Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 13.06.1995 - A 14 S 2459/94   

Volltextveröffentlichungen (2)

Verfahrensgang

  • VG Stuttgart, 30.06.1994 - A 19 K 30091/94
  • VGH Baden-Württemberg, 13.06.1995 - A 14 S 2459/94

Zeitschriftenfundstellen

  • VBlBW 1995, 322 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (17)  

  • VGH Baden-Württemberg, 18.06.1996 - A 14 S 531/96  

    Heranziehung albanischer Volkszugehöriger aus dem Kosovo zum Wehrdienst in den

    Gegen Rückkehrer aus dem Ausland sind 1994 nach Angaben der LDK (zur Verwertbarkeit der Angaben dieser Organisation vgl. Senatsurteil vom 13. Juni 1995 - A 14 S 2459/94 -) lediglich in 305 Fällen "Repressionen" angewendet worden (vgl. beglaubigte Übersetzung des Artikels in der Zeitschrift "Zeri i Kosoves" - Stimme des Kosovo - vom 15.02.1995).

    Die Möglichkeit, daß ein Rückkehrer von solchen Maßnahmen betroffen wird, kann, wie der Senat in seinem Grundsatzurteil vom 13. Juni 1995 (aaO) erneut bestätigt hat, nicht den Tatbestand der politischen Verfolgung erfüllen.

    Hier besitzen bei der gebotenen qualifizierenden Betrachtungsweise (vgl. BVerwG, Urteil vom 05.11.1991, aaO) die nach den erkennbaren Gesamtumständen gegen eine Verfolgung sprechenden Umstände größeres Gewicht, zumal nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes der serbische Staat weder in der Lage noch willens ist, mit der Fülle der Fälle fertig zu werden (Lageberichte vom 31.10.1994, vom 21.06.1995 und vom 27.02.1996; vgl. dazu auch OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.06.1995, aaO).

    Die Volksgruppe der Albaner im Kosovo ist keiner Gruppenverfolgung im Hinblick auf ihre Ethnie ausgesetzt (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. die den Beteiligten bekanntgegebenen Leitsatzurteile vom 02.09.1993 - A 14 S 482/93 - EZAR 043 Nr. 42 = DVBl. 1994, 68 = NVwZ-RR 1994, 117; vom 21.01.1994 - A 14 S 1959/93 - vom 19.07.1994 - A 14 S 695/95 - vom 13.09.1994 - A 14 S 596/94 - vom 24.01.1995 - A 14 S 2075/94 - und vom 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 -).

    Es bestehen auch nach wie vor keine nachvollziehbaren durch entsprechende Tatsachenfeststellungen belegte Anhaltspunkte dafür, daß die mögliche Dunkelziffer eine Größenordnung erreicht, die zusammen mit der Zahl der dokumentierten und als asylerheblich in Betracht zu ziehenden Maßnahmen des serbischen Staates zur Feststellung einer Gruppenverfolgung führen würde (vgl. Urteile des Senats vom 24.01.1995 - A 14 S 2075/94 - und vom 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - aus der Rechtsprechung anderer Obergerichte: OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 07.03.1996 - 13 A 1796/94.A - Hess. VGH, Urteil vom 16.02.1996 7 UE 4242/95; OVG Niedersachsen, Urteil vom 28.09.1995 - 12 L 2043/95 -).

  • VGH Hessen, 16.02.1996 - 7 UE 4242/95  

    Keine Gruppenverfolgung albanischer Volkszugehöriger im Kosovo; Heranziehung zum

    Mit dieser Überzeugung befindet sich der Senat in Übereinstimmung mit der Beurteilung durch - soweit ersichtlich - alle Oberverwaltungsgerichte, die sich seit Herbst 1994 mit der Frage der Gruppenverfolgung der Kosovo-Albaner befaßt haben (VGH Baden-Württemberg, Ue. v. 24.01.1995 - A 14 S 2075/94 -, v. 18.05.1995 - A 12 S 207/95 -, v. 08.06.1995 - A 12 S 79/95 - u. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - Hamb. OVG, U. v. 07.06.1995 - Bf VII 2/94 - Hess. VGH, U. v. 23.01.1995 - 13 UE 2370/94 - Nds. OVG, Ue. v. 24.02.1995 - 8 L 5275/93 - u. v. 28.09.1995 - 12 L 2034/95 - OVG Nordrhein-Westfalen, Ue. v. 21.02.1995 - 13 A 265/94.A - u. v. 15.11.1995 - 13 A 1451/94.A - OVG Rheinland-Pfalz, Ue. v. 04.10.1994 - 7 A 10280/92 - u. v. 19.09.1995 - 7 A 12537/93 - OVG Saarland, U. v. 08.02.1995 - 9 R 25/95 - Sächs. OVG, U. v. 18.07.1995 - A 4 S 68/94 - OVG Sachsen-Anhalt, U. v. 28.02.1995 - 3 L 29/93 - Schlesw.-Holst.

