Rechtsprechung
   VG Berlin, 19.12.2007 - 5 V 22.07   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de
  • Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)

    AufenthG § 30 Abs. 1; AufenthG § 28 Abs. 1; RL 2003/86/EG Art. 7 Abs. 2; GG Art. 6 Abs. 1; GG Art. 3 Abs. 1; AufenthG § 27 Abs. 1; AufenthG § 27 Abs. 1 a; RL 2003/86/EG Art. 16 Abs. 1
    D (A), Familienzusammenführung, Ehegattennachzug, Sprachkenntnisse, Familienzusammenführungsrichtlinie, Verfassungsmäßigkeit, Schutz von Ehe und Familie, Gleichheitsgrundsatz, Inländerdiskriminierung, Scheinehe, Beweislast

  • berlin.de

    Rechtliche Bedenken gegen das Erfordernis, dass die Ehegatten Deutscher zur Gestattung des Familiennachzugs einfache Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen müssen, bestehen nicht

Kurzfassungen/Presse (10)

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  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Erfordernis von deutschen Sprachkenntnissen bei Ehegattennachzug rechtmäßig

  • berlin.de (Pressemitteilung)

    Erfordernis von deutschen Sprachkenntnissen bei Ehegattennachzug rechtmäßig

  • anwalt.de (Kurzinformation)

    Ehegattennachzug: Erfordernis deutscher Sprachkenntnisse rechtmäßig

  • finanztip.de (Kurzinformation)

    Deutsche Sprachkenntnisse für Ehegattennachzug erforderlich

  • marktplatz-recht.de (Kurzinformation)

    Erfordernis von deutschen Sprachkenntnissen bei Ehegattennachzug rechtmäßig

  • sweh.de (Zusammenfassung)

    Klage gegen Sprachkenntnisse beim Familiennachzug in Berlin abgewiesen

  • Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)

    Kein Ehegattennachzug ins Bundesgebiet, wenn Ehegatte sich nicht auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen kann

Sonstiges (2)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des VG Berlin vom 19.12.2007, Az.: VG 5 V 22.07 (Kenntnisse der deutschen Sprache als Voraussetzung für den Familiennachzug zu Deutschen)" von Rolf Gutman, original erschienen in: InfAuslR 4/2008, 168 - 169.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des VG Berlin vom 19.12.2007, Az.: VG 5 V 22/07 (Familiennachzug, Spracherfordernisse, Scheinehe im Ausländerrecht)" von Vors. RiVG Andreas Pfersich, original erschienen in: ZAR 2008, 146 - 148.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • FamRZ 2008, 1791
  • DVBl 2008, 396



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Wird zitiert von ... (24)  

  • VG Berlin, 10.03.2009 - 30 V 55.08  
    Die Orientierung an der GER-Stufe A1 geht ersichtlich auch nicht über die Anforderungen hinaus, die von der 5. und 15. Kammer des Verwaltungsgerichts Berlin in den Urteilen vom 19. Dezember 2007 - VG 5 V 22.07 - und vom 23. Juli 2008 - VG 15 V 3.08 - (juris Rzn. 26, 28) angelegt wurden und nach denen der nachzubegehrende Ehegatte wenigstens Sätze mit Subjekt, Prädikat und Objekt bilden und derartige Sätze mit geläufigen Alltagsbegriffen mehr als nur selten verstehen muss.

    Hieran gemessen lässt sich ein Verstoß von § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AufenthG gegen die aus Art. 6 Abs. 1 GG folgenden Schutz- und Förderungspflichten nicht feststellen (so auch u.a. VG Berlin, Urteile vom 19. Dezember 2007, a.a.O., vom 29. April 2008, a.a.O., vom 31. Juli 2008 und vom 11. Dezember 2008, a.a.O.; VG Koblenz, a.a.O., Rz. 6).

    Jedenfalls rechtfertigen die unionsvertraglichen Bindungen der Bundesrepublik, die wiederum auf eine Vielzahl gewichtiger wirtschaftlicher und politischer Interessen zurückzuführen sind, die Ungleichbehandlung (VG Berlin, Urteile vom 19. Dezember 2007, a.a.O., und vom 31. Juli 2008, a.a.O.).

    Das deutsche Recht verlangt nicht, Zugeständnisse gegenüber der Europäischen Union auf Inländer zu erstrecken, soweit es sich wie hier mit dem Aufenthaltsrecht um nationale Regelungsgegenstände handelt (BVerwG, Urteil vom 4. September 2007 - 1 C 43/06 - juris Rz. 40; VG Berlin, Urteil vom 19. Dezember 2007, a.a.O.).

