Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 19.10.2005 - 11 S 646/04   

Volltextveröffentlichungen (6)

  • Justiz Baden-Württemberg

    Kostentragungspflicht von Abschiebungshaftkosten trotz unterbliebener Abschiebung.

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 1 VwKostG, § 10 VwKostG, § 11 Abs 2 VwKostG, § 13 Abs 1 VwKostG, § 14 Abs 2 S 1 VwKostG, § 42 Abs 2 AuslG, § 49 Abs 1 AuslG, § 53 AuslG, § 55 Abs 2 AuslG, § 57 Abs 2 AuslG, § 63 Abs 1 AuslG, § 69 Abs 1 AuslG, § 81 Abs 1 AuslG, § 81 Abs 2 S 2 AuslG, § 82 Abs 1 AuslG, § 83 Abs 1 Nr 2 AuslG, § 83 Abs 4 S 1 AuslG, § 71 Abs 8 AsylVfG, § 58 Abs 1 AufenthG, Art 6 Abs 1 GG
    Kostentragungspflicht von Abschiebungshaftkosten trotz unterbliebener Abschiebung.

  • VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst(Abodienst, kostenloser Testzugang, Einzelerwerb möglich, Leitsatz frei) (Volltext und Leitsatz)

    Abschiebungskosten; Auslagen; Aufwendungen Abschiebungshaft; Vorfragenkompetenz

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  • Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)

    VwKostG § 10 Abs. 1 Nr. 7; AuslG § 81 Abs. 1; AufenthG § 69 Abs. 1; AuslG § 83 Abs. 4 S. 1; VwKostG § 11 Abs. 2; VwKostG § 14 Abs. 2 S. 1
    Abschiebungshaft, Kosten, Abschiebung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Rechtsweg, Zuständigkeit, Verwaltungsgebühr, Sonstiges, Ausländerrecht: Abschiebungskosten, Auslagen, Aufwendungen Abschiebungshaft, Vorfragenkompetenz

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Abschiebungskosten, Auslagen, Aufwendungen Abschiebungshaft, Vorfragenkompetenz

Verfahrensgang




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Wird zitiert von ... (23)  

  • OVG Hamburg, 03.12.2008 - 5 Bf 259/06  

    Zur Heranziehung eines Ausländers zu den Kosten seiner Abschiebung

    Die ergänzende Anwendung des Verwaltungskostengesetzes folgt aus § 1 Abs. 2 Satz 2 VwKostG i.V.m. § 81 Abs. 2 Satz 2 AuslG bzw. § 69 Abs. 2 Satz 2 AufenthG; zu den in § 81 Abs. 1 AuslG bzw. § 69 Abs. 1 Satz 1 AufenthG genannten Auslagen zählen auch die Abschiebungskosten im Sinne des § 82 AuslG bzw. § 66 AufenthG (BVerwG, Urt. v. 14.6.2005, BVerwGE 124, 1/5; VGH Mannheim, Urt. v. 19.10.2005, 11 S 646/04, juris, Rn. 33).

    Nach Auffassung des Berufungsgerichts kann jedenfalls der abgeschobene Ausländer, der selbst für die Abschiebungskosten in Anspruch genommen wird, jeden rechtlichen Mangel der Abschiebung geltend machen, sofern dieser geeignet ist, eigene Rechte zu verletzen (ebenso VGH Mannheim, Urt. v. 19.10.2005, 11 S 646/04, juris, Rn. 47 ff.; Beschl. v. 8. [laut juris 28.] 3.2006, InfAuslR 2006, 385/386 f.; Funke-Kaiser, a.a.O., § 66 Rn. 5).

    Folgt somit aus den Gründen der rechtskräftigen Entscheidung, dass aus dem Schreiben vom 25. Juli 1990 kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung hergeleitet werden konnte, ist diese Frage nicht mehr zu prüfen (vgl. VGH Mannheim, Urt. v. 19.10.2005, 11 S 646/04, juris, Rn. 49 m.w.N.; Funke-Kaiser in GK-AufenthG, § 66 Rn. 5).

