Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 17.02.1993 - 11 S 1451/91   

Volltextveröffentlichungen

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    Art 4 GG, § 32 AuslG 1990, § 5 Nr 4 AuslG 1990
    Anspruch auf Aufenthaltsbefugnis aufgrund der Anordnung der obersten Landesbehörde nach AuslG 1990 § 32; Gültigkeit der Regelungen für "Christen in der Türkei" in der Anordnung des Innenministeriums Baden-Württemberg auch für "Zeugen Jehovas")

Kurzfassungen/Presse

Verfahrensgang

  • VG Karlsruhe, 13.03.1991 - 4 K 2328/90
  • VGH Baden-Württemberg, 17.02.1993 - 11 S 1451/91

Zeitschriftenfundstellen

  • VBlBW 1993, 178 (Ls.)
  • NVwZ 1994, 400



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Wird zitiert von ... (20)  

  • BVerwG, 19.09.2000 - 1 C 19.99  

    Ausländerrecht

    Der Umstand, dass der Gesetzgeber es für erforderlich angesehen hat, die Befugnis der obersten Landesbehörden zum Erlass derartiger Anordnungen ausdrücklich zu regeln, erklärt sich vor allem aus dem Bedürfnis, möglichst die Bundeseinheitlichkeit zu wahren (vgl. § 32 Satz 2 AuslG) und besagt nichts darüber, wie diese Anordnungen rechtlich einzuordnen sind (a.A. VGH Mannheim, Urteil vom 17. Februar 1993 - VGH 11 S 1451/91 - NVwZ 1994, 400; ähnlich VGH Mannheim, Urteil vom 10. Juli 1996 - VGH 11 S 876/96 - VGHBW-Ls 1996, Beilage 10, B 4 - 5; OVG Münster, Beschluss vom 13. Juli 1994 - OVG 17 B 2830/93 - NVwZ 1995, 818 = DVBl 1995, 576).

    Ebenso wenig lässt sich der Rechtssatzcharakter der Anordnungen nach § 32 AuslG damit begründen, dass die behördliche Anordnung Teil der "Anspruchsnorm" des § 32 AuslG sei und damit der Auslegung wie gesetzliche Vorschriften unterliege (so z.B. VGH Mannheim, Urteil vom 17. Februar 1993, a.a.O.; ähnlich Renner, Ausländerrecht, 7. Auflage, § 32 AuslG Rn. 4).

  • VGH Baden-Württemberg, 20.07.1993 - 11 S 261/93  

    Isolierte Anfechtung der räumlichen Beschränkung einer Aufenthaltsgenehmigung;

    Soweit die Anordnung der obersten Landesbehörde den Umfang des Aufenthaltsrechts regelt, ist eine abweichende Entscheidung der Ausländerbehörde ausgeschlossen, selbst wenn im Einzelfall die Voraussetzungen zur Erteilung einer Aufenthaltsbefugnis nach § 30 Abs. 3 oder Abs. 4 AuslG (AuslG 1990) erfüllt sind (im Anschluß an das Urt des Senats vom 17.2.1993 - 11 S 1451/91 -).

    Zur Rechtsnatur und den Rechtswirkungen einer solchen Anordnung der obersten Landesbehörde hat der Senat in seinem Urteil vom 17. Februar 1993 -11 S 1451/91- ausgeführt:.

    Denn wenn und soweit Ausländern aufgrund einer gruppenbezogenen Anordnung nach § 32 AuslG eine Aufenthaltsbefugnis zu erteilen ist, ist für eine von dieser Anordnung abweichende Ermessensentscheidung der Ausländerbehörde im Einzelfall nach § 30 Abs. 3 oder 4 AuslG kein Raum mehr (vgl. Urt. des Senats v. 17.2.1993 -11 S 1451/91-; so wohl auch Fraenkel, aaO. S. 102).