    Für die im wesentlichen auf Befugnisüberschreitungen der Polizei beruhenden asylerheblichen Eingriffe, die nach Ort, Zeit und Betroffenen willkürlich erfolgen und auch in jeder Hinsicht unauffällig gebliebene Albaner treffen können (6., S. 34 ff.; 10., S. 6 f.; 11., S. 11; 31.; 33., S. 53; 47., S. 23; 92.), läßt sich dagegen eine irgendwie geartete Planmäßigkeit nicht feststellen, es sei denn, diese würde - wegen des damit erreichbaren breitgefächerten Einschüchterungseffekts - gerade in der mangelnden Voraussehbarkeit und Berechenbarkeit des polizeilichen Vorgehens erblickt (vgl. Baden-Württemberg, U. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 -, S. 16 f.).

    Legt man danach die für 1994 mit 25.000 Menschenrechtsverletzungen angegebene Höchstzahl zugrunde und setzt man diese zu der weiter oben (1.1.1.) ermittelten kleinstmöglichen Zahl der kosovo-albanischen Bevölkerung von gut 1, 5 Millionen in Beziehung (ebenso VGH Baden-Württemberg, U. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 -, S. 10), so ergibt sich für jeden albanischen Volkszugehörigen lediglich eine statistische Wahrscheinlichkeit von 1 zu 60 pro Jahr, von einem asylrelevanten Verfolgungsschlag getroffen zu werden.

    Denn bei gleicher statistischer Wahrscheinlichkeit, überhaupt von einem Verfolgungsschlag getroffen zu werden, ist die Zumutbarkeitsschwelle um so niedriger anzusetzen, je härter der drohende Eingriff voraussichtlich ausfällt (vgl. VGH Baden-Württemberg, U. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 -, S. 10).

  • VGH Baden-Württemberg, 19.09.1995 - A 14 S 1327/94  

    Einberufung albanischer Volkszugehöriger zum Wehrdienst keine politische

    Gegen Rückkehrer aus dem Ausland sind 1994 nach Angaben der LDK (zur Verwertbarkeit der Angaben dieser Organisation vgl. Senatsurteil vom 13. Juni 1995 - A 14 S 2459/94 -) lediglich in 305 Fällen "Repressionen" angewendet worden (vgl. beglaubigte Übersetzung des Artikels in der Zeitschrift "Zeri i Kosoves" - Stimme des Kosovo - vom 15.02.1995).

    Die Möglichkeit, daß ein Rückkehrer von solchen Eingriffen betroffen wird, kann, wie der Senat in seinem Grundsatzurteil vom 13. Juni 1995 (aaO) erneut bestätigt hat, nicht den Tatbestand der politischen Verfolgung erfüllen.

    Hier besitzen bei der gebotenen qualifizierenden Betrachtungsweise (vgl. BVerwG, Urteil vom 05.11.1991, aaO) die nach den erkennbaren Gesamtumständen gegen eine Verfolgung sprechenden Umstände größeres Gewicht, zumal nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes der serbische Staat weder in der Lage noch willens ist, mit der Fülle der Fälle fertig zu werden (Lagebericht vom 31.10.1994; vgl. dazu auch OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 13.06.1995, aaO).

    Die Volksgruppe der Albaner im Kosovo ist keiner Gruppenverfolgung im Hinblick auf ihre Ethnie ausgesetzt (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. Urteile vom 02.09.1993 - A 14 S 482/93 - EZAR 043 Nr. 42 = ZAR 1993, 179 = DVBl. 1994, 68 = NVwZ-RR 1994, 117, vom 21.01.1994 - A 14 S 1959/93 -, vom 19.07.1994 - A 14 S 695/94 -, vom 13.09.1994 - A 14 S 596/94 -, vom 24.01.1995 - A 14 S 2075/94 - und vom 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 -, die dem Kläger bekanntgegeben wurden).

mehr
  • VGH Hessen, 02.03.1998 - 7 UE 868/96  

    Keine Gruppenverfolgung der Kosovo-Albaner in der serbischen Provinz Kosovo;

