Rechtsprechung
| LAG Hessen, 15.02.2008 - 4 Ta 39/08 |
Volltextveröffentlichungen (4)
- openjur.de
- Justiz Hessen
§ 54 Abs 1 S 1 ArbGG, § 54 Abs 1 S 2 ArbGG, § 51 Abs 1 S 2 ArbGG, § 141 Abs 2 S 1 ZPO, § 141 Abs 3 S 1 ZPO
Ordnungsgeld - Anordnung des persönlichen Erscheinens - Ausbleiben im Termin - Kosten - rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Ordnungsgeld
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Ordnungsgeld
Verfahrensgang
- ArbG Darmstadt, 18.12.2007 - 3 Ca 383/07
- LAG Hessen, 15.02.2008 - 4 Ta 39/08
Wird zitiert von ... (14)
- LAG Berlin-Brandenburg, 02.07.2010 - 12 Ta 1169/10
Rechtswidriger Ordnungsgeldsgeldbeschluss wegen Ausbleibens der Partei bei …
§ 141 Abs. 1 ZPO findet im arbeitsgerichtlichen Verfahren keine Anwendung, weil § 51 Abs. 1 Satz 2 ArbGG nur auf § 141 Abs. 2 und 3 ZPO verweist (im Anschluss an LAG Hessen, Beschlüsse vom 22. Dezember 2009, 4 Ta 648/09 und vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08; entgegen BAG, Beschluss vom 20. August 2008, 3 AZB 50/05, NJW 2008, 252).Erweist sich die Festsetzung des Ordnungsgeldes als rechtsfehlerhaft, so sind die durch das Beschwerdeverfahren entstandenen Kosten in entsprechender Anwendung von §§ 46 OWiG, 467 StPO der Staatskasse aufzuerlegen (im Anschluss an LAG Hessen, Beschlüsse vom 22. Dezember 2009, 4 Ta 648/09; vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08 und vom 28. Januar 2010, 4 Ta 24/10).
Dabei ist zwar zunächst davon auszugehen, dass § 51 Abs. 1 Satz 1 ArbGG anders als § 141 Abs. 1 ZPO keine Einschränkung für den Grund der Anordnung des persönlichen Erscheinens enthält und Satz 2 nur auf § 141 Abs. 2 und 3 ZPO verweist, mithin die Einschränkungen in § 141 Abs. 1 ZPO im arbeitsgerichtlichen Verfahren keine Anwendung finden (entgegen BAG vom 20. August 2008, 3 AZB 50/05, NJW 2008, 252; wie hier LAG Hessen vom 22. Dezember 2009, 4 Ta 648/09 und vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08;… Griebeling, Anmerkung zu BAG a.a.O., m.w.Nw.).
Die Beschwerdekammer folgt insoweit der Rechtsprechung des LAG Hessen (Beschlüsse vom 22. Dezember 2009, 4 Ta 648/09 und vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08, zitiert nach JURIS).
- LAG Hessen, 18.06.2009 - 4 Ta 253/09
Ordnungsgeld wegen Nichterscheinens trotz Anordnung - Terminsvertreter
Die Ordnungsgeldfestsetzung ist eine strafähnliche Sanktion (vgl. Hess. LAG 15. Februar 2008 - 4 Ta 39/08 - BeckRS 2008/54676, zu B III, m. w. N.).Insbesondere wurde das Ordnungsgeld zutreffend gegen die Beschwerdeführerin und nicht gegen die Beklagte des Ausgangsverfahrens festgesetzt (vgl. Hess. LAG 15. Februar 2008 a. a. O., zu B II 2 d, m. w. N.).
Kommt das Arbeitsgericht dagegen zu dem Ergebnis, dass gegen die Beschwerdeführerin kein Ordnungsgeld festzusetzen ist, sind die Kosten in entsprechender Anwendung der §§ 46 OWiG 467, 473 Abs. 3, Abs. 4 StPO der Staatskasse aufzuerlegen (Hess. LAG 15. Februar 2008 a. a. O., zu B III).
- LAG Hessen, 09.12.2009 - 4 Ta 654/09
Anordnung persönlichen Erscheinens
Dahinstehen kann, ob dem Erlass des Ordnungsgeldbeschlusses bereits der Umstand entgegenstand, dass aufgrund des Kammertermins vom 23. Juli 2009 ein die Instanz abschließendes Urteil erging ( so BAG 20. August 2007 - 3 AZB 50/05 - NJW 2008/252, zu II 2; a. A. Hess. LAG 15. Februar 2008 - 4 Ta 39/08 - BeckRS 2008/54676, zu B II 2 c ).Die Festsetzung eines Ordnungsgeldes gegen eine trotz der Anordnung ihres persönlichen Erscheinen nicht erschienene Partei ist eine strafähnliche Sanktion ( vgl. Hess. LAG 15. Februar 2008, a. a. O. zu B III, m. w. N. ).