  • BVerwG, 14.03.1997 - 1 B 66.97  

    Verwaltungsprozeßrecht - Irrevisibilität von Verwaltungsvorschriften

    Soweit den nach Ansicht der Kläger auslegungsbedürftigen Erlassen im Rahmen des § 32 AuslG die rechtliche Bedeutung von Rechtssätzen oder eine solchen vergleichbare Bedeutung zukommen sollte (vgl. VGH BW, NVwZ 1994, 400; OVG NW, DVBl 1995, 576; offengelassen im Urteil vom 19. März 1996 - BVerwG 1 C 34.93 - BVerwGE 100, 335 = Buchholz 402.240 § 12 AuslG 1990 Nr. 9 = InfAuslR 1996, 392 = DVBl 1997, 165 = DÖV 1997, 161 ), gehörten die Erlasse zum Kreis der im Rang unter dem Landesgesetz stehenden, gemäß § 137 Abs. 1 VwGO nicht revisiblen Rechtsvorschriften.
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  • VGH Baden-Württemberg, 31.03.1993 - 11 S 2146/92  

    Zum Anspruch eines freiwillig staatenlos gewordenen, ehemaligen rumänischen

    Auch kann mit einer solchen Anordnung der obersten Landesbehörde nach § 32 AuslG für einen durch diese Anordnung begünstigten Ausländer ein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbefugnis entstehen (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 17.02.1993 - 11 S 1451/91 -).

    Das setzt aber voraus, daß er die dafür in der Anordnung festgelegten Voraussetzungen erfüllt (VGH Bad.-Württ., Urt. v. 17.02.1993 - 11 S 1451/91 -).

  • VGH Hessen, 27.07.1995 - 12 TG 2342/95  

    Voraussetzungen des AuslG 1990 § 100 Abs 1: Berechnung der Aufenthaltsdauer -

    Bei der Annahme derartiger gegen die Abschiebung sprechender Gründe ist den obersten Landesbehörden ein weites Ermessen eingeräumt, das gerichtlich allenfalls auf Willkür oder andere verfassungsrechtliche Bedenken hin nachzuprüfen ist (betreffend § 32 AuslG vgl. VGH Baden-Württemberg, 17.02.1993 - 11 S 1451/93 -, NVwZ 1994, 400; Hess. VGH, 20.09.1994 - 13 TG 2354/94 - Jannasch, VBlBW 1991, 45; zu weitgehend Fraenkel, Einführende Hinweise zum neuen Ausländergesetz, 1991, S. 291: "...letztlich unbegrenzter Entscheidungsspielraum").
  • OVG Niedersachsen, 21.02.2006 - 1 LB 181/05  

    Niedersächsische Altfallregelung; Altfallregelung; Altfallregelung 1999;

    Durch die Rechtsprechung des BVerwG (Urt. v. 19. September 2000 - 1 C 19.99 -, BVerwGE 112, 63 = DVBl. 2001, 214 = NVwZ 2001, 210 = InfAuslR 2001, 70; vgl. zuvor schon BW-VGH, Urt. v. 17. Februar 1993 - 11 S 1451/91 -, NVwZ 1994, 400) ist geklärt, dass auf der Grundlage von § 32 AuslG 1990 erlassene Bleiberechtsregelungen von den Gerichten nicht wie Rechtssätze behandelt und angewandt werden dürfen.
  • VGH Baden-Württemberg, 05.12.1994 - 11 S 3240/94  

    Ausweisung eines angolanischen Staatsangehörigen, der Vertragsarbeitnehmer in der

    Vergleiche VGH Mannheim, 1994-08-24, 11 S 1464/93; VGH Mannheim, 1994-11-09, 11 S 1286/94, VGHBW RSpDienst 1995, Beilage 2, B 5; VGH Mannheim, 1993-02-17, 11 S 1451/91, NVwZ 1994, 400.

    Entscheidend ist demgegenüber, daß der Antragsteller aller Voraussicht nach einen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbefugnis nach § 32 AuslG hat (vgl. hierzu ausführlich Urteil des Senats vom 24.8.1994 - 11 S 1464/93 - unter Bezugnahme auf die Urteile des Senats vom 17.2.1993 - 11 S 1451/91-, NVwZ 1994, 400, und vom 20.7.1993 - 11 S 261/93 -, InfAuslR 1994, 21).

