Rechtsprechung
   VerfGH Bayern, 28.11.2007 - Vf. 15-VII-05   

Volltextveröffentlichungen

Kurzfassungen/Presse (2)

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Gesetzesvorschriften über den kommunalen Finanzausgleich Kommunaler teilweise verfassungswidrig

  • Jurion(Abodienst) (Verschiedene Textarten)

    Kein Anspruch der Gemeinden auf nachhaltige und verlässliche Finanzausstattung im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs




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Wird zitiert von ... (26)  

  • StGH Niedersachsen, 07.03.2008 - StGH 2/05  

    Verfassungsbeschwerden von 11 niedersächsischen Gemeinden zurückgewiesen

    Der Staatsgerichtshof hat in seiner bisherigen Rechtsprechung das Bestehen eines derartigen Anspruchs zwar grundsätzlich bejaht, diesen aber unter den Vorbehalt der finanziellen Leistungsfähigkeit des Landes gestellt (Urteil vom 16. Mai 2001 -StGH 6/99 u. a.-, LVerfGE 12, 255, 286; ebenso StGH Baden-Württemberg, Urteil vom 10. Mai 1999 -GR 2/97-, LVerfGE 10, 3, 26; LVerfG Mecklenburg- Vorpommern, Urteil vom 11. Mai 2006 -LVerfG 1, 5, 9/05-, Urteilsumdruck S. 29 f.; BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 -Vf. 15-VII-05-, juris Rdnr. 204).

    Der organisationsrechtlichen Einordnung der Kommunen als Teile der Länder entspricht es überdies, beide gleichgewichtig entsprechend ihrer Aufgaben an den insgesamt zur Verfügung stehenden Finanzmitteln zu beteiligen (so auch BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 -Vf. 15-VII-05-, juris Rdnr. 205).

    Umgekehrt können die Kommunen auch nicht auf den Fortbestand der einmal gewährten Finanzzuweisungen vertrauen, denn auch das Land darf nicht finanziell überfordert werden und muss in der Lage bleiben, andere gleichwertige Güter sicher zu stellen (Nds. StGH, Urteil vom 25. November 1997 -StGH 14/95 u. a.-, Nds. StGHE 3, 299, 315; BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 -Vf. 15-VII-05-, juris Rdnr. 204-208).

    Wegen des Fehlens allgemeingültiger Maßstäbe zur Bemessung eines objektiv notwendigen Finanzbedarfs ist es ausgeschlossen, die Höhe der einer Vielzahl von Gemeinden und Gemeindeverbänden zur Verfügung zu stellenden Finanzmittel nach objektiven Gesichtspunkten nachrechenbar quotenmäßig oder gar exakt zu ermitteln (vgl. Nds. StGH, Urteil vom 16. Mai 2001 -StGH 6/99 u. a.-, LVerfGE 12, 255, 280 f.; BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 -Vf. 15-VII-05-, juris Rdnr. 210, jeweils m. w. N.).

    Nur wenn die gesetzgeberischen Annahmen offensichtlich fehlerhaft und eindeutig widerlegbar sind oder die vorgenommene Mittelverteilung zwischen Land und Kommunen dem Grundsatz der Verteilungssymmetrie evident widerspricht, kann ein Verfassungsverstoß festgestellt werden (vgl. Bay- VerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 -Vf. 15-VII-05-, juris Rdnr. 209 m. w. N.).

    Zwar haben Verfassungsgerichte anderer Länder die verfassungsrechtliche Notwendigkeit eines derartigen Verfahrens unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum prozeduralen Schutz bei den Grundrechten bejaht (StGH Baden-Württemberg, Urteil vom 10. Mai 1999 -GR 2/97-, LVerfGE 10, 3, 26, 29 f.; BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 -Vf. 15-VII-05-, juris Rdnr. 215 f.; ablehnend dagegen z. B. SachsAnh VerfG, Urteil vom 22 13. Juli 1999 -LVG 20/97-, LVerfGE 10, 440, 453 f.).

  • VerfGH Rheinland-Pfalz, 14.02.2012 - VGH N 3/11  

    Kein Auskommen mit den Finanzzuweisungen des Landes

    Der kommunalen Selbstverwaltung würde hierdurch einseitig der Vorrang gegenüber anderen, verfassungsrechtlich gleichwertigen Gütern wie etwa der inneren Sicherheit, dem Bildungswesen oder der Justizgewährung eingeräumt (vgl. VerfGH RP, AS 15, 66 [68 f., 75]; BayVerfGH, Urteil vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05 - juris, Rn. 204; VerfGH NW, Urteil vom 19. Juli 2011 - 32/08 - juris, Rn. 56).

    Ein aufgabengerechter Finanzausgleich setzt voraus, dass der Gesetzgeber sich zunächst ein Bild von der Höhe der erforderlichen Finanzmittel macht, wobei er auch schätzen und pauschalieren darf (vgl. StGH BW, Urteil vom 10. Mai 1999 - 2/97 - juris, Rn. 98; BayVerfGH, Urteil vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05 - juris, Rn. 217).