    Mit dieser Überzeugung befindet sich der Senat in Übereinstimmung mit der Beurteilung durch - soweit ersichtlich - alle Verwaltungsgerichtshöfe bzw. Oberverwaltungsgerichte, die sich seit Herbst 1994 mit der Frage der Gruppenverfolgung der Kosovo-Albaner befaßt haben (Hess. VGH, Ue. v. 23.01.1995 - 13 UE 2370/94 - u. v. 16.02.1996 - 7 UE 4242/95 - VGH Baden-Württemberg, Ue. v. 18.05.1995 - A 12 S 207/95 -, v. 08.06.1995 - A 12 S 79/95 -, v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - u. v. 18.06.1996 - A 14 S 531/96 - Hamb. OVG, U. v. 07.06.1995 - Bf VII 2/94 - OVG Mecklenburg-Vorpommern, U. v. 04.12.1996 - 3 L 119/95 - Nds. OVG, Ue. v. 24.02.1995 - 8 L 5275/93 -, v. 28.09.1995 - 12 L 2034/95 - u. v. 23.05.1996 - 12 L 3389/95 - OVG Nordrhein-Westfalen, Ue. v. 07.03.1996 - 13 A 1796/94.A - u. v. 10.12.1997 - 14 A 2826/94.A - OVG Rheinland- Pfalz, Ue. v. 04.10.1994 - 7 A 10280/92 - u. v. 19.09.1995 - 7 A 12537/93 - OVG Saarland, U. v. 08.02.1995 - 9 R 25/95 - Sächs. OVG, U. v. 18.07.1995 - A 4 S 68/94 - OVG Sachsen-Anhalt, U. v. 28.02.1995 - 3 L 29/93 - Schlesw.-Holst.

    Für die im wesentlichen auf Befugnisüberschreitungen der Polizei beruhenden asylerheblichen Eingriffe, die nach Ort, Zeit und Betroffenen willkürlich erfolgen und auch in jeder Hinsicht unauffällig gebliebene Albaner treffen können (6., S. 34 ff.; 10., S. 6 f.; 11., S. 11; 24., S. 53; 37., S. 23; 74.; 102.; 142.; 189., S. 5), läßt sich dagegen eine irgendwie geartete Planmäßigkeit nicht feststellen, es sei denn, diese würde - wegen des damit erreichbaren breitgefächerten Einschüchterungseffekts - gerade in der mangelnden Voraussehbarkeit und Berechenbarkeit des polizeilichen Vorgehens erblickt (vgl. VGH Baden-Württemberg, U. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - S. 16 f.).

    Legt man danach die für 1994 mit 25.000 Menschenrechtsverletzungen angegebene Höchstzahl zugrunde und setzt man diese zu der weiter oben (1.1.1.) ermittelten kleinstmöglichen Zahl der kosovo-albanischen Bevölkerung von gut 1, 5 Millionen in Beziehung (ebenso VGH Baden-Württemberg, U. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - S. 10), so ergibt sich für jeden albanischen Volkszugehörigen im Kosovo lediglich eine statistische Wahrscheinlichkeit von knapp 1, 7 % pro Jahr, von einem asylrelevanten Verfolgungsschlag getroffen zu werden (vgl. Hess. VGH, U. v. 16.02.1996 - 7 UE 4242/95 - S. 45).

  • VGH Hessen, 03.02.1999 - 7 UE 655/97  

    Rücknahmefiktion für Asylantrag bei Reise in den Verfolgerstaat - Geltung im

    Für die im Wesentlichen auf Befugnisüberschreitungen der Sicherheitsbehörden beruhenden und nicht im Zusammenhang mit bewaffneten Auseinandersetzungen stehenden asylerheblichen Eingriffe, die nach Ort, Zeit und Betroffenen willkürlich erfolgen und auch in jeder Hinsicht unauffällig gebliebene Albaner treffen können (6., S. 34 ff.; 10., S. 6 f.; 11., S. 11; 24., S. 53; 37., S. 23; 74.; 102.; 142.; 189., S. 5; 196., S. 11 f.; 231., S. 6), lässt sich dagegen eine irgendwie geartete Planmäßigkeit nicht feststellen, es sei denn, diese würde - wegen des damit erreichbaren breitgefächerten Einschüchterungseffekts - gerade in der mangelnden Voraussehbarkeit und Berechenbarkeit des polizeilichen Vorgehens erblickt (vgl. VGH Baden-Württemberg, U. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - S. 16 f.).

