Rechtsprechung
   BVerfG, 11.08.2009 - 2 BvR 941/08   

Volltextveröffentlichungen (16)

  • HRR Strafrecht

    Art. 3 Abs. 1 GG; Art. 2 Abs. 1 GG; Art. 1 Abs. 1 GG; Art. 20 Abs. 3 GG
    Fehlende gesetzliche Grundlage für Geschwindigkeitsmessungen mit allgemeiner oder automatisierter Videoüberwachung in Mecklenburg-Vorpommern; richterlicher Verstoß gegen das Willkürverbot (unter keinem rechtlichen Aspekt vertretbar; Abstützung eines Eingriffs in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung allein auf eine Verwaltungsvorschrift); Möglichkeit eines Verwertungsverbots bei fehlender gesetzlicher Grundlage

  • lexetius.com
  • IWW
  • openjur.de

    § 4 StVO; Artt. 2, 3, 1 GG

  • Bundesverfassungsgericht
  • Telemedicus

    Einschränkbarkeit der informationellen Selbstbestimmung

  • verkehrslexikon.de

    Unzulässigkeit von Videoaufzeichnungen bei Geschwindigkeitsverstößen ohne gesetzliche Grundlage

  • Judicialis
  • JurPC

    Videoaufzeichnung zur Abstandsmessung grundrechtswidrig

  • Kanzlei Prof. Schweizer (Volltext/Auszüge)

    Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung erreicht den Straßenverkehr

  • Jurion

    Grenzen der Rechtsprechung bei der Auslegung und Anwendung des einfachen Rechts i.R.d. aus dem allgemeinen Gleichheitssatz folgenden Willkürverbots; Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht durch Videoaufzeichnung; Gesetzliche Grundlage für Geschwindigkeitsüberwachung

  • kanzlei.biz

    Gezielte Überwachung des öffentlichen Raumes ohne rechtliche Grundlage unzulässig

  • kanzlei.biz

    Gezielte Überwachung des öffentlichen Raumes ohne rechtliche Grundlage unzulässig

  • streifler.de (Kurzinformation und Volltext)

    Fahrtenbuchauflage: Keine Auflage nach verdachtsunabhängiger Videoüberwachung

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Verstoß gegen das Willkürverbot bei der gerichtlichen Entscheidung über eine Geschwindigkeitsmessung durch Videoaufzeichnung

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Kurzfassungen/Presse (28)

  • Bundesverfassungsgericht (Pressemitteilung)

    Zur Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung

  • Telemedicus (Kurzinformation)

    Video-Verkehrsüberwachung nur mit Rechtsgrundlage

  • lawblog.de (Kurzinformation)

    Keine Video-Kontrollen ohne klares Gesetz

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation)

    Leivtec, Beweisverwertungsverbot? Ja (x), Nein (x)

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation)

    Ministeriums-Erlass reicht nicht für Videoüberwachung

  • Burhoff online Blog (Kurzinformation)

    Mit VKS aufgenommenes Tatfoto unverwertbar

  • mitfugundrecht.de (Zusammenfassung)

    Keine Rechtsgrundlage für anlasslose Videoüberwachung des Straßenverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Beweiserhebungsverbot wegen Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung nur dann, wenn die Verkehrsaufzeichnung verdachtsunabhängig erfolgt

  • wkdis.de (Pressemitteilung)

    Zur Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung

  • heise.de (Pressebericht)

    Anlasslose Videoüberwachung des Straßenverkehrs

  • Rechtslupe (Kurzinformation/Zusammenfassung)

    Videoüberwachung und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung

  • onlineurteile.de (Kurzmitteilung)

    Automatisierte Videoüberwachung auf der Autobahn ist nur auf gesetzlicher Grundlage zulässig

  • mahnerfolg.de (Kurzmitteilung)

    Bundesverfassungsgericht stoppt jahrelang praktizierte Videoaufzeichnung

  • dr-bahr.com (Kurzinformation)

    Zur Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung

  • finkeldei-online.de (Kurzinformation)

    Video-Verkehrskontrollen unzulässig

  • mikap.de PDF, S. 11 (Kurzinformation)

    Video-Verkehrskontrollen ohne gesetzliche Grundlage rechtswidrig

  • beck.de (Kurzinformation)

    Einsatz von Videotechnik im Straßenverkehr bedarf einer gesetzlichen Grundlage

  • beck.de (Kurzinformation)

    Einsatz von Videotechnik im Straßenverkehr bedarf einer gesetzlichen Grundlage

  • anwalt-suchservice.de (Kurzinformation)

    Videomessung im Straßenverkehr verfassungswidrig?

  • busradar.de (Kurzinformation)

    Video-Verkehrsüberwachung contra informationelle Selbstbestimmung?

  • rechtstipps.de (Kurzinformation)

    Automatisierte Videoüberwachung oft rechtswidrig

  • schadenfixblog.de (Kurzinformation)

    Videoüberwachung im Straßenverkehr

  • strafrecht-bundesweit.de (Kurzinformation)

    Zur Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Videoaufzeichnung: Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist nicht immer verletzt

  • streifler.de (Kurzinformation)

    Videoüberwachung: Grundsatzentscheidung zur Videoüberwachung im Verkehr

  • 123recht.net (Kurzinformation)

    Bußgeldverfahren eingestellt, weil das Blitzer - Foto oder das Video nicht als Beweis anerkannt wird.

