Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 14.03.2008

Rechtsprechung
   BVerwG, 18.02.2009 - 2 C 23.08   

Volltextveröffentlichungen (5)

  • lexetius.com

    GG Art. 3 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5; BBG § 79; BhV 2004 § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. a, § 17 Abs. 3 Satz 1, Abs. 4 Satz 1; SGB V § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6
    Beihilfensystem; beihilferechtliches Leistungsprogramm; Anlassbezogenheit der Beihilfe; Beihilfefähigkeit krankheitsbedingter Aufwendungen; Notwendigkeit der Aufwendungen; Angemessenheit der Aufwendungen; Beihilfeausschluss der Aufwendungen für potenzsteigernde Arzneimittel; allgemeiner Gleichheitssatz im Beihilferecht; ärztliche Verordnung potenzsteigernder Arzneimittel zur Behandlung anderer Krankheiten; Gemeinsamer Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen; Arzneimittelrichtlinien; Strukturunterschiede von Beihilfensystem und gesetzlicher Krankenversicherung.

  • Bundesverwaltungsgericht
  • NWB SteuerXpert START

    BhV § 5 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, § 6 Abs. 1 Nr. 2 S. 2 Buchst. a; GG Art. 3 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5

mehr
  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    Beamtenrecht: Anspruch auf Beihilfe zu den Aufwendungen für das Arzneimittel "Cialis" auf der Grundlage der Beihilfevorschriften des Bundes (BhV) zur Behandlung einer pulmonalen Hypertonie; Ausschluss der Aufwendungen für potenzsteigernde Arzneimittel von der Beihilfefähigkeit bei Verwendung des Medikaments zur Behandlung anderer Krankheiten als der erektilen Dysfunktion; Zulässigkeit der Übertragung der Entscheidungskompetenz vom Dienstherrn auf ein Selbstverwaltungsorgan verschiedener Versichertengemeinschaften

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Anspruch auf Beihilfe zu den Aufwendungen für das Arzneimittel "Cialis" auf der Grundlage der Beihilfevorschriften des Bundes (BhV) zur Behandlung einer pulmonalen Hypertonie; Ausschluss der Aufwendungen für potenzsteigernde Arzneimittel von der Beihilfefähigkeit bei Verwendung des Medikaments zur Behandlung anderer Krankheiten als der erektilen Dysfunktion; Zulässigkeit einer Übertragung der Entscheidungskompetenz vom Dienstherrn auf ein Selbstverwaltungsorgan verschiedener Versichertengemeinschaften

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • DÖV 2009, 636
  • NVwZ 2009, 847



Kontextvorschau:





Hinweis: Klicken Sie auf das Sprechblasensymbol, um eine Kontextvorschau im Fließtext zu sehen. Um alle zu sehen, genügt ein Doppelklick.

Wird zitiert von ... (44)  

  • BVerwG, 28.05.2009 - 2 C 28.08  

    Angemessenheit der Beihilfe; Arzneimittelrichtlinien; Ausschluss; Beihilfe;

    Mit Recht geht das angefochtene Urteil davon aus, dass die Beihilfevorschriften in dieser Fassung für eine Übergangszeit weiterhin anwendbar sind (vgl. Urteile vom 17. Juni 2004 - BVerwG 2 C 50.02 - BVerwGE 121, 103 , vom 28. Mai 2008 - BVerwG 2 C 24.07 - Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 126 Rn. 10 f., vom 26. Juni 2008 - BVerwG 2 C 2.07 - BVerwGE 131, 234 und vom 18. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - [...] Rn. 8).

    Da es sich bei der Begrenzung der Beihilfefähigkeit auf Festbeträge um eine Einschränkung des Grundsatzes handelt, dass Beihilfe gewährt wird, soweit die Aufwendungen notwendig und angemessen sind (vgl. § 5 Abs. 1 Satz 1 BhV), bedarf ein Ausschluss oder eine Begrenzung in materieller Hinsicht einer inneren, den Anforderungen des Art. 3 Abs. 1 GG standhaltenden Rechtfertigung und in formeller Hinsicht einer ausdrücklichen Rechtsgrundlage (vgl. § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BhV; Urteil vom 18. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - [...] Rn. 13).

    Aufwendungen sind der Höhe nach angemessen, wenn und soweit keine gleich wirksame preisgünstigere Behandlung zur Verfügung steht (vgl. Urteil vom 18. Februar 2009 a.a.O. Rn. 9).

