Rechtsprechung
| VGH Bayern, 23.11.2005 - 4 ZB 04.3497 |
Volltextveröffentlichungen (3)
- can14.de
Erhöhte Kampfhundesteuer
- rechtsportal.de(Abodienst, kostenloses Probeabo)
Kommunale Steuern - Hundesteuer; Kampfhund; Bullmastiff; erhöhter Steuersatz; dynamische Verweisung; Gefahr; Gefahrenvorsorge
- Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)
Hundesteuer; Kampfhund; Bullmastiff; erhöhter Steuersatz; dynamische Verweisung; Gefahr; Gefahrenvorsorge
Kurzfassungen/Presse
- tierschutz-urteile.de (Kurzinformation/Zusammenfassung)
Steuern und Abgaben; Bullmastif
Verfahrensgang
- VG Würzburg, 22.09.2004 - W 2 K 03.779
- VGH Bayern, 23.11.2005 - 4 ZB 04.3497
Zeitschriftenfundstellen
- NVwZ-RR 2007, 57
Wird zitiert von ... (20)
- VGH Bayern, 13.12.2012 - 4 B 12.567
Besteuerung von Bullmastiffs als Kampfunde
Die Widerlegung der Vermutung der Kampfhundeeigenschaft nach der entsprechenden sicherheitsrechtlichen Verordnung muss demnach nicht zwingend auf die Höhe des Steuersatzes durchschlagen; vielmehr kann der Satzungsgeber davon absehen, ausschließlich konkret gefährliche Hunde dem erhöhten Steuersatz zu unterwerfen (BayVGH vom 23.11.2005, NVwZ-RR 2007, 57/58; vom 24.6.2009 Az. 4 ZB 08.2507 ).Dieses abstrakte Gefahrenpotential besteht aber auch nach wie vor beim Bullmastiff (BayVGH vom 23.11.2005 Az. 4 ZB 04.3497; OVG Rheinland-Pfalz vom 21.4.2010 Az. 6 A 10038/10 jeweils in juris).
- VGH Bayern, 26.09.2012 - 4 B 12.1389
Hundesteuer als örtliche Aufwandsteuer; Bullterrier als Kampfhund; Sportförderung …
Die Widerlegung der Vermutung der Kampfhundeeigenschaft nach der entsprechenden sicherheitsrechtlichen Verordnung muss demnach nicht zwingend auf die Höhe des Steuersatzes durchschlagen; vielmehr kann der Satzungsgeber davon absehen, ausschließlich konkret gefährliche Hunde dem erhöhten Steuersatz zu unterwerfen (BayVGH vom 23.11.2005, NVwZ-RR 2007, 57/58; vom 24.6.2009 Az. 4 ZB 08.2507 ). - VGH Hessen, 25.04.2012 - 5 A 2112/11
Dynamische Verweisungen in Gemeindesatzungen
Sie setzt nach rechtsstaatlichen und demokratischen Grundsätzen voraus, dass sie dem Zweck der verweisenden Norm nicht zuwiderläuft, die Rechtssicherheit nicht beeinträchtigt und sich der verweisende Normgeber seiner Kompetenz und Verantwortung hinsichtlich wesentlicher Norminhalte nicht entäußert (vgl. Bayerischer VGH, Beschlüsse vom 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, NVwZ-RR 2007, 57, und vom 21. Oktober 1996 - 20 CS 96.1561, 20 CS 96.3334 -, NVwZ-RR 1997, 464; OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 12. Juli 2002 - 1 M 273/01 -, NVwZ-RR 2003, 233).Der Satzungsgeber hat es auch jederzeit in der Hand, durch Ausübung seiner Satzungshoheit auf Änderungen der verwiesenen Norm zu reagieren oder selbst Änderungen seiner Satzungsregelung vorzunehmen (vgl. insgesamt dazu ebenso: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 23. November 2005, a.a.O.).
§ 51 HGO insgesamt regelt vielmehr im Zusammenspiel mit § 50 Abs. 1 Satz 3 HGO ein innerkommunales Delegationsverbot im Verhältnis von Gemeindevertretung zu Gemeindevorstand oder Ausschuss, im Fall der Beklagten also von der Stadtverordnetenversammlung zum Magistrat (ebenso bereits: Bayerischer VGH, Beschluss vom 23. November 2005, a.a.O., zum bayerischen Kommunalrecht).
