Rechtsprechung
| VGH Baden-Württemberg, 28.11.1995 - PL 15 S 2169/94 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- openjur.de
(Kündigungsberechtigter gegenüber Arbeitnehmern von Gemeinden; Kündigungsfrist für eine fristlose Kündigung - zur Kenntniserlangung iSd BGB § 626 Abs 2; zur Ausübung von Nebentätigkeiten durch einen Angestellten ohne Genehmigung des Dienstherrn)
- Landesrecht Baden-Württemberg
Art 2 Abs 1 GG, Art 9 Abs 3 GG, § 626 BGB, § 108 Abs 1 BPersVG, § 83 BG BW, § 4 Abs 1 NTV BW, § 8 NTV BW, § 11 BAT, § 54 BAT
Kündigungsberechtigter gegenüber Arbeitnehmern von Gemeinden; Kündigungsfrist für eine fristlose Kündigung - zur Kenntniserlangung iSd BGB § 626 Abs 2; zur Ausübung von Nebentätigkeiten durch einen Angestellten ohne Genehmigung des Dienstherrn) - VD-BW Rechts- und Vorschriftendienst(Abodienst, kostenloser Testzugang, Einzelerwerb möglich, Leitsatz frei) (Volltext und Leitsatz)
Außerordentliche Kündigung; Personalratsmitglied; Ersetzung Zustimmung; Kündigungsfrist; Kündigungsberechtigter; Zurechnung; Nebentätigkeit; Angestellter öffentlicher Dienst
Verfahrensgang
- VG Stuttgart, 09.06.1994 - PL 22 K 2/93
- VGH Baden-Württemberg, 28.11.1995 - PL 15 S 2169/94
Zeitschriftenfundstellen
- NZA-RR 1996, 374 (Ls.)
Wird zitiert von ... (5)
- VGH Baden-Württemberg, 28.11.2000 - PL 15 S 2838/99
Verwertungsverbot für DNA-Analyse im Kündigungsstreit
Dabei gilt der Grundsatz, dass Personalratsmitglieder jedem anderen Arbeitnehmer gleichstehen, was die Frage der Pflichtverletzung aus dem Arbeitsvertrag und die Schwere dieser Verletzung betrifft (vgl. den Beschluss des Senats vom 28.11.1995 - PL 15 S 2169/94 -, ZBR 1996, 344 = PersR 1996, 439 = PersV 1997, 267 = IÖD 1996, 68; BAG, Beschluss vom 02.08.1974, BAGE 26, 219, und Urteil vom 24.04.1975, BAGE 27, 113).Das bedeutet, dass der Arbeitgeber, wenn er sein Kündigungsrecht nicht verlieren will, innerhalb der Frist nicht nur den Zustimmungsantrag beim Personalrat stellen, sondern bei Verweigerung der Zustimmung auch das Verfahren auf Ersetzung der Zustimmung beim Verwaltungsgericht einleiten muss (vgl. BAG, Beschluss vom 18.08.1977, NJW 1978, 661, und Beschluss des Senats vom 28.11.1995, a.a.O.).
Bei der Entscheidung über den Antrag auf Ersetzung der Zustimmung sind auch solche Umstände zu berücksichtigen, die erst im Laufe des Beschlussverfahrens bekannt werden oder entstehen, sofern der Dienststellenleiter zuvor beim Personalrat auch wegen dieser vorgesehenen Kündigungsgründe vergeblich die Zustimmung zu der beabsichtigten Kündigung beantragt hat (vgl. Beschluss des Senats vom 28.11.1995, a.a.O.; BAG…, Beschluss vom 22.08.1974, a.a.O.).
- BAG, 22.02.2001 - 6 AZR 398/99
Abmahnung - Nebentätigkeit eines Polizeimusikers
- BVerwG, 15.10.2002 - 6 PB 7.02
Außerordentliche Kündigung eines Personalratsmitglieds; gerichtliche Ersetzung …
Dies gilt auch mit Blick auf den von den Antragstellerinnen zitierten Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 28. November 1995 - PL 15 S 2169/94 - (PersR 1996, 439, 443).
- LAG Hessen, 04.04.2003 - 12 Sa 250/02
Außerordentliche Kündigung, Vorteilsnahme, Hemmung der Ausschlussfrist durch …
So ist das Wissen des Bürgermeisters einer Kommune unerheblich, wenn nach der einschlägigen Gemeindeordnung nicht er, sondern der Gemeindevorstand kündigungsberechtigt ist (BAG 20. April 1977 - 4 AZR 778/75 - AP BAT § 54 Nr. 1;… 18. Mai 1994 a.a.O., zu II 3 b; VGH Mannheim 28. November 1995 - PL 15 S 2169/94 - PersR 1996/439). - VG Köln, 16.10.2006 - 3 K 3618/05 vgl. im Einzelnen OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 16.02.1995 - 2 A 5573/95 -, OVG/Schütz/Maiwald, Beamtenrecht ES/CII 3.1 Nr. 64 m.w.N.; VGH München, Urteil vom 17.05.1995 - 3 B 94.3181 -, ZBR 1996, 344.