    Auch bei Zurückstellung sämtlicher Bedenken, die für den Bereich des Beihilferechts gegen die Übertragung der Entscheidungskompetenz über den Ausschluss bestimmter Arzneimittel auf den nach § 91 Abs. 1 Satz 1 SGB V gebildeten Gemeinsamen Bundesausschuss bestehen (vgl. Urteile vom 28. Mai 2008 - BVerwG 2 C 24.07 - Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 126, vom 26. Juni 2008 - BVerwG 2 C 2.07 - BVerwGE 131, 234 und vom 28. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - a.a.O. Rn. 11), lässt sich § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 BhV eine entsprechende Begrenzungswirkung nicht entnehmen.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 25.06.2009 - 1 A 2092/07  
    Ebenso BVerwG, Urteil vom 18. Februar 2009 - 2 C 23.08 -, Urteilsabdrucks Rn. 8.

    - 2 C 2.07 -, BVerwGE 131, 234 = DVBl. 2008, 1442 = IÖD 2009, 18 = DokBer B 2009, 29 = Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 17 = NVwZ 2009, 472 = Schütz/Maiwald, Beamtenrecht ES/C IV 2 Nr. 189; neuerdings Urteil vom 18. Februar 2009 - 2 C 23.08 -, juris, entwickelten Rechtsgrundsätzen.

    vgl. BVerwG, Urteile vom 18. Februar 2009 - 2 C 23.08 -, juris, und vom 28. Mai 2008 - 2 C 12.07 , a.a.O., und die Parallelentscheidung - 2 C 1.07 -, NVwZ 2008, 1380 = IÖD 2008, 246 = Buchholz 237.8 § 90 RhPLBG Nr. 4.

    Zu diesem Ansatz BVerwG, Urteil vom 18. Februar 2009 - 2 C 23.08 -, Urteilsabdruck Rn. 14 ff.

    Der Senat orientiert sich insoweit vielmehr an der im Urteil vom 18. Februar 2009 (2 C 23.08) nunmehr entwickelten Rechtsprechung.

  • BVerwG, 26.08.2009 - 2 C 62.08  

    Alimentation; Arzneimittel; Arzneimittelrichtlinien; Beihilfe; Beihilfefähigkeit;

    Mit Recht geht das angefochtene Urteil davon aus, dass die Beihilfevorschriften in dieser Fassung für eine Übergangszeit weiterhin anwendbar waren (vgl. Urteile vom 17. Juni 2004 - BVerwG 2 C 50.02 - BVerwGE 121, 103 = Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 123 , vom 28. Mai 2008 - BVerwG 2 C 24.07 - Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 126 Rn. 10 f. , vom 26. Juni 2008 - BVerwG 2 C 2.07 - BVerwGE 131, 234 Rn. 9 = Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 17; vom 18. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - [...] Rn. 8 und vom 28. Mai 2009 - BVerwG 2 C 28.08 - [...]).

    Da es sich bei der Begrenzung der Beihilfefähigkeit durch Leistungsausschlüsse und Leistungsbeschränkungen um eine Einschränkung dieses Grundsatzes handelt, bedarf ein Ausschluss oder eine Begrenzung in materieller Hinsicht einer inneren, den Anforderungen des Art. 3 Abs. 1 GG standhaltenden Rechtfertigung und in formeller Hinsicht einer ausdrücklichen Rechtsgrundlage (vgl. § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BhV; Urteile vom 18. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - IÖD 2009, 174 und vom 28. Mai 2009 - BVerwG 2 C 28.08 - [...] Rn. 14).

mehr
  • BVerwG, 17.10.2011 - 2 C 14.10  

    Beihilfe; Grenznähe; Auslandsbehandlung; Krankenhauskosten; Kostenbeschränkung

    Sie sind der Höhe nach angemessen, wenn und soweit keine gleich wirksame preisgünstigere Behandlung zur Verfügung steht (Urteil vom 18. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 18 Rn. 9).

    Für diese Fallgruppe verletzt eine allgemeine Kostenbegrenzungsregelung die im Beihilfesystem angelegte Sachgesetzlichkeit und damit den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG, weil sie ohne zureichenden Grund medizinisch gebotene und angemessene Aufwendungen von der Beihilfe ausschließt (vgl. Urteile vom 18. Februar 2009 a.a.O. Rn. 14, vom 19. Februar 2009 a.a.O. Rn. 20 f. und vom 12. November 2009 - BVerwG 2 C 61.08 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 19 Rn. 11, jeweils m.w.N.).

