Weitere Entscheidung unten: LSG Nordrhein-Westfalen, 27.01.2010

Rechtsprechung
   BVerwG, 15.10.2009 - 6 B 27.09   

Volltextveröffentlichungen (6)

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    Anspruch auf Ersetzung der Schulpflicht durch einen staatlich beaufsichtigten häuslichen Unterricht aus dem Elternrecht; Überprüfung der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit der Schulbesuchspflicht nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls; Beschränkung der Möglichkeit einer Befreiung auf besonders begründete Ausnahmefälle; Eingriff in die Grundfreiheit der Freizügigkeit durch die deutsche Anwesenheitspflicht in einer Bremer Schule bei überwiegend in Frankreich lebenden Klägern

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Schule; Schulpflicht; Schulbesuchspflicht; Heimunterricht; häuslicher Unterricht; Elternrecht; staatlicher Erziehungsauftrag; Freizügigkeit

Verfahrensgang

Zeitschriftenfundstellen

  • DVBl 2009, 1595
  • DÖV 2010, 147
  • NVwZ 2010, 525



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Wird zitiert von ... (4)  

  • VG Saarlouis, 24.08.2010 - 1 K 575/09  

    Befreiung von der Schulpflicht

    - vgl. auch hierzu VGH Mannheim, a.a.O.; auch: BVerfG, Beschluss vom 29.04.2003 - 1 BvR 436/03 -, NVwZ 2003, 1113; BVerwG, Beschluss vom 15.10.2009 - 6 B 27/09 - juris -.

    Bestätigt wird dies dann auch durch die im Instanzenzug nachfolgende Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts im Beschluss vom 15.10.2009 - 6 B 27/09 - juris;), in dem die vom Oberverwaltungsgericht Bremen in der zitierten Entscheidung (vom 03. Februar 2009 - 1 A 21/07 -) vertretene Rechtsansicht ausdrücklich geteilt wurde.

    - Damit der Staat seinen Bildungs- und Erziehungsauftrag gemäß Art. 7 Abs. 1 GG - auch unabhängig von den Vorstellungen der betroffenen Eltern - wirksam und umfassend wahrnehmen kann, darf er eine allgemeine Schulpflicht einführen und die Möglichkeit einer Befreiung auf besonders begründete Ausnahmefälle beschränken (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.08.1993, E 94, 82, 84, unter Hinweis auf die BVerfGE 34, 165, 181 f., 186 f. und BVerwG, Beschluss vom 19.04.1975 - BVerwG, 7 B 68.74 -, Buchholz 421, Kultur- und Schulwesen Nr. 42 = DVBl. 1975, 429 m. N.; erneut bestätigend: BVerwG, Beschluss vom 15.10.2009 - 6 B 27/09 - zitiert nach juris).

  • VG Stuttgart, 17.11.2009 - 12 K 4153/09  

    Heimunterricht ersetzt nicht die Schulpflicht

    Sie dient insbesondere der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsauftrags und ist mit dem Elternrecht auf Mitbestimmung bei Erziehung und Bildung der Kinder (Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG, Art. 15 Abs. 3 LV) vereinbar (so die ständige obergerichtliche Rechtsprechung: vgl. BVerfG, Kammerbeschlüsse v. 15.03.2007 - 1 BvR 2780/06 -, v. 29.04.2003 - 1 BvR 436/03 - und v. 21.04.1989 - 1 BvR 235/89 -, jeweils juris; BVerwG, Beschl. v. 15.10.2009 - 6 B 27.09 - und v. 08.05.2008, Buchholz 421 Kultur- und Schulwesen Nr. 132; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 18.06.2002, a.a.O.).

    Die Möglichkeit einer Befreiung darf auf besonders begründete Ausnahmefälle beschränkt werden (vgl. BVerwG, Beschl. v. 15.10.2009, a.a.O.).

