Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 21.03.1997 - 5 S 1568/96   

Volltextveröffentlichungen (2)

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 41 Abs 1 BImSchG, § 1 Abs 2 BImSchV 16, § 74 Abs 2 S 2 VwVfG
    Wesentliche Änderung öffentlicher Straßen oder Eisenbahnen; erheblicher baulicher Eingriff in einen Schienenweg; Anspruch auf Schutzauflagen

  • VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst(Abodienst, kostenloser Testzugang, Einzelerwerb möglich, Leitsatz frei) (Volltext und Leitsatz)

    Schienenweg; Bahnübergang; Lärmschutz; Lärmsanierung; Trassenwahl; Trasse; Schutzauflage; Immissionsschutz

Zeitschriftenfundstellen

  • VBlBW 1997, 281 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (7)  

  • VGH Baden-Württemberg, 23.10.1997 - 5 S 1687/95  

    Bauliche Änderung einer Straße oder eines Schienenwegs als Ursache für eine

    Ein Anspruch auf (teilweise) Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses steht einem solchen Kläger ausnahmsweise nur dann zu, wenn seine Belange im Planfeststellungsbeschluß rechtswidrig unberücksichtigt blieben und das Fehlen der ihm grundsätzlich nur zustehenden planergänzenden Schutzauflagen von so großem Gewicht ist, daß die Ausgewogenheit der Planung insgesamt in Frage gestellt wird (so die gefestigte verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung, vgl. etwa BVerwG, Urt. v. 18.04.1996 - 11 A 86.95 - UPR 1996, 350; Urt. v. 14.09.1992 - 4 C 34-38.89 - BVerwGE 91, 17/20; Urt. v. 20.10.1989 - 4 C 12.87 - BVerwGE 84, 31/45; Urt. v. 07.07.1978 - 4 C 79.76 u.a. - BVerwGE 56, 110/133; ebenso Urteile d. Senats v. 21.03.1997 - 5 S 1568/96 - u. v. 13.03.1996 - 5 S 1743/95 - VBlBW 1996, 423).

    An der Planrechtfertigung des Vorhabens besteht danach kein Zweifel (ebenso zu einem insoweit gleichgelagerten Fall Urteil d. Senats v. 21.03.1997 - 5 S 1568/96).

    Ab welcher Intensität Verkehrsgeräusche schädliche Umwelteinwirkungen i.S. des § 41 Abs. 1 BImSchG sind, ist durch die in § 2 Abs. 1 der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV) vom 12.06.1990 (BGBl. I S. 1036) festgelegten Grenzwerte verbindlich und für den Regelfall abschließend konkretisiert (vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 09.02.1995 - 4 C 26.93 - BVerwGE 97, 367 sowie Urt. d. Senats v. 13.03.1996 - 5 S 1743/95 - VBlBW 1996, 423/424 u. v. 21.03.1997 - 5 S 1568/96 -).

    Das beschriebene Verkehrslärmschutzsystem der §§ 41, 42 BImSchG i.V.m. der 16. BImSchV erfaßt nur die Fälle des (Neu-)Baus oder der wesentlichen Änderung eines bestehenden Verkehrsweges; eine Lärmsanierung bestehender Verkehrswege hat der Gesetzgeber hingegen bewußt nicht geregelt (vgl. hierzu grundsätzlich BVerwG, Urt. v. 21.03.1996 - 4 C 9.95 - UPR 1996, 344 sowie Urt. d. Senats v. 21.03.1997 - 5 S 1568/96 -).

    Lärmschutzansprüche nach §§ 41, 42 BImSchG setzen in jedem Fall voraus, daß die Grenzwerte des § 2 der 16. BImSchV beim jeweiligen Anspruchsteller gerade durch den Bau oder die wesentliche Änderung des Verkehrsweges überschritten oder unzulässig erhöht werden (vgl. hierzu BVerwG, Beschl. v. 27.08.1996 - 11 VR 10.96 - UPR 1997, 39; Beschl. v. 11.11.1996 - 11 B 65.96 - u. Urt. d. Senats v. 31.03.1997 - 5 S 1568/96 -).

  • VGH Baden-Württemberg, 23.02.2001 - 3 S 2574/99  

    Befangenheit eines Gemeinderates - Verlassen der Sitzung; Lärmschutzkonzept;

    Ab welcher Intensität Verkehrsgeräusche schädliche Umwelteinwirkungen i.S. des § 41 Abs. 1 BImSchG sind, ist durch die in § 2 Abs. 1 der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV) vom 12.06.1990 (BGBl. I S. 1036) festgelegten Grenzwerte verbindlich und für den Regelfall abschließend konkretisiert (vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 9.2.1995 - 4 C 26.93 - BVerwGE 97, 367 sowie VGH Bad.-Württ., Urt. v. 13.3.1996 - 5 S 1743/95 - VBlBW 1996, 423/424 u. v. 21.3.1997 - 5 S 1568/96 -).

