Rechtsprechung
   BVerfG, 06.07.2010 - 2 BvR 2661/06   

Volltextveröffentlichungen (15)

  • lexetius.com
  • DFR

    Ultra-vires-Kontrolle Mangold

  • openjur.de

    Artt. 12 Abs. 1, 2 Abs. 1, 20 Abs. 3, 101 Abs. 1 Satz 2 GG; § 14 Abs. 3 Satz 4 TzBfG
    Mangold-Urteil des Europäischen Gerichtshofs stellt keine verfassungsrechtlich zu beanstandende Kompetenzüberschreitung dar

  • Bundesverfassungsgericht
  • rechtsprechung-im-internet.de

    Art 101 Abs 1 S 2 GG, Art 12 Abs 1 GG, Art 20 Abs 3 GG, Art 23 Abs 1 S 2 GG, Art 18 AEUV
    Umfang und Grenzen einer Ultra-vires-Kontrolle des Handelns von Organen der Europäischen Union durch das BVerfG (hier: Mangold-Entscheidung des EuGH nicht ultra vires) - Zur Möglichkeit sekundären Vertrauensschutzes durch Gewährung von Schadensersatz bei rückwirkender Nichtanwendbarkeit eines Gesetzes aufgrund einer Entscheidung des EuGH - Anwendung des Willkürmaßstabes aus BVerfGE 82, 159 <194> auch hinsichtlich einer Verletzung von Art 267 Abs 3 AEUV - abweichende Meinung: Kompetenzüberschreitung des EuGH in Mangold-Entscheidung jedenfalls mit Annahme einer Vorwirkung der EGRL 78/2000, Mehrheitsansicht weicht von Lissabon-Entscheidung (BVerfGE 123, 267 <353 ff>) ab

  • Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)

    Ultra-vires-Kontrolle durch das Bundesverfassungsgericht

  • Jurion

    Voraussetzungen einer Kontrolle von Akten europäischer Organe auf Kompetenzverstöße (Ultra-vires-Kontrolle) durch das Bundesverfassungsgericht; Erforderlichkeit eines offensichtlich kompetenzwidrigen und zu einer strukturell bedeutsamen Verschiebung zulasten der Mitgliedstaaten führenden Handelns der Unionsgewalt; Klärung der Zulässigkeit von Handlungen europäischer Organe i.R.e. Vorabentscheidungsverfahrens durch den Gerichtshof der Europäischen Union vor Annahme eines kompetenzwidrigen Aktes; Gewährung einer innerstaatlichen Entschädigung zur Sicherung des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes i.R.e. rückwirkenden Nichtanwendbarkeit eines Gesetzes infolge einer Entscheidung des Gerichtshofes der Europäischen Union; Voraussetzungen eines Verstoßes gegen Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG durch eine Verletzung der unionsrechtlichen Vorlagepflicht i.R.e Auslegung und Anwendung von Zuständigkeitsnormen

  • arbeitsrecht-rheinland-pfalz.de

    Keine Kompetenzüberschreitung des EuGH im Mangold-Urteil

  • riw-online.de(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz/Auszüge frei)

    Mangold-Urteil des EuGH ist mit dem GG vereinbar - EuGH als "gesetzlicher Richter"

  • unalex.eu

    Allgemeine Grundsätze AEUV

  • ZIP-online.de(Leitsatz frei, Volltext 3,90 €)

    Keine Kompetenzüberschreitung des EuGH im Mangold-Urteil - Bindung des Arbeitgebers an einen europarechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz

  • hensche.de
  • Juristenzeitung (jstor.org)(kostenpflichtig)

    Voraussetzungen einer Ultra-vires-Kontrolle durch das BVerfG

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Voraussetzungen einer Kontrolle von Akten europäischer Organe auf Kompetenzverstöße (Ultra-vires-Kontrolle) durch das Bundesverfassungsgericht; Erforderlichkeit eines offensichtlich kompetenzwidrigen und zu einer strukturell bedeutsamen Verschiebung zulasten der Mitgliedstaaten führenden Handelns der Unionsgewalt; Klärung der Zulässigkeit von Handlungen europäischer Organe i.R.e. Vorabentscheidungsverfahrens durch den Gerichtshof der Europäischen Union vor Annahme eines kompetenzwidrigen Aktes; Gewährung einer innerstaatlichen Entschädigung zur Sicherung des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes i.R.e. rückwirkenden Nichtanwendbarkeit eines Gesetzes infolge einer Entscheidung des Gerichtshofes der Europäischen Union; Voraussetzungen eines Verstoßes gegen Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG durch eine Verletzung der unionsrechtlichen Vorlagepflicht i.R.e Auslegung und Anwendung von Zuständigkeitsnormen

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (17)

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    Mangold-Urteil des Europäischen Gerichtshofs stellt keine verfassungsrechtlich zu beanstandende Kompetenzüberschreitung dar

  • beck-blog (Kurzinformation)

    Mangold-Urteil des EuGH kein ausbrechender Rechtsakt

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Mangold-Urteil des EuGH stellt keine verfassungsrechtlich zu beanstandende Kompetenzüberschreitung dar

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Altersdiskriminierung, der EuGH und die Ultra-vires-Doktrin

  • Betriebs-Berater (Leitsatz)

    Mangold-Urteil - keine Kompetenzüberschreitung des EuGH

  • gruner-siegel-partner.de (Kurzinformation)

    Mangold-Urteil: keine Kompetenzüberschreitung des EuGH

  • zbb-online.com (Leitsatz)

    TzBfG § 14; RL 2000/78/EG Art. 6; GG Art. 12, 20 Abs. 3, Art. 23, 101 Abs. 1 Satz 2; EUV Art. 5; AEUV Art. 267
    Keine Kompetenzüberschreitung des EuGH im Mangold-Urteil durch Bindung des Arbeitgebers an einen europarechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz

  • handelsblatt.com (Kurzinformation)

    EU zwischen Rettungsschirm und Diskussion über nationale Souveränität

  • aerztezeitung.de (Pressemeldung)

    Karlsruhe stärkt Stellung des EU-Gerichtshofs

  • arbeit-und-arbeitsrecht.de (Kurzinformation)

    In Sachen Mangold

  • kurzschmuck.de (Kurzinformation)

    Kampf mit EuGH fällt aus

  • lto.de (Kurzinformation)

    Karlsruhe stärkt Stellung des EuGH

  • lto.de (Kurzinformation)

    Karlsruhe stärkt Stellung des EuGH

  • rechtsanwalt-arbeitsrecht-berlin.com (Kurzinformation und Leitsatz)

    Bundesverfassungsgericht bestätigt mit 7:1 die Bindung der Deutschen Gerichte an die Rechtsprechung des EuGH anhand der "Mangoldentscheidung”

  • streifler.de (Pressemitteilung)

    Mangold-Urteil des Europäischen Gerichtshofs stellt keine verfassungsrechtlich zu beanstandende Kompetenzüberschreitung dar

  • zeit.de (Pressemeldung, 26.08.2010)

    EU-Richter dürfen deutsche Gesetze außer Kraft setzen

  • 123recht.net (Pressemeldung, 26.8.2010)

    Karlsruhe weicht Konfrontation mit Europäischem Gerichtshof aus // Verfassungsgericht billigt umstrittenes "Mangold"-Urteil

Besprechungen u.ä. (12)

  • zjs-online.com PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Europarecht und nationale Rechtsordnung: "Mangold" in geklärtem dogmatischem Kontext (Benedikt Forschner; ZIS 2011, 456)

  • nomos.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Europarechtskonträre Staatshaftung? - Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung und Pflichtenstellung Privater nach dem Karlsruher Honeywell-Dictum

  • verfassungsblog.de (Entscheidungsanmerkung)

    Der Krieg der Richter findet nicht statt

  • ewir-online.de (Entscheidungsbesprechung)

    TzBfG § 14; RL 2000/78/EG Art. 6; GG Art. 12, 20, 23, 101; AEUV Art. 19, 267
    Keine Kompetenzüberschreitung des EuGH im Mangold-Urteil - Bindung des Arbeitgebers an einen europarechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz

  • deutscheranwaltspiegel.de PDF, S. 6 (Entscheidungsbesprechung)

    Mangold-Urteil gebilligt (Dr. Anke Freckmann; Deutscher AnwaltSpiegel 18/2010, S. 6-8)

  • hu-berlin.de PDF (Entscheidungsbesprechung)

    Antidiskriminierungsschutz durch Abbau von Privilegien für ArbeitnehmerInnen? (das freischüßler 18/2010, S. 14-18)

  • hensche.de (Entscheidungsbesprechung)

    Bedeutung des EuGH für deutsches Arbeitsrecht

  • lto.de (Entscheidungsanmerkung)

    Der Mangold-Beschluss: Karlsruhes souveräne Entscheidung

  • lu.lv PDF (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Beteiligung Deutschlands an der europäischen Integration (Prof. Dr. Thomas Schmitz)


  • Vor Ergehen der Entscheidung:


  • uni-bremen.de (Aufsatz mit Bezug zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Der europäische Verfassungsgerichtsverbund (RiBVerfG Andreas Voßkuhle; NVwZ 2010, 1)