  • VGH Bayern, 12.04.2010 - 7 ZB 09.2369  

    Befreiung von der Schulpflicht

    7 Nach ständiger verfassungs- und obergerichtlicher Rechtsprechung werden sowohl die Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 4 Abs. 1 GG, Art. 107 Abs. 1 BV) als auch das elterliche Erziehungsrecht (Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG, Art. 126 Abs. 1 Satz 1 BV, Art. 1 Abs. 2 BayEUG) durch den staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag (Art. 7 Abs. 1 GG, Art. 130 BV, Art. 1 Abs. 1 Satz 1 BayEUG), der diesen Grundrechten gleichrangig gegenübersteht, und die zu seiner Konkretisierung erlassene Schulpflicht (Art. 129 Abs. 1 BV, Art. 35 ff. BayEUG) in zulässiger Weise beschränkt (vgl. aus jüngerer Zeit nur BVerfG vom 31.5.2006 BayVBl 2006, 633, vom 15.3.2007 NVwZ 2008, 72/73 und vom 21.7.2009 NJW 2009, 3151; BVerwG vom 8.5.2008 Az. 6 B 65/07 und vom 15.10.2009 Az. 6 B 27/09 ; VerfGH vom 13.12.2002 VerfGH 55, 189/194, 196).
  • VG Stuttgart, 07.01.2010 - 12 K 4611/09  

    Durchsetzung der Berufsschulpflicht

    Sie dient insbesondere der Durchsetzung des staatlichen Erziehungsauftrags und ist mit dem Elternrecht auf Mitbestimmung bei Erziehung und Bildung der Kinder (Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG, Art. 15 Abs. 3 LV) vereinbar (so die ständige obergerichtliche Rechtsprechung: vgl. BVerfG, Kammerbeschlüsse v. 15.03.2007 - 1 BvR 2780/06 -, v. 29.04.2003 - 1 BvR 436/03 - und v. 21.04.1989 - 1 BvR 235/89 -, jeweils juris; BVerwG, Beschl. v. 15.10.2009 - 6 B 27.09 - und v. 08.05.2008, Buchholz 421 Kultur- und Schulwesen Nr. 132; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 18.06.2002, a.a.O.).

Rechtsprechung
   LSG Nordrhein-Westfalen, 27.01.2010 - L 6 B 27/09 SB   

Volltextveröffentlichungen (5)

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Verfahrensgang

  • SG Dortmund - S 19 SB 118/08
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 27.01.2010 - L 6 B 27/09 SB



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Wird zitiert von ... (3)  

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 04.03.2010 - L 6 B 158/09  

    Grundsicherung für Arbeitssuchende

    Prozesskostenhilfe soll nicht den Erfolg in der Hauptsache prämieren, sondern den Rechtsschutz nur ermöglichen (BVerfG a.a.O, s auch Senatsbeschluss vom 27.01.2010 L 6 B 27/09 SB).

    Im Falle von Beweiserhebungen kann die Erfolgsaussicht aber in der Regel nicht verneint werden (Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer,, SGG, 9. Aufl. 2008, § 73a Rn 7a; ständige Rspr des erkennenden Senats z.B. Beschlüsse vom 31.03.2009 L 6 B 31/09 AS und 27.01.2010 - L 6 B 27/09 SB).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 08.10.2012 - L 12 AS 1762/12  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende

    Das Gericht kann die Bewilligung aber auch rückwirkend vornehmen, dies bis zu dem Zeitpunkt, in dem der Antragsteller durch einen formgerechten Antrag von seiner Seite aus alles für die Bewilligung Erforderliche getan hat (LSG NRW Beschluss vom 08.10.2008 - L 19 B 11/08 AL Rn 10 unter Verweis auf BGH Beschluss vom 08.10.1991 - XI ZR 174/90; vgl. auch LSG NRW Beschluss vom 27.01.2010 - L 6 B 27/09 SB m.w.N. in juris mit fälschlichem Datum 27.01.2009).
  • LSG Nordrhein-Westfalen, 15.09.2011 - L 6 AS 2052/10  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende

    Prozesskostenhilfe soll nicht den Erfolg in der Hauptsache prämieren, sondern den Rechtsschutz nur ermöglichen (BVerfG a.a.O, s auch Senatsbeschluss vom 27.01.2010 - L 6 B 27/09 SB).
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