    Es mag dahinstehen, ob eine Prüfung der Frage, ob die Dauer der Abschiebehaft auf einer richtigen Sachbehandlung im Sinne von § 14 Abs. 2 Satz 1 VwKostG beruht, angesichts der Beschlüsse des Amtsgerichts Hamburg im vorliegenden Verfahren überhaupt noch veranlasst ist (vgl. VGH Mannheim, Urt. v. 19.10.2005, 11 S 646/04, juris, Rn. 49).

    Allerdings lassen einige Obergerichte die Frage der Übertragbarkeit der vom Bundesverwaltungsgericht zu § 84 AuslG entwickelten Rechtsprechung auf die Kostentragungspflicht des § 82 AuslG ausdrücklich offen (OVG Koblenz, Urt. v. 27.7.2006, AuAS 2007, 17/18; VGH Mannheim, Urt. v. 19.10.2005, 11 S 646/04, juris, Rn. 57).

  • VG Düsseldorf, 07.10.2011 - 24 K 3330/11  

    Kosten der Abschiebung Prinzip der einheitlichen Kostenerhebung Abschiebung im

    So Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 14. Juni 2005 - 1 C 15.04 - Rdnr. 23; Baden-Württembergischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 19. Oktober 2005 - 11 S 646/04 -, Rdnr. 48; Beschluss vom 28. März 2006 - 13 S 347/06 -, Rdnr. 7; 27. Kammer des Hauses Urteil vom7. Juli 2009 - 27 K 4910/08 - Verwaltungsgericht Freiburg, Urteil vom 21. Dezember 2010 - 5 K 902/10 -.

    Baden-Württembergischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 19. Oktober 2005 - 11 S 646/04 -.

    Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 14. Juni 2005 - 1 C 15.04 - Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 27. Juli 2006 - 7 A 11671/05 - weniger streng wohl Baden-Württembergischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 19. Oktober 2005 - 11 S 646/04 -.

    Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 15. Dezember 2003 - 24 B 03.1049 - Baden-Württembergischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 19. Oktober 2005 - 11 S 646/04 - Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 27. Juli 2006 - 7 A 11671/05 -;.

  • VG Freiburg, 30.11.2006 - 3 K 236/06  

    Haftung für Abschiebungskosten bei Familienangehörigen.

    Das Regierungspräsidium war gem. §§ 83 Abs. 4 Satz 1, 63 Abs. 1 Satz 1 u. 2 AuslG i.V.m. § 6 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 AAZuVO zuständig (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 19.10.2005 - 11 S 646/04 - juris -).

    Denn grundsätzlich ist die zuständige Behörde nach § 10 VwKostG zur Erhebung von Auslagen und damit zur Heranziehung des Auslagenschuldners hinsichtlich der Abschiebekosten verpflichtet (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 19.10.2005, aaO.).

    Der Auslagenschuld der Kläger Ziff. 1 und 2 steht auch nicht § 14 Abs. 2 Satz 1 VwKostG entgegen (vgl. zur Anwendung dieser Vorschrift VGH Bad.-Württ., Urt. v. 19.10.2005, aaO., und Beschl. v. 28.03.2006 - 13 S 347/06 - InfAuslR 2006, 385; BVerwG, Urt. v. 14.06.2005 - 1 C 15.04 -, aaO.).

    Allein aufgrund dieser Vorschrift ist - was die geltend gemachten zielstaatsbezogenen Abschiebungshindernisse aufgrund fehlender Behandelbarkeit der Erkrankungen der Kläger Ziff. 1 und 2 angeht - von der Rechtmäßigkeit der Abschiebung auszugehen (vgl. VGH Bad.-Württ., Urt. v. 19.10.2005, aaO.).

