000 - 9 M 4297/99 -, Juris; a.A. OVG Schleswig Holstein, Urteil vom 18. Dezember 2002 - 2 L 246/01 -, NordÖR 2003, 206). - OVG Schleswig-Holstein, 13.01.2011 - 2 LB 16/10
Übernahme von Erschließungsaufwendungen zulässig?
Die Übernahme der Kosten der Leitungsverlegung im Erschließungsgebiet durch den Erschließungsunternehmer führt nicht dazu, dass für die Herstellung der abzurechnenden Einrichtung kein Aufwand entstanden ist und demzufolge für die Grundstücke des Vertragsgebietes Anschlussbeiträge nicht entstehen (Senatsurt. v. 18.12.2002 - 2 L 246/01 -, NordÖR 2003, 206).
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