    Kann danach von der für 1994 mit 25.000 Menschenrechtsverletzungen angegebenen Höchstzahl ausgegangen werden, weil diese - wie im vorvorletzten Absatz dargelegt - bei Ausblendung der untypischen Spitzen auch 1998 nicht überschritten worden ist, und setzt man diese zu der weiter oben (1.1.1.) ermittelten kleinstmöglichen Zahl der kosovo-albanischen Bevölkerung von gut 1, 5 Millionen in Beziehung (ebenso VGH Baden-Württemberg, U. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - S. 10), so ergibt sich für jeden albanischen Volkszugehörigen im Kosovo lediglich eine statistische Wahrscheinlichkeit von knapp 1, 7 % pro Jahr, von einem asylrelevanten Verfolgungsschlag getroffen zu werden (vgl. Hess. VGH, U. v. 16.02.1996 - 7 UE 4242/95 - S. 45).

  • VGH Baden-Württemberg, 04.12.1996 - 13 S 3126/95  

    Verhältnis von Abschiebungsandrohung und Duldung; Abschiebungsandrohung während

    Die allgemeinen Zustände im Kosovo, die durch eine serbische Repressionspolitik gegen die albanische Bevölkerung und eine Vielzahl von Einzelfällen menschenrechtswidriger Behandlung gegenüber ethnischen Albanern gekennzeichnet sind (vgl. die erwähnten Lageberichte des AA und die Urteile des 14. Senats des erkennenden Gerichtshofs vom 2.9.1993, NVwZ-RR 1994, 117, vom 21.1.1994 - A 14 S 1959/93 -, v. 19.7.1994 - A 14 S 695/94 -, v. 13.9.1994 - A 14 S 596/94 -, v. 24.1.1995 - A 14 S 2075/94 - und v. 13.6.1995 - A 14 S 2459/94), genügen für die Annahme einer "realen Gefahr" bzw. eines "ernsthaften Risikos" für eine Art. 3 EMRK widersprechende Behandlung nach dem oben Gesagten noch nicht und darüber hinausgehende individuelle Gesichtspunkte, die den Kläger mit Blick auf diese Zustände als besonders gefährdet erscheinen lassen könnten, sind nicht erkennbar.
  • VGH Hessen, 03.03.1998 - 7 UE 869/96  

    Echtheitsüberprüfung ausländischer Gerichtsurteile im Asylverfahren; Jugoslawien:

    Mit seiner eine Gruppenverfolgung verneinenden Auffassung befindet sich der Senat in Übereinstimmung mit der Beurteilung durch - soweit ersichtlich - alle Verwaltungsgerichtshöfe bzw. Oberverwaltungsgerichte, die sich seit Herbst 1994 mit der Frage der Gruppenverfolgung der Kosovo-Albaner befaßt haben (Hess. VGH, U. v. 23.01.1995 - 13 UE 2370/94 - VGH Baden-Württemberg, Ue. v. 18.05.1995 - A 12 S 207/95 -, v. 08.06.1995 - A 12 S 79/95 -, v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - u. v. 18.06.1996 - A 14 S 531/96 - Hamb. OVG, U. v. 07.06.1995 - Bf VII 2/94 - OVG Mecklenburg-Vorpommern, U. v. 04.12.1996 - 3 L 119/95 - Nds. OVG, Ue. v. 24.02.1995 - 8 L 5275/93 -, v. 28.09.1995 - 12 L 2034/95 - u. v. 23.05.1996 - 12 L 3389/95 - OVG Nordrhein-Westfalen, Ue. v. 07.03.1996 - 13 A 1796/94.A - u. v. 10.12.1997 - 14 A 2826/94.A - OVG Rheinland-Pfalz, Ue. v. 04.10.1994 - 7 A 10280/92 - u. v. 19.09.1995 - 7 A 12537/93 - OVG Saarland, U. v. 08.02.1995 - 9 R 25/95 - Sächs. OVG, U. v. 18.07.1995 - A 4 S 68/94 - OVG Sachsen-Anhalt, U. v. 28.02.1995 - 3 L 29/93 - Schlesw.-Holst.
  • VGH Baden-Württemberg, 27.10.1998 - 13 S 457/96  