  • 123recht.net (Kurzinformation)

    Keine anlasslose Videoüberwachung des Verkehrs // Bundesverfassungsgericht erklärt die anlasslose Videoüberwachung des Straßenverkehrs für rechtswidrig

  • 123recht.net (Pressemeldung, 20.8.2009)

    Verkehrskontrolle per Video nur mit Gesetz // Bundesverfassungsgericht sieht Eingriff in Datenschutz

Besprechungen u.ä. (14)

  • IWW (Kurzanmerkung)

    Kein Bußgeld bei Geschwindigkeitsüberschreitung

  • IWW (Entscheidungsbesprechung)

    Videoüberwachung - Grundlage für Videoüberwachung im Verkehr

  • beck-blog (Entscheidungsbesprechung)

    Geschwindigkeitsmessungen, Abstandsmessungen etc. mit Video und Film (und auch Foto?) sind verfassungswidrig

  • beck-blog (Kurzanmerkung)

    Videomessungen

  • beck-blog (Entscheidungsbesprechung)

    Zur Verassungswidrigkeit der Verurteilung wegen Videomessungen

  • Burhoff online Blog (Kurzanmerkung)

    Videomessung

  • Burhoff online Blog (Kurzanmerkung)

    In Baden-Württemberg stehen alle Kfz-Führer unter Anfangsverdacht

  • it-recht-kanzlei.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kein Beweisverwertungsverbot: Trotz Beweiserhebungsverbot!

  • it-recht-kanzlei.de (Entscheidungsbesprechung)

    Rügt Videoüberwachung des Straßenverkehrs!

  • juraexamen.info (Fallbesprechung - aus Ausbildungssicht)

    Einschränkung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung

  • lto.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Abstandsmessung im Straßenverkehr

  • schadenfixblog.de (Entscheidungsbesprechung)

    Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung durch Videoaufzeichnungen der Polizei im Geschwindigkeits- und Abstandsmessverfahren

  • burhoff.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Videomessung im Straßenverkehr - BVerfG 2 BvR 941/08 und seine Folgen (RA Detlef Burhoff; VRR 2010, 95)

  • anwaltssuchdienst.de (Entscheidungsbesprechung)

    Zu schnell gefahren - Verfahrenseinstellung à la Bundesverfassungsgericht?

Sonstiges (11)

  • heise.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 22.08.2009)

    ADAC hält Video-Verkehrskontrolle für vorerst rechtswidrig

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG v. 11.8.2009 - 2 BvR 941/08 (Verstoß gegen Willkürverbot bei Video-Geschwindigkeitsmessung ohne Gesetzesgrundlage)" von Prof. Dr. Michael Brenner, original erschienen in: DAR 2009, 577 - 580.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Rechtsgrundlage für bildgebende Messverfahren in der Verkehrsüberwachung?" von Prof. Dr. Fredrik Roggan, original erschienen in: NJW 2010, 1042 - 1045.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Sind Video-Verkehrskontrollen "unter keinem rechtlichen Aspekt vertretbar"?" von Prof. Dr. Hans Peter Bull, original erschienen in: NJW 2009, 3279 - 3282.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum BVerfG-Beschluss v. 11.8.2009, Az.: 2 BvR 941/08, Videoüberwachung im Straßenverkehr verfassungswidrig?" von RA, RiOLG a.D. Detlef Burhoff, original erschienen in: StRR 2009, 356 - 358.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BVerfG v. 11.8.2009 - 2 BvR 941/08 (Geschwindigkeitsüberwachung)" von Prof. Dr. Clemens Arzt, original erschienen in: SVR 2009, 427 - 428.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BVerfG vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08 (Geschwindigkeitsüberwachung durch Videoaufzeichnung)" von Richter Dr. Holger Niehaus, original erschienen in: DAR 2009, 632 - 636.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Kurznachricht zu "Videomessung im Straßenverkehr - BVerfG - 2 BvR 941/08 und seine Folgen" von RA Detleff Burhoff, RiOLG a.D., original erschienen in: VRR 2010, 93 - 95.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Entscheidungsbesprechung)

    Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG v. 11.8.2009 - 2 BvR 941/08 (Geschwindigkeitsmessung durch Videoaufzeichnung)" von RiAG Carsten Krumm, original erschienen in: NZV 2009, 620 - 622.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Bild- und Videoaufzeichnungen im Bereich der polizeilichen Verkehrskontrolle" von Ref. jur. Stefanie Harnisch und Ref. jur. Martin Pohlmann, original erschienen in: NZV 2010, 380 - 385.

  • wkdis.de (Literaturhinweis: Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)

    Zusammenfassung von "Die Entwicklungen des Datenschutzrechts in den Jahren 2009/2010" von Prof. Peter Gola und RA Christoph Klug, original erschienen in: NJW 2010, 2483 - 2488.

Verfahrensgang

  • AG Güstrow, 15.01.2007 - 971 OWi 343/06
  • OLG Rostock, 20.03.2008 - 2 Ss OWi 128/07
  • BVerfG, 11.08.2009 - 2 BvR 941/08
  • AG Jena, 21.08.2009 - 598 Js 6397/09
  • OLG Jena, 06.01.2010 - 1 Ss 291/09

Zeitschriftenfundstellen

  • BVerfGK 16, 123
  • NJW 2009, 3293
  • NZV 2009, 618
  • NJ 2009, 480
  • MMR 2009, 798 (Ls.)
  • DVBl 2009, 1237
  • DÖV 2009, 866



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Wird zitiert von ... (95)  

  • OLG Stuttgart, 04.05.2016 - 4 Ss 543/15  

    "Dashcam"-Aufnahmen können zur Verfolgung schwerwiegender

    Eine Identifizierung des Fahrzeugs bzw. des Fahrers war beabsichtigt und technisch auch möglich (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 11. August 2009 - 2 BvR 941/08, NZV 2009, 618 Rn. 15).
  • AG Brandenburg, 22.01.2016 - 31 C 138/14  

    Keine Videoüberwachung des Nachbargrundstücks!