    Diese Anlassbezogenheit kommt in dem Grundsatz zum Ausdruck, dass in Krankheitsfällen die Behandlungskosten im Rahmen der Notwendigkeit und der Angemessenheit beihilfefähig sind (vgl. zum Ganzen: Urteil vom 18. Februar 2009 a.a.O. Rn. 14 m.w.N.).

    Allein Gründe der Verwaltungsvereinfachung, der Kostenbeschränkung oder der Umstand, dass Auslandsbehandlungen versicherbar sind, rechtfertigen nicht, die Angemessenheit medizinisch gebotener Aufwendungen auf einen Betrag zu begrenzen, zu dem Leistungen am Unfallort nicht angeboten werden; sie stehen im Widerspruch zu § 5 Abs. 1 Satz 1 BVO BW und § 101 Satz 3 Nr. 4 LBG BW (vgl. Urteile vom 19. Februar 2009 a.a.O. Rn. 21 und 23, vom 18. Februar 2009 a.a.O. Rn. 17 f. und vom 12. November 2009 a.a.O. Rn. 15).

  • VGH Baden-Württemberg, 23.06.2009 - 4 S 87/08  

    Gewährung von Heilfürsorge für Polizeibeamten durch Erstattung der Aufwendungen

    Diese "Übertragung" der Entscheidungskompetenz über den Ausschluss bestimmter Arzneimittel auf ein Selbstverwaltungsorgan verschiedener Versichertengemeinschaften (vgl. § 91 Abs. 1 SGB V) begegnet verfassungsrechtlichen Bedenken im Hinblick auf die durch Art. 33 Abs. 5 GG gewährleistete Fürsorgepflicht des Dienstherrn und die grundlegenden Strukturunterschiede der beiden Sicherungssysteme; die auf dem überkommenen Grundsatz der Vorsorge des Staates für seine Beamten und deren Familien beruhende beamtenrechtliche Krankenfürsorge, zu der auch die Heilfürsorge zählt, steht in deutlichem Gegensatz zur auf dem Gedanken der Solidargemeinschaft beruhenden, wesentlich durch Beiträge der Beteiligten unterhaltenen Sozialversicherung (vgl. BVerfG, Beschluss vom 08.12.1982 - 2 BvL 12/79 -, BVerfGE 62, 354; BVerwG, Urteil vom 26.11.1987 - 2 C 52.85 -, Buchholz 237.6 § 130 NdsLBG Nr. 1; Urteil vom 28.05.2008 - 2 C 24.07 -, Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 126; Urteil vom 26.06.2008 -2 C 2.07-, BVerwGE 131, 234; Urteil vom 18.02.2009 - 2 C 23.08 -, Juris).

    Diese Anlassbezogenheit kommt darin zum Ausdruck, dass Heilfürsorgeleistungen nach § 2 Abs. 4 Satz 1 HVO grundsätzlich in dem aus gesundheitlichen Gründen notwendigen angemessenen Umfang gewährt werden (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 18.02.2009, a.a.O.).

    Von diesen Leitlinien wird zu Lasten der hiervon betroffenen Beamten abgewichen, wenn krankheitsbedingte Aufwendungen trotz ihrer Notwendigkeit und Angemessenheit von der Heilfürsorgegewährung ausgenommen werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 18.02.2009, a.a.O.).

  • BVerwG, 06.11.2009 - 2 C 60.08  

    Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige aber

    11 2. Mit Recht geht das angefochtene Urteil davon aus, dass die Beihilfevorschriften in dieser Fassung für eine Übergangszeit weiterhin anwendbar waren (vgl. Urteile vom 17. Juni 2004 BVerwG 2 C 50.02 BVerwGE 121, 103 = Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 123, vom 28. Mai 2008 BVerwG 2 C 24.07 Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 126 Rn. 10 f., vom 26. Juni 2008 BVerwG 2 C 2.07 BVerwGE 131, 234 Rn. 9 = Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 17; vom 18. Februar 2009 BVerwG 2 C 23.08 juris Rn. 8 und vom 28. Mai 2009 BVerwG 2 C 28.08 juris).

