Rechtsprechung
| BVerfG, 10.06.2016 - 1 BvR 742/16 |
Volltextveröffentlichungen (7)
- lexetius.com
- Bundesverfassungsgericht
Verbot der Benachteiligung Behinderter gemäß Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG bei der Würdigung der Frage eines Mitverschuldens (§ 254 BGB) zu berücksichtigen
- rechtsprechung-im-internet.de
Art 3 Abs 3 S 2 GG, § 93c Abs 1 S 1 BVerfGG, § 254 Abs 1 BGB, § 823 Abs 1 BGB, § 7 Abs 1 StVG
Stattgebender Kammerbeschluss: Ausstrahlungswirkung des Verbots der Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen (Art 3 Abs 3 S 2 GG) auch bei Beurteilung von zivilrechtlichem Mitverschulden (§ 254 Abs 1 BGB) - hier: Anspruchskürzung zu Lasten eines Rollstuhlfahrers wegen Nichtanlegens eines allein für den Transport in einem Fahrzeug vorgesehenen Beckengurtes
- verkehrslexikon.de
Anspruchskürzung zu Lasten eines Rollstuhlfahrers wegen Nichtanlegens eines allein für den Transport in einem Fahrzeug vorgesehenen Beckengurtes
- Verkehrsrecht Blog (Kurzinformation und Volltext)
Kein Mitverschulden des Rollstuhlfahrers beim Nichtanlegens eines Beckengurtes
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
- juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)
Kurzfassungen/Presse (5)
- Burhoff online Blog (Kurzinformation und Auszüge)
Rollstuhlfahrer: Ohne Beckengurt - kein Mitverschulden…
- lawblog.de (Kurzinformation)
Bannstrahl trifft kleinen Amtsrichter
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Verfassungsgerichtliche Kontrolle zivilgerichtlicher Urteile
- Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Mitverschulden - und das Verbot der Benachteiligung Behinderter
- unfallzeitung.de (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)
Bundesverfassungsgericht entscheidet zu Unfall mit Rollstuhlfahrer und dessen Mitverschulden
Besprechungen u.ä.
- unfallzeitung.de (Kurzinformation/Entscheidungsbesprechung)
Bundesverfassungsgericht entscheidet zu Unfall mit Rollstuhlfahrer und dessen Mitverschulden
Verfahrensgang
- AG Bretten, 08.12.2015 - 1 C 222/15
- AG Bretten, 09.03.2016 - 1 C 222/15
- BVerfG, 10.06.2016 - 1 BvR 742/16
Wird zitiert von ...
- OLG Frankfurt, 22.07.2016 - 8 W 38/16
Kündigung eines Wohn- und Betreuungsvertrages aus wichtigem Grund
Dies gilt auch unter Berücksichtigung der Ausstrahlungswirkung des Art. 3 Abs. 3 Satz 2 GG ins Zivilrecht (vgl. dazu etwa BVerfG…, Beschluss vom 24.03.2016 - 1 BvR 2012/13, ZfSch 2016, 414; Beschluss vom 10.06.2016 - 1 BvR 742/16, [...];… Caspar, EuGRZ 2000, 135, 141 ff.), zumindest wenn der Klägerin der Beweis gelungen wäre, dass die Beklagte und/oder ihre Betreuerin der Klägerin tatsächlich im Vorfeld der Aufnahme der Beklagten verschwiegen haben, dass diese an schwerer Unruhe mit entsprechenden Schreiattacken und einer stark ausgeprägten Echolalie leidet.