    Eine Überwachung mittels einer Kamera verletzt grundsätzlich das allgemeine Persönlichkeitsrecht gemäß Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG in seiner Ausprägung als Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524 unter Bezugnahme auf das Urteil des AG Brandenburg an der Havel vom 06.07.2012 zu dem Az.: 34 C 97/11; LG Potsdam, Urteil vom 22.04.2009, Az.: 13 S 9/09, u.a. in: BeckRS 2010, Nr.: 09078; Stöber, NJW 2015, Seiten 3681 ff.; Neuner, JuS 2015, Seiten 961 ff.; Elzer, NJW -, Seiten 3537 ff.; Reinhold, NJW 2009, Seiten 1787 f.).

    Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung trägt Gefährdungen und Verletzungen der Persönlichkeit Rechnung, die sich für den Einzelnen, insbesondere unter den Bedingungen moderner Datenverarbeitung, aus informationsbezogenen Maßnahmen ergeben (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 166 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 29 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524 mit Bezugnahme auf das Urteil des AG Brandenburg an der Havel vom 06.07.2012 zu dem Az.: 34 C 97/11; LG Potsdam, Urteil vom 22.04.2009, Az.: 13 S 9/09, u.a. in: BeckRS 2010, Nr.: 09078).

    Diesen Personen stehen ein Recht am eigenen Bild (BGH, NJW 1995, Seiten 1955 ff.) sowie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung (BVerfG, NJW 2009, Seite 3293; BVerfG, NJW 1984, Seite 419; BGH, NJW 1995, Seiten 1955 ff.) als besondere Ausprägungen des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts zu (Stöber, NJW 2015, Seiten 3681 ff.; Neuner, JuS 2015, Seiten 961 ff.; Elzer, NJW -, Seiten 3537 ff.; Reinhold, NJW 2009, Seiten 1787 f.).

    Es umfasst auch die Freiheit vor unerwünschten Videoaufnahmen (BVerfG, NJW 2009, Seite 3293; BGH, NJW 2010, Seite 1533; BGH, NJW 1995, Seiten 1955 ff.; Stöber, NJW 2015, Seiten 3681 ff.).

    Die Herstellung von Bildnissen einer Person, insbesondere die optische und/oder optisch-elektronische Aufzeichnung auf entsprechenden Geräten - noch dazu im privaten Bereich (Wohnumfeld) wie hier - stellt nämlich grundsätzlich einen Eingriff in das von Art. 1 und 2 GG grundrechtlich geschützte allgemeine Persönlichkeitsrecht des davon betroffenen Klägers und seiner Familie dar (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 166 ff.; BVerfG, BVerfGE 113, Seiten 29 ff.; BVerfG, BVerfGE 65, Seiten 1 ff.; BGH, Urteil vom 21.10.2011, Az.: V ZR 265/10, u.a. in: NJW-RR 2012, Seiten 140 f.; BGH, Urteil vom 16.03.2010, Az.: VI ZR 176/09, u.a. in: NJW 2010, Seiten 1533 ff.; BGH, NJW 1995, Seiten 1955 ff.; LG Potsdam, Urteil vom 29.05.2015, Az.: 1 S 35/12, u.a. in: BeckRS 2015, Nr.: 17524 mit Bezugnahme auf das Urteil des AG Brandenburg an der Havel vom 06.07.2012 zu dem Az.: 34 C 97/11; AG Berlin Lichtenberg, Grundeigentum 2005, Seiten 435 ff.).

    Die Unbefangenheit des Verhaltens wird insbesondere nämlich schon dann gefährdet, wenn bereits ein Gefühl des Überwachtwerdens entsteht (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 107, Seiten 299 ff.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11).

    Hiernach stellen die hier von der Beklagten installierte drei Videokameras aber einen erheblichen Eingriff in die Privat- und auch ggf. in die Intimsphäre des Klägers und seiner Familie dar (BVerfG, Beschluss vom 12.08.2010, Az.: 2 BvR 1447/10, u.a. in: DAR 2010, Seiten 574 f.; BVerfG, Beschluss vom 11.08.2009, Az.: 2 BvR 941/08, u.a. in: NJW 2009, Seiten 3293 f.; BVerfG, Urteil vom 11.03.2008, Az.: 1 BvR 2074/05, u.a. in: NJW 2008, Seiten 1505 ff.; BVerfG, Beschluss vom 23.02.2007, Az.: 1 BvR 2368/06, u.a. in: NVwZ 2007, Seiten 688 ff.; BVerfG, BVerfGE 115, Seiten 320 ff.; BVerfG, BVerfGE 107, Seiten 299 ff.; Oberster Gerichtshof von Wien, Medien und Recht 2007, Seiten 127 ff.; OLG Karlsruhe, WuM 2000, Seite 128; LG Bonn, NJW-RR 2005, Seiten 1067 ff.; LG Berlin, Grundeigentum 1991, Seite 405; LG Braunschweig, NJW 1998, Seiten 2457 f.; LG Darmstand, NZM 2000, Seiten 360 f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 06.07.2012, Az.: 34 C 97/11; AG Nürtingen, Urteil vom 05.01.2009, Az.: 10 C 1850/08, u.a. in: NJW-RR 2009, Seiten 377 f.; AG Berlin-Lichtenberg, WuM 2008, Seite 331 = NJW-RR 2008, Seiten 1693 ff.; AG Berlin-Charlottenburg, MM 2004, Seiten 77 ff.; AG Aachen, NZM 2004, Seiten 339 f.; AG Berlin-Spandau, WuM 2004, Seiten 214 f.; AG Berlin-Wedding, WuM 1998, Seiten 342 f.; Horst, NZM 2000, Seiten 937 f.).

