Rechtsprechung
   BVerfG, 22.06.1990 - 2 BvR 116/90   

Volltextveröffentlichungen

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    Gerichtliche Aufklärungspflicht im Auslieferungsverfahren bei Behauptung der Inhaberschaft der deutschen Staatsbürgerschaft

Kurzfassungen/Presse

Verfahrensgang

  • OLG Düsseldorf, 19.09.1989 - 4 Ausl (A) 231/89
  • OLG Düsseldorf, 30.11.1989 - 4 Ausl (A) 231/89
  • OLG Düsseldorf, 09.01.1990 - 4 Ausl (A) 231/89
  • BVerfG, 22.06.1990 - 2 BvR 116/90
  • OLG Düsseldorf, 25.07.1991 - 4 Ausl (A) 231/89
  • OLG Düsseldorf, 04.09.1991 - 4 Ausl (A) 231/89
  • BGH, 11.10.1991 - 2 ARs 466/91
  • BVerfG, 05.06.1992 - 2 BvR 1403/91

Zeitschriftenfundstellen

  • NJW 1990, 2193
  • NVwZ 1990, 1163 (Ls.)



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Wird zitiert von ... (37)  

  • BVerfG, 24.05.2006 - 2 BvR 669/04  

    Einbürgerung

    Nach der vom Bundesverfassungsgericht in seinem Kammerbeschluss vom 22. Juni 1990 (NJW 1990, S. 2193) zugrundegelegten Definition der Entziehung als "Verlust, den der Betroffene nicht beeinflussen kann", fielen weder die gesetzlichen Verlustgründe des § 17 StAG noch die Rücknahme der durch Täuschung oder durch falsche Angaben des Betroffenen unter das Entziehungsverbot des Art. 16 Abs. 1 GG, denn in den genannten Fällen habe der Betroffene es selbst in der Hand, auf den Statuserhalt Einfluss zu nehmen.

    Eine Beeinträchtigung der Verlässlichkeit und Gleichheit des Zugehörigkeitsstatus liegt insbesondere in jeder Verlustzufügung, die der Betroffene nicht oder nicht auf zumutbare Weise beeinflussen kann (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Juni 1990, NJW 1990, S. 2193; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 10. August 2001 - 2 BvR 2101/00 -, NVwZ 2001, S. 1393; BVerwGE 100, 139 ; für Vermeidbarkeit oder Beeinflussbarkeit oder zumutbare Vermeidbarkeit als Kriterium der Abgrenzung zwischen zulässigem Verlust und verbotener Entziehung auch Gross, DVBl 1954, S. 801 ; Boetius, AöR 92, S. 49 ff. ; Seifert, DÖV 1972, S. 671 ; Scholz/Uhle, NJW 1999, S. 1510 ; Randelzhofer, in: Maunz/Dürig/Herzog, GG, Art. 16 Rn. 49; Schnapp, in: v. Münch/Kunig, GG Bd. 1, 5. Aufl. 2000, Rn. 12 zu Art. 16 GG; Allesch, in: Umbach/Clemens, GG Bd. 1, 2002, Rn. 10 zu Art. 16 GG; Kämmerer, in: Bonner Kommentar, Art. 16 Rn. 49).

  • BVerfG, 08.12.2006 - 2 BvR 1339/06  

    Verfassungsbeschwerde gegen Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit nach § 25

    Der Betroffene hat es selbst in der Hand, die deutsche Staatsangehörigkeit zu behalten, sei es, dass er auf den Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit verzichtet, sei es, dass er nach § 25 Abs. 2 StAG vor Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit eine Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit einholt (vgl. zum früheren § 25 RuStAG Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Juni 1990 - 2 BvR 116/90 -, NJW 1990, S. 2193; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 10. August 2001 - 2 BvR 2101/00 -, NVwZ 2001, S. 1393).
  • BAG, 07.06.2006 - 4 AZR 316/05  

    Tarifvertragliche Residenzpflicht eines Hausmeisters

    Darunter ist der räumliche Schwerpunkt der Lebensverhältnisse einer Person zu sehen (BVerfG 22. Juni 1990 - 2 BvR 116/90 - NJW 1990, 2193, 2194).
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