Die Kostenentscheidung ergibt sich gemäß der ständigen Rechtsprechung der erkennenden Kammer aus einer entsprechenden Anwendung der §§ 46 OWiG, 467 StPO ( vgl. mit näherer Begründung Hess. LAG 15. Februar 2008 a. a. O., zu B III ).
- LSG Berlin-Brandenburg, 17.07.2009 - L 5 AS 1110/09
Sozialgerichtliches Verfahren - Ordnungsgeld - Voraussetzungen der Anordnung des …
Nur wenn sein Vertreter diesen nach § 141 Abs. 3 Satz 2 ZPO kumulativ zu erfüllenden Anforderungen gerecht wird, braucht ein Beteiligter, dessen persönliches Erscheinen angeordnet ist, im Fall seines Ausbleibens im Termin nicht die Auferlegung eines Ordnungsgeldes zu befürchten (vgl. dazu ausführlich Hessisches Landesarbeitsgericht [LAG], Beschluss vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08, zitiert nach juris, m.w.N.).Der Senat ist entgegen dem BGH (Beschluss vom 12. Juni 2007, VI ZB 4/07, NJW-RR 2007, 1364, hier zitiert nach juris) und dem BAG (Beschluss vom 20. August 2007, 3 AZB 50/05, NJW 2008, 252, hier zitiert nach juris) mit dem BFH (Beschluss vom 7. März 2007, X B 76/06, BFHE 216, 500) und verschiedenen Obergerichten (so etwa Hessisches LAG, Beschluss vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08, zitiert nach juris, m.w.N.) der Auffassung, dass die festgestellte planwidrige Lücke wegen der letztlich auch heute noch bestehenden Wesensnähe des mit einem Ordnungsmittel belegten Fehlverhaltens zur Ordnungswidrigkeit regelmäßig durch die Anwendung des in § 46 Abs. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) i.V.m. § 467 Abs. 1 Strafprozessordnung (StPO) zum Ausdruck kommenden Rechtsgedankens zu schließen ist, dass dann, wenn es nicht zu einer Verurteilung kommt, die Kosten des Betroffenen der Staatskasse zur Last fallen (st. Rspr. des BFH seit 1986: vgl. neben der bereits zitierten Entscheidung die Beschlüsse vom 10. Januar 1986, IX B 5/85, BFHE 145, 314, vom 4. August 1993, II B 25/93, und vom 14. Oktober 2004, IV B 163/03, alle zitiert nach juris).
- LSG Berlin-Brandenburg, 08.03.2010 - L 5 AS 1114/09
Voraussetzungen für die Anordnung des persönlichen Erscheinens
Nur wenn sein Vertreter diesen nach § 141 Abs. 3 Satz 2 ZPO kumulativ zu erfüllenden An-forderungen gerecht wird, braucht ein Beteiligter, dessen persönliches Erscheinen angeordnet ist, im Fall seines Ausbleibens im Termin nicht die Auferlegung eines Ordnungsgeldes zu be-fürchten (vgl. dazu ausführlich Hessisches Landesarbeitsgericht [LAG], Beschluss vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08, zitiert nach juris, m. w. N.).Der Senat ist entgegen dem BGH (Beschluss vom 12. Juni 2007, VI ZB 4/07, NJW-RR 2007, 1364, hier zitiert nach juris) und dem BAG (Be-schluss vom 20. August 2007, 3 AZB 50/05, NJW 2008, 252, hier zitiert nach juris) mit dem BFH (Beschluss vom 7. März 2007, X B 76/06, BFHE 216, 500) und verschiedenen Ober-gerichten (so etwa Hessisches LAG, Beschluss vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08, zitiert nach juris, m. w. N.) der Auffassung, dass die festgestellte planwidrige Lücke wegen der letztlich auch heute noch bestehenden Wesensnähe des mit einem Ordnungsmittel belegten Fehlver-haltens zur Ordnungswidrigkeit regelmäßig durch die Anwendung des in § 46 Abs. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) i. V. m. § 467 Abs. 1 Strafprozessordnung (StPO) zum Ausdruck kommenden Rechtsgedankens zu schließen ist, dass dann, wenn es nicht zu einer Verurteilung kommt, die Kosten des Betroffenen der Staatskasse zur Last fallen (st. Rspr. des BFH seit 1986: vgl. neben der bereits zitierten Entscheidung die Beschlüsse vom 10. Januar 1986, IX B 5/85, BFHE 145, 314, vom 4. August 1993, II B 25/93, und vom 14. Oktober 2004, IV B 163/03, alle zitiert nach juris).
