Rechtsprechung
   VGH Hessen, 17.03.2011 - 4 C 883/10.N   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • openjur.de
  • Justiz Hessen

    § 3 Nr 2 ROG, § 8 Abs 7 S 1 Nr 1 ROG, § 8 Abs 7 S 1 Nr 2 ROG, § 35 Abs 3 S 3 BauGB, § 35 Abs 1 Nr 5 BauGB, § 6 Abs 3 S 1 Nr 1 HLPG, § 6 Abs 3 S 2 HLPG, § 6 Abs 6 HLPG, § 47 Abs 1 Nr 2 VwGO, § 15 HLPG
    Regionalplan - Vorranggebiete für Windenergienutzung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Zulässigkeit der Überprüfung der in einem Regionalplan enthaltenen Ziele einer Raumordnung im Rahmen einer Normenkontrolle; Bejahung der Antragsbefugnis bei einer Normenkontrolle bei zielgerichteter Beantragung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für Windenergieanlagen; Anforderungen an einen Regionalplan für die Festlegung von Vorranggebieten für Windenergienutzung mit Ausschlusswirkung an anderer Stelle im Plangebiet

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Öffentliches Recht - Regionalplan: Normenkontrolle gegen Windkraftausschluss

Kurzfassungen/Presse (2)

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Vorranggebiete für Windkraftanlagen

  • lto.de (Kurzinformation)

    Festlegung von Vorranggebieten für Windenergienutzung im Regionalplan muss schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept zugrunde liegen

Besprechungen u.ä.

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo) (Entscheidungsbesprechung)

    Regionalplan: Windkraftausschluss mit Normenkontrollantrag angreifbar! (IBR 2011, 370)

Verfahrensgang

  • VGH Hessen, 11.03.2011 - 4 C 883/10
  • VGH Hessen, 17.03.2011 - 4 C 883/10.N

Zeitschriftenfundstellen

  • DÖV 2011, 577
  • IBR 2011, 370
  • ZfBR 2011, 484



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Wird zitiert von ... (8)  

  • VGH Bayern, 17.11.2011 - 2 BV 10.2295  

    Vorbescheid; Windkraftanlage; sonstiger öffentlicher Belang; in Aufstellung

    Nach der Rechtsprechung (vgl. BVerwG vom 17.12.2002 Az. 4 C 15/01 BVerwGE 117, 287 = NVwZ 2003, 733 = BayVBl 2003, 664; vom 15.9. 2009 Az. 4 BN 25/09 BauR 2010, 82; HessVGH vom 17.3. 2011 Az. 4 C 883/10.N ZfBR 2011, 484) vermag die Darstellung einer Konzentrationszone die Rechtsfolge des § 35 Abs. 3 Satz 3 BauGB nur auszulösen, wenn ihr ein schlüssiges Plankonzept zugrunde liegt, das sich auf den gesamten Planbereich erstreckt.

    Die Ausarbeitung des Planungskonzepts vollzieht sich abschnittsweise (vgl. dazu BVerwG vom 15.9. 2009 Az. 4 BN 25/09 a.a.O.; HessVGH vom 17.3. 2011 Az. 4 C 883/10.N a.a.O.; Scheidler WiVerw 2011, 113/129ff.).

    Darüber hinaus ist zu verlangen, dass das Verfahren der Ausarbeitung des Planungskonzepts hinreichend nachvollziehbar und - nicht zuletzt aus Gründen des Rechtsschutzes - dokumentiert ist (vgl. HessVGH vom 17.3. 2011 Az. 4 C 883/10.N a.a.O.).

    Insoweit ist es sachgerecht, Bereiche mit ersichtlich nur geringer, eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie nicht zulassender Windhöffigkeit von vornherein auszuschließen (vgl. auch HessVGH vom 17.3. 2011 Az. 4 C 883/10.N a.a.O.).