    Da es sich bei der Begrenzung der Beihilfefähigkeit durch Leistungsausschlüsse und Leistungsbeschränkungen um eine Einschränkung dieses Grundsatzes handelt, bedarf ein Ausschluss oder eine Begrenzung in materieller Hinsicht einer inneren, den Anforderungen des Art. 3 Abs. 1 GG standhaltenden Rechtfertigung und in formeller Hinsicht einer ausdrücklichen Rechtsgrundlage (vgl. § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BhV; Urteile vom 18. Februar 2009 BVerwG 2 C 23.08 IÖD 2009, 174 und vom 28. Mai 2009 BVerwG 2 C 28.08 juris Rn. 14).

  • BVerwG, 29.09.2011 - 2 C 80.10  

    Beihilfe; Beihilfeausschluss; persönliche Tätigkeit; naher Angehöriger; Ehegatte;

    So knüpft die Beihilfefähigkeit in Krankheitsfällen nicht an bestimmte Behandlungen oder Arzneimittel an (Urteile vom 20. März 2008 - BVerwG 2 C 49.07 - BVerwGE 131, 20 Rn. 22 = Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 94 und vom 18. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 18 Rn. 14).

    Die Aufwendungen sind der Höhe nach angemessen im Sinne von § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BhV, wenn und soweit keine gleich wirksame preisgünstigere Behandlung zur Verfügung steht (Urteil vom 18. Februar 2009 a.a.O Rn. 9).

    Die Vereinbarkeit eines derartigen Leistungsausschlusses mit dem allgemeinen Gleichheitssatz gemäß Art. 3 Abs. 1 GG hängt davon ab, ob er durch einen zureichenden Grund sachlich gerechtfertigt ist (Urteile vom 28. Mai 2008 - BVerwG 2 C 24.07 - a.a.O. Rn. 25 f. und - BVerwG 2 C 12.07 - Buchholz 271 LBeihilfeR Nr. 30 Rn. 23, vom 18. Februar 2009 a.a.O. Rn. 14 und vom 24. Februar 2011 - BVerwG 2 C 9.10 - juris Rn. 11).

  • BVerwG, 28.10.2010 - 2 C 46.09  

    Beihilfe; Lebenspartner; Ehe; krankheitsbedingte Aufwendungen; Krankheitsfälle;

    Diese Beihilfevorschriften sind nach der Rechtsprechung des Senats zwar wegen Verstoßes gegen den Gesetzesvorbehalt nichtig, aber bis zum Inkrafttreten der Bundesbeihilfeverordnung vom 13. Februar 2009 (BGBl I S. 326) weiter anwendbar (Urteile vom 17. Juni 2004 - BVerwG 2 C 50.02 - BVerwGE 121, 103 , vom 28. Mai 2008 - BVerwG 2 C 24.07 - Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 126 Rn. 10 f., vom 26. Juni 2008 - BVerwG 2 C 2.07 - BVerwGE 131, 234 = Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 17 und vom 18. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 18).

    Gleichwohl sind die Beihilfevorschriften nach dem Stand der 27. und 28. Änd erungsverwaltungsvor schrift vom 17. De zember 2003 und 30. Januar 2004 (GMBl 2004 S. 227 und 379) grundsätzlich weiter anwendbar (Urteile vom 17. Juni 2004 a.a.O., vom 28. Mai 2008 a.a.O., vom 26. Juni 2008 a.a.O. und vom 18. Februar 2009 a.a.O.).

    Dabei sind sie, obwohl es sich um Verwaltungsvorschriften handelt, weiterhin wie Gesetze auszulegen (Urteil vom 28. Mai 2008 - BVerwG 2 C 9.07 - Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 15 und vom 18. Februar 2009 a.a.O.).

  • BVerwG, 28.10.2010 - 2 C 53.09  

    Beihilfe; Lebenspartner; Ehe; krankheitsbedingte Aufwendungen; Krankheitsfälle;

    Diese Beihilfevorschriften sind nach der Rechtsprechung des Senats zwar wegen Verstoßes gegen den Gesetzesvorbehalt nichtig, aber bis zum Inkrafttreten der Bundesbeihilfeverordnung vom 13. Februar 2009 (BGBl I S. 326) weiter anwendbar (Urteile vom 17. Juni 2004 - BVerwG 2 C 50.02 - BVerwGE 121, 103 , vom 28. Mai 2008 - BVerwG 2 C 24.07 - Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 126 Rn. 10 f., vom 26. Juni 2008 - BVerwG 2 C 2.07 - BVerwGE 131, 234 = Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 17 und vom 18. Februar 2009 - BVerwG 2 C 23.08 - Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 18).