    Keine Erledigung einer Abschiebungsandrohung infolge zeitlich späteren

    Die vom Kläger geltend gemachten allgemeinen Zustände im Kosovo, die bereits zu dem für die Entscheidung des Senats maßgeblichen Zeitpunkt durch eine serbische Repressionspolitik gegen die albanische Bevölkerung und eine Vielzahl von Einzelfällen menschenrechtswidriger Behandlung gegenüber ethnischen Albanern gekennzeichnet waren (vgl. die erwähnten Lageberichte des AA und die Urteile des 14. Senats des erkennenden Gerichtshofs v. 2.9.1993, NVwZ-RR 1994, 117, v. 21.1.1994 - A 14 S 1959/93 -, v. 19.7.1994 - A 14 S 695/94 -, v. 13.9.1994 - A 14 S 596/94 -, v. 24.1.1995 - A 14 S 2075/94 - und v. 13.6.1995 - A 14 S 2459/94), genügen für die Annahme einer "realen Gefahr" beziehungsweise eines "ernsthaften Risikos" für eine Art. 3 EMRK widersprechende Behandlung nach dem oben Gesagten noch nicht und darüber hinausgehende individuelle Gesichtspunkte, die den Kläger mit Blick auf diese Zustände als besonders gefährdet erscheinen lassen könnten, sind nicht erkennbar.
  • VGH Baden-Württemberg, 11.11.1997 - A 14 S 412/97  

    Ablehnung eines Asylantrages als offensichtlich unbegründet durch das Bundesamt -

    Die Volksgruppe der Albaner im Kosovo ist keiner Gruppenverfolgung im Hinblick auf ihre Ethnie ausgesetzt (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. Urteile vom 02.09.1993 - A 14 S 482/93 -, EZAR 043 Nr. 42 = ZAR 1993, 179 = DVBl. 1994, 68 = NVwZ-RR 1994, 117, vom 21.01.1994 - A 14 S 1959/93 -, vom 19.07.1994 - A 14 S 695/94 -, vom 13.09.1994 - A 14 S 596/94 -, vom 24.01.1995 - A 14 S 2075/94 -, vom 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - und vom 18.06.1996 - A 14 S 531/96 -, die dem Kläger bekanntgegeben wurden).
  • VGH Hessen, 20.01.1997 - 7 UE 2507/94  

    Zur Gefährdungssituation für ehemalige Polizisten albanischer Volkszugehörigkeit

    Mit seiner diesbezüglichen Auffassung befindet sich das Gericht in Übereinstimmung mit der Beurteilung durch - soweit ersichtlich - alle Oberverwaltungsgerichte, die sich seit Herbst 1994 mit der Frage der Gruppenverfolgung der Kosovo-Albaner befaßt haben (VGH Baden-Württemberg, Ue. v. 24.01.1995 - A 14 S 2075/94 -, v. 18.05.1995 - A 12 S 207/95 -, v. 08.06.1995 - A 12 S 79/95 - u. v. 13.06.1995 - A 14 S 2459/94 - Hamb. OVG, U. v. 07.06.1995 - Bf VII 2/94 - Hess. VGH, U. v. 23.01.1995 - 13 UE 2370/94 - Nds. OVG, Ue. v. 24.02.1995 - 8 L 5275/93 - u. v. 28.09.1995 - 12 L 2034/95 - OVG Nordrhein-Westfalen, Ue. v. 21.02.1995 - 13 A 265/94.A -, v. 15.11.1995 - 13 A 1451/94.A - u. v. 23.02.1996 - 14 A 2387/94.A - OVG Rheinland-Pfalz, Ue. v. 04.10.1994 - 7 A 10280/92 - u. v. 19.09.1995 - 7 A 12537/93 - OVG Saarland, U. v. 08.02.1995 - 9 R 25/95 - Sächs. OVG, U. v. 18.07.1995 - A 4 S 68/94 - OVG Sachsen-Anhalt, U. v. 28.02.1995 - 3 L 29/93 - Schlesw.-Holst.
  • VGH Hessen, 23.05.1997 - 7 UE 1465/96  

    Jugoslawien: keine Gruppenverfolgung albanischer Volkszugehöriger mit

  • OVG Sachsen-Anhalt, 18.07.1995 - A 4 S 68/94  

    Materielles Asylrecht, Bundesrepublik Jugoslawien, (Serbien/Montenegro, Rest-

  • VGH Baden-Württemberg, 04.12.1996 - 13 S 1194/95  

    Rückführung jugoslawischer Staatsangehöriger

  • VGH Baden-Württemberg, 12.08.1997 - A 14 S 444/96  

    Jugoslawien: zur Rückkehrgefährdung für Kosovo-Albaner, die im Ausland Asyl

  • VGH Baden-Württemberg, 29.02.1996 - 1 S 1787/95  

    Abschiebungsschutz wegen Bürgerkriegssituation nur im Rahmen einer Regelung nach

  • VGH Baden-Württemberg, 15.04.1997 - A 14 S 3518/96  

    Rückkehrmöglichkeit für Kosovo-Albaner - Einschätzung der Rückkehrsicherheit

  • OVG Rheinland-Pfalz, 03.09.1996 - 7 A 12545/93  
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