  • europa-uni.de PDF (Aufsatz mit Bezug zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    Das "Sozialthema" zwischen EuGH und Nationalstaat - Überlegungen nach dem Lissabon-Urteil des BVerfG (Prof. Dr. Eva Kocher; AuR 9/2009, 1-7)

  • Universität des Saarlandes (Aufsatz mit Bezug zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)

    "Mangold" als ausbrechender Rechtsakt (Lüder Gerken / Volker Rieble / Günter H. Roth / Torsten Stein / Rudolf Streinz; 2009)

Sonstiges (9)

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Honeywell in der Praxis - Ein Aus- und Überblick" von RA/FAArbR Daniel Gehlhaar, original erschienen in: NZA 2010, 1053 - 1054.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 06.07.2010, Az.: 2 BvR 2661/06 (Ultra-vires-Kontrolle - prozedurale und materielle Voraussetzungen der Unanwendbarkeit kompetenzwidrigen Handelns der Europäischen Union)" von Prof. Dr. Christian Hillgruber, original erschienen in: JA 2011, 78 - 80.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Betriebliches Bündnis für Arbeit" von RA Dr. Friedrich-Wilhelm Lehmann, original erschienen in: BB 2010, 2821 - 2827.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Europas Richter Hand in Hand? - Das Kooperationsverhältnis zwischen BVerfG und EuGH nach Honeywell -" von AR Dr. Heiko Sauer, original erschienen in: EuZW 2011, 94 - 97.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Soziale Vergabekriterien im Spiegel aktueller Judikatur von EuGH und BVerfG" von Prof. Dr. Walter Frenz, original erschienen in: NZS 2011, 321 - 326.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Von Lissabon zu Mangold - Die Konsolidierung des europäischen "Verfassungsgerichtsverbundes" durch das BVerfG" von Dr. Jörg Philipp Terhechte, original erschienen in: EuZW 2011, 81.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 06.07.2010, Az.: 2 BvR 2661/06 (Voraussetzungen einer Ultra-vires-Kontrolle durch das BVerfG)" von Prof. Dr. Claus Dieter Classen, original erschienen in: JZ 2010, 1177 - 1188.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Der Honeywell-Beschluss - Staatshaftung für unanwendbare Gesetze?" von RA Dr. Ulrich Karpenstein und RA Christian Johann, original erschienen in: NJW 2010, 3405 - 3407.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Unbegrenzte richtlinienkonforme Rechtsfortbildung als Haftung Privater für Legislativunrecht? - Für ein subjektives Recht auf Transparenz" von Prof. Dr. Boris Schinkels, LL.M., original erschienen in: JZ 2011, 394 - 401.

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGE 126, 286
  • NJW 2010, 3422
  • ZIP 2010, 1711
  • EuZW 2010, 828
  • NZA 2010, 995
  • DVBl 2010, 1229
  • DÖV 2010, 941



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Wird zitiert von ... (158)  

  • BVerfG, 28.01.2014 - 2 BvR 1561/12  

    Gegenstand der Verfassungsbeschwerden ist die Erhebung der Filmabgabe nach dem

    a) aa) Der Gerichtshof der Europäischen Union ist gesetzlicher Richter im Sinne des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG (vgl. BVerfGE 73, 339 [366]; 82, 159 [192]; 126, 286 [315]; 128, 157 [186 f.]; 129, 78 [105]).

    Kommt ein deutsches Gericht seiner Pflicht zur Anrufung des Gerichtshofs im Wege des Vorabentscheidungsverfahrens daher nicht nach oder stellt es ein Vorabentscheidungsersuchen, obwohl eine Zuständigkeit des Gerichtshofs der Europäischen Union nicht gegeben ist (vgl. BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 24. April 2013 - 1 BvR 1215/07 -, NJW 2013, S. 1499 [1501], Rn. 91), kann dem Rechtsschutzsuchenden des Ausgangsrechtsstreits der gesetzliche Richter entzogen sein (vgl. BVerfGE 73, 339 [366 ff.]; 126, 286 [315]).

    Daher stellt nicht jede Verletzung der unionsrechtlichen Vorlagepflicht zugleich einen Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG dar (vgl. BVerfGE 126, 286 [315]).

    Das Bundesverfassungsgericht überprüft nur, ob die Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsregel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz bestimmenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (vgl. BVerfGE 126, 286 [315 f.]; 128, 157 [187]; 129, 78 [106]).

    Das Bundesverfassungsgericht wacht allein über die Einhaltung der Grenzen dieses Spielraums (vgl. BVerfGE 126, 286 [316] m. w. N.).

    Ein "oberstes Vorlagenkontrollgericht" ist es nicht (vgl. BVerfGE 126, 286 [316]; BVerfGK 13, 506 [512]; 14, 230 [233], 16, 328 [336]; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 9. November 1987 - 2 BvR 808/82 -, NJW 1988, S. 1456 [1457]).

    (1) Die Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV wird in den Fällen offensichtlich unhaltbar gehandhabt, in denen ein letztinstanzliches Hauptsachegericht eine Vorlage trotz der - seiner Auffassung nach bestehenden - Entscheidungserheblichkeit der unionsrechtlichen Frage überhaupt nicht in Erwägung zieht, obwohl es selbst Zweifel hinsichtlich der richtigen Beantwortung der Frage hegt und das Unionsrecht somit eigenständig fortbildet (grundsätzliche Verkennung der Vorlagepflicht; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]).

    (2) Gleiches gilt in den Fällen, in denen das letztinstanzliche Hauptsachegericht in seiner Entscheidung bewusst von der Rechtsprechung des Gerichtshofs zu entscheidungserheblichen Fragen abweicht und gleichwohl nicht oder nicht neuerlich vorlegt (bewusstes Abweichen ohne Vorlagebereitschaft; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]).

    (3) Liegt zu einer entscheidungserheblichen Frage des Unionsrechts einschlägige Rechtsprechung des Gerichtshofs hingegen noch nicht vor oder hat eine vorliegende Rechtsprechung die entscheidungserhebliche Frage möglicherweise noch nicht erschöpfend beantwortet oder erscheint eine Fortentwicklung der Rechtsprechung des Gerichtshofs nicht nur als entfernte Möglichkeit (Unvollständigkeit der Rechtsprechung), wird Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verletzt, wenn das letztinstanzliche Hauptsachegericht den ihm in solchen Fällen notwendig zukommenden Beurteilungsrahmen in unvertretbarer Weise überschreitet (vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]).

    Unvertretbar gehandhabt wird Art. 267 Abs. 3 AEUV im Falle der Unvollständigkeit der Rechtsprechung insbesondere dann, wenn das Fachgericht eine von vornherein eindeutige oder zweifelsfrei geklärte Rechtslage ohne sachlich einleuchtende Begründung bejaht (vgl. BVerfGE 82, 159 [196]; zum Vorliegen eines solchen Falles, wenn mögliche Gegenauffassungen zu der entscheidungserheblichen Frage des Unionsrechts gegenüber der vom Gericht zugrunde gelegten Meinung eindeutig vorzuziehen sind, vgl. BVerfGE 82, 159 [196]; 126, 286 [317]).

  • BVerfG, 15.12.2015 - 2 BvR 2735/14  

    Gewährleistung einzelfallbezogenen Grundrechtsschutzes im Rahmen der

    Wird die Verletzung der Menschenwürdegarantie geltend gemacht, so prüft das Bundesverfassungsgericht - ungeachtet der bisherigen Rechtsprechung zur Unzulässigkeit von Verfassungsbeschwerden und Vorlagen, mit denen die Verletzung in Grundrechten des Grundgesetzes durch sekundäres Gemeinschafts- beziehungsweise Unionsrecht gerügt wurde (vgl. BVerfGE 73, 339 ; 102, 147 ) - einen solchen schwerwiegenden Grundrechtsverstoß im Rahmen der Identitätskontrolle (vgl. BVerfGE 113, 273 ; 123, 267 ; 126, 286 ; 129, 78 ; 134, 366 ; dazu sogleich unter C.I.2.bis 5.).

    Für den Erfolg der Europäischen Union ist die einheitliche Geltung ihres Rechts von zentraler Bedeutung (vgl. BVerfGE 73, 339 ; 123, 267 ; 126, 286 ).

    Art. 23 Abs. 1 GG enthält insoweit auch ein Wirksamkeits- und Durchsetzungsversprechen für das unionale Recht (vgl. BVerfGE 126, 286 ).

    Der Anwendungsvorrang des Unionsrechts vor nationalem Recht gilt grundsätzlich auch mit Blick auf entgegenstehendes nationales Verfassungsrecht (vgl. BVerfGE 129, 78 ) und führt bei einer Kollision im konkreten Fall in aller Regel zu dessen Unanwendbarkeit (vgl. BVerfGE 126, 286 ).

    Der Anwendungsvorrang reicht jedoch nur soweit, wie das Grundgesetz und das Zustimmungsgesetz die Übertragung von Hoheitsrechten erlauben oder vorsehen (vgl. BVerfGE 73, 339 ; 89, 155 ; 123, 267 ; 126, 286 ; 129, 78 ; 134, 366 ).

    bb) Im Rahmen der Identitätskontrolle ist zu prüfen, ob die durch Art. 79 Abs. 3 GG für unantastbar erklärten Grundsätze durch eine Maßnahme der Europäischen Union berührt werden (vgl. BVerfGE 123, 267 ; 126, 286 ; 129, 78 ; 134, 366 ).