    Die in der Literatur (Marx, a.a.O., Rzn. 86 ff.) gemachten Unterschiede zwischen Integrationsmaßnahmen und Integrationskriterien bzw. Integrationsbedingungen messen der Richtlinie eine Begriffsschärfe bei, die ihr nicht zukommt (VG Berlin, Urteil vom 19. Dezember 2007, a.a.O.; Hailbronner, a.a.O., Rz. 48).

  • VG Berlin, 28.01.2009 - 2 V 76.07  

    Klage auf Erteilung eines Visums zum Zwecke des Ehegattennachzuges; Klage auf

    Die Regelung verstößt nicht gegen Art. 6 Abs. 1 GG (vgl. VG Berlin, Urteile vom 19. Dezember 2007 - VG 5 V 22.07 - InfAuslR 2008, 165 ff., vom 23. April 2008 - VG 3 V 49.07 - juris, Rn. 23 f., vom 23. Juli 2008 - VG 15 V 3.08 -, vom 31. Juli 2008 - VG 2 V 53.05 - und vom 26. November 2008 - VG 38 V 89.08 - VG Koblenz, Beschluss vom 22. August 2008 - 3 L 849/08.Ko - juris; Hailbronner, Ausländerrecht, § 30 AufenthG [Stand April 2008], Rn. 43 ff.; Hillgruber, ZAR 2006, 304 ff.; Breitkreutz/Franßen de la Cerda/Hübner, ZAR 2007, 381 ; a. A. Göbel-Zimmermann, ZAR 2008, 169 ; Marx, in: GK-AufenthG, § 30 [Stand Juni 2008] Rn. 65 ff.).

    41 2. Die das Spracherfordernis betreffenden Regelungen des § 30 AufenthG sind auch mit dem allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 3 Abs. 1 GG) vereinbar (vgl. VG Berlin, Urteile vom 19. Dezember 2007 - VG 5 V 22.07 - InfAuslR 2008, 165 , vom 23. April 2008 - VG 3 V 49.07 - juris, Rn. 25 ff., und vom 31. Juli 2008 - VG 2 A 53.05 -).

    Jedenfalls rechtfertigen die unionsvertraglichen Bindungen der Bundesrepublik, die wiederum auf eine Vielzahl gewichtiger wirtschaftlicher und politischer Interessen zurückzuführen sind, die Ungleichbehandlung (vgl. Herdegen, Europarecht, 10. Aufl. 2008, § 7 Rn. 19; vgl. auch VG Berlin, Urteil vom 19. Dezember 2007 - 5 V 22.07 - InfAuslR 2008, 165 ).

    Auch steht die Richtlinie 2003/86/EG des Rates betreffend das Recht auf Familienzusammenführung vom 22. September 2003 (ABl. L 251 vom 3. Oktober 2003, S. 12) - so genannte Familienzusammenführungs-Richtlinie - dem Erfordernis eines Spracherwerbs und dessen Nachweis vor der Einreise nicht entgegen (vgl. VG Berlin, Urteil vom 19. Dezember 2007, a. a. O., S. 167).

  • VG Berlin, 23.07.2008 - 15 V 3.08  

    Umfang der erforderlichen Sprachkenntnisse des nachzugswilligen Ehegatten; Umfang

    Eine Verständigung auf einfache Art in deutscher Sprache setzt mindestens voraus, dass der Ausländer Sätze mit Subjekt, Prädikat und Objekt bilden und entsprechende Sätze Anderer mit geläufigen Alltagsbegriffen mehr als nur selten verstehen kann (vgl. VG Berlin, Urteil v. 19. Dezember 2007 - 5 V 22.07 - juris; VGH Bayern, Urteil v. 16. April 2008 - 19 B 07.336 - juris).

    Es liegt keineswegs auf der Hand, dass sich deutsche Staatsangehörige im Unterschied zu Ausländern stets um die Integration ihrer nachziehenden Ehegatten kümmern (VG Berlin, Urteil v. 19. Dezember 2007, a.a.O.).