    Außerdem wäre ohne eine Begründung - angesichts des Gestaltungsspielraums des Gesetzgebers - die verfassungsgerichtliche Überprüfung des kommunalen Finanzausgleichs deutlich erschwert (vgl. BVerfGE 86, 90 [107 ff.]; BayVerfGH, Urteil vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05 - juris, Rn. 216 ff.).

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 19/08  

    Verfassungsbeschwerden gegen die Kommunalisierung von Versorgungs- und

    Obwohl das Ausführungsgesetz einfaches Recht ist, das der Gesetzgeber (unter Befolgung der verfassungsrechtlichen Bindung) ändern kann, muss der aufgabenübertragende Gesetzgeber kraft der verfassungsrechtlichen Verpflichtung aus Art. 78 Abs. 3 Satz 5 LV NRW die zentralen von ihm selbst gesetzten Maßstäbe des Ausführungsgesetzes einhalten (vgl. zum verfassungsrechtlich verankerten Schutz der Selbstverwaltung durch einfachrechtlich ausgestaltete Verfahren Kemmler, DÖV 2008, 983, 990 m. w. N., sowie StGH Bad.-Württ., ESVGH 49, 241, 252 ff., 256, unter Bezugnahme auf BVerfGE 90, 60, 96; ebenso BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05 -, juris, Rn. 213 ff., unter Bezugnahme auf BVerfGE 86, 90, 108 f.).
mehr
  • StGH Niedersachsen, 04.06.2010 - StGH 1/08  

    Zur Verfassungsmäßigkeit von Art. 1 Abs. 3 NFAG-ÄndG vom 12.7.2007

    2008, S. 223 = Juris Rdnr. 71; BayVerfGH, Entscheidungen vom 12. Januar 1998, Vf. 24-VII-94, BayVBl. 1998, S. 207 = Juris Rdnr. 86; vom 28. November 2007, Vf. 15-VII-05, Juris Rdnr. 239).

    Es ist dem Gesetzgeber folglich gestattet, bei der Gestaltung der Ausgleichsregelungen in der Weise zu verallgemeinern und zu pauschalieren, dass an Regelfälle des Sachbereichs angeknüpft wird und dabei etwaige Besonderheiten von Einzelfällen außer Betracht bleiben (BayVerfGH, Entscheidungen vom 12. Januar 1998, Vf. 24-VII-94, BayVBl. 1998, S. 207, 237 = Juris Rdnr. 82 und vom 28. November 2007, Vf. 15-VII-05, Juris Rdnr. 257; VerfGH NW, Urteil vom 8. April 2003, VerfGH 2/02, NWVBl. 2003, S. 261 = Juris Rdnr. 45).

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 21/08  
    Obwohl das Ausführungsgesetz einfaches Recht ist, das der Gesetzgeber (unter Befolgung der verfassungsrechtlichen Bindung) ändern kann, muss der aufgabenübertragende Gesetzgeber kraft der verfassungsrechtlichen Verpflichtung aus Art. 78 Abs. 3 Satz 5 LV NRW die zentralen von ihm selbst gesetzten Maßstäbe des Ausführungsgesetzes einhalten (vgl. zum verfassungsrechtlich verankerten Schutz der Selbstverwaltung durch einfachrechtlich ausgestaltete Verfahren Kemmler, DÖV 2008, 983, 990 m. w. N., sowie StGH Bad.-Württ., ESVGH 49, 241, 252 ff., 256, unter Bezugnahme auf BVerfGE 90, 60, 96; ebenso BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05 -, juris, Rn. 213 ff., unter Bezugnahme auf BVerfGE 86, 90, 108 f.).
  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 29/08  
    Obwohl das Ausführungsgesetz einfaches Recht ist, das der Gesetzgeber (unter Befolgung der verfassungsrechtlichen Bindung) ändern kann, muss der aufgabenübertragende Gesetzgeber kraft der verfassungsrechtlichen Verpflichtung aus Art. 78 Abs. 3 Satz 5 LV NRW die zentralen von ihm selbst gesetzten Maßstäbe des Ausführungsgesetzes einhalten (vgl. zum verfassungsrechtlich verankerten Schutz der Selbstverwaltung durch einfachrechtlich ausgestaltete Verfahren Kemmler, DÖV 2008, 983, 990 m. w. N., sowie StGH Bad.-Württ., ESVGH 49, 241, 252 ff., 256, unter Bezugnahme auf BVerfGE 90, 60, 96; ebenso BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05 -, juris, Rn. 213 ff., unter Bezugnahme auf BVerfGE 86, 90, 108 f.).
  • OVG Rheinland-Pfalz, 15.12.2010 - 2 A 10738/09  

    Vereinbarkeit der Vorschriften des rheinland-pfälzischen

    Deshalb folge aus der grundrechtsähn­lichen Selbstverwaltungsgarantie, dass zum Schutz der Finanzhoheit eine verfah­rensrechtliche Absicherung der Entscheidungen des Gesetzgebers über den kommunalen Finanzausgleich verfassungsrechtlich geboten sei (BayVerfGH, Ent­scheidung vom 28. November 2007 - Vf.15-VII-05 -, juris, Rn. 213 ff.; StGH Baden-Württemberg, Urteil vom 10. Mai 1999 - 2/97 -, juris, Rn. 90 ff.; Thüringer VerfGH, Urteil vom 21. Juni 2005 - 28/03-, juris, Rn. 161, 185).