    Diese Prüfung kann - wie der Solange-Vorbehalt (vgl. BVerfGE 37, 271 ; 73, 339 ; 102, 147 ) oder die Ultra-vires-Kontrolle (BVerfGE 58, 1 ; 75, 223 ; 89, 155 ; 123, 267 ; 126, 286 ; 134, 366 ) - im Ergebnis dazu führen, dass Unionsrecht in Deutschland in eng begrenzten Einzelfällen für unanwendbar erklärt werden muss.

    Als Herren der Verträge entscheiden diese durch nationale Geltungsanordnungen darüber, ob und inwieweit das Unionsrecht im jeweiligen Mitgliedstaat Geltung und Vorrang beanspruchen kann (vgl. BVerfGE 75, 223 ; 89, 155 ; 123, 267 ; 126, 286 ; 134, 366 ).

    Zum anderen sind die dem Bundesverfassungsgericht vorbehaltenen Kontrollbefugnisse zurückhaltend und europarechtsfreundlich auszuüben (vgl. BVerfGE 126, 286 ).

    Das gilt nicht nur im Rahmen der Ultravires-Kontrolle, sondern auch vor der Feststellung der Unanwendbarkeit einer Maßnahme von Organen, Einrichtungen oder sonstigen Stellen der Europäischen Union in Deutschland wegen einer Berührung der durch Art. 79 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 1 und 20 GG geschützten Verfassungsidentität (vgl. BVerfGE 123, 267 ; 126, 286 ; 134, 366 ).

    Die in Art. 23 Abs. 1 Satz 3 in Verbindung mit Art. 79 Abs. 3 GG für integrationsfest erklärten Schutzgüter dulden auch keine Relativierung im Einzelfall (vgl. BVerfGE 113, 273 ; 123, 267 ; 126, 286 ; 129, 78 ; 129, 124 ; 132, 195 ; 134, 366 ).

    Ihre Achtung und ihr Schutz gehören zu den Konstitutionsprinzipien des Grundgesetzes (vgl. BVerfGE 45, 187 ; 131, 268 ; stRspr), denen auch der in der Präambel und in Art. 23 Abs. 1 Satz 1 GG zum Ausdruck kommende Integrationsauftrag und die Europarechtsfreundlichkeit des Grundgesetzes (vgl. BVerfGE 123, 267 ; 126, 286 ; 129, 124 ; 132, 287 ) Rechnung tragen müssen.

  • BVerfG, 14.01.2014 - 2 BvR 2728/13  

    Aussetzung der Verfahren und Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union:

    c) Die Kontrollaufgabe des Bundesverfassungsgerichts erstreckt sich darauf, ob Handlungen europäischer Organe und Einrichtungen auf ersichtlichen Kompetenzüberschreitungen beruhen (aa) oder den nicht übertragbaren Bereich der Verfassungsidentität betreffen (Art. 79 Abs. 3 i. V. m. Art. 1 und Art. 20 GG; vgl. BVerfGE 75, 223 [235, 242]; 89, 155 [188]; 113, 273 [296]; 123, 267 [353 f.]; 126, 286 [302]; BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 24. April 2013 - 1 BvR 1215/07 -, NJW 2013, S. 1499 [1501] Rn. 91) (bb) und es deshalb Verfassungsorganen, Behörden und Gerichten untersagt ist, an der Umsetzung solcher Maßnahmen mitzuwirken (cc).

    BVerfGE 126, 286 [303 f.]: Die Ultra-vires-Kontrolle darf nur europarechtsfreundlich ausgeübt werden (vgl. BVerfGE 123, 267 [354]).

    Das ist nicht nur dann der Fall, wenn sich eigenmächtige Kompetenzerweiterungen auf Sachbereiche erstrecken, die zur Verfassungsidentität der Mitgliedstaaten rechnen oder besonders vom demokratisch diskursiven Prozess in den Mitgliedstaaten abhängen (vgl. BVerfGE 123, 267 [357 f.]); allerdings wiegen hier Kompetenzüberschreitungen besonders schwer (BVerfGE 126, 286 [307]).

    Andernfalls wäre die Disposition über die vertraglichen Grundlagen auch insoweit auf die Organe und sonstigen Stellen der Europäischen Union verlagert, als deren Rechtsverständnis im praktischen Ergebnis auf eine Vertragsänderung oder Kompetenzausweitung hinausliefe (vgl. BVerfGE 123, 267 [354 f.]; 126, 286 [302 ff.]).

    Dass in den - nach den institutionellen und prozeduralen Vorkehrungen des Unionsrechts nur selten zu erwartenden - Grenzfällen möglicher Kompetenzüberschreitungen seitens der Organe und sonstigen Stellen der Europäischen Union die verfassungsrechtliche und die unionsrechtliche Perspektive dabei nicht vollständig harmonieren, ist unvermeidbar und dem Umstand geschuldet, dass in der Europäischen Union die Mitgliedstaaten unverändert Herren der Verträge sind (vgl. BVerfGE 75, 223 [242]; 89, 155 [190]; 123, 267 [348 f., 381 ff.]; 126, 286 [302 f.]).

    Anders als der Geltungsvorrang des Bundesrechts in einem Bundesstaat kann der auf einem nationalen Rechtsanwendungsbefehl beruhende Anwendungsvorrang des Unionsrechts nicht umfassend sein (vgl. BVerfGE 73, 339 [375]; 123, 267 [398]; 126, 286 [302]).

    Deutsche Staatsorgane dürfen am Zustandekommen und der Umsetzung von Ultra-vires-Akten (vgl. BVerfGE 89, 155 [188]; 126, 286 [302 ff.]) und von solchen Maßnahmen nicht mitwirken, die die durch Art. 79 Abs. 3 GG geschützte Verfassungsidentität berühren.

    a) Ein hinreichend qualifizierter Verstoß setzt voraus, dass das kompetenzwidrige Handeln der Unionsgewalt offensichtlich ist und der angegriffene Akt im Kompetenzgefüge zu einer strukturell bedeutsamen Verschiebung zulasten der Mitgliedstaaten führt (vgl. BVerfGE 126, 286 [304 f.] m. w. N.).

    Strukturell bedeutsam sind Kompetenzüberschreitungen insbesondere dann aber nicht nur, wenn sie sich auf Sachbereiche erstrecken, die zur durch Art. 79 Abs. 3 GG geschützten verfassungsrechtlichen Identität der Bundesrepublik Deutschland rechnen oder besonders vom demokratisch diskursiven Prozess in den Mitgliedstaaten abhängen (siehe BVerfGE 126, 286 [307]).

    aa) Die Mitgliedstaaten und ihre Verfassungsorgane tragen - neben den Organen der Europäischen Union - Verantwortung für die Einhaltung des Integrationsprogramms (Integrationsverantwortung, vgl. BVerfGE 123, 267 [352 ff., 389 ff., 413 ff.]; 126, 286 [307]; 129, 124 [181]; 132, 195 [238 f.], Rn. 105).

    Die Frage ist aber, ob die rein nationale Perspektive, die sich in bestimmten Konfliktfällen zu recht gegenüber der unionsrechtlichen behauptet (vgl. BVerfGE 89, 155 [188]; 123, 267 [353 ff.]; 126, 286 [302 ff.]), noch die angemessene und die von der nationalen Verfassung vorgegebene ist, wenn es um Rechts- und Realfolgen der hier in Rede stehenden Reichweite und Größenordnung geht.

    Da die Kompetenz-Kompetenz in Bezug auf die Reichweite zulässigen Unionshandelns nach der Konzeption der europäischen Verträge nicht bei einem Unionsorgan wie dem Gerichtshof liegen kann, verbleibt indes das letzte Wort beim Bundesverfassungsgericht (vgl. BVerfGE 126, 286 [300 ff.]).

  • BVerfG, 02.02.2015 - 2 BvR 2437/14  

    Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter durch den BGH beim sogenannten

    Die für die Entscheidung im Wesentlichen maßgeblichen verfassungsrechtlichen Fragen sind bereits durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geklärt (vgl. BVerfGE 73, 339 [369]; 126, 286 [315]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Der Gerichtshof der Europäischen Union ist gesetzlicher Richter im Sinne des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG (vgl. BVerfGE 73, 339 [366]; 82, 159 [192]; 126, 286 [315]; 128, 157 [186 f.]; 129, 78 [105]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Kommt ein deutsches Gericht seiner Pflicht zur Anrufung des Gerichtshofs im Wege des Vorabentscheidungsverfahrens daher nicht nach oder stellt es ein Vorabentscheidungsersuchen, obwohl eine Zuständigkeit des Gerichtshofs nicht gegeben ist (vgl. BVerfGE 133, 277 [316 Rn. 91]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]), kann dem Rechtsschutzsuchenden des Ausgangsrechtsstreits der gesetzliche Richter entzogen sein (vgl. BVerfGE 73, 339 [369]; 126, 286 [315]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Daher stellt nicht jede Verletzung der unionsrechtlichen Vorlagepflicht zugleich einen Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG dar (vgl. BVerfGE 126, 286 [315]).

