Rechtsprechung
   BGH, 06.03.1992 - 2 StR 551/91   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion

    Abgrenzung zwischen Mord und Raub bei unsicherer Beweislage und Anwendung des Zweifelssatzes - Vorgehensweise beim möglichen Vorliegen mehrerer Mordmerkmale aufgrund mehrdeutiger Tatsachenfeststellungen, wenn jedenfalls Totschlag nicht eingreift - Vorgehensweise bei Zweifeln ob Tateinheit oder Tatmehrheit gegeben ist - Mordmerkmal der niederen Beweggründe beim Vorliegen von Wut und Zorn - Vorliegen der Schuld bei niedriger Frustrationstoleranz und alkoholbedingten Beeinträchtigungen - Zulässigkeit der strafschärfenden Verwendung von Strafurteilen aus der DDR

  • rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)

    StGB § 52 § 211 Abs. 2 § 212 § 249
    Straftaten gegen das Leben: Niedrige Beweggründe, Konkurrenz zum Raub

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Zeitschriftenfundstellen

  • MDR 1992, 632



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Wird zitiert von ... (13)  

  • BGH, 18.10.1995 - 2 StR 341/95  

    lästiger Schreier - § 211 StGB, Heimtücke, Spontantat, Wut, affektive

    Eine Gefühlsregung wie Wut kommt nur dann als niedriger Beweggrund in Betracht, wenn sie ihrerseits auf niedrigen Beweggründen beruht (BGHR StGB § 211 II niedrige Beweggründe 8, 16 und 22).
  • BGH, 11.02.1999 - 4 StR 647/98  

    Mord; Vergewaltigung mit Todesfolge; Lebenslange Freiheitsstrafe;

    b) Aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden ist die Auffassung des Landgerichts, daß der Angeklagte entweder das - Mordmerkmal "zur Verdeckung einer anderen Straftat" (der Vergewaltigung) erfüllt oder er "sonst aus niedrigen Beweggründen" (Wut und Verärgerung darüber, daß das Opfer den Geschlechtsverkehr für sich nicht als "positives Erlebnis" empfunden habe; UA 12/67) gehandelt hat (vgl. BGHSt 22, 12; BGH bei Holtz MDR 1992, 632; Tröndle aaO § 211 Rdn. 5a f., 10), Auch die innere Tatseite zum Mordvorwurf ist - unter Berücksichtigung der Persönlichkeitsstruktur des Angeklagten - rechtsfehlerfrei festgestellt (UA 12, 37 f., 67 f.).
  • BGH, 21.12.2000 - 4 StR 499/00  

    Niedrige Beweggründe (Ausschließende nachvollziehbare Gründe); Mord; Totschlag;

    Das ist am ehesten der Fall, wenn diese Gefühlsregungen jeglichen nachvollziehbaren Grundes entbehren (BGHR StGB § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 8, 16, 22; BGH, Urt. vom 3. Februar 1993 - 2 StR 389792).
  • BGH, 21.08.1996 - 2 StR 212/96  
    Beweggründe sind niedrig, wenn sie nach allgemeiner sittlicher Wertung auf tiefster Stufe stehen und deshalb besonders verwerflich, ja verächtlich sind (st. Rspr. BGHSt 3, 132, 133; BGH LM Nr. 25 zu § 211 StGB; BGHR StGB § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 22, 23).
  • BGH, 22.07.2010 - 4 StR 180/10  

    Voraussetzungen des Mordmerkmals der niedrigen Beweggründe (Heimtücke;

    Das Landgericht hat dabei nicht bedacht, dass Gefühlsregungen wie Eifersucht, aber auch Rache, Wut und Hass nach ständiger Rechtsprechung nur dann als niedrige Beweggründe in Betracht kommen, wenn sie ihrerseits auf niedrigen Beweggründen beruhen, was am ehesten der Fall ist, wenn diese Gefühlsregungen jeglichen nachvollziehbaren Grund entbehren (vgl. BGH, Urteil vom 6. März 1992 - 2 StR 551/91, BGHR § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 22; Beschluss vom 21. Dezember 2000 - 4 StR 499/00 aaO, jeweils m.w.N.; vgl. auch Fischer StGB 57. Aufl. § 211 Rn. 19 m.w.N.).
  • BGH, 07.07.1993 - 2 StR 180/93  
    Eine Tötung aus "sonst niedrigen Beweggründen" (§ 211 Abs. 2 StGB) liegt vor, wenn die Motive des Täters nach allgemeiner sittlicher Würdigung auf tiefster Stufe stehen und deshalb verachtenswert sind (vgl. BGHSt 2, 60; BGHR StGB § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 22).

    Diese Würdigung des LG knüpft an die ständige Rechtsprechung des BGH zu den subjektiven Erfordernissen bei dem erörterten Mordmerkmal an (vgl. BGHSt 28, 210, 212 [BGH 29.11.1978 - 2 StR 504/78]; BGHR StGB § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 6, 15, 16, 22) und ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden.

  • BGH, 16.12.1998 - 2 StR 340/98  
    Ob dies der Fall ist, beurteilt sich nach einer Gesamtwürdigung, in welche neben den Lebensverhältnissen und der Persönlichkeit des Täters insbesondere die Umstände der Tat einzubeziehen sind (BGHR StGB § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 11, 16, 17, 22).
  • BGH, 02.12.1994 - 2 StR 394/94  
  • KG, 10.04.1997 - 2 StE 2/93  

    Mykonos-Attentat

  • BGH, 25.01.1994 - 5 StR 422/93  
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