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Rechtsprechung
   BVerwG, 17.08.2005 - 6 C 13.04   

Volltextveröffentlichungen (3)

Verfahrensgang




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Wird zitiert von ... (27)  

  • BSG, 01.07.2009 - B 4 AS 21/09 R  

    Erstattung von isolierten Vorverfahrenskosten - keine Ersetzung der Mittelgebühr

    Die Literatur und ihr folgend die Rechtsprechung gesteht dem Rechtsanwalt darüber hinaus einen Spielraum von 20 % (Toleranzgrenze) zu, der von dem Dritten wie auch von den Gerichten zu beachten ist (BGH, Urteil vom 31.10.2006 - VI ZR 261/05 = NJW-RR 2007, 420, 421; BVerwG, Urteil vom 17.8.2005 - 6 C 13/04 = juris RdNr 21; Mayer in Gerold/Schmidt, RVG, 18. Aufl 2008, RdNr 12 mwN).

    Den hinter der Mittelgebühr stehenden Wert darf der Rechtsanwalt aber nicht ohne weitere Begründung um bis zu 20 % erhöhen (BVerwG, Urteil vom 17.8.2005 - 6 C 13/04 = juris RdNr 24 f).

    Dies beinhaltet aber auch, dass hierfür spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten in eingeschränktem Umfang erforderlich sein können (BVerwG, Urteil vom 17.8.2005 - 6 C 13/04 = juris RdNr 28).

  • OVG Sachsen-Anhalt, 14.12.2007 - 3 O 152/06  

    Kostenfestsetzung

    Die Vorschrift betrifft nicht den - hier vorliegenden Fall - eines Rechtsstreits zwischen dem Auftraggeber des Rechtsanwaltes und einem Dritten, der zur Erstattung von Verfahrenskosten verpflichtet ist (so BVerwG, Urt. v. 17.8.2005 - 6 C 13/04 - juris).

    Liegt danach ein Normalfall vor, ist allein die Bestimmung der Mittelgebühr billig, die Bestimmung einer höheren Gebühr hingegen unbillig und darum für den erstattungspflichtigen Dritten gem. § 12 Abs. 1 Satz 2 BRAGO nicht verbindlich (so BVerwG, Urt. v. 17.8.2005 - 6 C 13/04 - a. a. O., m. w. N. sowie Urt. v. 17.8.2005 - 6 C 7/04 - NJW 2006, 247; ebenso BVerwG, Beschl. v. 18.9.2001 - 1 WB 28/01 - DÖV 2002, 83).

    Demgemäß ist das Tätigwerden des Rechtsanwalts in einer bestimmten Sachmaterie für sich gesehen nicht geeignet, eine überdurchschnittliche Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit i. S. von § 12 Abs. 1 Satz 1 BRAGO zu begründen, es sei denn, es handele sich um eine Tätigkeit auf entlegenen Spezialgebieten (so BVerwG, Urt. v. 17.8.2005 - 6 C 13/04 - a. a. O. unter Hinweis auf Urt. v. 8.5.1981 - 6 C 153.80 - BVerwGE 62, 196 [199]).

    Ob sich eine Erhöhung des Gebührensatzes über den Mittelwert hinaus wegen eines möglichen Rehabilitationsinteresses des Klägers rechtfertigen lässt, hängt davon ab, ob das vom Prozessbevollmächtigten betriebene Vorverfahren im Vergleich mit anderen Verfahren dieser Art für den Kläger von überdurchschnittlichem Gewicht war (so BVerwG, Urt. v. 17.8.2005 - 6 C 13/04 - juris).

    Das Gebührenrecht geht indes davon aus, dass eine überdurchschnittlich schwierige Sache i. S. des § 12 Abs. 1 Satz 1 BRAGO nicht schon dann anzunehmen ist, wenn die kompetente Interessenwahrnehmung durch den Rechtsanwalt das Vorhandensein spezieller Kenntnisse und Fertigkeiten voraussetzt (BVerwG, Urt. v. 17.8.2005 - 6 C 13/04 - a. a. O.).