    Das Bundesverfassungsgericht überprüft nur, ob die Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsregel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz bestimmenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (vgl. BVerfGE 126, 286 [315 f.]; 128, 157 [187]; 129, 78 [106]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Das Bundesverfassungsgericht wacht allein über die Einhaltung der Grenzen dieses Spielraums (vgl. BVerfGE 126, 286 [316] m. w. N.).

    Ein "oberstes Vorlagenkontrollgericht" ist es nicht (vgl. BVerfGE 126, 286 [316]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]; BVerfGK 13, 506 [512]; 14, 230 [233]; 16, 328 [336]; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 9. November 1987 - 2 BvR 808/82 -, NJW 1988, S. 1456 [1457]).

    aa) Die Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV wird in den Fällen offensichtlich unhaltbar gehandhabt, in denen ein letztinstanzliches Hauptsachegericht eine Vorlage trotz der - seiner Auffassung nach bestehenden - Entscheidungserheblichkeit der unionsrechtlichen Frage überhaupt nicht in Erwägung zieht, obwohl es selbst Zweifel hinsichtlich der richtigen Beantwortung der Frage hegt und das Unionsrecht somit eigenständig fortbildet (grundsätzliche Verkennung der Vorlagepflicht; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    bb) Gleiches gilt in den Fällen, in denen das letztinstanzliche Gericht in seiner Entscheidung bewusst von der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union zu entscheidungserheblichen Fragen abweicht und gleichwohl nicht oder nicht neuerlich vorlegt (bewusstes Abweichen ohne Vorlagebereitschaft; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    cc) Liegt zu einer entscheidungserheblichen Frage des Unionsrechts einschlägige Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union hingegen noch nicht vor, hat eine vorliegende Rechtsprechung die entscheidungserhebliche Frage möglicherweise noch nicht erschöpfend beantwortet oder erscheint eine Fortentwicklung der Rechtsprechung des Gerichtshofs nicht nur als entfernte Möglichkeit (Unvollständigkeit der Rechtsprechung), wird Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verletzt, wenn das letztinstanzliche Gericht den ihm in solchen Fällen notwendig zukommenden Beurteilungsrahmen in unvertretbarer Weise überschreitet (vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Unvertretbar gehandhabt wird Art. 267 Abs. 3 AEUV im Falle der Unvollständigkeit der Rechtsprechung insbesondere dann, wenn das Fachgericht ohne sachlich einleuchtende Begründung eine von vornherein eindeutige oder zweifelsfrei geklärte Rechtslage bejaht (vgl. BVerfGE 82, 159 [196]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]; zum Vorliegen eines solchen Falles, wenn mögliche Gegenauffassungen zu der entscheidungserheblichen Frage des Unionsrechts gegenüber der vom Gericht zugrunde gelegten Meinung eindeutig vorzuziehen sind, vgl. BVerfGE 82, 159 [196]; 126, 286 [317]).

  • BVerfG, 19.07.2011 - 1 BvR 1916/09  

    Anwendungserweiterung

    Das angegriffene Urteil des Bundesgerichtshofs ist, auch soweit es Rechtsvorschriften betrifft, die Unionsrecht in deutsches Recht umsetzen, als eine Maßnahme der deutschen öffentlichen Gewalt tauglicher Gegenstand einer Verfassungsbeschwerde im Sinne von § 90 Abs. 1 BVerfGG (vgl. BVerfGE 126, 286 [298 f.]).

    Der Anwendungsbereich der Verträge richtet sich insoweit nach dem jeweiligen Stand des Primär- und Sekundärrechts der Europäischen Union und damit nach den ihr in den europäischen Verträgen übertragenen Hoheitsrechten (Art. 23 Abs. 1 Satz 2 GG, Art. 5 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 EUV, vgl. BVerfGE 123, 267 [349 ff.]; 126, 286 [302]).

    Die Bundesrepublik Deutschland ist an Art. 18 AEUV und die sich aus den Grundfreiheiten ergebenden Diskriminierungsverbote einschließlich ihres Anwendungsvorrangs vor nationalem Recht (vgl. BVerfGE 126, 286 [301 f.]) gebunden.

    Mitgliedstaatliches Recht wird insoweit lediglich unanwendbar (vgl. BVerfGE 123, 267 [398 ff.]; 126, 286 [301 f.]).

    Mit der vertraglichen Zustimmung der Bundesrepublik Deutschland zu den Vorläuferregelungen zu Art. 18 AEUV und zu den Grundfreiheiten wurde unter Wahrung der Grenzen des Art. 79 Abs. 2, 3 GG auch der Anwendungsvorrang der unionsrechtlichen Diskriminierungsverbote mit der von Art. 23 Abs. 1 Satz 3 GG geforderten Mehrheit gebilligt (vgl. BVerfGE 126, 286 [302]).

    Die Identität der Verfassung (vgl. BVerfGE 123, 267 [354, 398 ff.]; 126, 286 [302 f.]) wird durch die Erweiterung der Anwendung des Art. 19 Abs. 3 GG offensichtlich nicht berührt.

    Das Bundesverfassungsgericht überprüft allerdings nur, ob die Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsregel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz bestimmenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (vgl. BVerfGE 82, 159 [194 ff.]; 126, 286 [315 ff.]).

    Liegt zu einer entscheidungserheblichen Frage des Gemeinschaftsrechts einschlägige Rechtsprechung des Gerichtshofs noch nicht vor oder hat eine vorliegende Rechtsprechung die entscheidungserhebliche Frage möglicherweise noch nicht erschöpfend beantwortet oder erscheint eine Fortentwicklung der Rechtsprechung des Gerichtshofs nicht nur als entfernte Möglichkeit, so wird Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG nur dann verletzt, wenn das letztinstanzliche Hauptsachegericht den ihm in solchen Fällen notwendig zukommenden Beurteilungsrahmen in unvertretbarer Weise überschritten hat (Unvollständigkeit der Rechtsprechung; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]).

    Dabei kommt es für die Prüfung einer Verletzung von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG nicht in erster Linie auf die Vertretbarkeit der fachgerichtlichen Auslegung des für den Streitfall maßgeblichen materiellen Unionsrechts an, sondern auf die Vertretbarkeit der Handhabung der Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV (vgl. BVerfG, Beschluss des Ersten Senats vom 25. Januar 2011 - 1 BvR 1741/09 -, NJW 2011, S. 1427, Rn. 104 f.; der Sache nach ebenso gehandhabt in BVerfGE 126, 286 [317 f.]).

  • BVerfG, 10.12.2014 - 2 BvR 1549/07  

    Verletzung der Vorlagepflicht im Zusammenhang mit der Auslegung der

    Der Gerichtshof der Europäischen Union ist gesetzlicher Richter im Sinne von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG (vgl. BVerfGE 73, 339 [366 ff.]; 75, 223 [233]; 82, 159 [192]; 126, 286 [315]; 128, 157 [186 f.]; 129, 78 [105]).

    Kommt ein deutsches Gericht seiner Pflicht zur Anrufung des Gerichtshofs im Wege des Vorabentscheidungsverfahrens nicht nach, kann dem Rechtsschutzsuchenden des Ausgangsrechtsstreits der gesetzliche Richter entzogen sein (vgl. BVerfGE 73, 339 [366 ff.]; 126, 286 [315]; zuletzt ausführlich BVerfG, Urteil vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561/12, 2 BvR 1562/12, 2 BvR 1563/12, 2 BvR 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Ein "oberstes Vorlagenkontrollgericht" ist es nicht (vgl. BVerfGE 82, 159 [194]; 126, 286 [315 f.]; 128, 157 [187]; 129, 78 [106]; BVerfG, Urteil vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561/12, 2 BvR 1562/12, 2 BvR 1563/12, 2 BvR 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    aa) Danach wird die Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV in den Fällen offensichtlich unhaltbar gehandhabt, in denen ein letztinstanzliches Hauptsachegericht eine Vorlage trotz der - seiner Auffassung nach bestehenden - Entscheidungserheblichkeit einer unionsrechtlichen Frage überhaupt nicht in Erwägung zieht, obwohl es selbst Zweifel hinsichtlich der richtigen Beantwortung der Frage hegt und das Unionsrecht somit eigenständig fortbildet (grundsätzliche Verkennung der Vorlagepflicht; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]; BVerfG, Urteil vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561/12, 2 BvR 1562/12, 2 BvR 1563/12, 2 BvR 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    bb) Die Frage nach dem Bestehen einer Vorlagepflicht gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV wird auch dann in nicht mehr verständlicher und offensichtlich unhaltbarer Weise beantwortet, wenn ein letztinstanzliches Hauptsachegericht in seiner Entscheidung bewusst von der Rechtsprechung des Gerichtshofs zu entscheidungserheblichen Fragen abweicht und gleichwohl nicht oder nicht neuerlich vorlegt (bewusstes Abweichen ohne Vorlagebereitschaft; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]).

    cc) Liegt zu einer entscheidungserheblichen Frage des Unionsrechts einschlägige Rechtsprechung des Gerichtshofs noch nicht vor oder hat eine vorliegende Rechtsprechung die entscheidungserhebliche Frage möglicherweise noch nicht erschöpfend beantwortet oder erscheint eine Fortentwicklung der Rechtsprechung des Gerichtshofs nicht nur als entfernte Möglichkeit (Unvollständigkeit der Rechtsprechung), wird Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verletzt, wenn das letztinstanzliche Hauptsachegericht den ihm in solchen Fällen notwendig zukommenden Beurteilungsrahmen in unvertretbarer Weise überschreitet (vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]).

