Rechtsprechung
   BVerwG, 20.02.2002 - 4 B 12.02   

Volltextveröffentlichungen (4)

  • lexetius.com
  • Bundesverwaltungsgericht

    Abwägungsentscheidung; Ausnahmesituation; Bilanzierung; Biotopschutz; Eingriffsregelung; Gemeinwohl; geschütztes Biotop; Maßnahme; Naturschutz; qualifiziertes öffentliches Interesse; überwiegende Gründe des Gemeinwohls

  • Jurion(kostenlose Anmeldung erforderlich)

    Überprüfung der Anwendung von Landesrecht durch das Bundesverwaltungsgesetz - Gemeinwohlbegriff - Zerstörung eines Biotops als Beeinträchtigung des Landschaftsbildes

  • juris(Abodienst) (Volltext/Leitsatz)

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • BauR 2002, 1368



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Wird zitiert von ... (14)  

  • VGH Baden-Württemberg, 13.10.2005 - 3 S 2521/04  

    Windenergieanlage; Schwarzwaldhochlage; Bauleitplanung; Erforderlichkeit;

    Die der Naturschutzbehörde durch § 62 Abs. 1 Nr. 1 NatSchG eröffnete Möglichkeit der Befreiung setzt zum Einen - wie auch in anderen Fällen einer gesetzlich vorgesehenen Befreiung - den so nicht vorausgesehenen und deshalb atypischen, singulären Fall voraus (BVerwG, Urteil vom 26.3.1998 - 4 A 7.97 -, UPR 1998, 382 und Beschluss vom 20.2.2002 - 4 B 12.02 -, BauR 2002, 1368 zu § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BNatSchG; vgl. auch Beschluss vom 26.6.1992 - 4 B 1- 11.92 -, NVwZ 1993, 572).

    Ob dies (ausnahmsweise) der Fall ist, ist aufgrund einer Abwägung zu ermitteln (BVerwG, Beschluss vom 20.2.2002 - 4 B 12.02 -, BauR 2002, 1368 m.w.N.).

    Bei der Abwägung ist in Rechnung zu stellen, dass eine Ausnahme allenfalls in Betracht kommt, wenn Gründe des öffentlichen Interesses von besonderem Gewicht sie rechtfertigen (BVerwG, Beschluss vom 20.2.2002 - 4 B 12.02 -, BauR 2002, 1368 m.w.N.).  .

  • VG München, 03.06.2014 - M 2 S 14.2116  

    Verbandsklage; einstweiliger Rechtsschutz; Beschneiungsanlage mit Speicherbecken;

    Generell darf die Befreiungsmöglichkeit auch nicht dazu führen, die verordnungsrechtliche Bindung durch eine "großzügige" Befreiungspraxis zu konterkarieren (insgesamt hierzu: BVerwG, B.v. 20.2.2002 - 4 B 12/02 - juris Rn. 3; B.v. 26.6.1992 - 4 B 1-11/92 - juris Rn. 40; Sauthoff in Schlacke, GK-BNatSchG, 1. Aufl. 2012, § 67 Rn. 8, 13).

    Die Gründe des öffentlichen Interesses im Sinne des § 67 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BNatSchG erfassen alles, was gemeinhin unter den öffentlichen Belangen zu verstehen ist, wobei nicht jedes beliebige, sondern nur ein qualifiziertes öffentliches Interesse dem Gemeinwohl entspricht (BVerwG, B.v. 20.2.2002 - 4 B 12/02 - juris Rn. 4; Sauthoff in Schlacke, GK-BNatSchG, 1. Aufl. 2012, § 67 Rn. 16 f.).

  • VGH Hessen, 23.10.2002 - 2 Q 1668/02  

    Rechtsbehelfe anerkannter Naturschutzvereine

    Zwar dürften zumindest die von der Planung unmittelbar betroffenen "Ufergehölze" des Hegbachs (§ 23 Abs. 1 Nr. 3 HENatG), möglicherweise auch der bei Anlegung der verlängerten Start/Landebahn zu beseitigende bisherige Gewässerlauf als "naturnaher Bachabschnitt" im Sinne des § 23 Abs. 1 Nr. 1 HENatG den besonderen Schutz des Gesetzes genießen und deshalb, worauf der Antragsteller zutreffend hinweist, einem strengen Schutzregime unterliegen, das über die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung weit hinaus reicht und das nur zugunsten öffentlicher Interessen überwunden werden kann, die den von § 23 Abs. 1 und 2 HENatG geschützten Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Range vorgehen (vgl. den Beschluss des BVerwG vom 20. Februar 2002 - 4 B 12.02 - zu § 20c BNatSchG a. F.).

    Ob eine Maßnahme aus überwiegenden Gründen des Gemeinwohls zuzulassen ist, kann nämlich unabhängig davon, wer sich auf den Ausnahmetatbestand beruft, nur das Ergebnis einer Abwägungsentscheidung sein (vgl. den Beschluss des BVerwG vom 20. Februar 2002, a.a.O.), die ihrerseits auf den Rechtsbehelf eines anerkannten Naturschutzvereins gerichtlich regelmäßig nur dahin überprüft werden darf, ob die gegen die Verwirklichung des Vorhabens sprechenden naturschutzrechtlichen Belange fehlerfrei ermittelt und mit dem ihnen objektiv zukommenden Gewicht in die Abwägung eingestellt worden sind.

