Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 27.02.2006 - 6 S 1508/04   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • Justiz Baden-Württemberg

    Fortsetzungsfeststellungsklage - Auswahlentscheidung bei der Vergabe eines Standplatzes beim Cannstatter Volksfest

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    § 113 Abs 1 S 4 VwGO, § 60b Abs 1 GewO, § 69 GewO, § 70 Abs 1 GewO, § 70 Abs 3 GewO, § 39 Abs 1 VwVfG BW, § 39 Abs 2 VwVfG BW, § 45 Abs 1 VwVfG BW, § 45 Abs 2 VwVfG BW, § 60b Abs 2 GewO
    Fortsetzungsfeststellungsklage - Auswahlentscheidung bei der Vergabe eines Standplatzes beim Cannstatter Volksfest

  • VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst(Abodienst, kostenloser Testzugang, Einzelerwerb möglich, Leitsatz frei) (Volltext und Leitsatz)

    Verpflichtungsklage; Fortsetzungsfeststellungsklage; Volksfest; Platzmangel; Vergabekriterien; Attraktivität; Begründung von Vergabeentscheidungen

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  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Gewerbeordnung - Verpflichtungsklage, Fortsetzungsfeststellungsklage, Volksfest, Platzmangel, Vergabekriterien, Attraktivität, Begründung von Vergabeentscheidungen

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Verpflichtungsklage, Fortsetzungsfeststellungsklage, Volksfest, Platzmangel, Vergabekriterien, Attraktivität, Begründung von Vergabeentscheidungen

Kurzfassungen/Presse (2)

  • vghmannheim.de (Pressemitteilung)

    Vergabepraxis Volks- und Frühlingsfest im Grundsatz nicht zu beanstanden


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • vghmannheim.de (Pressemitteilung - vor Ergehen der Entscheidung)

    Verhandlung über Vergabepraxis Volks- und Frühlingsfest

Verfahrensgang

  • VG Stuttgart, 18.12.2003 - 4 K 3625/03
  • VGH Baden-Württemberg, 27.02.2006 - 6 S 1508/04

Zeitschriftenfundstellen

  • ESVGH 56, 169
  • DÖV 2006, 837



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Wird zitiert von ... (10)  

  • VGH Baden-Württemberg, 01.10.2009 - 6 S 99/09  

    Ausschlussentscheidung einer Gemeinde bei der Vergabe eines Stellplatzes für ein

    Dieser kann insbesondere den Gestaltungswillen des Veranstalters berücksichtigen (Fortführung der bisherigen Rechtsprechung, vgl. Urteil des Senats vom 27.02.2006 - 6 S 1508/04 -, ESVGH 56, 169; Urteil vom 27.08.1990 - 14 S 2400/88 -, ESVGH 41, 307).

    Hierbei handelt es sich um eine verfassungsrechtlich zulässige Beschränkung der Freiheit der Berufsausübung (vgl. Senat, Urt. vom 27.02.2006 - 6 S 1508/04 -, ESVGH 56, 169, juris Rn. 20, m.w.N.; Tettinger, in: Tettinger/Wank, GewO, 7. Aufl. 2004, § 70 Rn. 25 f.; Braun, NVwZ 2009, 747, 749).

    § 70 Abs. 3 VwGO stellt den Ausschluss in das Ermessen des Veranstalters (vgl. Senat, Beschl. vom 24.09.2008 - 6 S 2367/08 -, m.w.N.; Urt. vom 27.02.2006, a.a.O., juris Rn. 21; VGH Bad.-Württ., Beschl. vom 19.07.2001 - 14 S 1567/01 -, GewArch 2001, 420, juris Rn. 4, m.w.N.; Storr, in: Pielow, GewO, 2009, § 70 Rn. 24).

    Bei der insoweit zu treffenden Entscheidung ist die gerichtliche Nachprüfung darauf beschränkt, ob der Veranstalter von einem zutreffenden Sachverhalt ausgegangen ist und ob der Ausschluss aus sachlichen Gründen erfolgt ist, zu denen gerade auch die Orientierung am jeweiligen Gestaltungswillen des Veranstalters zählt (vgl. Senat, Beschl. vom 24.09.2008, a.a.O., sowie Urt. vom 27.02.2006, a.a.O., juris Rn. 21 f., je m.w.N.; VGH Bad.-Württ., Urt. vom 26.03.1996, a.a.O., m.w.N.; Storr, a.a.O., § 70 Rn. 22).

    Für die insoweit vergleichbaren Richtlinien der Beklagten aus dem Jahre 2001 und das diese konkretisierende Punktesystem hat der Senat bereits entschieden, dass sie diesen Grundsätzen genügen (vgl. Urt. des Senats vom 27.02.2006, a.a.O., juris Rn. 23 ff.).

    Damit geben die Richtlinien Vergabekriterien vor, die sachlich gerechtfertigt sind (vgl. ausführlich Urt. des Senats vom 27.02.2006, a.a.O.).

    Die Begründung muss dem Adressaten die Möglichkeit eröffnen nachzuvollziehen, welche Kriterien die Beklagte für maßgeblich erachtet hat, und zur effektiven Wahrung seiner Rechte hierzu Stellung nehmen zu können (vgl. Senat, Urt. vom 27.02.2006, a.a.O., juris Rn. 37, m.w.N.; Tettinger, a.a.O., § 70 Rn. 56; Storr, a.a.O., § 70 Rn. 47).

    Im Fall der Erledigung des Verwaltungsakts ist die Nachholung nur bis zum Zeitpunkt der Erledigung möglich (vgl. Senat, Urt. vom 27.02.2006, a.a.O., juris Rn. 40, m.w.N.).