  • BVerfG, 05.07.2010 - 2 BvR 759/10  

    Informationelle Selbstbestimmung im Ordnungswidrigkeitenverfahren;

    aa) Das Oberlandesgericht geht zutreffend davon aus, dass bei einer Bildaufnahme, bei der Fahrer und Kennzeichen identifizierbar sind, ein Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht in seiner Ausprägung als Recht auf informationelle Selbstbestimmung vorliegt (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. August 2009 - 2 BvR 941/08 -, NJW 2009, S. 3293 f.).

    Ein Verstoß gegen das Willkürverbot, der voraussetzen würde, dass diese Rechtsauffassung unter keinem rechtlichen Aspekt vertretbar wäre (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. August 2009 - 2 BvR 941/08 -, NJW 2009, S. 3293 f.), ist nicht ersichtlich.

  • OLG Düsseldorf, 09.02.2010 - 3 RBs 8/10  

    Verwertbarkeit von verdachtslos gefertigten Videoabstandsmessungen

    Auf der Grundlage des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 11.8.2009 (vgl. NJW 2009, 3293 f) unterliegen die durch eine durchgeführte Videoüberwachung ermittelten Beweise einem Beweiserhebungsverbot.

    Dieses Recht umfasst die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst zu entscheiden, wann und innerhalb welcher Grenzen persönliche Lebenssachverhalte offenbart werden, und daher grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung persönlicher Daten zu bestimmen (vgl. BVerfG NJW 2009, 3293; E 65, 1, 42 f).

    Dass die Erhebung derartiger Daten einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt, entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG NJW 2009, 3293, 3294; E 120, 378, 397 f; NVwZ 2007, 688).

    Das allgemeine Persönlichkeitsrecht gewährleistet nicht allein den Schutz der Privat- und Intimsphäre, sondern trägt in Gestalt des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung auch den informationellen Schutzinteressen des Einzelnen, der sich in die Öffentlichkeit begibt, Rechnung (vgl. BVerfG NJW 2009, 3293, 3294; E 65, 1, 45; 120, 378, 398; NVwZ 2007, 688).

    Es liegt auch kein Fall vor, in dem Daten ungezielt und allein technikbedingt zunächst miterfasst, dann aber ohne weiteren Erkenntnisgewinn, anonym und spurenlos wieder gelöscht werden, so dass aus diesem Grund die Eingriffsqualität verneint werden könnte (vgl. dazu BVerfG NJW 2009, 3293, 3294; E 115, 320, 343; 120, 378, 399).

    Eine Verwaltungsvorschrift kann für sich auch keinen Eingriff in das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung rechtfertigen, da es einer formell-gesetzlichen Grundlage bedarf (vgl. BVerfG NJW 2009, 3293, 3294).

    Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts liegt in den Fällen der rechtswidrigen Videoüberwachung ein Rechtsverstoß, der ein Beweisverwertungsverbot nach sich zieht, nicht fern (vgl. NJW 2009, 3293).

  • OLG Düsseldorf, 09.02.2010 - 3 RBs 8/10 2 Ss OWi 4/10  

    Sicherheitsabstand - Videomessung und Beweisverwertungsverbot

    1. Auf der Grundlage des Beschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 11.8.2009 (vgl. NJW 2009, 3293 f) unterliegen die durch eine durchgeführte Videoüberwachung ermittelten Beweise einem Beweiserhebungsverbot.

    Dieses Recht umfasst die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst zu entscheiden, wann und innerhalb welcher Grenzen persönliche Lebenssachverhalte offenbart werden, und daher grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung persönlicher Daten zu bestimmen (vgl. BVerfG NJW 2009, 3293; E 65, 1, 42 f).

    Dass die Erhebung derartiger Daten einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt, entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG NJW 2009, 3293, 3294; E 120, 378, 397 f; NVwZ 2007, 688).

    Das allgemeine Persönlichkeitsrecht gewährleistet nicht allein den Schutz der Privat- und Intimsphäre, sondern trägt in Gestalt des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung auch den informationellen Schutzinteressen des Einzelnen, der sich in die Öffentlichkeit begibt, Rechnung (vgl. BVerfG NJW 2009, 3293, 3294; E 65, 1, 45; 120, 378, 398; NVwZ 2007, 688).

    Es liegt auch kein Fall vor, in dem Daten ungezielt und allein technikbedingt zunächst miterfasst, dann aber ohne weiteren Erkenntnisgewinn, anonym und spurenlos wieder gelöscht werden, so dass aus diesem Grund die Eingriffsqualität verneint werden könnte (vgl. dazu BVerfG NJW 2009, 3293, 3294; E 115, 320, 343; 120, 378, 399).

    Eine Verwaltungsvorschrift kann für sich auch keinen Eingriff in das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung rechtfertigen, da es einer formell-gesetzlichen Grundlage bedarf (vgl. BVerfG NJW 2009, 3293, 3294).

    Nach Auffassung des Bundesverfas-sungsgerichts liegt in den Fällen der rechtswidrigen Videoüberwachung ein Rechts- verstoß, der ein Beweisverwertungsverbot nach sich zieht, nicht fern (vgl. NJW 2009, 3293).

  • OLG Jena, 06.01.2010 - 1 Ss 291/09  

    Verdachtsabhängige Verkehrsüberwachung per Videoaufzeichnung

    Das Verfahren, mit dem hier die Geschwindigkeitsüberschreitung des Betroffenen ermittelt und dokumentiert wurde, ist auch im Lichte der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11.8.2009 (2 BvR 941/08, DAR 2009, 577 f) nicht zu beanstanden.

    Dabei hat das Bundesverfassungsgericht auch ausgeführt, dass in Fällen, in denen Daten ungezielt und allein technikbedingt zunächst miterfasst, dann aber ohne weiteren Erkenntnisgewinn, anonym und spurenlos wieder gelöscht werden, keinen Eingriff darstellen (BVerfG, DAR 2009, 577, 578, vgl. auch BVerfGE 115, 320, 343; 120, 378, 399 zur automatisierten Kennzeichenerfassung).