    Der rechtsunterworfene Bürger soll nicht durch die rückwirkende Beseitigung erworbener Rechte in seinem Vertrauen auf die Verlässlichkeit der Rechtsordnung enttäuscht werden (vgl. BVerfGE 45, 142 [167]; 72, 175 [196]; 88, 384 [403]; 105, 48 [57]; 126, 286 [313]).

    Es ist ferner von Belang, dass eine Disposition im Vertrauen auf eine bestimmte Rechtslage vorgenommen, das Vertrauen mit anderen Worten betätigt wurde (vgl. BVerfGE 13, 261 [271]; 126, 286 [313 f.]).

    Im Fall von Auslegungsentscheidungen erläutert er allgemein, in welchem Sinn und mit welcher Tragweite die vorgelegte Vorschrift seit ihrem Inkrafttreten richtigerweise zu verstehen und anzuwenden ist beziehungsweise gewesen wäre (vgl. EuGH, Urteil vom 27. März 1980, Denkavit italiana, 61/79, Slg. 1980, 1205, Rn. 16; vgl. auch BVerfGE 126, 286 [304]).

    Daraus folgt, dass die nationalen Gerichte die Unionsvorschrift in dieser Auslegung (grundsätzlich) auch auf andere Rechtsverhältnisse als das dem Vorabentscheidungsersuchen zugrundeliegende anwenden können und müssen, und zwar auch auf solche, die vor Erlass der auf das Auslegungsersuchen ergangenen Entscheidung des Gerichtshofs entstanden sind (vgl. BVerfGE 126, 286 [314]; vgl. auch EuGH, Urteil vom 27. März 1980, Denkavit italiana, 61/79, Slg. 1980, 1205, Rn. 16; BAG, Urteil vom 24. März 2009 - 9 AZR 983/07 -, NZA 2009, S. 538 [542]).

    Aus dem Erfordernis der einheitlichen Anwendung des Unionsrechts folgt auch, dass es Sache des Gerichtshofs ist, darüber zu entscheiden, ob - entgegen der grundsätzlichen ex-tunc-Wirkung von Entscheidungen gemäß Art. 267 AEUV (vgl. BVerfGE 126, 286 [314]; so auch Ludewig, Die zeitliche Beschränkung der Wirkung von Urteilen des EuGH im Vorabentscheidungsverfahren, S. 64 u. 88; Waldhoff, Rückwirkung von EuGH-Entscheidungen, S. 4 u. 33) - aufgrund der unionsrechtlichen Grundsätze der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes die Geltung der von ihm vorgenommenen Auslegung einer Norm in zeitlicher Hinsicht ausnahmsweise eingeschränkt werden soll (vgl. BVerfGE 126, 286 [314]).

    Vertrauensschutz kann von nationalen Gerichten demnach grundsätzlich nicht dadurch gewährt werden, dass sie die Wirkung einer Vorabentscheidung zeitlich beschränken, indem sie die unionsrechtswidrige nationale Regelung für die Zeit vor Erlass der Vorabentscheidung anwenden (vgl. BVerfGE 126, 286 [314]).

    Durch die Unterlassung der richtlinienkonformen Auslegung der §§ 17 f. KSchG in der angegriffenen Entscheidung verschiebt das Bundesarbeitsgericht die Anwendung der Massenentlassungsrichtlinie in der vom Gerichtshof vorgenommenen Auslegung aus Gründen des Vertrauensschutzes nach nationalem Recht auf einen Zeitpunkt nach ihrem Inkrafttreten (vgl. BVerfGE 126, 286 [314]).

    Eine solche Feststellung wäre überdies dem Bundesverfassungsgericht vorbehalten (vgl. BVerfGE 123, 267 [354]; 126, 286 [308]).

    Liegt in Fällen, in denen das Fachgericht die Entscheidungserheblichkeit einer unionsrechtlichen Frage erkennt, sodann jedoch eine Vorlage zum Gerichtshof der Europäischen Union trotz Zweifeln an der richtigen Beantwortung einer unionsrechtlichen Frage nicht in Erwägung zieht (sogenannte grundsätzliche Verkennung der Vorlagepflicht), ein Verstoß gegen die Garantie des gesetzlichen Richters aus Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG vor (vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]; BVerfG, Urteil vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561/12, 2 BvR 1562/12, 2 BvR 1563/12, 2 BvR 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]), so kann im vorliegenden Fall, in dem ein letztinstanzliches Gericht eine Vorlagepflicht verneint, weil es trotz offenkundiger Anhaltspunkte gar nicht erkennt, dass eine unionsrechtliche Frage entscheidungserheblich ist, und die Entscheidung allein an nationalen Maßstäben orientiert trifft, nichts anderes gelten.

  • BVerfG, 30.08.2010 - 1 BvR 1631/08  

    "Geräteabgabe" nach dem Urheberrechtsgesetz: Verletzung der Garantie des

    Das Bundesverfassungsgericht überprüft allerdings nur, ob die Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsregel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz bestimmenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (vgl. BVerfGE 82, 159 [194 f.]; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010 - 2 BvR 2661/06 -, Rn. 88 ff.; abzurufen über die Homepage des BVerfG).

    Liegt zu einer entscheidungserheblichen Frage des Gemeinschaftsrechts einschlägige Rechtsprechung des Gerichtshofs noch nicht vor oder hat eine vorliegende Rechtsprechung die entscheidungserhebliche Frage möglicherweise noch nicht erschöpfend beantwortet oder erscheint eine Fortentwicklung der Rechtsprechung des Gerichtshofs nicht nur als entfernte Möglichkeit, so wird Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG nur dann verletzt, wenn das letztinstanzliche Hauptsachegericht den ihm in solchen Fällen notwendig zukommenden Beurteilungsrahmen in unvertretbarer Weise überschritten hat (vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010, a. a. O., Rn. 90; Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 25. Februar 2010 - 1 BvR 230/09 -, NJW 2010, S. 1268 [1269]).

    Dies entspricht dem Beschluss des Zweiten Senats vom 6. Juli 2010 (a. a. O., Rn. 90), der eine vertretbare Beantwortung der entscheidungserheblichen Frage verlangt und damit den Maßstab des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG zur Geltung bringt, nach dem die Beachtung der Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV durch die Fachgerichte vom Bundesverfassungsgericht zu kontrollieren ist.

  • BVerfG, 18.05.2016 - 1 BvR 895/16  

    Erfolgloser Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen einzelne

    (1) Über die Anwendbarkeit von Unionsrecht in der Bundesrepublik Deutschland, das als Rechtsgrundlage von deutschen Gerichten und Behörden in Anspruch genommen wird, übt das Bundesverfassungsgericht - jenseits der Ultra-vires- und Verfassungsidentitätskontrolle (vgl. dazu BVerfGE 123, 267 ; 126, 286 ; 133, 277 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 15. Dezember 2015 - 2 BvR 2735/14 -, NJW 2016, S. 1149 ) - seine Gerichtsbarkeit nicht mehr aus und überprüft dieses Recht mithin nicht am Maßstab der Grundrechte des Grundgesetzes, solange die Europäische Union einen wirksamen Schutz der Grundrechte gegenüber der Hoheitsgewalt der Union generell gewährleistet, der dem vom Grundgesetz jeweils als unabdingbar gebotenen Grundrechtsschutz im Wesentlichen gleich zu achten ist, zumal den Wesensgehalt der Grundrechte generell verbürgt (vgl. BVerfGE 73, 339 ; 102, 147 ; 118, 79 ).
  • BVerfG, 15.12.2015 - 2 BvL 1/12  

    Überschreibung eines Doppelbesteuerungsabkommens durch innerstaatliches Gesetz

    Allgemeine Regeln des Völkerrechts zur innerstaatlichen Erfüllung von Vertragspflichten existieren nicht (vgl. BVerfGE 73, 339 [375]; vgl. auch BVerfGE 111, 307 [322]; 123, 267 [398]; 126, 286 [302]; 134, 366 [384, Rn. 26]; Doehring, Völkerrecht, 2. Aufl. 2004, Rn. 704; Musil, Deutsches Treaty Overriding und seine Vereinbarkeit mit Europäischem Gemeinschaftsrecht, 2000, S. 64; Vogel, JZ 1997, S. 161 [165]).
  • BVerfG, 04.11.2014 - 2 BvR 892/12  

    Verletzung der Vorlagepflicht im Zusammenhang mit dem sog. Policenmodell im

    Die Kammer verbindet die Verfassungsbeschwerden zur gemeinsamen Entscheidung, nimmt sie zur Entscheidung an und gibt ihnen statt, weil sie unter Berücksichtigung der bereits hinreichend geklärten Maßstäbe zu Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG (vgl. BVerfGE 73, 339 [366 ff.]; 75, 223 [233 ff.]; 82, 159 [192 ff.]; 126, 286 [315 ff.]; 128, 157 [186 ff.]; 129, 78 [105 ff.]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]) offensichtlich begründet sind (§ 93c Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 93a Abs. 2 Buchstabe b BVerfGG).

    a) Der Gerichtshof der Europäischen Union ist gesetzlicher Richter im Sinne des Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG (vgl. BVerfGE 73, 339 [366]; 82, 159 [192]; 126, 286 [315]; 128, 157 [186 f.]; 129, 78 [105]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Kommt ein deutsches Gericht seiner Pflicht zur Anrufung des Gerichtshofs im Wege des Vorabentscheidungsverfahrens daher nicht nach oder stellt es ein Vorabentscheidungsersuchen, obwohl eine Zuständigkeit des Gerichtshofs der Europäischen Union nicht gegeben ist (vgl. BVerfG, Urteil des Ersten Senats vom 24. April 2013 - 1 BvR 1215/07 -, NJW 2013, S. 1499 [1501], Rn. 91; Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]), kann dem Rechtsschutzsuchenden des Ausgangsrechtsstreits der gesetzliche Richter entzogen sein (vgl. BVerfGE 73, 339 [369]; 126, 286 [315]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Daher stellt nicht jede Verletzung der unionsrechtlichen Vorlagepflicht zugleich einen Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG dar (vgl. BVerfGE 126, 286 [315]).