- VG Augsburg, 06.04.2011 - Au 6 K 10.1821
Kampfhundesteuer für Bullterrier
Der Gemeinderat könnte anlässlich einer Änderungsverordnung zur KampfhundeVO des Bayerischen Staatsministeriums des Innern seinem ggf. abweichenden Regelungswillen als Ortsgesetzgeber jederzeit durch eine eigene Regelung Geltung verschaffen (vgl. dazu BayVGH vom 23.11.2005 Az: 4 ZB 04.3497; entgegen OVG Münster vom 25.11.2004 Az: 14 A 2973/02).Selbst wenn man dem nicht folgen wollte, wäre die Regelung allenfalls teilnichtig: Der dynamische Charakter der Verweisung ("... in der jeweils geltenden Fassung ...") ließe sich isolieren und eine Aufrechterhaltung des Normrests als statische Verweisung entspräche auch dem hypothetischen Willen des Satzungsgebers (BayVGH vom 23.11.2005 a.a.O.).
Zum einen sagt aber eine Beißstatistik beispielsweise nichts über den Anlass des Vorfalls aus (…BayVerfGH vom 15.7.2004 a.a.O.), zum anderen bezieht sich der KampfhundeVO-Geber daneben auch auf andere Faktoren wie Rasse und weitere Umstände (BayVGH vom 23.11.2005 a.a.O.).
- VG Köln, 02.07.2012 - 21 K 1148/12 vgl. zu einer solchen Fallgestaltung etwa OVG NRW, Beschluss vom 25. November 2004 - 14 A 2973/02 -, NVwZ 2005, 606; Bayerischer Verwaltungsgerichtshof - BayVGH -, Beschluss vom 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, NVwZ-RR 2007, 57, Hessischer Verwaltungsgerichtshof - HessVGH -, Urteil vom 25. April 2012 - 5 A 2112/11 -, Juris.
Im Hinblick darauf, dass einem Verständnis des § 2 Abs. 2 HStS als dynamische Verweisung Wirksamkeitsbedenken entgegenstehen, die ihren Grund im Übertragungsverbot des § 41 Abs. 1 Satz 2 Buchst. f) GO NRW haben, vgl. OVG NRW, Beschluss vom 25. November 2004 - 14 A 2973/02 -, a.a.O.; a. A. BayVGH, Beschluss vom 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, a.a.O., zu Art. 32 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern; HessVGH, Urteil vom 25. April 2012 - 5 A 2112/11 -, a.a.O. Rn. 29 f., zu § 51 Nr. 6 Hessische Gemeindeordnung, ist § 2 Abs. 2 HStS gesetzeskonform dahin auszulegen, dass er eine - unbedenkliche - statische Verweisung auf §§ 3 und 10 LHundG NRW in der im Zeitpunkt der Beschlussfassung des Rates der Beklagten am 13. Oktober 2011 geltenden Fassung enthält.
- VG Köln, 02.07.2012 - 21 K 1149/12 vgl. zu einer solchen Fallgestaltung etwa OVG NRW, Beschluss vom 25. November 2004 - 14 A 2973/02 -, NVwZ 2005, 606; Bayerischer Verwaltungsgerichtshof - BayVGH -, Beschluss vom 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, NVwZ-RR 2007, 57, Hessischer Verwaltungsgerichtshof - HessVGH -, Urteil vom 25. April 2012 - 5 A 2112/11 -, Juris.
Im Hinblick darauf, dass einem Verständnis des § 2 Abs. 2 HStS als dynamische Verweisung Wirksamkeitsbedenken entgegenstehen, die ihren Grund im Übertragungsverbot des § 41 Abs. 1 Satz 2 Buchst. f) GO NRW haben, vgl. OVG NRW, Beschluss vom 25. November 2004 - 14 A 2973/02 -, a.a.O.; a. A. BayVGH, Beschluss vom 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, a.a.O., zu Art. 32 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern; HessVGH, Urteil vom 25. April 2012 - 5 A 2112/11 -, a.a.O. Rn. 29 f., zu § 51 Nr. 6 Hessische Gemeindeordnung, ist § 2 Abs. 2 HStS gesetzeskonform dahin auszulegen, dass er eine - unbedenkliche - statische Verweisung auf §§ 3 und 10 LHundG NRW in der im Zeitpunkt der Beschlussfassung des Rates der Beklagten am 13. Oktober 2011 geltenden Fassung enthält.
- VG Köln, 02.07.2012 - 21 K 1150/12 vgl. zu einer solchen Fallgestaltung etwa OVG NRW, Beschluss vom 25. November 2004 - 14 A 2973/02 -, NVwZ 2005, 606; Bayerischer Verwaltungsgerichtshof - BayVGH -, Beschluss vom 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, NVwZ-RR 2007, 57, Hessischer Verwaltungsgerichtshof - HessVGH -, Urteil vom 25. April 2012 - 5 A 2112/11 -, Juris.
