Rechtsprechung
| BVerwG, 28.10.2004 - 2 C 34.03 |
Volltextveröffentlichungen (5)
- lexetius.com
BayBesG § 11; BhV § 5 Abs. 1 Satz 1; GOÄ § 6 a
Übernahme der Beihilfevorschriften als Landesrecht; Gesetzesvorbehalt; Angemessenheit von Aufwendungen für ärztliche Leistungen; Unklarheiten des Gebührenrechts. - Bundesverwaltungsgericht
- NWB SteuerXpert START
BayBesG § 11; BhV § 5 Abs. 1 Satz 1; GOÄ § 6 a
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
BayBesG § 11; BhV § 5 Abs. 1 Satz 1; GOÄ § 6 a
Keine Abrechnung der Beihilfe aufgrund überhöhter Arztrechnungen bei rechtzeitigem Hinweis des Dienstherrn - Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Übernahme der Beihilfevorschriften als Landesrecht; Gesetzesvorbehalt; Angemessenheit von Aufwendungen für ärztliche Leistungen; Unklarheiten des Gebührenrechts
Verfahrensgang
- VG Regensburg, 13.02.2002 - RO 3 K 01.1886
- VGH Bayern, 08.07.2003 - 3 BV 02.789
- VGH Bayern, 08.07.2003 - 3 BV 02.819
- BVerwG, 28.10.2004 - 2 C 34.03
- BVerwG, 28.10.2004 - 2 C 32.03
Zeitschriftenfundstellen
- DVBl 2005, 509
- DÖV 2005, 692
- NVwZ 2005, 710
Wird zitiert von ... (46)
- BVerwG, 15.12.2005 - 2 C 35.04
Beihilfevorschriften des Bundes und Gesetzesvorbehalt; beihilfeberechtigter …
- BVerwG, 20.03.2008 - 2 C 19.06
Beihilfe; Angemessenheit und Notwendigkeit der Aufwendungen; fehlerhafte …
Die behördliche Entscheidung darüber unterliegt uneingeschränkter verwaltungsgerichtlicher Kontrolle (vgl. Urteile vom 30. Mai 1996 - BVerwG 2 C 10.95 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 12, vom 28. Oktober 2004 - BVerwG 2 C 34.03 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 15 …und vom 25. November 2004 - BVerwG 2 C 30.03 - a.a.O.).Angemessen und demnach beihilfefähig sind Aufwendungen, die dem Arzt nach Maßgabe der GOÄ zustehen (vgl. Urteile vom 24. November 1988 - BVerwG 2 C 39.87 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 1, vom 17. Februar 1994 - BVerwG 2 C 10.92 - BVerwGE 95, 117 , vom 30. Mai 1996 - BVerwG 2 C 10.95 - a.a.O., vom 28. Oktober 2004 - BVerwG 2 C 34.03 - a.a.O. …und vom 25. November 2004 - BVerwG 2 C 30.03 - a.a.O.).
Ist eine Entscheidung im ordentlichen Rechtsweg nicht ergangen, hat der Dienstherr zu prüfen, ob die vom Arzt geltend gemachten Ansprüche nach materiellem Recht begründet sind (vgl. Urteile vom 30. Mai 1996 - BVerwG 2 C 10.95 - a.a.O., vom 28. Oktober 2004 - BVerwG 2 C 34.03 - a.a.O. …und vom 25. November 2004 - BVerwG 2 C 30.03 - a.a.O.).
- BVerwG, 25.11.2004 - 2 C 30.03
Angemessenheit der Aufwendungen für zahnärztliche Leistungen; Verurteilung des …
Denn sie verlieren dadurch nicht den Charakter von Verwaltungsvorschriften (vgl. Urteile vom 28. Oktober 2004 - BVerwG 2 C 34.03 - und vom heutigen Tage - BVerwG 2 C 24.03 - ; Bay VerfGH, Entscheidung vom 13. Dezember 1995 - Vf.17-V-92 -, VerfGHE Bay 48, 149 ).Hat jedoch bereits ein Zivilgericht in einem Rechtsstreit zwischen dem Arzt und dem Beamten über die Berechtigung der Honorarforderung entschieden, ist dessen Beurteilung auch maßgeblich für das beihilferechtliche Tatbestandsmerkmal der Angemessenheit der Aufwendungen (vgl. Urteil vom 28. Oktober 2004 - BVerwG 2 C 34.03 - ).