    Das beschriebene Verkehrslärmschutzsystem der §§ 41, 42 BImSchG i.V.m. der 16. BImSchV erfasst nur die Fälle des (Neu-)Baus oder der wesentlichen Änderung eines bestehenden Verkehrsweges; eine Lärmsanierung bestehender Verkehrswege hat der Gesetzgeber hingegen bewusst nicht geregelt (vgl. hierzu grundsätzlich BVerwG, Urt. v. 21.3.1996 - 4 C 9.95 - UPR 1996, 344 sowie VGH Bad.-Württ., Urt. v. 21.3.1997 - 5 S 1568/96 -).

  • VGH Baden-Württemberg, 20.11.2008 - 5 S 1694/07  

    Lärmbeeinträchtigung durch Fußgängerwarnanlage an einem Bahnübergang

    Ein solcher Anspruch würde allerdings voraussetzen, dass die Plangenehmigung nachteilige Wirkungen auf die Rechte des Klägers zeitigte, die ihm im Rahmen der Abwägung billigerweise nicht ohne Ausgleich, insbesondere im Hinblick auf die Schutzbedürftigkeit und Schutzwürdigkeit seiner betroffenen Rechtsgüter, zugemutet werden könnte (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 31.03.1997 - 5 S 1568/96 -, juris Rdnr. 54).
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  • VGH Baden-Württemberg, 28.01.2002 - 5 S 2328/99  

    Ausbau und Neubau einer Eisenbahnstrecke: Lärmschutz - Ausschluss der

    Der Verordnungsgeber konkretisiert dabei innerhalb des ihm zuzubilligenden Wertungsspielraums grundsätzlich abschließend die maßgebliche Erheblichkeitsschwelle, ab der i. S. des § 41 Abs. 1 BImSchG durch Verkehrsgeräusche schädliche Umwelteinwirkungen (vgl. § 3 Abs. 1 BImSchG) hervorgerufen werden können (BVerwG, Urt. v. 09.02.1995 - 4 C 26.93 - BVerwGE 97, 367/371; Beschl. v. 05.03.1999, a. a. O.; Senatsurteile vom 13.03.1996 - 5 S 1743/95 - VBlBW 1996, 423 und v. 21.03.1997 - 5 S 1568/96 - BImSchG-Rspr § 41 Nr. 35).
  • VGH Baden-Württemberg, 03.07.1998 - 5 S 1/98  

    Planfeststellung einer Straßenbahnlinie: Planrechtfertigung; Abweichung von einem

    Ein Anspruch auf (teilweise) Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses billigt die Rechtsprechung dem nicht mit enteignender Vorwirkung betroffenen Kläger ausnahmsweise nur dann zu, wenn seine Belange im Planfeststellungsbeschluß rechtswidrig unberücksichtigt blieben und das Fehlen der ihm grundsätzlich nur zustehenden planergänzenden Schutzauflagen von so großem Gewicht ist, daß die Ausgewogenheit der Planung insgesamt in Frage gestellt wird (vgl. BVerwG, Urt. v. 18.04.1996 - 11 A 86.95 -, UPR 1996, 350; Urt. v. 14.09.1992 - 4 C 34-38.89 -, BVerwGE 91, 17/20; Urt. v. 20.10.1989 - 4 C 12.88 -, BVerwGE 84, 31/45; Urt. v. 07.07.1978 - 4 C 79.76 u.a. -, BVerwGE 56, 110/133; ebenso Beschl. d. Senats v. 23.10.1997 - 5 S 1687/95; Urt. v. 21.03.1997 - 5 S 1568/96 - u. Urt. v. 13.03.1996 - 5 S 1743/95 -, VBlBW 1996, 423).
  • VGH Baden-Württemberg, 07.05.1998 - 5 S 1060/98  

    Anfechtung einer Plangenehmigung - Anordnung der aufschiebenden Wirkung -

    Weder der Verordnungstext in § 1 Abs. 2 der 16. BImSchV noch die hierzu vorliegenden Verordnungsmaterialien (BR-Drucks. 661/89, S. 34f.) lassen erkennen, daß die Anwendbarkeit des Regelwerks außer vom Eingriff in die Bausubstanz und den entsprechenden Verkehrslärmerhöhungen auch von einer Funktionsänderung des Verkehrswegs abhängen soll (vgl. auch Urt. des Senats v. 21.03.1997 - 5 S 1568/96).
  • VGH Baden-Württemberg, 05.06.1997 - 5 S 2740/96  

    Planfeststellung der Schienenwege von Eisenbahnen: Auswirkung auf die wegemäßige

    Auf die Klage des durch das Vorhaben nicht mit enteignender Vorwirkung betroffenen Klägers ist der Planfeststellungsbeschluß nicht in jeder, auch objektiv-rechtlicher Hinsicht auf seine Rechtmäßigkeit hin zu überprüfen, sondern nur darauf, ob er den Kläger in zumindest auch ihn schützenden Normen des öffentlichen Rechts verletzt (std. Rspr.; vgl. hierzu etwa BVerwG, Beschl. v. 30.12.1996 - 11 VR 24.95; Urt. v. 18.04.1996 - 11 A 86.95 -, UPR 1996, 350; Beschl. v. 13.03.1995 - 11 VR 2.95 -, Buchholz 445.5 § 14 WStrG Nr. 3 sowie Urt. d. Senats v. 21.03.1997 - 5 S 1568/96 - jew. m.w.N.).
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