    Welche Seite bei Bestehen von Restzweifeln an der Absicht, die eheliche Lebensgemeinschaft herzustellen, nach der Einführung von § 27 Abs. 1a AufenthG die Beweislast trifft (vgl. hierzu VG Berlin, Urteil v. 19. Dezember 2007, a.a.O.; Oestmann, InfAuslR 2008, 17ff.), kann offen bleiben, da es nicht darauf ankommt.

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  • OVG Berlin-Brandenburg, 29.01.2009 - 2 B 11.08  

    Aufenthaltserlaubnis zum Ehegattennachzug; Beweislast für den Willen zur

    Dies entspricht der überwiegend in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Ansicht (HessVGH, Beschluss vom 3. September 2008 - 11 B 1690/08 -, juris Rz 4; VG Berlin, Urteile vom 5. September 2007 - VG 9 V 10.07 -, Urteil vom 19. Dezember 2007 - VG 5 V 22.07 -, Urteil vom 25. Januar 2008 - 3 V 12.07 -, Urteil vom 13. Februar 2008 - 2 V 28.06 -, Urteil vom 15. April 2008 - 26 V 38.07 -, VG Darmstadt, Beschluss vom 28. März 2008 - 7 G 1447/07 -, jeweils nach juris; Hailbronner, AuslR, Stand Dezember 2008, § 27 Rz 59; Jobs, ZAR 2009, 295, 298; Breitkreutz/Franßen-de la Cerda/Hübner, ZAR 2008, 381, 382; s. auch Bundesministerium des Innern [Hg.], Hinweise zum Richtlinienumsetzungsgesetz, veröffentlicht unter www.bmi.bund.de, Stand 18.12.2007, Rz 178).
  • VG Berlin, 11.03.2009 - 16 V 26.08  

    Erforderlichkeit von Sprachkenntnissen beim Familiennachzug von

    Insoweit wird neben der ausführlichen Begründung im Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 19. Dezember 2007 (- VG 5 V 22.07 -, InfAuslR 2008, 165 [167 f.]) auf weitere, die Frage der Vereinbarkeit des Spracherfordernisses mit höherrangigem Recht ebenfalls bejahende Urteile des Verwaltungsgerichtes Berlin vom 31. Januar 2008 (VG 21 V 25.06), 23. April 2008 (VG 3 V 49.07), 28. April 2008 (VG 36 V 74.07), 5. März 2008 (VG 15 V 23.07), 8. Juli 2008 (VG 27 V 70.07), 23. Juli 2008 (VG 15 V 3.08), 25. Juli 2008 (VG 33 V 56.07) sowie 31. Juli 2008 (VG 2 V 53.05) und insbesondere das Urteil der Kammer vom 4. Dezember 2008 (VG 16 V 47.08) verwiesen.

    Insbesondere bringt § 28 Abs. 1 Satz 5 i.V.m. § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AufenthG auch keine gleichheitswidrige Bevorzugung von Unionsbürgern mit sich (VG Berlin, Urteil vom 19. Dezember 2007 - VG 5 V 22.07 -, InfAuslR 2008, 165 [168]): Die Besserstellung von Unionsbürgern gegenüber Ausländern aus Drittstaaten wie dem Kläger ist unproblematisch, aber auch in Bezug auf die deutsche Ehefrau nicht zu beanstanden.

  • VGH Bayern, 16.04.2008 - 19 B 07.336  

    Abgelehnter Asylbewerber mit langjährigem Aufenthalt; Niederlassungserlaubnis aus

    Nach Ansicht des Senats ist hierfür erforderlich, dass der Ausländer zu geläufigen Alltagsthemen wenigstens Sätze mit Subjekt, Verbum und Objekt bilden und entsprechende Sätze anderer mehr als nur selten verstehen kann (so auch VG Berlin, U. v. 19.12.2007 - VG 5 V 22.07 in AuAS 2007, S. 50 ff.).
  • VG Darmstadt, 28.03.2008 - 7 G 1447/07  

    Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis; eheliche Lebensgemeinschaft

    Die Kammer kann der Auffassung des Antragsteller-Bevollmächtigten nicht folgen, wonach die mit dem Gesetz zur Umsetzung aufenthalts- und asylrechtlicher Richtlinien der Europäischen Union vom 19.08.2007 (BGBl. I S. 1970) eingeführte Bestimmung des § 27 Abs. 1a Nr. 1 AufenthG der oben dargelegten Beweislastverteilung entgegenstehe (wie hier auch: VG Berlin, Urt. v. 25.01.2008 - 3 V 12.07 -, juris; v. 19.12.2007 - VG 5 V 22.07 - v. 09.10.2007 - 9 V 1.07 - Urt. v. 05.09.2007 - 9 V 10.07 -, juris; a. A. VG Berlin, Urt. v. 30.01.2008 - 7 V 35.07 -, juris; v. 12.12.2007 - VG 1 V 66.06 - VG Sigmaringen, Beschl. v. 12.01.2008 - 6 K 2712/07 -, juris).
  • VG Kassel, 27.05.2008 - 4 L 604/08  