- VGH Baden-Württemberg, 28.01.2010 - 10 S 2582/08
Zur Beihilfefähigkeit von dentin-adhäsiven Kompositfüllungen - keine …
Die Beihilfeverordnung verzichtet insoweit auf eine eigenständige Umschreibung des Begriffs der Angemessenheit, sondern verweist lediglich auf die Vorschriften der ärztlichen bzw. hier zahnärztlichen Gebührenordnung (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.10.2004 - 2 C 34.03 - DVBl. 2005, 509;… Urt. v. 20.03.2008 - 2 C 19.06 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 18).Maßgebend ist § 315 Abs. 3 BGB, da die Frage, ob die Honorarforderung des Zahnarztes gerechtfertigt ist, sich allein nach bürgerlichem Recht beantwortet (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.10.2004 - 2 C 34.03 - a.a.O.).
Hier ist dem Zusammenhang der Regelung in Ziff. 1.1 der Anlage zur BVO mit § 6 Abs. 2 Nr. 2 BVO ("soweit nicht in der Anlage bereits geregelt") zu entnehmen, dass die Beihilfeverordnung dem in Bezug genommenen Hinweis des Bundesministeriums des Innern zum Gebührenrecht keine andere Rechtsqualität zukommen lassen will als sonstigen rechtsnormausfüllenden allgemeinen Entscheidungen, die das Finanzministerium des Landes auf der Grundlage von § 6 Abs. 2 BVO treffen kann (vgl. auch BVerwG, Urt. v. 28.10.2004 - 2 C 34.03 - a.a.O. - zur Übernahme bundesrechtlicher Beihilfevorschriften durch Landesrecht).
- BVerwG, 12.11.2009 - 2 C 61.08
Abweichungsmöglichkeit; allgemeine Preisentwicklung; Angemessenheit; Begrenzung …
Für die Entscheidung, ob nach den Maßstäben des Beihilferechts Aufwendungen für ärztliche Leistungen angemessen sind, ist die Auslegung des ärztlichen Gebührenrechts durch die Zivilgerichte maßgebend (vgl. Urteile vom 28. Oktober 2004 BVerwG 2 C 34.03 Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 15 und vom 20. März 2008 BVerwG 2 C 19.06 Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 18). - VG Ansbach, 15.07.2009 - AN 15 K 09.00436
Beihilfe zu Aufwendungen für zahnärztliche Leistungen; Dentinadhäsive …
Die Beihilfevorschriften des Bundes verzichten nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts insoweit auf eine eigenständige Umschreibung des Begriffs der Angemessenheit und verweisen auf die ärztlichen und zahnärztlichen Gebührenordnungen, (vgl. etwa BVerwG Urteile vom 17.2.1994, NJW 1994, 3023 und vom 28.10.2004 NVwZ 2005, 710).Vielmehr unterliegt ihre Entscheidung uneingeschränkter verwaltungsgerichtlicher Kontrolle (vgl. BVerwG vom 28.10.2004 a.a.O. Seite 711).
Maßgebend ist insoweit § 315 Abs. 3 BGB, da die Frage, ob die Honorarforderung des Zahnarztes gerechtfertigt ist, nach Bürgerlichem Recht zu beantworten ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.10.2004 a.a.O.).
- BVerwG, 29.09.2011 - 2 C 80.10
Beihilfe; Beihilfeausschluss; persönliche Tätigkeit; naher Angehöriger; Ehegatte; …
Mit der Übernahme der Beihilfevorschriften des Bundes als Landesrecht durch § 87c Abs. 1 NBG in Form einer dynamischen Verweisung haben diese den Charakter von Verwaltungsvorschriften nicht verloren (Urteil vom 28. Oktober 2004 - BVerwG 2 C 34.03 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 15 S. 3).Für eine Übergangszeit ist jedoch grundsätzlich von der Weitergeltung der Beihilfevorschriften als Verwaltungsvorschriften auch im Landesbereich auszugehen (Urteile vom 17. Juni 2004 - BVerwG 2 C 50.02 - BVerwGE 121, 103 = Buchholz 232 § 79 BBG Nr. 123 S. 14 und vom 28. Oktober 2004 a.a.O.).
