Rechtsprechung
   OLG Bamberg, 25.05.2011 - 3 U 7/11   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • openjur.de

    Irreführende Werbung: Führung des "Dr."-Titels durch einen deutschen Rechtsanwalt auf Grund Erwerbs des akademischen Grades "doktor práv" (JUDr.) in der Slowakei

  • BAYERN | RECHT

    § 3 Abs 1 UWG, § 5 Nr 3 UWG, § 8 Abs 1 UWG, Art 68 HSchulG BY
    Irreführende Werbung: Führung des "Dr."-Titels durch einen deutschen Rechtsanwalt auf Grund Erwerbs des akademischen Grades "doktor práv" (JUDr.) in der Slowakei

  • ibr-online(Abodienst, kostenloses Probeabo, Leitsatz frei)

    Rechtsanwälte - Führung eines ausländischen Dr.-Titels

Kurzfassungen/Presse

Verfahrensgang

  • LG Bamberg, 15.12.2010 - 2 O 189/09
  • OLG Bamberg, 25.05.2011 - 3 U 7/11



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Wird zitiert von ...  

  • VG Arnsberg, 27.07.2011 - 9 K 259/09  

    Slowakischer Hochschulgrad doktor práv (JUDr.) darf nicht mit der Abkürzung Dr.

    vgl. auch Beschluss der Kammer vom 16. April 2009 - 9 L 45/09 -, juris, Rn. 45, sowie - in Übereinstimmung hierzu zu den jeweiligen, § 69 HG insoweit entsprechenden landesrechtlichen Bestimmungen - VG Freiburg, Urteil vom 26. Januar 2011 - 1 K 1638/10 -, juris, Rn.31, und - allgemein zu dem den Vorschriften zugrunde liegenden KMK-Beschluss vom 14. April 2000 - auch Oberlandesgericht (OLG) Bamberg, Urteil vom 4. Mai 2011 - 3 U 7/11 -, juris, Rn. 83 ff.

    Unabhängig davon, dass diese Abkommen durch den zum 1. Mai 2004 erfolgten Beitritt der Slowakischen Republik zur Europäischen Union aufgrund Art. 351 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) (ehemals Art. 307 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft [EGV]), wonach Rechte und Pflichten aus zum Zeitpunkt des Beitritts eines Mitgliedsstaates bestehenden Übereinkünften grundsätzlich unberührt bleiben, nicht gegenstandslos geworden sind, vgl. insoweit auch OLG Bamberg, Urteil vom 25. Mai 2011 - 3 U 7/11 -, juris, Rn. 45, ist der Kläger aufgrund dieses Äquivalenzabkommens nicht befugt, die Abkürzung "Dr." zu führen.

    vgl. auch BayVGH, Beschluss vom 17. September 2009 - 5 ZB 08.838 -, juris, Rn. 9; OLG des Landes Sachsen-Anhalt (LSA), Urteil vom 27. Oktober 2010 - 5 U 91/10 -, juris, Rn. 36; VG Freiburg, Urteil vom 26. Januar 2011 - 1 K 1638/10 -, juris, Rn. 21; OLG Bamberg, Urteil vom 25. Mai 2011 - 3 U 7/11 -, juris, Rn. 43 und 46.

    Unabhängig davon, ob es sich bei dem vom Kläger erworbenen Grad "doktor práv" gemäß Ziffer 2 des KMK-Beschlusses vom 21. September 2001 um einen in einem "wissenschaftlichen Promotionsverfahren erworbenen Doktorgrad" handelt, vgl. hierzu verneinend BayVGH, Beschluss vom 17. September 2009 - 5 ZB 8.838 -, juris, Rn. 13; sowie OLG LSA, Urteil vom 27. Oktober 2010 - 5 U 91/10 -, juris, Rn. 37; offen gelassen von OLG Köln, Urteil vom 8. Oktober 2010 - 6 U 109/10 -, juris, Rn. 3; VG Freiburg, Urteil vom 26. Januar 2011 - 1 K 1638/10 -, juris, Rn. 28; OLG Bamberg, Urteil vom 25. Mai 2011 - 3 U 7/11 -, juris, Rn. 66, und ob dieser einen nicht in einem Promotionsstudium bzw. -verfahren (sog. Berufsdoktorat) vergebenen Grad darstellt, ist der Kläger gemäß Ziffer 2 Satz 2 Variante 2 des KMK-Beschlusses vom 21. September 2001 n.F. nicht zur Führung der Abkürzung "Dr." berechtigt.

    Gemäß § 69 Abs. 5 HG erhalten sowohl früher als auch erst in Zukunft gefasste Beschlüsse der KMK als Vereinbarungen der Länder unmittelbare Anwendung, zur unmittelbaren Wirkung der KMK-Beschlüsse aufgrund der entsprechenden Bestimmung des Bayerischen Hochschulgesetzes vgl. OLG Bamberg, Urteil vom 25. Mai 2011 - 3 U 7/11 -, juris, Rn. 55, soweit sie eine Begünstigung gegenüber § 69 Abs. 2 bis 4 HG darstellen; dies kann freilich nur wirksame Fassungen der Vereinbarungen der Länder betreffen.

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