    Familiennachzug; Begriff der Einreise

    Dabei geht das Gericht davon aus, dass die Anforderung der einfachen Verständigung in der deutschen Sprache weder gegen Verfassungs- noch gegen Gemeinschaftsrecht verstößt (vgl. dazu im Einzelnen VG Berlin, Urteil vom 19.12.2007 - VG 5 V 22.07 -, InfAuslR 2008, 165).
  • VG Koblenz, 22.08.2008 - 3 L 849/08  

    D (A), Familienzusammenführung, Ehegattennachzug, Aufenthaltserlaubnis,

    Ausgehend von dieser Auslegung der vorgenannten Bestimmungen stehen diese aus denselben Erwägungen auch im Einklang mit der Richtlinie 2003/86/EG des Rates betreffend das Recht auf Familienzusammenführung vom 22. September 2003 (Amtsbl. L 251 vom 3. Oktober 2003, Seite 12) (ebenso VG Berlin, Urteil vom 19. Dezember 2007 - VG 5 V 22.07 - juris; zur Frage der Vereinbarkeit des Spracherfordernisses mit Art. 6 GG, Art. 8 EMRK und der vorgenannten Richtlinie vergleiche auch Gemeinschaftskommentar Aufenthaltsgesetz, Loseblattsammlung, § 30 Rdnr. 51 bis 98 m.w.N.).
  • VG Saarlouis, 18.03.2009 - 2 L 62/09  

    Aufenthaltserlaubnis zur Herstellung und Wahrung der familiären

    im Ergebnis ebenso VG Berlin, Urteil vom 19.12.2007 - VG 5 V 22.07 -, InfAuslR 2008, 165 sowie VG Koblenz, Beschluss vom 22.08.2008 - 3 L 849/08.KO -, zitiert nach juris.
  • VG Saarlouis, 20.01.2010 - 10 L 2059/09  

    Zur Frage des Erfordernisses deutscher Sprachkenntnisse und eines nationalen

  • VG Berlin, 01.08.2011 - 22 K 340.09  

    § 30 Abs 1 S 1 Nr 2 AufenthG

  • VG Berlin, 30.01.2008 - 7 V 35.07  

    Behördliche Prüfung des Vorliegens einer beabsichtigten Scheinehe eines

  • VG Berlin, 17.04.2008 - 2 V 28.06  

    D (A), Familienzusammenführung, Ehegattennachzug, Scheinehe, eheliche

  • VG Berlin, 10.11.2008 - 12 V 88.07  

    Antrag auf Erteilung eines nationalen Visums zum Familiennachzug in das

  • VG Berlin, 10.12.2008 - 12 V 20.07  

    Pflicht zum vorherigen Erwerb von Sprachkenntnissen des nachzugswilligen

  • VG Saarlouis, 26.02.2010 - 10 L 153/10  
  • VG Frankfurt/Oder, 31.01.2008 - 5 L 280/07  

    Aufenthaltsrecht: Aussetzung der Abschiebung wegen Arbeitsplatzzusage

  • OVG Berlin-Brandenburg, 11.03.2008 - 2 M 12.08  

    D (A), Prozesskostenhilfe, Erfolgsaussichten, Aufenthaltserlaubnis,

  • VG Berlin, 21.04.2008 - 3 V 42.07  
  • VG Berlin, 23.04.2008 - 3 V 49.07  
  • VG Berlin, 22.10.2008 - 34 V 56.07  

    Antrag auf Erteilung eines Visums für den Zuzug zur deutschen Ehefrau; Antrag auf

  • VG Berlin, 17.09.2008 - 19 V 27.08  

    D (A), Visum, Ehegattennachzug, Deutschverheiratung, Sprachkenntnisse,

  • VG Ansbach, 01.09.2011 - AN 5 K 10.02573  

    Sprachkenntnisse sind eine vor der Einreise zu erfüllende Nachzugsvoraussetzung

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