- BVerwG, 16.12.2009 - 2 C 79.08
Postbeamtenkrankenkasse; B1-Mitglied; Kassenleistungen; Beihilfe; Angemessenheit …
Für die Entscheidung, ob nach den Maßstäben des Beihilferechts Aufwendungen für ärztliche Leistungen angemessen sind, ist die Auslegung des ärztlichen Gebührenrechts durch die Zivilgerichte maßgebend (vgl. Urteile vom 28. Oktober 2004 - BVerwG 2 C 34.03 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 15 und vom 20. März 2008 - BVerwG 2 C 19.06 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 18). - OVG Niedersachsen, 23.04.2010 - 5 LB 388/08
Beihilfe: Behandlung durch Angestellte eines nahen Angehörigen
Die rechtzeitige Klarheit kann der Dienstherr herstellen, indem er vor der Entstehung der Aufwendungen seine Rechtsauffassung zu der streitigen Frage deutlich macht und die Beihilfeberechtigten Gelegenheit erhalten, sich darauf einzustellen (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.10.2004 - 2 C 34.03 -, DVBl. 2005, 509 = IÖD 2005, 112 = DÖD 2005, 172; Urteil vom 30.5.1996 - 2 C 10.95 -, DVBl. 1996, 1150 = IÖD 1997, 20 = DÖD 1997, 113; Urteil vom 17.2.1994 - 2 C 10.92 -, BVerwGE 95, 117 = DÖD 1994, 162 = RiA 1995, 25).Der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts liegt die Erwägung zugrunde, dass die Fürsorgepflicht des Dienstherrn es nicht zulässt, Unklarheiten der Gebührenordnung zu Lasten des Beihilfeberechtigten gehen zu lassen, indem dieser vor die Wahl gestellt wird, entweder auf sein Risiko eine rechtliche Auseinandersetzung über die zweifelhafte Rechtsposition zu führen oder den an sich auf die Beihilfe entfallenden Anteil des zweifelhaften Rechnungsbetrages - nach materiellem Recht unbegründet - selbst zu tragen (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.10.2004, a. a. O., m. w. N.).
- VGH Baden-Württemberg, 28.01.2010 - 10 S 1770/08
Minderung des ärztlichen Honoraranspruch, wenn während einer stationären …
Die Beihilfevorschrift verzichtet insoweit auf eine eigenständige Umschreibung des Begriffs der Angemessenheit, sondern verweist lediglich auf die Vorschriften der ärztlichen Gebührenordnung (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.10.2004 - 2 C 34.03 - DVBl. 2005, 509;… Urt. v. 20.03.2008 - 2 C 19.06 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 18).Auch wenn es an einer letztverbindlichen zivilrechtlichen Klärung fehlt, sind Unklarheiten in diesem Sinne bei der Anwendung gebührenrechtlicher Bestimmungen beihilferechtlich indessen bereits dann ausgeräumt, wenn der Dienstherr vor der Entstehung der Aufwendungen seine Rechtsauffassung zu der strittigen Frage deutlich klargestellt hat und die Beihilfeberechtigten Gelegenheit hatten, sich darauf einzustellen (vgl. zusammenfassend BVerwG, Urt. v. 28.10.2004 - 2 C 34.03 - Buchholz 270 § 5 BhV Nr. 15 -).
