Rechtsprechung
| BSG, 29.02.1968 - 4 RJ 423/66 |
Kurzfassungen/Presse (2)
- Jurion (Leitsatz)
- REHADAT Informationssystem (Leitsatz/Kurzinformation)
Die MdE muß sich nur auf den bisherigen Beruf des Versicherten beziehen
Zeitschriftenfundstellen
- BSGE 28, 18
Wird zitiert von ... (15)
- BSG, 17.10.2006 - B 5 RJ 15/05 R
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben - persönliche Voraussetzungen - …
Bereits damals wurde darauf hingewiesen, dass die Vorschriften über den Anspruch auf Rehabilitationsleistungen nicht auf Vorschriften über die Berufsunfähigkeit Bezug nähmen, sodass die Verweisbarkeit auf eine andere Tätigkeit dem Anspruch auf Rehabilitationsmaßnahmen nicht entgegenstehe (BSGE 28, 18, 20 = SozR Nr. 4 zu § 1236 RVO Bl Aa4, Aa5R;… vgl auch SozR 2200 § 1236 Nr. 5 S 9 f mwN zur Änderung durch das ArVNG 1957; § 1236 RVO nF gegenüber § 1310 RVO aF). - BSG, 10.08.1995 - 11 RAr 51/95
Wahrung des rechtlichen Gehörs bei Terminsverlegungsantrag
Die Feststellung des LSG, auch der Orthopäde Dr. G. halte den Kläger nicht für "berufsunfähig", veranlaßt zu dem Hinweis, daß Rehabilitation den Eintritt eines solchen Versicherungsfalls gerade nicht voraussetzt (BSGE 28, 18, 20 = SozR Nr. 4 zu § 1236 RVO ;… BSGE 48, 74, 75 = SozR 2200 § 1237a Nr. 6). - LSG Berlin, 08.06.2005 - L 17 RJ 58/04 Erwerbsfähigkeit ist die Fähigkeit des Versicherten, sich unter Ausnutzung der Arbeitsgelegenheiten, die sich ihm nach seinen gesamten Kenntnissen und körperlichen wie geistigen Fähigkeiten im ganzen Bereich des wirtschaftlichen Lebens bieten, einen Erwerb zu beschaffen (BSG, Urteil vom 29. Februar 1968, BSGE 28 S. 18, 19 = SozR Nr. 4 zu § 1236 RVO zur insoweit gleichlautenden Vorschrift der Reichsversicherungsordnung - RVO -).
Nach der Rechtsprechung des BSG ist bei der Beurteilung, ob die Erwerbsfähigkeit gemindert oder erheblich gefährdet ist, auf den bisherigen Beruf im Sinne des letzten Berufes abzustellen (Urteil vom 29. Februar 1968, a.a.O.;… Urteil vom 14. März 1979, a.a.O.;… Urteil vom 11. September 1980, SozR 2200 § 1237a Nr. 16) oder auf den bisherigen Beruf in den letzten Jahren, wenn auch nicht aus allzu lange zurückliegender Zeit (…Urteil vom 31. Januar 1980, BSGE 49 S. 263 = SozR 2200 § 1237a Nr. 10) .
Das BSG hat die Auslegung, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit am bisherigen Beruf zu messen sei, darauf gestützt, dass § 1237 Abs. 3 Buchstabe a und b RVO in der damals anwendbaren Fassung sich auf die Erhöhung der Erwerbsfähigkeit "im bisherigen Beruf" oder die Ausbildung für einen anderen nach der "bisherigen Berufstätigkeit" zumutbaren Beruf beziehe (Urteil vom 29. Februar 1968 a.a.O.).
- BSG, 17.10.2006 - B 5 R 36/06 R
Persönliche Voraussetzungen für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
Bereits damals wurde darauf hingewiesen, dass die Vorschriften über den Anspruch auf Rehabilitationsleistungen nicht auf Vorschriften über die Berufsunfähigkeit Bezug nähmen, sodass die Verweisbarkeit auf eine andere Tätigkeit dem Anspruch auf Rehabilitationsmaßnahmen nicht entgegenstehe (BSGE 28, 18, 20 = SozR Nr. 4 zu § 1236 RVO Bl Aa4, Aa5R;… vgl auch SozR 2200 § 1236 Nr. 5 S 9 f mwN zur Änderung durch das ArVNG 1957; § 1236 RVO nF gegenüber § 1310 RVO aF). - LSG Niedersachsen-Bremen, 03.03.2005 - L 10 RJ 165/04 Leistungen zur Teilhabe können daher nicht mit der Begründung verweigert werden, die Erwerbstätigkeit sei zwar für die bisherige Tätigkeit, nicht aber für Verweisungstätigkeiten iS des § 240 Abs. 2 SGB 6 (bzw des § 43 Abs. 2 SGB 6) jeweils in der vorgenannten Fassung gefährdet oder eingeschränkt (vgl BSG vom 29.2.1968 - 5 RJ 423/66 = BSGE 28, 18, vom 14.3.1979 - 1 RA 43/78 aaO…, vom 31. Januar 1980 - 11 RA 8/79 = BSGE 49, 263 = SozR 2200 § 1 237a Nr. 10 …und vom 11. September 1980 - 1 RA 47/79 = SozR 2200 § 1237a Nr. 16; LSG Celle-Bremen vom 27.10.2004 - L 2 RI 48/04).