  • StGH Hessen, 13.03.2013 - P.St. 2344  
    - Vgl. BAG, 26.07.2012 - 6 AZR 701/10 -, juris; BGH, 12.07.1990 - I ZR 62/89 -, NVwZ 1991, 298 [299]; BVerwG, 19.03.1996 - 4 B 30/96 -, juris; 20.02.2002 - 4 B 12/02 -, NuR 2003, 351 [352]; OVG Berlin-Brandenburg, 08.11.2012 - OVG 12 B 6.12 -, juris; s. auch BAG, 19.09.2006 - 1 ABR 53/05 -, NJW 2007, 1018 [1020 f.]; als Gegenbeispiel s. BAG, 18.10.2011 - 1 AZR 335/10 -, NZA 2012, 221 [222]; vgl. ferner zum unterschiedlichen Inhalt des Begriffes "öffentliche Gewalt" in Art. 19 Abs. 4 GG einerseits und in Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG andererseits Detterbeck, Öffentliches Recht, 9. Aufl. 2013, Rdnr. 597 mit Fußn. 36 -.
  • VGH Hessen, 30.11.2004 - 2 A 1666/02  

    Naturschutz Vorrang vor Startbahnverlängerung?

    Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Beschluss vom 20. Februar 2002 - 4 B 12.02 -, JURIS-Dok.-Nr.: WBRE 410008770 m.w.N.) müssen insoweit zwei Tatbestandsvoraussetzungen erfüllt sein: .
  • VG Arnsberg, 02.06.2004 - 1 K 552/02  

    Klage des Naturschutzbundes Deutschland wegen Biotop-Schutz in Siegen hat Erfolg

    vgl. BVerwG: 20. Februar 2002 - 4 B 12.02 -, in: Meßerschmidt, Schumacher (Hrsg.), Bundesnaturschutzrecht - Entscheidungen (BNatSchG E), Band 5, Nr. 10 zu § 20 c BNatSchG; 18. Juni 1997 - 4 C 3.95 -, NuR, 1998, 251, 253; 9. Juni 1978 - 4 C 54.75 -, BVerwGE 56, 71, 74.

    vgl. BVerwG, 20. Februar 2002 - 4 B 12.02 - BNatSchG E, Band 5, Nr. 10 zu § 20 c BNatSchG.

  • VGH Baden-Württemberg, 14.03.2011 - 5 S 644/09  

    Bekämpfung des Kormoranbestandes im südwestlichen Teil des Bodensees;

    Im Tatbestandsmerkmal der "überwiegenden Gründe" kommt der Bilanzierungsgedanke zum Ausdruck, wobei die öffentlichen Belange besonderes Gewicht haben müssen um sich im Rahmen der Abwägung gegenüber den mit der VO NSG verfolgten Belangen durchzusetzen (BVerwG, 26.03.1998 - 4 A 7.97 -, UPR 1998, 382; 20.02.2002 - 4 B 12.02 -, BauR 2002, 1368; VGH Baden-Württemberg 13.10.2005, a.a.O.).
  • VG Aachen, 07.05.2012 - 6 K 1140/10  
    Ob dies der Fall ist, ist aufgrund einer Abwägung zu ermitteln, vgl. BVerwG, 20. Februar 2002 - 4 B 12.02 -, ; Gatz, a.a.O., Rdnr. 286.

    Bei der Abwägung ist in Rechnung zu stellen, dass eine Befreiung allenfalls in Betracht kommt, wenn Gründe des öffentlichen Interesses von besonderem Gewicht sie rechtfertigen, vgl. BVerwG, 20. Februar 2002 - 4 B 12.02 -, .

  • VG Regensburg, 19.01.2009 - RO 8 K 08.612  

    Gericht gibt Klägern zum Höllbachtal teilweise Recht

    [287] Das BVerwG vertrat in Bezug auf die inhaltlich identischen Regelungen der §§ 30 Abs. 2, 62 Abs. 1 Nr. 2 BNatSchG 1998 die Auffassung, dass unter dem Begriff des Gemeinwohls nicht jedes beliebige öffentliche Interesse zu verstehen ist, sondern nur ein qualifiziertes öffentliches Interesse (BVerwG, B. v. 20.02.2002 ­ 4 B 12.02).
  • OLG Frankfurt, 18.06.2013 - 15 U 4/12  

    Streu- und Räumpflicht der Gemeinde auf Fußgängerweg

    Verwendet nämlich ein und dasselbe Gesetz einen Begriff an mehreren Stellen, so ist in aller Regel davon auszugehen, dass der Gesetzgeber dabei einem einheitlichen Begriffsverständnis folgte (vgl. Staatsgerichtshof des Landes Hessen, 13.03.2013 - P.St. 2344, LKRZ 2013, 243, 246; BAG, 26.07.2012 - 6 AZR 701/10, juris; BGH, 12.07.1990 - I ZR 62/89 -, NVwZ 1991, 298, 299; 11.04.2013 - IX ZR 122/12, NJW-RR 2013, 822, 822 f.; BVerwG, 19.03.1996 - 4 B 30/96, juris; 20.02.2002 - 4 B 12/02, NuR 2003, 351, 352; OVG Berlin-Brandenburg, 08.11.2012 - OVG 12 B 6.12, juris; s. auch BAG, 19.09.2006 - 1 ABR 53/05, NJW 2007, 1018, 1020 f.).
  • OVG Berlin-Brandenburg, 22.06.2006 - 11 B 7.05  

    Zur Ermittlung überwiegender Gründe des Gemeinwohls für eine

  • VG Minden, 12.06.2006 - 9 L 381/06  

    Bauarbeiten am Flugplatz Bielefeld-Windelsbleiche können fortgesetzt werden

  • VG Köln, 01.12.2009 - 14 K 3641/08  
  • VG Cottbus, 04.09.2012 - 3 L 257/12  

    Naturschutzrecht; Landschaftsschutzrecht einschl. Artenschutzrecht

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