    Gleichwohl sind die Beihilfevorschriften nach dem Stand der 27. und 28. Änd erungsverwaltungsvorschrift vom 17. De zember 2003 und 30. Januar 2004 (GMBl 2004 S. 227 und 379) grundsätzlich weiter anwendbar (Urteile vom 17. Juni 2004 a.a.O., vom 28. Mai 2008 a.a.O., vom 26. Juni 2008 a.a.O. und vom 18. Februar 2009 a.a.O.).

    Dabei sind sie, obwohl es sich um Verwaltungsvorschriften handelt, weiterhin wie Gesetze auszulegen (Urteil vom 28. Mai 2008 - BVerwG 2 C 9.07 - Buchholz 270 § 6 BhV Nr. 15 und vom 18. Februar 2009 a.a.O.).

  • OVG Berlin-Brandenburg, 14.07.2009 - 4 B 3.08  

    Zum Umfang der Beihilfe für im Jahr 2005 entstandene Aufwendungen zur künstlichen

    Die Beihilfevorschriften verstoßen zwar gegen den Vorbehalt des Gesetzes und sind deshalb nichtig (st. Rspr. des BVerwG seit dem Urteil vom 17. Juni 2004 - 2 C 50.02 -, juris Rn. 9 ff.; zuletzt etwa Urteil vom 18. Februar 2009 - 2 C 23.08 -, juris Rn. 8).

    So hat das Bundesverwaltungsgericht im Grundsatz auch die Weitergeltung von Vorschriften gebilligt, die in Abkehr von der bisherigen Verwaltungspraxis den Ausschluss der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für Medikamente nach Maßgabe der Arzneimittelrichtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses gemäß § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 SGB V vorsehen (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2008 - 2 C 24.07 -, juris Rn. 12, 18; Urteil vom 26. Juni 2008 - 2 C 2.07 -, juris Rn. 9, 11, 20; Urteil vom 18. Februar 2009, a.a.O. Rn. 8, 11).

    Die weitere Anwendbarkeit der Leistungsausschlüsse und -einschränkungen trotz Notwendigkeit der Aufwendungen allerdings setzt voraus, dass die jeweilige Regelung nicht aus anderen Gründen gegen höherrangiges Recht verstößt und deshalb unwirksam ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2008, a.a.O. Rn. 13; Urteil vom 26. Juni 2008, a.a.O. Rn. 10; Urteil vom 18. Februar 2009, a.a.O. Rn. 8).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.06.2009 - 3 A 1795/08  

    Verfassungsrechtliche Anforderungen an das "Gesetz zur Erhebung von § 4 Abs. 1

  • BVerwG, 28.10.2010 - 2 C 23.09  

    Feststellungsklage; Subsidiaritätsgrundsatz; Beihilfe; Lebenspartner; Ehe;

  • VG Regensburg, 12.10.2009 - RO 8 K 08.1976  

    Der Ausschluss von Aufwendungen für die in § 18 Satz 4 Nr. 1 BayBhV beschriebenen

  • BVerwG, 12.11.2009 - 2 C 61.08  

    Abweichungsmöglichkeit; allgemeine Preisentwicklung; Angemessenheit; Begrenzung

  • OVG Berlin-Brandenburg, 14.07.2009 - 4 B 4.08  

    § 44 BG BB, § 5 Abs 4 Nr 1 S 3 Buchst b BhV, § 5 Abs 4 Nr 2 BhV, § 6 Abs 1 Nr 1

  • OVG Berlin-Brandenburg, 14.07.2009 - 4 B 5.08  

    § 44 BG BB, § 5 Abs 4 Nr 1 S 3 Buchst b BhV, § 5 Abs 4 Nr 2 BhV, § 6 Abs 1 Nr 1

  • BVerwG, 19.08.2009 - 2 B 19.09  

    Beihilfe gem. § 6 Abs. 1 Nr. 6 S. 2 Beihilfevorschriften des Bundes (BhV) für

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 10.12.2010 - 1 A 565/09  

    Abhängigkeit der Beihilfefähigkeit eines Produktes bzw. Präparates von der

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 24.11.2010 - 3 A 1776/08  

    Vereinbarkeit des Gesetzes zur Erhebung von § 4 Abs. 1 Nr. 7 und Anl. 2 BVO NRW

  • BVerwG, 24.02.2011 - 2 C 9.10  
  • VGH Baden-Württemberg, 28.09.2011 - 2 S 1082/11  