Im Hinblick darauf, dass einem Verständnis des § 2 Abs. 2 HStS als dynamische Verweisung Wirksamkeitsbedenken entgegenstehen, die ihren Grund im Übertragungsverbot des § 41 Abs. 1 Satz 2 Buchst. f) GO NRW haben, vgl. OVG NRW, Beschluss vom 25. November 2004 - 14 A 2973/02 -, a.a.O.; a. A. BayVGH, Beschluss vom 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, a.a.O., zu Art. 32 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern; HessVGH, Urteil vom 25. April 2012 - 5 A 2112/11 -, a.a.O. Rn. 29 f., zu § 51 Nr. 6 Hessische Gemeindeordnung, ist § 2 Abs. 2 HStS gesetzeskonform dahin auszulegen, dass er eine - unbedenkliche - statische Verweisung auf §§ 3 und 10 LHundG NRW in der im Zeitpunkt der Beschlussfassung des Rates der Beklagten am 13. Oktober 2011 geltenden Fassung enthält.
- OVG Sachsen-Anhalt, 23.01.2006 - 4 L 289/05
Hundesteuer
Dementsprechend hat das Bundesverwaltungsgericht schon in seinem "Kampfhundesteuerurteil" vom 19. Januar 2000 (- BVerwG 11 C 8.99 -, BVerwGE 110, 265) das Erheben einer (deutlich) erhöhten Steuer für in einer Liste aufgeführte Hunderassen, für die eine unwiderlegliche Vermutung abstrakter Gefährlichkeit gelten soll, gebilligt (vgl. auch BVerwG, Beschl. v. 22. Dezember 2004 - BVerwG 10 B 21.04 -, [juris]; BayVGH, Beschl. v. 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, [juris];… NdsOVG, Urt. v. 13. Juli 2005 - 13 LB 299/02 -, [juris], HessVGH, Beschl. v. 11. Januar 2005 - 5 UE 903/04 -, [juris] sowie BVerfG, Urt. v. 16. März 2004 - 1 BvR 1778/01 -, NVwZ 2004, 597 [600 f]). - VG Augsburg, 30.07.2008 - Au 6 K 08.273
Erhöhte Hundesteuer für Kampfhunde (hier: Rottweiler); dynamischer Verweis auf …
Dieser Zweck ist anerkannt (…vgl. BVerwG vom 19.1.2000, Az. 11 C 8.99, BVerwGE 110, S. 265 ff.; ebenso BayVGH vom 23.11.2005, Az. 4 ZB 04.3497, NVwZ-RR 2007, S. 57/58).Vielmehr kann der Satzungsgeber davon absehen, ausschließlich die konkret gefährlichen Hunde dem erhöhten Steuersatz zu unterwerfen, ohne dass sich daraus Bedenken mit Blick auf den Gleichheitssatz ergeben (BayVGH vom 23.11.2005, Az. 4 ZB 04.3497, NVwZ-RR 2007, S. 57/58 m.w.N.).
- VG Aachen, 14.02.2008 - 4 K 1225/06 vgl. Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt (OVG Sachsen-Anhalt), Urteil vom 23. Januar 2006 - 4 L 289/05 -, mit weiteren Hinweisen, juris und u. a. Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Beschluss vom 28. Juni 2005 - BVerwG 10 B 22.05 -, juris sowie Bayerischer Verwaltungsgerichtshof (VGH München), Urteil vom 23. November 2005 - 4 ZB 04.3497 -, juris, Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG Berlin- Brandenburg), Beschluss vom 12. Juni 2007 - 9 S 73.06 -, juris.
- VG Aachen, 26.11.2009 - 4 K 1077/09
- VG Aachen, 14.02.2008 - 4 K 715/06
- VG Aachen, 28.05.2009 - 4 K 370/08
- VG Aachen, 14.02.2008 - 4 K 2298/05
- VG Aachen, 14.02.2008 - 4 K 2249/05
- VG Gießen, 03.03.2010 - 8 K 280/09
Hundesteuer und Halter eines "bissigen" Hundes
- VG Aachen, 14.02.2008 - 4 K 1500/06
- VG Aachen, 07.11.2011 - 4 K 186/11
- VG Gießen, 06.07.2011 - 8 K 717/10
Hundesteuer für einen gefährlichen Hund
- VG Augsburg, 16.01.2008 - Au 6 K 07.625
Bullterrier als Kampfhund; Einstufung als Kampfhund nach der Hundesteuersatzung …
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