    Das Bundesverfassungsgericht überprüft nur, ob die Auslegung und Anwendung der Zuständigkeitsregel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz bestimmenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (vgl. BVerfGE 126, 286 [315 f.]; 128, 157 [187]; 129, 78 [106]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Das Bundesverfassungsgericht wacht allein über die Einhaltung der Grenzen dieses Spielraums (vgl. BVerfGE 126, 286 [316] m. w. N.).

    Ein "oberstes Vorlagenkontrollgericht" ist es nicht (vgl. BVerfGE 126, 286 [316]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]; BVerfGK 13, 506 [512]; 14, 230 [233]; 16, 328 [336]; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 9. November 1987 - 2 BvR 808/82 -, NJW 1988, S. 1456 [1457]).

    aa) Die Vorlagepflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV wird in den Fällen offensichtlich unhaltbar gehandhabt, in denen ein letztinstanzliches Hauptsachegericht eine Vorlage trotz der - seiner Auffassung nach bestehenden - Entscheidungserheblichkeit der unionsrechtlichen Frage überhaupt nicht in Erwägung zieht, obwohl es selbst Zweifel hinsichtlich der richtigen Beantwortung der Frage hegt und das Unionsrecht somit eigenständig fortbildet (grundsätzliche Verkennung der Vorlagepflicht; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    bb) Gleiches gilt in den Fällen, in denen das letztinstanzliche Hauptsachegericht in seiner Entscheidung bewusst von der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union zu entscheidungserheblichen Fragen abweicht und gleichwohl nicht oder nicht neuerlich vorlegt (bewusstes Abweichen ohne Vorlagebereitschaft; vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    cc) Liegt zu einer entscheidungserheblichen Frage des Unionsrechts einschlägige Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union hingegen noch nicht vor oder hat eine vorliegende Rechtsprechung die entscheidungserhebliche Frage möglicherweise noch nicht erschöpfend beantwortet oder erscheint eine Fortentwicklung der Rechtsprechung des Gerichtshofs nicht nur als entfernte Möglichkeit (Unvollständigkeit der Rechtsprechung), wird Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verletzt, wenn das letztinstanzliche Hauptsachegericht den ihm in solchen Fällen notwendig zukommenden Beurteilungsrahmen in unvertretbarer Weise überschreitet (vgl. BVerfGE 82, 159 [195 f.]; 126, 286 [316 f.]; 128, 157 [187 f.]; 129, 78 [106 f.]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]).

    Unvertretbar gehandhabt wird Art. 267 Abs. 3 AEUV im Falle der Unvollständigkeit der Rechtsprechung insbesondere dann, wenn das Fachgericht eine von vornherein eindeutige oder zweifelsfrei geklärte Rechtslage ohne sachlich einleuchtende Begründung bejaht (vgl. BVerfGE 82, 159 [196]; BVerfG, Urteil des Zweiten Senats vom 28. Januar 2014 - 2 BvR 1561, 1562, 1563, 1564/12 -, NVwZ 2014, S. 646 [657]; zum Vorliegen eines solchen Falles, wenn mögliche Gegenauffassungen zu der entscheidungserheblichen Frage des Unionsrechts gegenüber der vom Gericht zugrunde gelegten Meinung eindeutig vorzuziehen sind, vgl. BVerfGE 82, 159 [196]; 126, 286 [317]).

  • BVerfG, 04.03.2015 - 1 BvR 3280/14  

    Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter durch das Oberlandesgericht

  • BVerfG, 28.08.2014 - 2 BvR 2639/09  

    Nichtannahmebeschluss: Garantie des gesetzlichen Richters (Art 101 Abs 1 S

  • BVerfG, 04.11.2014 - 2 BvR 723/12  

    Verletzung der Vorlagepflicht im Zusammenhang mit dem sog. Policenmodell im

  • BVerfG, 07.10.2015 - 2 BvR 413/15  

    Verfassungsbeschwerden gegen das Sächsische Besoldungsgesetz ohne Erfolg

  • BVerfG, 29.04.2014 - 2 BvR 1572/10  

    Nichtannahmebeschluss: Zur verfassungsgerichtlichen Prüfungstiefe in Bezug auf

  • BVerfG, 25.01.2011 - 1 BvR 1741/09  

    Zum Erfordernis der Wahrung von Arbeitnehmerrechten beim gesetzlich vollzogenen

  • BVerfG, 08.04.2015 - 2 BvR 35/12  

    Bei Nichtvorlage an den EuGH ist Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG nur dann verletzt,

  • BVerfG, 26.09.2011 - 2 BvR 2216/06  

    Die Verfassungsbeschwerden betreffen die aus der verfassungsrechtlichen Bindung

  • BAG, 06.04.2011 - 7 AZR 716/09  

    Sachgrundlose Befristung - "Zuvor-Beschäftigung

  • LAG Berlin-Brandenburg, 09.01.2012 - 24 TaBV 1285/11  

    Tariffähigkeit einer Spitzenorganisation

  • BVerfG, 07.10.2015 - 2 BvR 461/15  

    Verfassungsbeschwerden gegen das Sächsische Besoldungsgesetz ohne Erfolg

  • BVerfG, 07.10.2015 - 2 BvR 463/15  

    Verfassungsbeschwerden gegen das Sächsische Besoldungsgesetz ohne Erfolg

  • BVerfG, 07.10.2015 - 2 BvR 459/15  

    Verfassungsbeschwerden gegen das Sächsische Besoldungsgesetz ohne Erfolg

  • BVerfG, 07.10.2015 - 2 BvR 462/15  

    Verfassungsbeschwerden gegen das Sächsische Besoldungsgesetz ohne Erfolg

  • BVerfG, 07.10.2015 - 2 BvR 464/15  

    Verfassungsbeschwerden gegen das Sächsische Besoldungsgesetz ohne Erfolg

  • BVerfG, 07.10.2015 - 2 BvR 465/15  

    Verfassungsbeschwerden gegen das Sächsische Besoldungsgesetz ohne Erfolg

  • BVerfG, 07.09.2011 - 2 BvR 987/10  

    EFS

  • BVerfG, 07.10.2015 - 2 BvR 460/15  

    Verfassungsbeschwerden gegen das Sächsische Besoldungsgesetz ohne Erfolg

  • BVerfG, 31.03.2016 - 2 BvR 929/14  

    Verfassungsbeschwerde bzgl. Geltung des deutschen Arzneimittelpreisrechts für

  • BAG, 20.06.2013 - 6 AZR 805/11  

    Bestimmtheit einer ordentlichen Kündigung

  • BVerwG, 07.07.2011 - 10 C 26.10  

    Asyl; Flüchtlingsanerkennung; Widerruf; Sachlagenänderung; Änderung der Sachlage;

  • BVerfG, 04.10.2011 - 1 BvL 3/08  

    Zur Zulässigkeit der konkreten Normenkontrolle betreffend ein Gesetz, das Recht

  • BVerfG, 24.10.2011 - 1 BvR 1103/11  

    Die Verfassungsbeschwerde betrifft eine in der Satzung einer Industrie- und

  • BAG, 23.03.2011 - 5 AZR 7/10  

    Equal Pay" -Anspruch des Leiharbeitnehmers und Ausschlussfrist

  • BVerfG, 15.12.2011 - 2 BvR 148/11  

    Doppelbestrafungsverbot (europäisches, transnationales); gesetzlicher Richter;