    Deckelung von beihilfefähigen Aufwendungen für Rehabilitationsmaßnahmen

  • VGH Baden-Württemberg, 02.08.2012 - 2 S 786/12  

    Zum Anspruch der Soldaten auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung im

  • VGH Baden-Württemberg, 11.03.2010 - 10 S 3090/08  

    Hyaluronsäure-Fertigspritze "GO-ON" zur intraartikulären Anwendung bei

  • VGH Baden-Württemberg, 11.08.2011 - 2 S 1214/11  

    Angemessenheit der Kosten einer stationären Behandlung; Einbau eines künstlichen

  • VGH Baden-Württemberg, 22.08.2012 - 2 S 2076/11  

    Heilfürsorge für Polizeivollzugsbeamte

  • VG Regensburg, 28.03.2011 - RO 8 K 11.278  

    Beschränkung der Beihilfe auf Festbetrag der Gesetzlichen Krankenversicherung

  • VG Regensburg, 28.03.2011 - RO 8 K 10.2300  
  • OVG Rheinland-Pfalz, 15.04.2011 - 10 A 11331/10  

    Begrenzung der Behilfefähigkeit der Aufwendungen für Arzneimittel durch die

  • OVG Sachsen, 06.08.2009 - 2 A 119/08  

    Beihilfe; Fürsorgepflicht; Beihilfefähigkeit wissenschaftlich nicht allgemein

  • VGH Hessen, 08.09.2011 - 1 A 2556/10  

    Festbetragsregelung

  • VG Würzburg, 20.11.2012 - W 1 K 11.888  

    Beihilfe; Privatklinik; Vergleichsberechnung; Fürsorgepflicht

  • OVG Sachsen, 13.04.2010 - 2 A 741/08  

    Beihilfe, erektile Dysfunktion, Viagra, Fürsorgepflicht, Gleichheitssatz

  • VG Düsseldorf, 17.12.2010 - 13 K 7034/09  
  • VG Saarlouis, 24.11.2009 - 3 K 648/09  

    Zulässigkeit von Leistungsbeschränkungen im Beihilferecht (hier:

  • VG Düsseldorf, 12.02.2010 - 26 K 3534/09  

    Beihilfe Implantate Implantatgestützter Zahnersatz Freiendlücke einseitige

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 19.05.2010 - 3 A 608/08  

    Bestehen einer im nordrhein-westfälischen Beihilferecht angelegten Rechtfertigung

  • OVG Rheinland-Pfalz, 11.03.2011 - 2 A 10066/11  

    Erstattung der Kosten für Medikamente zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion

  • VG Düsseldorf, 13.09.2010 - 13 K 7467/09  

    Beihilfe, wissenschaftlich allgemein anerkannte Behandlungsmethode, Hyperbare

  • VG Düsseldorf, 17.01.2011 - 13 K 5710/09  

    Beihilfe gesetzliche Krankenversicherung Kostenanteile Zuzahlungen Sachleistung

  • OVG Sachsen, 02.07.2012 - 2 A 202/10  

    Beihilfe, Ausschluss, Haarwuchsmittel, Frauen

  • VG Hannover, 24.05.2011 - 13 A 916/11  

    Keine Kostenübernahme im Rahmen der Heilfürsorge für die Medikamente Levitra und

  • VG Potsdam, 30.09.2011 - 2 K 883/08  

    Beihilfe

  • VG Ansbach, 14.12.2011 - AN 15 K 11.01568  

    Zur Frage der Beihilfefähigkeit von Cialis

  • VG Würzburg, 29.12.2010 - W 1 K 10.1282  

Rechtsprechung
   BVerwG, 14.03.2008 - 2 C 23.08   

Volltextveröffentlichungen

Verfahrensgang

Sie können auswählen (Maus oder Pfeiltasten):
(Liste aufgrund Ihrer bisherigen Eingabe)
Komplette Übersicht