Rechtsprechung
   OVG Thüringen, 02.11.1994 - 2 EO 42/94   

Volltextveröffentlichungen

Verfahrensgang

  • VG Weimar - 4 E 838/93
  • OVG Thüringen, 02.11.1994 - 2 EO 42/94

Zeitschriftenfundstellen

  • NVwZ-RR 1995, 233



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Wird zitiert von ... (6)  

  • BFH, 07.07.1998 - VIII R 83/96  

    Beweiskraft des Eingangsstempels des FA

    Sie entspricht der ständigen Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte (vgl. Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Mai 1969 VIII C 2/65, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1969, 1730, und vom 7. Oktober 1993 4 B 166/93, NJW 1994, 535; Oberverwaltungsgericht Weimar, Beschluß vom 2. November 1994 2 EO 42/94, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht-Rechtsprechungsreport 1995, 233) und der Zivilgerichte (vgl. Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 22. Juni 1988 VIII ZR 8/86 KG, Zeitschrift für Versicherungsrecht 1988, 1140; vom 17. April 1996 XII ZB 42/96, NJW 1996, 2038, und vom 27. November 1996 XII ZB 177/96, NJW 1997, 1312).
  • LSG Hamburg, 02.03.2006 - L 5 AL 8/02  
    Der Eingangsstempel eines Gerichts ist nach allgemeiner Meinung eine öffentliche Urkunde im Sinne des § 418 Abs. 1 ZPO, die vollen Beweis für die Richtigkeit des in ihm angegebenen Eingangsdatums begründet (vgl. BSG, Urteil v. 23.6.1981, 7 RAr 32/80 - Juris; LSG Sachsen-Anhalt, Urteil v. 13.8.2002, L 2 AL 15/00 - Juris; BVerwG, Beschluss v. 1.3.1988, 7 B 144/87 - Juris; Thüringer OVG, Beschlüsse v. 12.5.1999, 3 ZKO 196/99, und 2.11.1994, 2 EO 42/94 - Juris; BFH, Beschluss v. 29.3.2005, IX B 236/02 - Juris und Urteil v. 19.7.1995, I R 87 u.a. - NJW 1996, S. 679 m.w.N.; OLG Frankfurt, Urteil v. 29.7.1993, 15 U 231/91 - SozVers 1993, S. 305 ff., 307; LAG Schleswig-Holstein, Urteil v. 13.1.1995, 6 Sa 202/94 - Juris).

    Zwar kann die Richtigkeit der Urkunde widerlegt werden, doch genügt hierfür nicht die bloße Glaubhaftmachung i.S.d § 294 Abs. 1 Zivilprozessordnung, sondern es ist der volle Gegenbeweis erforderlich; die Unrichtigkeit muss zur vollen Überzeugung des Gerichts bewiesen werden (LSG Sachsen-Anhalt a.a.O. unter Hinweis auf BGH, Urteil v. 30.3.2000, IX ZR 251/99 - NJW 2000, S. 1872 f.; BVerwG, Beschluss v. 7.10.1993, 4 B 166/93 - NJW 1994, S. 535 f., 536; Thüringer OVG, Beschluss v. 2.11.1994 a.a.O.; BFH, Urteil v. 19.7.1995 a.a.O.; OLG Frankfurt a.a.O.) bzw. es muss jede Möglichkeit der Richtigkeit der Urkunde ausgeschlossen sein (BSG a.a.O.; Thüringer OVG, Beschluss v. 12.5.1999 a.a.O. m.w.N.; LAG Schleswig-Holstein a.a.O.).

  • LSG Hamburg, 05.04.2007 - L 6 R 189/06  

    Vormerkung von Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung, Nachweis

    Zur Widerlegung der Richtigkeit einer Urkunde genügt nicht die bloße Glaubhaftmachung i.S.d. § 294 Abs. 1 ZPO, sondern es ist der volle Gegenbeweis erforderlich; die Unrichtigkeit muss zur vollen Überzeugung des Gerichts bewiesen werden (vgl. hierzu die Rechtsprechung zu gerichtlichen Eingangsstempeln, etwa LSG Sachsen-Anhalt, Urteil v. 13.8.2002 - L 2 AL 15/00 - juris unter Hinweis auf BGH, Urteil v. 30.3.2000 - IX ZR 251/99 - NJW 2000, S. 1872 f.; OLG Frankfurt, Urteil v. 29.7.1993 - 15 U 231/91 - SozVers 1993, S. 305 ff.,307; BFH, Urteil v. 19.7.1995 - I R 87 u.a. - NJW 1996, S. 679 m.w.N.; Thüringer OVG, Beschluss v. 2.11.1994 - 2 EO 42/94 - juris; BVerwG, Beschluss v. 7.10.1993 - 4 B 166/93 - NJW 1994, S. 535 f., 536) bzw. es muss jede Möglichkeit der Richtigkeit der Urkunde ausgeschlossen sein (BSG, Urteil v. 23.6.1981 - 7 RAr 32/80 - juris; Thüringer OVG, Beschluss v. 12.5.1999 - 3 ZKO 196/99 - juris; LAG Schleswig-Holstein, Urteil v. 13.1.1995 - 6 Sa 202/94 - juris).
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  • OVG Niedersachsen, 22.03.2006 - 2 LB 124/03  

    Fristwahrender Widerspruch nach Art. 9 § 1 BBVAnpG 99; Besoldungsanpassung;

    Denn die erhöhte Beweiskraft der öffentlichen Urkunde kommt nicht nur einem gerichtlichen Eingangsstempel, sondern auch einem behördlichen Eingangsstempel zu (Thür. OVG, Beschl. v. 2.11.1994 - 2 EO 42/94 -, NVwZ-RR 1995, 233(234); vgl. auch BVerwG, Urt. v. 15.1.1970 - BVerwG VIII C 164.67 -, Buchholz 310 § 70 VwGO Nr. 5), weil kein Anlass besteht, gerichtliche und behördliche Eingangsstempel hinsichtlich ihrer Richtigkeit unterschiedlich zu behandeln (Thür. OVG, aaO).
  • VG Frankfurt/Main, 01.09.1995 - 15 E 2511/94  
    Ausweislich des Eingangsstempels der Poststelle des Beklagten - ein behördlicher Eingangsstempel stellt eine öffentliche Urkunde gem. § 98 VwGO i.V.m. § 418 Abs. 1 ZPO dar (vgl. OVG Weimar, NVwZ-RR 1995, 233) ist der Widerspruch des Klägers vom 27.12.1993 jedoch erst am 05.01.1994, einem Mittwoch, eingegangen, was vom Kläger auch nicht bestritten wird.
  • VG Augsburg, 21.02.2011 - Au 2 K 10.1584  

    Amtsangemessene Alimentation von Beamten mit mehr als zwei unterhaltsberechtigten

    Denn die erhöhte Beweiskraft der öffentlichen Urkunde kommt nicht nur einem gerichtlichen Eingangsstempel, sondern auch einem behördlichen Eingangsstempel zu (Thür. OVG vom 2.11.1994 Az. 2 EO 42/94 RdNr. 22 m. w. N.), weil kein Anlass besteht, gerichtliche und behördliche Eingangsstempel hinsichtlich ihrer Richtigkeit unterschiedlich zu behandeln (Thür. OVG, a. a. O.).
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