Leistungen zur Teilhabe können daher nicht mit der Begründung verweigert werden, die Erwerbstätigkeit sei zwar für die bisherige Tätigkeit, nicht aber für Verweisungstätigkeiten im Sinne des § 240 Abs. 2 SGB VI (bzw. des § 43 Abs. 2 SGB VI) jeweils in der vorgenannten Fassung gefährdet oder eingeschränkt (…Hauck in Hauck/Noftz, SGB VI, K § 10 Rz. 5;… Niesel in Kasseler Kommentar, SG B VI § 10 Rz. 3; BSG, Urteile vom 29. Februar 1968, Az: 4 RJ 423/66, BSGE 28, 18, 19, vom 14. März 1979, Az: 1 RA 43/78, BSGE 48, 74, 75, vom 31. Januar 1980, Az: 11 RA 8/79, BSGE 49, 263, 267 …und vom 11. September 1980, Az: 1 RA 47/79, SozR 2200 § 1237 a Nr. 16 S. 39 zum Recht der RVO bzw. des AVG; LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 27. Oktober 2004, Az.: L 2 RI 48/04).
- LSG Niedersachsen-Bremen, 17.03.2005 - L 1 RA 196/04 Teilhabeleistungen können somit nicht mit der Begründung verweigert werden, die Erwerbsfähigkeit sei zwar im bisherigen Beruf gefährdet oder gemindert, reiche aber aus, um Verweisungstätigkeiten iS des § 240 Abs. 2 SGB 6 noch auszuüben (vgl BSG vom 29.2.1968 - 4 RJ 423/66 = BSGE 28, 18 = SozR Nr. 4 zu § 1236 RVO).
vom 29. Februar 1968, Az.: 4 RJ 423/66, zu dem damaligen § 1237 Abs. 3 Buchst. a und b Reichsversicherungsordnung (RVO) für zulässig erachtet, die vorgesehenen Rechtsfolgen (also die vielgestaltigen Leistungen der Berufsförderung mit Maßnahmen zur Wiedergewinnung oder Erhöhung der Erwerbsfähigkeit im bisherigen Beruf oder der Ausbildung für einen anderen zumutbaren Beruf; heute: Die Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes, die Berufsvorbereitung, die berufliche Anpassung und Weiterbildung, die berufliche Ausbildung usw.; vgl. § 1237 Abs. 3 Buchst. a und b RVO einerseits und § 33 Abs. 3 SGB IX andererseits) für die Auslegung des Begriffs der Erwerbsfähigkeit nutzbar zu machen (BSGE 28, 18, 19 = SozR Nr. 4 zu § 1236 RVO).
- LSG Bayern, 28.06.2006 - L 13 R 157/05
Rente wegen voller Erwerbsminderung anstatt einer Rente wegen Berufsunfähigkeit, …
Übereinstimmend in Rechtsprechung und Literatur versteht man jedoch unter Erwerbsfähigkeit die Fähigkeit des Versicherten, sich unter Ausnutzung der Arbeitsgelegenheiten, die sich ihm nach seinen gesamten Kenntnissen und körperlichen und geistigen Fähigkeiten im ganzen Bereich des wirtschaftlichen Lebens bieten, einen Erwerb zu verschaffen (BSGE 28, 18; Eicher/Haase/Rauschenbach, Die Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten, § 10 Anm.2). - SG Oldenburg, 31.10.2012 - S 81 R 314/12
Rentenversicherung
Auf die sich auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt im Übrigen bietenden Möglichkeiten kommt es nicht an (BSG, Urt. v. 29.02.1968 - 4 RJ 423/66;… BSG, Urt. v. 31.01.1980 - 11 RA 8/79;… LSG Niedersachsen-Bremen, Urt. v. 03.03.2005 - L 10 RJ 165/04). - BSG, 11.09.1980 - 1 RA 47/79 Kontextvorschau leider nicht verfügbar
- LSG Hamburg, 08.09.2004 - L 1 RJ 22/04 Aus dem Zusammenhang von Rehabilitationsmaßnahmen und Renten wegen Erwerbsminderung ergibt sich jedoch, dass von einer Gefährdung bzw. Minderung der Erwerbsfähigkeit im Sinne von § 10 SGB VI bereits dann ausgegangen werden muss, wenn der Versicherte nicht mehr in der Lage ist, seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit im üblichen Umfang nachzugehen (so entschieden für § 1236 RVO, vgl. Bundessozialgericht (BSG) 22.9.1981 = 1 RJ 12/80, BSGE 52, 123 - 128 mit weiteren Nachweisen), und dass das vom BSG im Zusammenhang mit der Feststellung von Berufsunfähigkeit (§ 43 Abs. 2 SGB VI a.F., § 240 SGB VI) entwickelte Mehrstufenschema bei der Prüfung von Rehabilitationsmaßnahmen nicht anwendbar ist (vgl. beispielhaft Kasseler Kommentar - Niesel, § 10 Rdnr. 3 unter Hinweis auf BSG 29. Februar 1968 = 4 RJ 423/66, BSGE 28, 18, entschieden für § 1236 RVO).
- LSG Bayern, 22.11.2004 - L 5 R 698/04
- LSG Berlin-Brandenburg, 10.06.2010 - L 21 R 1203/07
Leistungsfall; Versicherungsfall; Versicherungsfall der vollen Erwerbsminderung; …
- BSG, 18.02.1981 - 1 RA 93/79
- LSG Niedersachsen, 28.06.2001 - L 1 RA 207/00
- LSG Niedersachsen-Bremen, 17.11.2005 - L 10 RJ 183/04
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