  • BVerfG, 24.03.2016 - 2 BvR 1305/10  

    Keine Vorlagepflicht an den EuGH betreffend den Anspruch einer niederländischen

  • BVerfG, 24.04.2013 - 1 BvR 1215/07  

    „Antiterrordatei“

  • BVerfG, 17.09.2014 - 2 BvR 64/12  

    Stattgebender Kammerbeschluss: Parallelentscheidung - Gegenstandswertfestsetzung

  • BVerfG, 12.12.2012 - 1 BvR 69/09  

    Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus dem Leistungskatalog

  • BVerfG, 24.03.2016 - 2 BvR 2081/08  

    Keine Vorlagepflicht an den EuGH betreffend den Anspruch einer niederländischen

  • BAG, 01.09.2010 - 5 AZR 700/09  

    Kündigungsfrist - Klagefrist - Annahmeverzug

  • BVerfG, 22.09.2011 - 2 BvR 947/11  

    Gesetzlicher Richter (Verstoß durch eine Verletzung der Pflicht zur Vorlage an

  • BVerfG, 21.11.2011 - 2 BvR 516/09  

    Nichtannahmebeschluss: Zu den Voraussetzungen einer Verletzung von Art 101

  • BVerfG, 03.03.2014 - 1 BvR 2083/11  

    Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Anspruchs auf den gesetzlichen

  • BVerwG, 28.10.2010 - 2 C 10.09  

    Familienzuschlag der Stufe 1; Lebenspartner; eingetragene Lebenspartnerschaft;

  • BGH, 16.05.2013 - II ZB 7/11  

    Partnerschaftsregistersache: Vorlage an das Bundesverfassungsgericht zur Prüfung

  • BVerfG, 21.12.2010 - 1 BvR 506/09  

    Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung von Art 101 bs 1 S 2 GG wegen

  • BVerfG, 15.05.2014 - 2 BvR 324/14  

    Nichtannahmebeschluss: Zum Umfang des Urlaubsabgeltungsanspruchs gem Art 7 Abs 2

  • BVerfG, 16.06.2011 - 2 BvR 542/09  

    Bestimmtheitsgebot (Blankettstrafgesetze und normative Tatbestandsmerkmale;

  • BVerfG, 24.03.2016 - 2 BvR 1546/13  

    Keine Vorlagepflicht an den EuGH betreffend den Anspruch einer niederländischen

  • BAG, 09.09.2010 - 2 AZR 714/08  

    Kündigungsfrist

  • BVerwG, 28.10.2010 - 2 C 21.09  

    Beamte in eingetragener Lebenspartnerschaft haben seit Juli 2009 Anspruch auf den

  • BGH, 16.12.2015 - 1 ARs 10/15  

    Anfrageverfahren; Anwendung des deutschen Strafrechts auf Betäubungsmitteldelikte

  • BVerfG, 05.01.2011 - 1 BvR 2870/10  

    1. Der Beschwerdeführer war bis zum Erreichen der in § 47 Nr. 1, §

  • BAG, 19.10.2011 - 7 AZR 253/07  

    Befristete Arbeitsverträge mit älteren Arbeitnehmern

  • BVerfG, 17.02.2014 - 2 BvQ 4/14  

    Auslieferung an die Vereinigten Staaten von Amerika zum Zwecke der

  • BVerwG, 05.09.2013 - 7 C 21.12  

    Luftreinhalteplan; Luftqualitätsplan; Stickstoffoxid; Minimierungsgebot;

  • BVerfG, 27.04.2016 - 1 BvR 2996/13  

    Art. 267 Abs. 3 AEUV fordert kein zusätzliches Rechtsmittel zur Überprüfung

  • BVerfG, 31.07.2013 - 1 BvR 130/12  

    Nichtannahmebeschluss: Bankenhaftung wegen Anlageberatung bzgl des Erwerbs von

  • BVerfG, 12.10.2010 - 2 BvF 1/07  

    Legehennenhaltung

  • BVerfG, 10.11.2010 - 1 BvR 2065/10  

    Nichtannahmebeschluss: Garantie des gesetzlichen Richters (Art 101 Abs 1 S

  • VerfGH Bayern, 05.03.2013 - 123-VI-11  

    Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen Höchstaltersgrenze für Prüfingenieure

  • BVerfG, 30.09.2013 - 1 BvR 3196/11  

    Die Verfassungsbeschwerde betrifft die auf das Gebiet des Freistaats Bayern

  • BVerfG, 03.03.2014 - 1 BvR 2534/10  

    Stattgebender Kammerbeschluss: Vereinbarkeit des Abschlusses von

  • BVerfG, 27.04.2016 - 1 BvR 3010/13  

    Art. 267 Abs. 3 AEUV fordert kein zusätzliches Rechtsmittel zur Überprüfung

  • BVerfG, 16.05.2012 - 1 BvR 96/09  

    Nichtannahmebeschluss: "Markttest" gem § 39a Abs 3 WpÜG gewährleistet

  • Generalanwalt beim EuGH, 14.01.2015 - C-62/14  

    Gauweiler u.a. - Wirtschaftspolitik und Währungspolitik - Gültigkeit des

  • BVerfG, 29.05.2012 - 1 BvR 3201/11  

    Die Verfassungsbeschwerde betrifft die Höhe einer unverfallbaren Anwartschaft auf

  • BVerfG, 24.10.2011 - 2 BvR 1969/09  

    Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung des Willkürverbotes (Art 3 Abs 1

  • BGH, 11.03.2015 - 2 StR 495/12  

    Divergenzvorlage an den Großen Senat für Strafsachen; echte Wahlfeststellung

  • BVerfG, 17.03.2014 - 2 BvR 736/13  

    Stattgebender Kammerbeschluss: Erteilung einer Vollstreckungsklausel unter

  • BVerfG, 21.12.2010 - 1 BvR 3461/08  

    Nichtannahmebeschluss: Keine Verletzung von Art 101 bs 1 S 2 GG wegen

  • BVerfG, 22.06.2011 - 1 BvR 2553/10  

    Die Verfassungsbeschwerde betrifft die Regelung zum Weitersenderecht gemäß §

  • BVerfG, 07.01.2014 - 1 BvR 2571/12  

    Nichtannahmebeschluss: Substantiierungsanforderungen (§ 23 Abs 1 S 2,

  • BVerfG, 01.04.2014 - 2 BvF 1/12  

    Normenkontrollanträge gegen die Rechtsverordnung zur Erprobung von „Gigalinern“

  • BVerwG, 07.07.2011 - 10 C 27.10  

    Widerruf der Asyl- und Flüchtlingsanerkennung eines ehemaligen hohen

  • BVerfG, 15.01.2015 - 1 BvR 2796/13  

    Anforderungen des Art. 12 Abs. 1 GG an den Schutz von Arbeitsplätzen bei

  • BVerwG, 31.03.2011 - 10 C 2.10  

    Asyl; Ausschlussgrund; Aussetzung des Verfahrens; Beweismaß; faires Verfahren;

  • BSG, 10.07.2012 - B 13 R 17/11 R  

    Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto - Vorrang

  • OLG Düsseldorf, 09.05.2016 - 15 U 35/16  
  • OLG Düsseldorf, 09.05.2016 - 15 U 36/16  
  • BAG, 30.09.2010 - 2 AZR 456/09  

    Kündigungsfrist

  • BVerfG, 04.11.2015 - 2 BvR 282/13  

    Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die Preisregulierung bei

  • BVerfG, 15.01.2015 - 1 BvR 499/12  

    Keine Verletzung von Art. 101 Abs. 1 S. 2 GG bei Nichtvorlage an den EuGH

  • BAG, 09.09.2010 - 2 AZR 715/08  

    Kündigungsfrist

  • VG Berlin, 23.10.2012 - 7 K 425.12  

    Regelungen zur Besoldung der Beamten des Landes Berlin und das europarechtliche

  • BSG, 31.10.2012 - B 13 R 11/11 R  

    Rangfolge der Erstattungsansprüche der BA und des Grundsicherungsträgers

  • BFH, 11.07.2013 - VI R 68/11  

    Kürzung des Kindergeldanspruchs eines Wanderarbeitnehmers um die nach

  • BVerfG, 07.06.2011 - 1 BvR 2109/09  

    Nichtannahmebeschluss: Kennzeichnung von sogenanntem "3-mm-Fleisch" als

  • BVerwG, 13.05.2015 - 8 C 12.14  

    Kein Anspruch auf Ausübungsberechtigung nach unzulässiger selbständiger

  • OLG Köln, 11.10.2010 - 2 Wx 39/10  

    Geltung der Stichtagsregelung für das Erbrecht nichtehelicher Abkömmlinge

  • BVerfG, 17.01.2013 - 1 BvR 121/11  

    Die Verfassungsbeschwerden betreffen zwei Ordnungsgeldverfahren wegen der

  • BSG, 19.12.2013 - B 2 U 17/12 R  

    Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - gesetzliche Unfallversicherung -

  • BVerfG, 25.06.2015 - 1 BvR 555/15  

    Drei Verfassungsbeschwerden gegen das Mindestlohngesetz unzulässig

  • BVerfG, 29.05.2012 - 1 BvR 640/11  

    Nichtannahmebeschluss: Durchbrechung der Bestandskraft bei unionsrechtswidrigen

  • BAG, 28.05.2014 - 7 AZR 360/12  

    Befristete Arbeitsverträge mit älteren Arbeitnehmern

  • BVerfG, 25.06.2015 - 1 BvR 2553/11  

    Nichtannahmebeschluss: Keine Verletzung des Eigentumsrechts (Art 14 Abs 1

  • LAG Berlin-Brandenburg, 06.10.2015 - 7 Sa 773/15  

    Zuordnung zu einer Entgeltstufe nach § 16 TV-L bei höherwertiger Vorbeschäftigung