    Es hat insoweit nur zu prüfen, ob die betreffenden gesetz­geberischen Entscheidungen offensichtlich fehlerhaft und ein­deutig widerlegbar sind oder ob sie der verfassungsrechtlichen Wertordnung widersprechen (vgl. StGH Baden-Württemberg, Urteil vom 10. Mai 1999 - 2/97 -, juris, Rn. 95; Nds. StGH, Urteil vom 7. März 2008 - StGH 2/05 -, S. 21 UA; BayVerfGH, Ent­scheidung vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05-, juris, Rn. 210; ThürVerfGH, Urteil v. 21. Juni 2005 - 28/03 -, juris, Rn. 156; jeweils m.w.N.).

  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 28/08  
    Obwohl das Ausführungsgesetz einfaches Recht ist, das der Gesetzgeber (unter Befolgung der verfassungsrechtlichen Bindung) ändern kann, muss der aufgabenübertragende Gesetzgeber kraft der verfassungsrechtlichen Verpflichtung aus Art. 78 Abs. 3 Satz 5 LV NRW die zentralen von ihm selbst gesetzten Maßstäbe des Ausführungsgesetzes einhalten (vgl. zum verfassungsrechtlich verankerten Schutz der Selbstverwaltung durch einfachrechtlich ausgestaltete Verfahren Kemmler, DÖV 2008, 983, 990 m. w. N., sowie StGH Bad.-Württ., ESVGH 49, 241, 252 ff., 256, unter Bezugnahme auf BVerfGE 90, 60, 96; ebenso BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05 -, juris, Rn. 213 ff., unter Bezugnahme auf BVerfGE 86, 90, 108 f.).
  • VerfGH Bayern, 13.09.2012 - 16-VII-11  

    Unbegründete Popularklage gegen Änderungen einer

    Der Beurteilung durch den Verfassungsgerichtshof ist grundsätzlich der Rechtszustand im Zeitpunkt seiner Entscheidung zugrunde zu legen (vgl. VerfGH vom 21.11.2007 = VerfGH 60, 184/211; VerfGH vom 16.12.2010 = BayVBl 2011, 300/301).
  • VerfG Brandenburg, 15.12.2008 - VfGBbg 66/07  

    Kommunalverfassungsbeschwerde: Verpflichtung des Gesetzgebers, eine

    Mit anderen Worten: Hat das Land - neben der bundesgesetzlichen Regelung - noch einen eigenen Entscheidungsspielraum dahingehend, ob es die Aufgabe selbst kraft Landesrechts wahrnehmen will oder - wenn nicht - die Aufgabe dann den Kommunen kraft Bundesrechts zufallen soll, und nutzt es diesen Gestaltungsspielraum zu Lasten der Kommunen, so greift das Konnexitätsprinzip ein (vgl. zum strikten Konnexitätsprinzip nach Art. 83 Abs. 3 BayVerf: BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 - Vf.15-VII-05, zitiert nach juris, dort Rn. 269 ff.; vgl. auch Hennecke , Der Landkreis 2006, 499, 502 f.).
  • VerfGH Nordrhein-Westfalen, 19.07.2011 - VerfGH 32/08  

    Gemeindefinanzierung in Nordrhein-Westfalen

  • VGH Bayern, 21.03.2011 - 4 BV 10.108  

    Anfechtung eines Kreisumlagebescheides durch Gemeinde wegen

  • VerfGH Bayern, 14.04.2011 - 13-VII-08  

    Verfassungsmäßigkeit des strikten Rauchverbots in Gaststätten

  • VerfG Brandenburg, 15.12.2008 - VfGBbg 68/07  

    Kommunalverfassungsbeschwerde: Verpflichtung des Gesetzgebers, eine

  • VerfGH Bayern, 16.12.2010 - 6-VII-10  

    Popularklage gegen Art. 13 e BayNatSchG

  • VerfGH Bayern, 04.05.2012 - 10-VII-11  

    Popularklage wegen Abwägungsfehler der Bauleitplanung?

  • OVG Rheinland-Pfalz, 28.04.2011 - 2 A 11423/10  

    Zulässigkeit einer progressiven Kreisumlage

  • VerfGH Bayern, 26.06.2012 - 2-VII-11  

    Teileinstellung eines Popularklageverfahrens; Unzulässigkeit der Popularklage im

  • LVerfG Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 29/08  
  • LVerfG Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 21/08  
  • LVerfG Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 19/08  
  • VerfGH für das Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 29/08  
  • VerfGH für das Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 21/08  
  • VerfGH für das Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 19/08  
  • LVerfG Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 28/08  
  • VerfGH für das Nordrhein-Westfalen, 23.03.2010 - VerfGH 28/08  
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