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  • VGH Baden-Württemberg, 07.03.2006 - 13 S 155/06  

    Die Anforderung von Abschiebungskosten gehört nicht mehr zur

    Auch die Literatur hat sich dem zum Teil angeschlossen (siehe Hailbronner, AuslR, § 66 AufenthG, Rn 2; Funke-Kaiser in GK-AufenthG, Rdnr. 33 zu § 66), und gegenteilige Entscheidungen sind jedenfalls nach der zu § 84 AuslG ergangenen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts bisher nicht bekannt geworden (offengelassen bei VG Braunschweig, Urteil vom 5.10.2005 - 5 A 248.05 -, juris und vom VGH Bad.-Württ., Urteil vom 19.10.2005 - 11 S 646/04 -).
  • VGH Baden-Württemberg, 28.03.2006 - 13 S 347/06  

    Abschiebekosten bei unrichtiger Sachbehandlung, hier: Risikoschwangerschaft und

    Dass Abschiebungskosten, die infolge fehlerhafter Sachbehandlung entstanden sind, vom Betroffenen nicht verlangt werden können, ergibt sich aus § 14 Abs. 2 Satz 1 VwKostG (siehe auch VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 19.10.2005 - 11 S 646/04 -, juris; OVG Saar, Beschluss vom 21.12.2005 - 2 Q 5/05 -, juris) und wird vom Beklagten auch nicht grundsätzlich in Frage gestellt.
  • VG Düsseldorf, 07.10.2011 - 24 K 3580/10  

    Kosten der Abschiebung Prinzip der einheitlichen Kostenerhebung Abschiebung im

    So Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 14. Juni 2005 - 1 C 15.04 - Rdnr. 23; Baden-Württembergischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 19. Oktober 2005 - 11 S 646/04 -, Rdnr. 48; Beschluss vom 28. März 2006 - 13 S 347/06 -, Rdnr. 7; 27. Kammer des Hauses Urteil vom7. Juli 2009 - 27 K 4910/08 - Verwaltungsgericht Freiburg, Urteil vom 21. Dezember 2010 - 5 K 902/10 -.

    Baden-Württembergischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 19. Oktober 2005 - 11 S 646/04 -.

  • OVG Hamburg, 18.10.2007 - 4 Bf 75/06  

    D (A), Abschiebungskosten, Kostenrecht, Personalkosten, Verjährung,

    Auch dann, wenn eine Abschiebung vorbereitet, jedoch tatsächlich nicht vollzogen wurde (z.B. weil der Ausländer - wie hier im Falle der für den 7. August 1997 vorgesehenen Abschiebung des Klägers - untergetaucht ist), besteht die Pflicht des Ausländers, die im Vorfeld des gescheiterten Abschiebungsversuchs entstandenen Kosten zu tragen (vgl. z.B. VGH München, Urt. v. 15.12.2003 - 24 B 03.1049 -, InfAuslR 2004.252 ; VGH Mannheim, Urt. v. 19.10.2005 - 11 S 646/04 -, juris Rdnr. 46: OVG Koblenz, Urt. v. 27.7.2006 - 7 A 11671/05 -, juris Rdnr. 23; Funke-Kaiser, in: GK-AufenthG, Stand Oktober 2006, § 66 AufenthG Rdnr. 8; Renner. Ausländerrecht, 8. Aufl. 2005. § 66 AufenthG Rdnr. 2).

    Einer bloßen Evidenzkontrolle stünde neben dem bereits erwähnten Grundsatz der Gesetzesmäßigkeit der Verwaltung auch § 14 Abs. 2 Satz 1 VwKostG ("Kosten, die bei richtiger Behandlung der Sache durch die Behörde nicht entstanden wären, werden nicht erhoben") entgegen, in welchem von einer Beschränkung auf offensichtliche Rechtsfehler nicht die Rede ist (vgl. VGH Mannheim, Urt, v. 19.10.2005, 11 S 646/04, juris Rdnr. 47 f.; Urt. v. 28.3.2006 - 13 S 347/06 -. juris Rdnr. 7 m.w.N.; Funke-Kaiser, a.a.O., § 66 AufenthG Rdnr. 5).