  • VGH Baden-Württemberg, 05.01.2001 - 11 S 2034/00  

    Aufenthaltsbefugnis nach der Härtefallregelung für Altfälle -

    Er hält an seiner früheren Rechtsprechung zur rechtlichen Einordnung von Anordnungen nach § 32 AuslG (besonders Urteil vom 17.2.1993 - 11 S 1451/91 -, NVwZ 1994, 400; ferner etwa Urteil vom 10.7.1996 - 11 S 876/96 -, VGHBW-Ls 1996, Beilage 10, B 4 - 5) nicht mehr fest.
  • VGH Baden-Württemberg, 03.11.1993 - 11 S 881/93  

    Nachzug sonstiger Familienangehöriger iSd AuslG 1990 - keine besondere Härte bei

    Die Anwendung der Härtefallbestimmung des § 22 Satz 1 AuslG wird insoweit auch durch die Reichweite dieser Bestimmungen des Ausländergesetzes begrenzt, zumal da der Gesetzgeber der Verwaltung hinsichtlich der Genehmigung oder Duldung eines Aufenthalts aus humanitären Gründen bzw. wegen der Folgen von Krieg und Bürgerkrieg im Heimatstaat teilweise (§§ 32, 32a, 54 AuslG) wesentlich weitergehende Entscheidungsspielräume (vgl. (zu § 32 AuslG): VGH Bad.- Württ., Urt. v. 20.7.1993 -11 S 261/93- und Urt. v. 17.2.1993 -11 S 1451/91-) als bei Erfüllung der Voraussetzungen des § 22 Satz 1 AuslG eröffnet.
  • VGH Hessen, 18.02.1997 - 10 UE 459/96  

    Erfolglose Klage einer kommunalen Gebietskörperschaft gegen das Land auf

    Allein der Erlass einer Anordnung der obersten Landesbehörde lässt durch Ausfüllung eines Tatbestandsmerkmals die Rechtsgrundlage für die Erteilung (und Verlängerung) von Aufenthaltsbefugnissen somit erstmalig entstehen und entfaltet dadurch ähnliche Wirkungen wie ein Rechtssatz, in dem die normativen Voraussetzungen für ein nachfolgendes Verwaltungshandeln erst geschaffen werden (vgl. zum gleichlautenden § 32 Satz 2 AuslG: VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 17. Februar 1993 - 11 S 1451/91 -, NVwZ 1994, 400 : "Die behördliche Anordnung ist Teil der Anspruchsnorm des § 32 AuslG ..."; siehe auch: OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 13. Juli 1994 - 17 B 2830/93 -, EZAR 015 Nr. 5; sowie zum inhaltsgleichen § 54 Satz 2 AuslG: Hess. VGH, Beschluss vom 27. Juli 1995 - 12 TG 2342/95 -, NVwZ 1995, Beilage 5, 67 = DVBl. 1996, 212 = InfAuslR 1996, 116 = EZAR 046 Nr. 5).
  • VGH Baden-Württemberg, 20.04.2002 - 13 S 314/02  

    Härtefallregelung für Ausländer mit langjährigem Aufenthalt - keine

  • VGH Baden-Württemberg, 30.06.1999 - 11 S 400/99  

    Aufenthaltsrechtliche Schutzwirkungen des GG Art 6 Abs 1 bei ausländischem

  • VGH Baden-Württemberg, 22.09.1997 - 1 S 103/96  

    Versagung der Aufenthaltsgenehmigung bei längerfristiger Obdachlosigkeit bzw

  • VGH Baden-Württemberg, 10.07.1996 - 11 S 876/96  

    Keine Aufenthaltsbefugnis gemäß AuslG 1990 § 32 für zur Ausbildung in DDR

  • BVerwG, 14.03.1997 - 1 B 65.97  
  • VGH Hessen, 13.06.1997 - 7 TZ 1796/97  

    Aufnahmebefugnis der obersten Landesbehörde - Härtefallregelung in Hessen für

  • VGH Baden-Württemberg, 27.09.1991 - 11 S 1365/91  

    Versagung einer Aufenthaltserlaubnis für Angehörigen der Zeugen Jehovas

  • VGH Baden-Württemberg, 13.09.1994 - 11 S 3155/93  

    Erteilung einer Aufenthaltsbefugnis an pakistanische Staatsangehörige aufgrund

  • OVG Hamburg, 09.04.1998 - 4 Bf 151/98  

    D (A), Asylbewerber, Aufenthaltsbefugnis, Anordnung, Ermessen, Weisung,

  • OVG Rheinland-Pfalz, 26.08.1997 - 7 A 12013/97  
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