- VGH Baden-Württemberg, 11.03.2010 - 10 S 3090/08
Hyaluronsäure-Fertigspritze "GO-ON" zur intraartikulären Anwendung bei …
- BGH, 13.10.2011 - III ZR 231/10
Beamtenrecht - Kostenersatz für Unterliegen im Zivilrechtsstreit
- OVG Nordrhein-Westfalen, 24.05.2006 - 1 A 3633/04
- VG Osnabrück, 30.05.2007 - 3 A 13/06
Zur Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige …
- VG Cottbus, 09.06.2009 - 5 K 1323/07
Beihilfe für HPV-Schutzimpfung
- VG Cottbus, 14.05.2009 - 5 K 1367/04
Beihilfefähigkeit: kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenem nur bei …
- VG Cottbus, 11.06.2009 - 5 K 1252/07
Beihilferecht - Fahrtkosten im Zusammenhang mit einer stationären …
- OVG Niedersachsen, 05.04.2011 - 5 LB 231/10
Überschreiten des Schwellenwertes bei zahnärztlicher Liquidation
- OVG Saarland, 07.12.2007 - 1 A 321/07
Beihilfeanspruch eines Angehörigen für krankheitsbedingte Aufwendungen …
- OVG Sachsen, 17.09.2008 - 2 B 683/07
Beihilfe; Selbstbehalt; Parlamentsgesetz; Ermächtigungsgrundlage; Verordnung
- VG Augsburg, 08.06.2011 - Au 2 K 10.1908
Beihilfe zu Aufwendungen für eine Zahnfüllung in "Dentinadhäsivtechnik"; analoge …
- VG Meiningen, 14.04.2005 - 1 K 287/00
Zur Frage der Verfassungsgemäßheit der Inkorporation bundesrechtlicher …
- OVG Nordrhein-Westfalen, 02.07.2007 - 1 A 5162/05
- OVG Nordrhein-Westfalen, 14.05.2008 - 1 A 1088/07
- OVG Sachsen, 06.08.2009 - 2 A 119/08
Beihilfe; Fürsorgepflicht; Beihilfefähigkeit wissenschaftlich nicht allgemein …
- OVG Niedersachsen, 06.09.2010 - 5 LA 298/09
Zur Angemessenheit beihilfefähiger Aufwendungen bei Überschreitung des …
- OVG Saarland, 10.06.2006 - 1 Q 80/05
Beihilfevorschriften des Saarlandes genügen nicht dem Gesetzesvorbehalt; …
- VG Berlin, 11.09.2007 - 28 A 49.06
Dienstherr muss sich an den Kosten seiner Beamten für nicht …
- OVG Saarland, 09.03.2009 - 1 A 148/08
Beihilfe für homöopathische Mittel
- OVG Sachsen, 13.04.2010 - 2 A 741/08
Beihilfe, erektile Dysfunktion, Viagra, Fürsorgepflicht, Gleichheitssatz
- OVG Saarland, 23.08.2010 - 1 A 331/09
Beihilfe für Medizinprodukte
- OVG Sachsen, 17.09.2008 - 2 B 685/07
- VG Osnabrück, 24.04.2006 - 3 A 145/05
Der Ausschluss von Arzneimitteln, die überwiegend zur Behandlung einer erektilen …
- VG Osnabrück, 30.05.2007 - 3 A 96/05
Zur Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige …
- VG Koblenz, 22.06.2007 - 6 K 67/07
Kostendämpfungspauschale der Beihilfenverordnung ist nichtig
- VG Arnsberg, 17.02.2006 - 13 K 1115/05
- VG Arnsberg, 02.06.2010 - 13 K 1612/09
- VG Osnabrück, 22.06.2005 - 3 A 216/04
Gegen die beihilferechtlichen Eigenbehalten sowohl in Form der sog. …
- VG Stuttgart, 09.10.2006 - 17 K 1503/06
Zielleistungsprinzip; Osteophyt
- VG Lüneburg, 17.12.2007 - 1 A 101/06
Kein Anspruch auf (weitere) Beihilfe für zahnärztliche Behandlung bei …
- VG Minden, 17.08.2009 - 4 K 3420/08
- VG Minden, 31.08.2009 - 4 K 222/09
- VG Arnsberg, 28.12.2010 - 13 K 3055/09
- VG Arnsberg, 13.05.2011 - 13 K 3483/10
- VG Arnsberg, 01.12.2010 - 13 K 3886/09
- VG Saarlouis, 06.09.2005 - 3 K 26/05