  • AG Schweinfurt, 31.08.2009 - 12 OWi 17 Js 7822/09  

    Bußgeldverfahren wegen Abstandsunterschreitung auf der Autobahn: Verwertbarkeit

    Das Gericht sieht sich durch die Entscheidung des BVerfG vom 11.08.2009, 2 BvR 941/08, an der Verwertung der Videobänder im Rahmen der Beweisaufnahme nicht gehindert, nachdem insoweit gerichtlicherseits zunächst festzustellen ist, dass der dem Beschluss des BVerfG vom 11.08.2009 zugrunde liegende Ausgangssachverhalt nicht mit dem im vorliegenden Fall anzutreffenden Sachverhalt hinsichtlich der Messmethode und -durchführung ohne Weiteres vergleichbar ist.

    Das BVerfG hat in seinen bisherigen Entscheidungen zur Frage der Zulässigkeit des Eingriffs in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung als Bestandteil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts aus Art. 1 Abs. 1 GG i. V. m. Art. 2 Abs. 1 GG jeweils ausgeführt, dass zwar die Videoaufzeichnungen einen Eingriff in dieses hochrangige Grundrecht darstellen (BVerfG v. 11.08.2009, 2 BvR 941/08, Rz. 15 f.; BVerfG v. 17.02.2009, 1 BvR 2492/08; BVerfGE 120, 378, 397 ff.), insbesondere im Falle der Vorbereitung hoheitlich belastender Verwaltungsakte (BVerfG NVwZ 2007, 688, 689).

    Die Eingriffsqualität entfällt auch nicht etwa dadurch, dass lediglich Verhaltensweisen im öffentlichen (Verkehrs-)Raum erhoben wurden, nachdem das allgemeine Persönlichkeitsrecht nicht allein den Schutz der Privat- und Intimsphäre gewährleistet, sondern auch in Gestalt des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung auch den informationellen Schutzinteressen des Einzelnen, der sich in die Öffentlichkeit begibt, Rechnung trägt (BVerfG v. 11.08.2009, 2 BvR 941/08, Rz. 16 f. m. w. N.).

    40 Allerdings ist, so das BVerfG in fortlaufender Rechtsprechung, auch das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, wie mit Ausnahme des Art. 1 Abs. 1 GG praktisch alle Grundrechte, einer Einschränkung zumindest im Sinne der praktischen Konkordanz zugänglich, so etwa, wenn überwiegende Allgemeininteressen eine Eingriff zu Lasten des Einzelnen rechtfertigen (BVerfG v. 11.08.2009, 2 BvR 941/08, Rz. 15 f.; BVerfG v. 11.08.2009, 2 BvR 941/08, Rz. 17; BVerfGE 65, 1, 43; BVerfGE 120, 378, 401 ff.).

    Vielmehr bedarf es nach den uneingeschränkten Vorgaben des BVerfG eines Akts des Gesetzgebers selbst, mithin eines formellen Bundes- oder Landesgesetzes, welches zudem den rechtsstaatlichen Geboten der Normenklarheit entspricht und, wie jede Schrankenregelung, auch verhältnismäßig ist (BVerfG v. 11.08.2009, 2 BvR 941/08, Rz. 16; BVerfGE 65, 1, 43 f.; BVerfGE 120, 378, 401 ff.).

    Zwar setzt Willkür gerade keinen subjektiven Willen voraus, sondern ist bereits mit einem objektiv willkürlichen Verhalten, das in tatsächlicher und eindeutiger Weise zur zu beherrschend suchenden Situation unangemessen ist, anzunehmen (BVerfG v. 11.08.2009, 2 BvR 941/08; BVerfGE 62, 189, 192; BVerfGE 70, 93, 97).

  • AG Meißen, 05.10.2009 - 13 OWi 705 Js 54110/08  

    Brücken-Abstandsmessung und Lichtschranken-Geschwindigkeitsmessung (wohl)

    Bezüglich dieses Beweismittels besteht aber ein Beweisverwertungsverbot, da es ohne geeignete Rechtsgrundlage gefertigt wurde (Beweiserhebungsverbot) und somit einen ungerechtfertigten Eingriff in das Verfassungsrang besitzende Recht auf informelle Selbstbestimmung darstellt, vgl. Beschluss des Bundesverfas­sungsgerichts vom 11.08.2009, 2 BvR 941/08.

    Das Bundesverfassungsgericht stellte hierzu in seiner Entscheidung vom 11.8.2009, 2 BvR 941/08 fest:.

    Die Entscheidung des BVerfG vom 11.08.2009, 2 BvR 941/08, macht deutlich, dass selbstredend auch die mit der massenhaften Verkehrsüberwachung einher­gehende Beweiserhebung durch Bildaufzeichnungen (Videosequenzen oder Foto­grafien) einer ausreichenden Ermächtigungsgrundlage bedürfen, da hierdurch das allgemeine Persönlichkeitsrecht in seiner Ausprägung als Grundrecht des Be­troffenen auf informationelle Selbstbestimmung berührt ist.

    Der Entscheidung des BVerfG vom 11.08.2009, 2 BvR 941/08, habe ein Ordnungswidrigkeitenvorwurf, die fahrlässige Überschreitung der zulässi­gen Höchstgeschwindigkeit um 29 km/h am 04.05.2006 überschritten zu haben, zugrunde gelegen, der unter Verwendung des Verkehrskontrollsys­tems Typ VKS 3.0 der Firma V erhoben worden sei.

    Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ist, wie mit Ausnahme des Art. 1 Abs. 1 GG praktisch alle Grundrechte, nach der Rechtsprechung des BVerfG einer Einschränkung zumindest im Sinne der prakti­schen Konkordanz zugänglich, so etwa, wenn überwiegende Allgemeininteressen eine Eingriff zu Lasten des Einzelnen rechtfertigen (BVerfG v. 11.08.2009, 2 BvR 941/O8, Rz. 15 f.; BVerfG v. 11.08.2009, 2 BvR 941/08, Rz. 17; BVerfGE 65, 1, 43; BVerfGE 120, 378, 401 ff.).

    Das BVerfG hat in seinem Beschluss vom 11.08.2009, 2 BvR 941/08, die Mög­lichkeit eines Beweisverwertungsverbotes für Beweismittel der vorliegenden Art ausdrücklich in den Raum gestellt, ohne hierüber abschließend zu entscheiden.

  • OLG Bamberg, 16.11.2009 - 2 Ss OWi 1215/09  

    Bußgeldverfahren wegen Abstandsunterschreitung auf der Autobahn: Verwertbarkeit

    6 2. Soweit das Amtsgericht im Hinblick auf den Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 11.08.2009 - 2 BvR 941/08 (= NJW 2009, 3293 f. m. Anm. Bull NJW 2009, 3279 ff. = DAR 2009, 577 ff. = ZfSch 2009, 589 ff. m. Anm. Bode = VRR 2009, 354 f. m. Anm. Burhoff ) von einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage für die Videoaufzeichnung in § 100 h Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 StPO i.V.m. § 46 Abs. 1 OWiG und damit von einer Verwertbarkeit der erhobenen Beweise ausgeht, ist dies frei von Rechtsfehlern:.

    8 b) Soweit durch diese sog. Identifizierungskamera Lebensvorgänge beobachtet und technisch fixiert werden, die später zu Beweiszwecken abgerufen, aufbereitet und ausgewertet werden, liegt ein Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht aus Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG in seiner Ausprägung als Recht auf informationelle Selbstbestimmung vor, da auf den gefertigten Bildern das Kennzeichen des Fahrzeugs sowie der Fahrzeugführer deutlich zu erkennen sind und mit diesen so erlangten Daten ein Personenbezug hergestellt werden kann (BVerfG NJW 2009, 3293 und NJW 2008, 1505/1507).

    Dabei müssen Anlass, Zweck und Grenzen des Eingriffs in der Ermächtigung bereichsspezifisch, präzise und normenklar festgelegt werden (BVerfG NJW 2009, 3293/3294).

    d) Soweit demgegenüber mit der sog. Telekamera und der sog. Messkamera durch Übersichtsaufnahmen nur der auflaufende Verkehr erfasst wird, hat das BVerfG ausdrücklich offen gelassen, ob hier überhaupt von einem Grundrechtseingriff auszugehen ist (NJW 2009, 3293/3294).

  • BVerfG, 20.05.2011 - 2 BvR 2072/10  

    Straßenverkehr; Ordnungswidrigkeit; Bußgeldverfahren; Beweiserhebungsverbot;

    Am 3. September 2009 beantragte der Bevollmächtigte des Beschwerdeführers, das Verfahren aufgrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. August 2009 - 2 BvR 941/08 - einzustellen.

    Zwar handele es sich bei der verdachtsunabhängigen Überwachung des Straßenverkehrs unter Zuhilfenahme von Videoaufnahmen um einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung der Fahrer, für die es - wie das Bundesverfassungsgericht in der Entscheidung vom 11. August 2009 (2 BvR 941/08) dargelegt habe - derzeit keine Ermächtigungsgrundlage gebe.

    Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. August 2009 (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats - 2 BvR 941/08 -, NJW 2009, S. 3293 ); dort hat das Bundesverfassungsgericht lediglich ausgeführt, dass es möglich erscheint, "dass die Fachgerichte einen Rechtsverstoß annehmen, der ein Beweisverwertungsverbot nach sich zieht".

  • BVerfG, 12.08.2010 - 2 BvR 1447/10  

    Videobeweis bei Verkehrsverstoß - Nichtannahmebeschluss

  • BGH, 16.03.2010 - VI ZR 176/09  

    Überwachungskamera auf Privatgrundstück

  • BVerwG, 25.01.2012 - 6 C 9.11  

    Unterlassungsklage; Wiederholungsgefahr; Reeperbahn; offene Videoüberwachung;

  • OLG Düsseldorf, 15.03.2010 - 1 RBs 23/10  

    Verwertbarkeit einer Geschwindigkeitsmessung unter Einsatz einer

  • OLG Oldenburg, 27.11.2009 - Ss Bs 186/09  

    Videodauerüberwachung an Autobahnen

  • OLG Brandenburg, 22.02.2010 - 1 Ss OWi 23 Z/10  

    Verwertbarkeit von Messfotos zur Identitätsfeststellung bei

  • VGH Bayern, 24.08.2010 - 11 CS 10.1245  

    Anordnung der Führung eines Fahrtenbuches

  • VerfGH Sachsen, 28.01.2010 - 66-IV-09  
  • OLG Hamm, 22.12.2009 - 1 Ss OWi 960/09  

    Beweiserhebungsverbot bei nicht anlassbezogener Geschwindigkeitsmessung mittels

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 11.11.2009 - L 11 KA 101/06  

    Vertragsarztangelegenheiten

  • OLG Koblenz, 04.03.2010 - 1 SsBs 23/10  

    Verwertbarkeit von mit Hilfe einer Videoabstandsmessung gewonnenen

  • AG Meißen, 14.07.2010 - 13 OWi 705 Js 36235/09  

    Gewinnung eines Anfangsverdachts durch eine auf visuelle Verkehrsbeobachtung

  • OLG Hamm, 11.11.2009 - 3 Ss OWi 856/09  

    Videomessverfahren; Verfahrensrüge

  • OLG Rostock, 24.02.2010 - 2 Ss OWi 6/10  

    Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren: Verwertbarkeit von

  • OLG Saarbrücken, 26.02.2010 - Ss (B) 107/09  

    Video-Abstands-Messung rechtmäßig

  • OLG Stuttgart, 29.01.2010 - 4 Ss 1525/09  

    Überwachung des Sicherheitsabstandes auf Autobahnen in Baden-Württemberg:

  • OLG Rostock, 16.11.2009 - 2 Ss OWi 257/09  

    Rechtsbeschwerde in Bußgeldsachen: Anforderungen an die ordnungsgemäße

  • OLG Dresden, 02.02.2010 - Ss OWi 788/09  

    Anforderungen an freisprechendes Urteil; Video-Messverfahren VKS 3.01 VIDIT;

  • OVG Niedersachsen, 15.03.2010 - 12 ME 37/10  

    Bindungswirkung eines Bußgeldbescheides im Fahrerlaubnisentziehungsverfahren -

  • OLG Oldenburg, 09.02.2015 - 2 Ss OWi 20/15  

    Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren: Verwertbarkeit der anlässlich einer

  • OLG Bamberg, 25.02.2010 - 3 Ss OWi 206/10  

    Bußgeldverfahren: Geschwindigkeitsüberschreitung auf einer Autobahn in Bayern;

  • VG Oldenburg, 19.01.2010 - 7 B 3383/09  

    Fahrtenbuchanordnung und Verfassungswidrigkeit einer Abstandsmessung

  • VerfGH Sachsen, 25.05.2011 - 100-IV-10  

    Verurteilung wegen Beleidigung muss tatrichterliche Feststellungen über die

  • AG Eilenburg, 28.10.2009 - 5 OWi 256 Js 32476/09  

    Messfotos von Geschwindigkeitsüberschreitung unterliegen einem

  • OLG Bremen, 28.10.2010 - 2 SsBs 70/10  

    Zur Rechtmäßigkeit der verdachtsabhängigen Abstandsmessung mit VKS 3.0 und zu den

  • OLG Düsseldorf, 05.03.2010 - 3 RBs 36/10  

    Fahrverbotsentscheidung, Begründung

  • OLG Hamm, 11.03.2010 - 5 RBs 13/10  

    Videomessung, Verwertbarkeit, Ermächtigungsgrundlage, Beweisanträge,

  • OLG Bamberg, 16.03.2010 - 2 Ss OWi 235/10  

    Bußgeldverfahren: Divergenzvorlage bei unterschiedlicher rechtlicher Beurteilung

  • VG Oldenburg, 13.01.2010 - 7 B 3230/09  

    Zur Bindung der Behörde bei der Entziehung der Fahrerlaubnis innerhalb des

  • OLG Düsseldorf, 05.05.2010 - 4 RBs 143/09  

    Verwertbarkeit von mit dem Videobrücken-Abstandsmessungsverfahren "VibrAM"

  • VG Saarlouis, 09.06.2010 - 10 L 455/10  

    Fahrtenbuchauflage; Abstandsverstoßes; Grundrecht der informationellen

  • VG Saarlouis, 06.07.2010 - 10 K 454/10  

    Fahrtenbuchauflage; Unmöglichkeit der Fahrerfeststellung; Recht auf

  • OLG Hamm, 22.03.2011 - 3 RBs 61/11  

    Anforderungen an die Rechtsbeschwerde bei Freispruch wegen eines

  • VerfGH Sachsen, 30.09.2014 - 19-IV-13  

    Verfassungsbeschwerde, absoluter Revisionsgrund, nur teilweise Aufhebung

  • AG Freiburg, 25.08.2009 - 31 OWi 530 Js 11165/09  
  • VerfGH Sachsen, 26.04.2013 - 94-IV-12  
  • AG Grimma, 22.10.2009 - 3 OWi 151 Js 33023/09  

    Brücken-Abstandsmessung und Lichtschranken-Geschwindigkeitsmessung (wohl)

  • OVG Sachsen, 31.03.2010 - 3 B 3/10  

    Fahrtenbuchauflage, Recht auf individuelle Selbstbestimmung,

  • OLG Dresden, 30.08.2010 - Ss OWi 812/09  

    Beiordnung eines Pflichtverteidigers wegen Missachtung des Rotlichts einer

  • OLG Düsseldorf, 18.01.2011 - 3 RBs 152/10  

    Verwertbarkeit von mit dem System VibrAM gefertigten Videoaufzeichnungen

  • OLG Bamberg, 15.10.2009 - 2 Ss OWi 1169/09  

    Ermittlung von Abstandsunterschreitungen: Rechtsgrundlage für Bildaufnahmen im

  • VerfGH Sachsen, 24.06.2010 - 14-IV-10  
  • OLG Jena, 29.10.2010 - 1 SsBs 45/10  

    Ordnungswidrigkeiten, Verkehr, informationelle Selbstbestimmung, VKS 3.01,

  • AG Herford, 08.12.2010 - 11 OWi 54 Js 1096/10  

    Ermächtigungsgrundlage für Bildaufnahmen im Straßenverkehr; Verfolgungstätigkeit

  • LSG Hessen, 26.10.2012 - L 5 R 142/12  

    Medizinische Rehabilitation - Zuzahlungsrichtlinien des Trägers der gesetzlichen

  • OLG Hamm, 05.10.2009 - 3 Ss OWi 764/09  

    Verletzung des rechtlichen Gehörs durch Ablehnung von Beweisanträgen

  • VG Gelsenkirchen, 18.01.2010 - 14 L 2/10  

    Fahrtenbuch und Problem von Videoaufzeichnungen bei Abstandsverstößen

  • OLG Düsseldorf, 06.05.2010 - 3 RBs 36/10  

    Lasermessung, Riegl FG-21P, Verwertbarkeit, Beweisverwertungsverbot

  • OLG Hamm, 25.05.2010 - 3 RBs 119/10  

    Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde betreffend die Feststellung einer