  • VGH Bayern, 31.05.2011 - 8 N 10.1663  

    Keine Privatflieger auf dem ehemaligen Militärflugplatz Fürstenfeldbruck

    Auf die Frage, ob es sich bei der angegriffenen Soll-Zielfestlegung um ein Ziel der Raumordnung, also um eine verbindliche Vorgabe in Form einer räumlich und sachlich bestimmten oder bestimmbaren, vom Träger der Landesplanung abschließend abgewogenen textlichen oder zeichnerischen Festlegung handelt (vgl. § 3 Abs. 1 Nr. 2 des Raumordnungsgesetzes vom 22.12.2008 [BGBl. I S. 2986], zuletzt geändert durch Gesetz vom 31.7.2009 [BGBl. I S.2585] - ROG 2009 -, § 3 Nr. 2 des Raumordnungsgesetzes vom 18.8.1997 [BGBl. I S. 2081] in der Fassung des Gesetzes vom 9.12.2006 [BGBl. I S. 2833] - ROG 2006 -, Art. 3 Abs. 1 BayLPlG) und daher unabhängig von ihrer Rechtsform eine im Range unter dem Landesgesetz stehende Rechtsvorschrift im Sinne des § 47 Abs. 1 Nr. 2 VwGO i.V.m. Art. 5 Satz 1 AGVwGO vorliegt (vgl. BVerwG vom 20.11.2003 NVwZ 2004, 614; vom 1.7.2005 Az. 4 BN 26/05 ; OVG Sachsen-Anhalt vom 30.7.2009 UPR 2009, 399; HessVGH vom 17.3.2011 ZfBR 2011, 484 RdNr. 25), kommt es nicht an.

    Der Antragsteller muss also hinreichend substanziiert Tatsachen vortragen, die es zumindest als möglich erscheinen lassen, dass er durch eine bestimmte Regelung des raumordnungsrechtlichen Plans oder deren Anwendung in seinem Recht auf ordnungsgemäße Abwägung seiner Belange nach § 7 Abs. 2 ROG 2009, § 7 Abs. 7 ROG 2006, Art. 14 BayLPlG verletzt wird (vgl. BVerwG vom 13.11.2006 NVwZ 2007, 229 RdNr. 6; OVG Sachsen-Anhalt vom 30.7.2009 UPR 2009, 399; HessVGH vom 17.3.2011 ZfBR 2011, 484 RdNr. 26).

    Nur ausnahmsweise kann eine raumordnerische Zielfestlegung in die Rechtsposition einer Privatperson eingreifen, wenn sich die unmittelbare Geltung der Zielfestlegung aufgrund einer "raumordnungsexternen" Regelung ergibt, wie etwa § 35 Abs. 3 Sätze 2 Satz 3 BauGB, wonach unter den dort bezeichneten Voraussetzungen Ziele der Raumordnung als entgegenstehende öffentliche Belange die Genehmigung eines im Außenbereich gelegenen Vorhabens ausschließen (vgl. BVerwG vom 20.11.2003 BVerwGE 119, 217/225; vom 13.11.2006 NVwZ 2007, 229 RdNr. 11; HessVGH vom 17.3.2011 ZfBR 2011, 484).

    Die rechtliche Prüfung orientiert sich auch insoweit an den Grundsätzen der Bauleitplanung, wobei das Maß der Abwägung auch vom Grad der Konkretheit der raumordnungsrechtlichen Zielbestimmung abhängt (vgl. BVerwG vom 27.1.2005 BVerwGE 122, 364/375 f.; vom OVG Meckl.-Vorp. vom 14.7.2010 Az. 4 K 17/06 RdNr. 33 m.w.N.; HessVGH vom 17.3.2011 ZfBR 2011, 484 RdNr. 32).

  • OVG Sachsen, 01.07.2011 - 1 C 25/08  
    Die Wirksamkeit von Regionalplänen, die vor dem 30. Juni 2009 in Kraft getreten sind, ist gemäß § 28 Abs. 2 ROG 2008 vorrangig anhand der nunmehr bundesrechtlich geregelten und zum Teil rückwirkend anwendbaren Planerhaltungsvorschriften des § 12 ROG 2008 zu beurteilen (Abweichung von OVG Berlin-Brandenburg, NK-Urt. v. 14. September 2010 - 2 A 4.10 -, und HessVGH, NK-Urt. v. 17. März 2011 - 4 C 883/10.N -, jeweils juris).

    Für die Antragsbefugnis reicht es nach gefestigter obergerichtlicher Rechtsprechung aus, wenn ein Antragsteller die ernsthafte Absicht dartut, in dem von der Zielfestlegung betroffenen Gebiet eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für WEA zu beantragen (vgl. bereits VGH BW, NK-Urt. v. 9. Juni 2005 - 3 S 1545/04 -, juris Rn. 28; zuletzt HessVGH, NK-Urt. v. 17. März 2011 - 4 C 883/10.N -, juris Rn. 26 m. w. N.).