    Dabei hat der Senat darauf abgestellt, dass deren Tätigkeit nach wie vor der Aufsicht und den Weisungen der Beklagten unterliege und jedenfalls die ablehnenden Auswahlentscheidungen nach wie vor von der Beklagten selbst und kraft öffentlichen Rechts durch Verwaltungsakt erlassen würden (vgl. Urt. des Senats vom 27.02.2006, a.a.O., juris Rn. 18).

  • VG Neustadt, 16.12.2010 - 4 K 939/10  

    Verwaltungsprozessrecht, Marktrecht, Gewerberecht

    Indessen kann das Feststellungsbegehren sachdienlicherweise auch auf die Rechtswidrigkeit der ablehnenden Bescheide beschränkt werden (vgl. BVerwG, DVBl 2000, 120; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Februar 2006 - 6 S 1508/04 -, juris).

    Auch das in § 8 Nr. 5 c) MS genannte Merkmal "bekannt und bewährt" stellt prinzipiell ein von der Rechtsprechung anerkanntes Differenzierungskriterium dar (OVG Rheinland-Pfalz LKRZ 2008, 477; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Februar 2006 - 6 S 1508/04 -, juris).

  • VG Stuttgart, 10.03.2008 - 4 K 4507/07  

    Entscheidung über die Zulassung der Teilnahme an Markt

    Die Klage ist als Fortsetzungsfeststellungsklage unter dem Aspekt einer konkreten Wiederholungsgefahr nach § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO zulässig; dabei erscheint die Beschränkung des Begehrens auf die Feststellung der Rechtswidrigkeit der Bescheide nach der Erledigung des Verpflichtungsbegehrens als sachdienlich (vgl. dazu auch VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 27.02.2006 - 6 S 1508/04 -, ESVGH 56, 169).
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  • VG Köln, 24.01.2008 - 20 K 2146/06  
    Dies ist bei einer Feststellungsfortsetzungsklage nicht der Fall, da sich der angefochtene Verwaltungsakte erledigt hat, vgl. VGH Baden- Württemberg, Urteil vom 27.02.2006 - 6 S 1508/04 -, ESVGH 56, 169 ff., juris-Dokumentation, Rnr.40; Kopp/Ramsauer, a. a. O., § 45, Rnr. 42; a. A. ohne nähere Begründung: VG Aachen, Urteil vom 23.08.2006, -6 K 3852/04-, juris- Dokumentation, Rnr. 34.
  • VG Stuttgart, 27.10.2011 - 4 K 3545/11  

    Standplatzvergabe auf einem Weihnachtsmarkt nach einem rollierenden System

    In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass nach der obergerichtlichen Rechtsprechung dem Marktbetreiber (vgl. § 68 GewO), was die Festlegung des für die Veranstaltung verfügbaren Platzes, die gestalterische Ausrichtung des Marktes insgesamt, die Brancheneinteilung und deren Ausdifferenzierung im Einzelnen (einschließlich die Zahl der jeweils zur Verfügung gestellten Standplätze) und die konkrete Auswahlentscheidung im Falle eines Bewerberüberhangs anbelangt, ein großer, gerichtlich nur sehr eingeschränkt nachprüfbarer gestalterischer Beurteilungs- und Ermessensspielraum eingeräumt ist (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 27.02.2006 - 6 S 1508/04 -, juris).
  • AG Hannover, 22.05.2007 - 544 C 6448/07  
    Dabei verkennt das Gericht nicht, dass dem Veranstalter grundsätzlich bei der Vergabeentscheidung gemäß § 70 Abs. 3 GewO ein weiter Ermessensspielraum zusteht (VG Baden-Württemberg, Urt. v. 27.02.2006 - 6 S 1508/04 -).
  • VG Köln, 25.09.2008 - 20 K 4987/07  
    Diese Möglichkeit besteht ab der Erledigung des Verwaltungsaktes und insbesondere im Rahmen einer späteren Feststellungsfortsetzungsklage nicht mehr, vgl. VGH Baden- Württemberg, Urteil vom 27.02.2006 - 6 S 1508/04 -, ESVGH 56, 169 ff., juris-Dokumentation, Rnr.40; Kopp/Ramsauer, a. a. O., § 45, Rnr. 42; a. A. ohne nähere Begründung: VG Aachen, Urteil vom 23.08.2006, -6 K 3852/04-, juris- Dokumentation, Rnr. 34.
  • VG Köln, 07.10.2010 - 20 K 620/10  
    Dies ist bei einer Feststellungsfortsetzungsklage nicht der Fall, da sich der angefochtene Verwaltungsakt erledigt hat, vgl. VGH Baden- Württemberg, Urteil vom 27.02.2006 - 6 S 1508/04 - ESVGH 56, 169 ff., Juris; Kopp/Ramsauer, a. a. O., § 45, Rnr. 42; a. A. ohne nähere Begründung: VG Aachen, Urteil vom 23.08.2006, -6 K 3852/04-, Juris.
  • VG Düsseldorf, 28.09.2010 - 19 K 5851/09  
    vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. Februar 2006 - 6 S 1508/04 -, ESVGH 56, S. 169 ff; VG Köln, Urteil vom 21. Januar 2008 - 20 K 2146/06 -, zitiert nach juris.
  • VG Stuttgart, 09.06.2011 - 4 K 3176/11  

    Auswahlentscheidung bei der Zulassung zum Volksfest

    Insoweit ist dem Veranstalter von Volksfesten ein breiter Gestaltungs- und/oder Ermessensspielraum zuzubilligen, der sich nicht nur oder nur vorrangig am Wettbewerb, sondern wesentlich auch an den Ausprägungen des jeweiligen Gestaltungswillens zu orientieren hat (vgl. dazu ausführlich VGH Bad.-Württ., Urteil vom 27.02.2006, - 6 S 1508/04 - ESVGH 56, 169 ff).
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