  • LSG Bayern, 31.03.2011 - L 15 SB 80/06  

    1. "Löschung" im Sinn von § 84 Abs. 2 SGB X ist auch die Entfernung von

  • OLG Brandenburg, 24.06.2010 - 1 Ss OWi 124 B/10  

    Zu den Urteilsanforderungen hinsichtlich der Bildqualität des Messfotos bei einem

  • VerfGH Sachsen, 24.03.2011 - 90-IV-10  
  • OLG Celle, 13.01.2012 - 322 SsRs 420/11  

    Anspruch des Betroffenen auf Einsichtnahme in die den Verkehrsverstoß

  • AG Landstuhl, 07.03.2016 - 2 OWi 4286 Js 981/16  
  • AG Lünen, 14.10.2009 - 16 OWi 225 Js 1519/09  

    Verwendung von ortsfesten Videosystemen zur Feststellung von Verkehrsverstößen

  • OLG Schleswig, 29.12.2009 - 2 Ss OWi 135/09  

    Zulässigkeit der Geschwindigkeitsmessung durch nachfolgendes Polizeifahrzeug mit

  • VG Wiesbaden, 20.01.2010 - 6 K 1063/09  

    Videoüberwachung in Gerichtsgebäuden

  • OLG Brandenburg, 19.04.2010 - 1 Ss OWi 68 Z/10  

    Videomessung, Ermächtigungsgrundlage, Urteilsfeststellungen., Anforderungen

  • OLG Karlsruhe, 13.10.2010 - 2 (6) SsBs 404/10  

    Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren: Beweiserhebungs- und -verwertungsverbot

  • VG Schwerin, 12.09.2011 - 1 A 1180/07  

    Ordnungsrecht

  • AG Grimma, 31.08.2009 - 3 OWi 166 Js 35228/09  

    Brücken-Abstandsmessung und Lichtschranken-Geschwindigkeitsmessung (wohl)

  • VerfGH Sachsen, 25.09.2009 - 40-IV-09  
  • AG Grimma, 22.10.2009 - 3 OWi 153 Js 34830/09  

    Anwendbarkeit der vom Bundesverfassungsgericht aufgestellten Grundsätze zur

  • AG Lübben, 08.12.2009 - 40 OWi 1911 Js 19757/09  

    Verkehrsordnungswidrigkeit: Beweisverwertungsverbot bei Geschwindigkeitsmessung

  • KG, 25.03.2015 - 3 Ws (B) 19/15  

    Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 34 km/h

  • AG Eilenburg, 22.09.2009 - 5 OWi 253 Js 53556/08  

    Bildaufzeichnungen von Verkehrsvorgängen sind unzulässig

  • AG Lübben, 17.12.2009 - 40 OWi 1421 Js 39202/09  

    Verkehrsordnungswidrigkeit: Beweiserhebungs- und Beweisverwertungsverbot von

  • AG Prenzlau, 31.05.2010 - 21 OWi 383 JsOWi 41493/09  

    Leivtec XV2, Geschwindigkeitsmessung, Anfangsverdacht, Beweisverwertungsverbot

  • OVG Schleswig-Holstein, 17.04.2013 - 4 LA 28/13  

    Löschung des in der Bauakte zum Grundstück eines Eigentümers gespeicherten

  • VG München, 29.11.2013 - M 23 S 13.4272  

    Fahrtenbuchauflage; ungenügender Sicherheitsabstand; Abstandsmessung mit

  • AG Landstuhl, 07.03.2016 - 4286 Js 981/16  
  • AG Lübben, 01.12.2009 - 40 OWi 1611 Js 29636/08  
  • KG, 18.03.2010 - 3 Ws (B) 24/10  
  • OLG Karlsruhe, 13.10.2010 - 2(6) SsBs 404/10  

    Voraussetzungen für eine Divergenzvorlage; Verwertungsverbot bei

  • OLG Brandenburg, 10.01.2011 - (1 B) 53 Ss OWi 585/10  

    [Geschwindigkeitsüberschreitung, Videomessung, Urteilsfeststellungen]

  • VerfGH Sachsen, 13.01.2011 - 91-IV-10  
  • VG Berlin, 09.02.2011 - 11 K 459.10  

    Klage gegen eine Fahrtenbuchanordnung

  • AG Herford, 15.04.2011 - 11 OWi 64 Js 1897/10  

    Verwertung eines Frontfotos zur Beweiserhebung für ein Fahrverbot ist unzulässig

  • AG Oberhausen, 02.11.2009 - 26 OWi 371 Js 1419/09  

    Verwertbarkeit einer mit dem Messgerät VIDIT, VKS 3.0, Version 3.1,

  • VGH Bayern, 11.01.2010 - 14 ZB 09.30252  

    Entscheidung des Verwaltungsgerichts nicht im Sinne der Rechtsprechung des

  • VG Berlin, 24.02.2010 - 11 K 651.09  
  • AG Baden-Baden, 25.10.2011 - 17 OWi 306 Js 15109/10  

    Verwertungsverbot im Rahmen der Verwertung der Ergebnisse der Messung der

  • AG Lübben, 08.12.2009 - 40 OWi 204/09  

    Verfassungswidrigkeit fortlaufender Videobildaufzeichnungen bei

  • AG Eilenburg, 16.03.2010 - 5 OWi 253 Js 1794/10  

    Messverfahren ES 1.0, Ermächtigungsgrundlage, Beweisverwertungsverbot

  • VG Magdeburg, 13.04.2010 - 8 A 26/09  

    Disziplinarrecht, Verstoß gegen die Auskunftspflichten eines Beamten in der

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