  • OVG Rheinland-Pfalz, 27.07.2006 - 7 A 11671/05  

    Abschiebung, Abschiebungshaft, Abschiebungshaftkosten, Ausländer, Ausländerrecht,

    Die Tatsache, dass es aufgrund nachträglich eingetretener oder bekannt gewordener Umstände nicht zur Ausreise des Ausländers kommt, ändert nichts daran, dass er die entstandenen Kosten veranlasst und daher auch zu tragen hat (im Ergebnis ebenso BayVGH, InfAuslR 2004, 252; VGH BW, Urteil vom 19. Oktober 2005 - 11 S 646/04 -, juris).
  • OVG Hamburg, 18.09.2009 - 3 So 93/09  

    Zur Kostenerstattungspflicht nach § 66 Abs 1 AufenthG 2004 -

    Die mit der Haftanordnung unmittelbar verbunden gewesene materielle Beschwer ist wegen der zeitlich bis zum 10. Januar 2008 begrenzten Haftdauer und mit der an jenem Tag erfolgten Verbringung des Klägers nach Rostock bereits eine Woche vor Eintritt der formellen Unanfechtbarkeit des die Haft anordnenden Beschlusses entfallen (zur Präklusionseinschränkung in Fällen der Erledigung der Maßnahme vor Eintritt ihrer Unanfechtbarkeit vgl. VGH Mannheim, Urt. v. 19.10.2005, 11 S 646/04, juris, Rn 49; Funke-Kaiser, a. a. O., § 66 Rn 5 und § 67 Rn 18).
  • OVG Niedersachsen, 31.03.2010 - 8 PA 28/10  

    Zur Heranziehung des Ausländers zu Kosten eines Abschiebungsversuchs

    Ob die Kostentragungspflicht nach § 66 Abs. 1 AufenthG zudem die Rechtmäßigkeit der Abschiebung und der die Abschiebung vorbereitenden Maßnahmen, für die der Ausländer die Kosten tragen soll, erfordert (vgl. BVerwG, Urt. v. 14.6.2005 - 1 C 15/04 -, BVerwGE 124, 1, 7 f.; Hamburgisches OVG, Beschl. v. 18.9.2009 - 3 So 93/09 -, InfAuslR 2010, 123, 124; Niedersächsisches OVG, Beschl. v. 18.3.2009 - 7 LA 145/08 -, juris Rn. 7; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 19.10.2005 - 11 S 646/04 -, juris Rn. 47 ff.; GK-AufenthG, Stand: Februar 2010, § 66 Rn. 4 ff.), kann der Senat hier dahinstehen lassen.
  • VGH Bayern, 18.10.2012 - 10 C 12.1470  

    Haftung für Kosten der Abschiebungshaft bei nicht vollzogener Abschiebung;

  • OVG Niedersachsen, 20.01.2010 - 11 LA 23/09  

    Abschiebungskosten

  • VGH Baden-Württemberg, 27.02.2006 - 11 S 1857/05  

    Auslegung von Inhalt und Reichweite einer Verpflichtungserklärung in einem

  • OVG Mecklenburg-Vorpommern, 02.08.2012 - 2 O 48/12  

    Ausländerrecht

  • VG Stuttgart, 17.10.2012 - 11 K 924/12  
  • VG Berlin, 27.06.2008 - 19 A 6.05  

    Kostentragungspflicht für die im Rahmen des Abschiebungsverfahrens entstandenen

  • VG Düsseldorf, 20.11.2008 - 24 K 4311/08  

    Kostenanforderung Abschiebung Planung Vorbereitungsstadium Botschaftsvorführung

  • VG Freiburg, 21.12.2010 - 5 K 902/10  

    Abschiebungskosten, Abschiebeversuch, nichteheliches Kind, unrichtige

  • VG Stuttgart, 17.01.2006 - 6 K 2588/05  

    Keine Erhebung von Abschiebungskosten bei unrichtiger Sachbehandlung.

  • VGH Baden-Württemberg, 07.03.2006 - 6 K 4873/04  

    Berufungszulassungsantrag, ernstliche Zweifel, Kostenrecht, Abschiebungskosten,

  • VG Düsseldorf, 07.10.2011 - 24 K 5159/10  

    Kosten der Abschiebung Prinzip der einheitlichen Kostenerhebung Abschiebung im

  • OVG Sachsen, 09.03.2012 - 3 A 720/10  

    Zur Berechnung der Kosten für die Abschiebungshaft gemäß § 67 Abs 1 Nr 2

  • VG München, 08.04.2009 - M 23 K 08.4813  

    Zurückschiebungskosten; Verjährung; Unterbrechung der Verjährung

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