Rechtsprechung
| SG Frankfurt/Main, 27.06.2005 - S 48 AS 58/05 ER |
Kurzfassungen/Presse
- my-sozialberatung.de (Leitsatz)
§§ 9, 19, 26 Abs. 2 SGB II
1-Cent-Regelung, Krankenversicherung, verfassungskonforme Auslegung
Zeitschriftenfundstellen
- NZS 2006, 163 (Ls.)
Wird zitiert von ... (2)
- LSG Nordrhein-Westfalen, 13.12.2005 - L 1 B 3/05
Grundsicherung für Arbeitssuchende
Die damit aufgeworfene Rechtsfrage, wie in Fällen zu verfahren ist, in denen erst die Kosten für eine freiwillige Krankenversicherung zur Bedürftigkeit führen (nämlich durch Gewährung von Arbeitslosengeld II in der Mindesthöhe von 1 EUR, wie das SG angenommmen hat bzw. 1 c - so z.B. SG Frankfurt, Beschluss v. 27.06.2005, S 48 AS 58/05 ER, ASR 2005, 75 -, durch Gewährung eines Beitragszuschusses analog § 26 Abs. 2 SGB II - so LSG Saarland, Beschluss v. 24.03.2005 - L 9 B 1/05 AS - oder durch Gewährung von Krankenhilfe nach dem SGB XII bzw. nach § 264 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch [SGB V) - so Sächsisches LSG, Beschluss v. 14.04.2005 - L 3 B 30/05 AS ER - Breith 2005, 794), braucht der Senat im Rahmen des Verfahrens auf einstweiligen Rechtsschutz nicht abschließend zu entscheiden. - LSG Berlin-Brandenburg, 10.05.2006 - L 25 B 170/06 Es kann unter Berücksichtigung der im Streitfall gegebenen Konstellation dahin stehen, ob zu den Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts i. S. des SGB II grundsätzlich auch der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsschutz gehören, weil Bezieher von Arbeitslosengeld II kraft Gesetzes pflichtversichert sind, also nach der gesetzgeberischen Konzeption solche Versicherungen zwingende Bestandteile der Grundsicherung für Arbeitsuchende sind (so z. B. Sozialgericht Frankfurt, Beschluss vom 27. Juni 2005, Az.: S 48 AS 58/05 ER; Sozialgericht Saarbrücken, Beschluss vom 26. Januar 2005, Az.: S 21 ER 1/05 AS) oder ob der Versicherungsschutz zur Kranken- und Pflegeversicherung jedenfalls dann nicht dem Bedarf für Arbeitslosengeld II zuzuordnen ist, wenn eine entsprechende Leistung über die Krankenhilfe des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB 12) bzw. über § 264 Abs. 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB 5) zu erlangen ist (so Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss vom 14. April 2005, Az.: L 3 B 30/05 AS/ER).