    42 Da die bundesrechtlichen Planerhaltungsvorschriften im Interesse einer größtmöglichen Wirksamkeit der Neuregelung über die Planerhaltung rückwirkend auch auf bereits vor dem 30. Juni 2009 in Kraft getretene Regionalpläne Anwendung finden, wobei sie für weitergehende landesrechtliche Planerhaltungsvorschriften keine Sperrwirkung entfalten (vgl. Spannowsky a. a. O., § 28 Rn. 13), bedarf es für die Beurteilung der Beachtlichkeit von formellen und materiellen Mängeln eines Regionalplans grundsätzlich einer Prüfung sowohl der bundesrechtlichen als auch der jeweiligen landesrechtlichen Planerhaltungsvorschriften (anders OVG Berlin- Brandenburg, NK-Urt. v. 14. September 2010 - 2 A 4.10 -, juris, und HessVGH, NK- Urt. v. 17. März 2011 - 4 C 883/10.N -, juris, die ihre Prüfung bei stattgebenden Normenkontrollurteilen jeweils auf landesrechtliche Vorschriften beschränken).

mehr
  • VGH Hessen, 10.05.2012 - 4 C 841/11  

    Unwirksame Windenergie-Zielfestlegung

    Wie der erkennende Senat bereits in seinem Urteil vom 17. März 2011 - 4 C 883/10.N - BauR 2012, 459) dargelegt hat, haben Ziele der Raumordnung im Sinne des § 3 Nr. 2 ROG den Charakter von Außenrechtsvorschriften.

    Darüber hinaus hat sich der erkennende Senat in seinem bereits zitierten Urteil vom 17. März 2011 (a.a.O.) der Auffassung angeschlossen, dass das Verfahren der Ausarbeitung des Planungskonzepts hinreichend nachvollziehbar und - nicht zuletzt aus Gründen des Rechtsschutzes - dokumentiert sein muss (vgl. dazu auch OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 02. Oktober 2007, a. a. O.).

  • VGH Bayern, 31.05.2011 - 8 A 08.40016  

    Keine Privatflieger auf dem ehemaligen Militärflugplatz Fürstenfeldbruck

    Die rechtliche Prüfung orientiert sich auch insoweit an den Grundsätzen der Bauleitplanung, wobei das Maß der Abwägung auch vom Grad der Konkretheit der raumordnungsrechtlichen Zielbestimmung abhängt (vgl. BVerwG vom 27.1.2005 BVerwGE 122, 364/375 f.; vom OVG Meckl.-Vorp. vom 14.7.2010 Az. 4 K 17/06 RdNr. 33 m.w.N.; HessVGH vom 17.3.2011 ZfBR 2011, 484 RdNr. 32).
  • OVG Niedersachsen, 27.07.2011 - 1 KN 224/07  

    Zeitstufenfestlegungen im Raumordnungsrecht

    Eine Antragsbefugnis steht nicht nur Flächeneigentümern oder Inhabern eines bereits im Landkreis tätigen Abbauunternehmens zu, sondern auch demjenigen, der in Bezug auf die fraglichen Flächen bergrechtliche Rechtspositionen besitzt (vgl. OVG Greifswald, Urt. v. 7.9.2000 - 4 K 28/99 -, NVwZ-RR 2001, 565) oder der die ernsthafte Absicht dartut, in dem von der Zielfestlegung betroffenen Gebiet eine entsprechende Abbaugenehmigung einzuholen (vgl. für Windenergieanlagen: OVG Lüneburg, Urt. v. 9.10.2008 - 12 KN 35/07 -, NdsVBl. 2009, 107; VGH Kassel, Urt. v. 17.3.2011 - 4 C 883/10.N -, ZfBR 2011, 484 ) oder das Verfahren bereits durchführt.
  • OVG Sachsen, 03.07.2012 - 4 B 808/06  

    Imissionsschutz-Prüfung im Vorbescheidsverfahren nötig?

    69 Bezogen auf die Konzentrationsplanung von Windenergieanlagen in einem Regionalplan wird hiervon ausgehend eine Gesamtunwirksamkeit angenommen, wenn dem Plan mangels ausreichender Darstellung von Positivflächen für die Errichtung von Windenergieanlagen kein schlüssiges gesamträumliches Planungskonzept zugrunde liegt (HessVGH, Urt. v. 17. März 2011 - 4 C 883/10.N - Rn. 46 bei juris).
  • VG Lüneburg, 16.02.2012 - 2 A 248/10  

    Festlegung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung in einem Regionalen

    Die Überlegungen des Planungsträgers im Rahmen seiner Abwägung müssen in den Aufstellungsunterlagen bzw. Verfahrensakten selbst dokumentiert sein, um eine wirksame gerichtliche Kontrolle der Abwägungsentscheidung zu ermöglichen (VGH Kassel, Urteil v. 17.3.2011 - 4 C 883/10.N -, ZfBR 2011, 484).
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