- LAG Hamm, 24.09.2009 - 8 Sa 658/09
Ordnungsgeld gegen Organvertreter bei fehlender Ermächtigung des Rechtsanwaltes …
Die Anordnung des persönlichen Erscheinens sowie die Auferlegung eines Ordnungsgeldes wegen unentschuldigten Ausbleibens betreffen nicht die verfahrensbeteiligte juristische Person, sondern deren gesetzliche Vertreter (im Anschluss an LAG Köln, 13.02.2008, 7 Ta 378/07, NZA-RR 2008, 491 und LAG Hessen, 15.02.2008, 4 Ta 39/08 gegen LAG Hamm, 25.01.1999, 1 Ta 727/98, MDR 1999, 825).Die Kammer folgt in dieser Frage den überzeugenden Ausführungen der Entscheidungen des LAG Köln (13.02.2008, 7 Ta 378/07) und des LAG Hessen (15.02.2008 - 4 Ta 39/08).
- LAG Hessen, 22.12.2009 - 4 Ta 648/09
Ordnungsgeld - Anordnung des persönlichen Erscheinens - Entsendung eines …
Die Ordnungsgeldfestsetzung ist eine strafähnliche Sanktion (vgl. Hess. LAG 15. Februar 2008 - 4 Ta 39/08 - BeckRS 2008/54676, zu B III, m. w. N.).Die Kostenentscheidung ergibt sich gemäß der ständigen Rechtsprechung der erkennenden Kammer aus einer entsprechenden Anwendung der §§ 46 OWiG, 467 StPO (vgl. mit näherer Begründung Hess. LAG 15. Februar 2008 a. a. O., zu B III).
- LSG Thüringen, 22.09.2008 - L 1 B 33/08 Von der Rechtsprechung der arbeitsgerichtlichen Beschwerdegerichte und der Literatur wird es zum Teil nicht beanstandet, wenn die vollbesetzte Kammer bei Ausbleiben der persönlich geladenen Partei im Kammertermin es dem Vorsitzenden überlässt, zum Beispiel für den Fall ungenügender Entschuldigung der Partei, nach der mündlichen Verhandlung (Kammertermin) einen gesonderten Ordnungsgeldbeschluss zu erlassen (vgl. die Nachweise zur Literatur in Hessisches Landesarbeitsgericht, Beschluss vom 15. Februar 2008 - 4 Ta 39/08, juris-dok.; Hessisches Landesarbeitsgericht, Beschluss vom 15. November 2006 - 4 Ta 438/06, juris-dok.; Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Beschluss vom 16. Januar 2003 - 5 Ta 218/02, juris-dok.).
- LAG Hessen, 28.01.2010 - 4 Ta 24/10
Terminverlegung wegen Erkrankung des Prozessbevollmächtigten
- LSG Berlin-Brandenburg, 11.01.2010 - L 4 R 1062/09
Sozialgerichtliches Verfahren; Ordnungsgeld; ersatzweise Haft für nicht …
Der Senat ist entgegen dem BGH (Beschluss vom 12. Juni 2007, VI ZB 4/07, NJW-RR 2007, 1364, hier zitiert nach juris) und dem BAG (Beschluss vom 20. August 2007, 3 AZB 50/05, NJW 2008, 252, hier zitiert nach juris) mit dem BFH (Beschluss vom 7. März 2007, X B 76/06, BFHE 216, 500) und verschiedenen Obergerichten (so etwa Hessisches LAG, Beschluss vom 15. Februar 2008, 4 Ta 39/08, zitiert nach juris, m.w.N.) der Auffassung, dass die festgestellte planwidrige Lücke wegen der letztlich auch heute noch bestehenden Wesensnähe des mit einem Ordnungsmittel belegten Fehlverhaltens zur Ordnungswidrigkeit regelmäßig durch die Anwendung des in § 46 Abs. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) i.V.m. § 467 Abs. 1 Strafprozessordnung (StPO) zum Ausdruck kommenden Rechtsgedankens zu schließen ist, dass dann, wenn es nicht zu einer Verurteilung kommt, die Kosten des Betroffenen der Staatskasse zur Last fallen (st. Rspr. des BFH seit 1986: vgl. neben der bereits zitierten Entscheidung die Beschlüsse vom 10. Januar 1986, IX B 5/85, BFHE 145, 314, vom 4. August 1993, II B 25/93, und vom 14. Oktober 2004, IV B 163/03, alle zitiert nach juris). - LSG Sachsen-Anhalt, 16.09.2010 - L 5 AS 311/10
- LAG Rheinland-Pfalz, 16.03.2012 - 6 Ta 43/12
Ordnungsgeld bei Nichterscheinen der Partei im Gütetermin des …
- SG Potsdam, 06.08.2009 - S 17 R 1151/07
- LAG Hamm, 15.11.2010 - 1 Ta 591/10
Ordnungsgeld bei Nichterscheinen der Partei wegen Arbeitsunfähigkeit
Sie betreiben juristische Internetseiten?