  • BVerfG, 30.08.2013 - 2 BvR 2752/11  

    Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung: Vollstreckung einer auf Art

  • BVerfG, 15.05.2014 - 1 BvR 2681/11  

    (Nichtannahmebeschluss: Keine Verletzung von Art 14 Abs 1 und Art

  • BAG, 15.02.2012 - 7 AZR 946/07  

    Unwirksamkeit einer tariflichen Altersgrenze

  • BVerfG, 30.07.2013 - 1 BvR 1506/12  

    Nichtannahmebeschluss: Rüge einer Verletzung von Art 101 Abs 1 S 2 GG durch

  • LAG Düsseldorf, 01.10.2010 - 9 Sa 1541/09  

    Urlaubsansprüche und Abgeltungsansprüche im ruhenden Arbeitsverhältnis

  • BVerwG, 17.10.2012 - 8 B 47.12  

    Anwendbarkeit; Anwendungsbereich; auslaufendes Recht; ausgelaufenes Recht;

  • BVerfG, 23.12.2013 - 1 BvR 512/11  

    Nichtannahmebeschluss: Keine unzulässige Diskriminierung einer nicht

  • BVerfG, 12.09.2012 - 2 BvR 1824/12  

    Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung: Keine Untersagung der

  • VGH Baden-Württemberg, 14.09.2010 - 11 S 1415/10  

    § 6 Abs 3 AufenthGZustV BW mangels gesetzlicher Ermächtigungsgrundlage nichtig

  • VerfGH Bayern, 26.09.2011 - 99-VI-10  

    Amtsgerichtliche Ablehnung der Fahrpreisrückerstattung nach Streik im

  • LG München I, 23.02.2012 - 5 HKO 12377/09  

    Aktiengesellschaft: Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts als

  • BVerfG, 15.10.2015 - 1 BvR 2329/15  

    Erfolglose Verfassungsbeschwerde eines englischen Notars gegen die Versagung in

  • VG Halle, 28.09.2011 - 5 A 349/09  

    Diskriminierende Besoldung bei gleicher Dienstzeit, aber unterschiedlichen

  • BAG, 19.10.2011 - 5 AZR 138/10  

    Rückkehrrecht nach § 17 HVFG - Krankengeldzuschuss

  • BVerfG, 02.12.2014 - 2 BvR 655/14  

    Stattgebender Kammerbeschluss: Parallelentscheidung

  • BVerfG, 01.03.2011 - 2 BvR 1/11  

    Recht auf den gesetzlichen Richter (Schutzbereich; Zuständigkeit des

  • LAG Berlin-Brandenburg, 03.12.2014 - 24 Sa 1126/14  

    Dynamische Bezugnahmeklausel - Betriebsübergang

  • BSG, 16.06.2015 - B 13 R 27/13 R  

    Gesetzliche Rentenversicherung - polnische Versicherungszeiten - Anwendbarkeit

  • VG Gelsenkirchen, 27.08.2015 - 17 K 1839/08  

    Biometrischer Reisepass, Recht auf informationelle Selbstbestimmung

  • BAG, 19.10.2011 - 7 AZR 252/07  

    Befristete Arbeitsverträge mit älteren Arbeitnehmern - Altersgrenze für

  • BAG, 15.02.2012 - 7 AZR 756/09  

    Befristete Arbeitsverträge mit älteren Arbeitnehmern - Altersgrenze für

  • VG Wiesbaden, 14.03.2013 - 3 K 1392/11  

    Familienzuschlag für Lebenspartnerschaft

  • VGH Baden-Württemberg, 06.11.2012 - 4 S 797/12  

    Lebenspartnerschaft; Anspruch auf Gewährung des Familienzuschlags der Stufen 1

  • OVG Niedersachsen, 17.04.2013 - 4 LC 46/11  

    Erteilung des Einvernehmens nach Art. 4 Abs. 2 Unterabs. 1 FFH-Richtlinie.

  • BVerwG, 17.03.2011 - 7 B 61.10  

    Bergwerk; Grubengas; Grubengasprojekt; Projekt-Mechanismen; Joint-Implementation;

  • LAG Berlin-Brandenburg, 13.06.2012 - 24 Sa 213/12  

    Differenzlohnklage einer Leiharbeitnehmerin aufgrund nichtiger Tarifverträge

  • OLG Düsseldorf, 17.12.2012 - 1 Kart 7/12  

    Festsetzung einer Geldbuße im Kartellordnungswidrigkeitenverfahren gegen die

  • SG Kassel, 04.09.2013 - S 12 KR 246/12  

    Betriebsprüfung - Arbeitnehmerüberlassung - equal pay - Beitragsnachforderung -

  • FG Hamburg, 27.08.2014 - 2 K 257/13  

    Das Hamburgische Spielvergnügungsteuergesetz ist verfassungsgemäß und

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 28.05.2013 - L 18 KN 135/12  
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 02.12.2013 - L 2 AS 1726/13  
  • BAG, 19.10.2011 - 5 AZR 536/10  

    Rückkehrrecht nach § 17 HVFG - Strukturausgleich

  • BVerwG, 17.10.2012 - 8 B 52.12  

    Zur übergangsweisen Anwendung mitgliedstaatlicher Vorschriften, die

  • BVerwG, 22.10.2012 - 8 B 40.12  

    Zur übergangsweisen Anwendung mitgliedstaatlicher Vorschriften, die

  • OVG Bremen, 14.09.2010 - 1 A 265/09  

    Altersgrenze für einen flugmedizinischen Sachverständigen zur Erteilung von

  • BVerwG, 17.03.2011 - 7 B 62.10  

    Bestehen eines Vergütungsanspruchs nach § 16 Abs. 1 EEG für Strom von vor

  • BVerwG, 17.03.2011 - 7 B 63.10  

    Abgrenzung der Anwendungsbereiche von dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ( EEG ) und

  • VG Halle, 28.09.2011 - 5 A 64/10  

    Altersdiskriminierung durch Besoldung nach Besoldungsdienstalter

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 27.04.2015 - 9 A 1380/12  

    Rechtmäßigkeit der Abschiebung eines aus einem sicheren Drittstaat einreisenden

  • VG Halle, 28.09.2011 - 5 A 72/10  

    (Altersdiskriminierung durch § 28 BBesG -Besoldungsdienstalter)

  • VG Halle, 28.09.2011 - 5 A 65/10  

    Nachträgliche höhere Besoldung wegen Altersdiskriminierung

  • BAG, 19.10.2011 - 5 AZR 161/11  

    Rückkehrrecht - Rechtsfolgen - Beihilfe im Krankheitsfall

  • FG Sachsen-Anhalt, 27.02.2012 - 1 K 1303/11  

    (Umsetzungsspielraum des deutschen Gesetzgebers bei der Ausgestaltung des § 2

  • VG Berlin, 13.11.2012 - 7 K 215.12  

    Vorlage beim Gerichtshof der Europäischen Union; Verbot ungerechtfertigter

  • VG Ansbach, 12.11.2013 - AN 1 K 13.01386  

    Eingetragene Lebenspartnerschaft

  • LSG Sachsen-Anhalt, 27.05.2015 - L 2 AS 256/15  

    Angelegenheiten nach dem SGB II (AS)

  • VG Ansbach, 30.04.2013 - AN 1 K 13.00448  

    Eingetragene Lebenspartnerschaft

  • LG Stuttgart, 20.04.2011 - 13 S 227/10  

    Ausgleichszahlung bei großer Verspätung des Fluges: Ausschlussgrund bei

  • ArbG Düsseldorf, 09.03.2012 - 11 Ca 6767/11  

    Wirksamkeit einer vorformulierten Klausel in einem Arbeitsvertrag bzgl. einer

  • VG Regensburg, 17.10.2012 - RO 1 K 12.685  

    Zur Frage des Erfordernisses zeitnaher Geltendmachung eines Anspruchs auf höhere

  • VG Berlin, 13.11.2012 - 7 K 323.12  

    Vorlage beim Gerichtshof der Europäischen Union; Verbot ungerechtfertigter

  • VG Minden, 26.06.2013 - 10 K 2165/12  
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 01.08.2013 - L 2 AS 733/13  
  • VG Berlin, 12.12.2012 - 7 K 156.10  

    Vorlage an EuGH wegen altersdiskriminierender Richterbesoldung

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 31.01.2013 - L 2 AS 2457/12  
  • VGH Bayern, 13.09.2013 - 6 ZB 13.699  

    Bundesbeamtenrecht; Erholungsurlaub; Durchgehende Dienstunfähigkeit;

  • VerfGH Sachsen, 23.01.2014 - 103-IV-13  
  • AG Köln, 12.05.2014 - 142 C 600/13  

    Ausgleichszahlung wegen einer 24 Stunden verspäteten Beförderung per Flugzeug

  • AG Nürtingen, 05.07.2013 - 46 C 520/13  

    Keine Ausgleichszahlung bei Verspätung eines Fluges

  • VG Hannover, 08.10.2013 - 2 A 6560/12  

    Zum Familienzuschlag der Stufe 1 bei Lebenspartnerschaft

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