  • LAG Berlin-Brandenburg, 04.03.2011 - 10 TaBV 1984/10  

    Konfiguration des Betriebsrats-PC

    Ist die Gebühr - wie hier - von einem Dritten zu ersetzen, ist die von dem Rechtsanwalt getroffene Bestimmung nach § 14 Abs. 1 Satz 4 RVG nicht verbindlich, wenn sie unbillig ist, wobei ihm nach allgemeiner Meinung auch im Anwendungsbereich des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes ein Spielraum (sogenannte Toleranzgrenze) von 20% zusteht (vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 17. August 2005 - 6 C 13/04; BGH, Urteil vom 31. Oktober 2006 - VI ZR 261/05; BSG, Urteil vom 1. Juli 2009 - B 4 AS 21/09 R, jeweils mit weiteren Nachweisen).
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  • LSG Bayern, 21.03.2011 - L 15 SF 204/09  

    1. Ausgangspunkt für die Vergütungsfestsetzung bei Betragsrahmengebühren ist die

    Nach ständiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts, der sich der Senat anschließt, ist § 14 Abs. 2 RVG wie schon die Vorgängerregelung des § 12 Abs. 2 Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte (BRAGO) nur im Rechtsstreit zwischen Mandant und Rechtsanwalt anzuwenden (BSG, Urteil vom 21.12.2009, B 14 AS 83/08 R; Urteil vom 01.07.2009, B 4 AS 21/09 R; Urteil vom 18.01.1990, 4 RA 40/89; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 17.08.2005, 6 C 13/04), nicht aber im Kostenfestsetzungsverfahren nach §§ 55, 56 RVG.

    In Übereinstimmung mit der obergerichtlichen Rechtsprechung hält der Senat die vom Rechtsanwalt bestimmte Gebühr für noch verbindlich, wenn sie bis zu 20 % von der Gebühr abweicht, die der Kostenbeamte und gegebenenfalls das Gericht bzw. Beschwerdegericht für angemessen halten (vgl. BGH, Urteil vom 31.10.2006, VI ZR 261/05; BVerwG, Urteil vom 17.08.2005, 6 C 13/04; BSG, Urteil vom 01.07.2009, B 4 AS 21/09 R; LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 30.08.2010, L 3 SF 6/09 E; LSG Thüringen, Beschluss vom 03.04.2009, L 6 B 261/08 SF; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 26.04.2007, L 7 B 36/07 AS; vgl. auch Mayer in Gerold/ Schmidt, a.a.O., § 14 Rn. 12 m.w.N; Hartmann, Kostengesetze, 40. Auflage 2010, § 14 RVG Rn. 24).

  • LSG Bayern, 27.07.2011 - L 7 AS 143/11  

    Die Schwellengebühr von 240 Euro kann im sozialgerichtlichen Verfahren bei

    Die Literatur und ihr folgend die Rechtsprechung gesteht dem Rechtsanwalt darüber hinaus einen Spielraum von 20 % (Toleranzgrenze) zu, der von dem Dritten wie auch von den Gerichten zu beachten ist (BGH, Urteil vom 31.10.2006 - VI ZR 261/05 = NJW-RR 2007, 420, 421; BVerwG, Urteil vom 17.8.2005 - 6 C 13/04 = juris RdNr 21; Mayer in Gerold/Schmidt, RVG, 18. Aufl 2008, RdNr 12 mwN).

    Den hinter der Mittelgebühr stehenden Wert darf der Rechtsanwalt aber nicht ohne weitere Begründung um bis zu 20 % erhöhen (BVerwG, Urteil vom 17.8.2005 - 6 C 13/04 = juris RdNr 24 f).

  • LSG Bayern, 27.07.2011 - L 7 AS 144/11  

    Die Schwellengebühr von 240 Euro kann im sozialgerichtlichen Verfahren bei

    Die Literatur und ihr folgend die Rechtsprechung gesteht dem Rechtsanwalt darüber hinaus einen Spielraum von 20 % (Toleranzgrenze) zu, der von dem Dritten wie auch von den Gerichten zu beachten ist (BGH, Urteil vom 31.10.2006 - VI ZR 261/05 = NJW-RR 2007, 420, 421; BVerwG, Urteil vom 17.8.2005 - 6 C 13/04 = juris RdNr 21; Mayer in Gerold/Schmidt, RVG, 18. Aufl 2008, RdNr 12 mwN).

    Den hinter der Mittelgebühr stehenden Wert darf der Rechtsanwalt aber nicht ohne weitere Begründung um bis zu 20 % erhöhen (BVerwG, Urteil vom 17.8.2005 - 6 C 13/04 = juris RdNr 24 f).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 29.01.2007 - L 1 AL 54/06  

    Arbeitslosenversicherung

    Denn eine solche Verpflichtung besteht nur in den Fällen, in denen die Gebühr zwischen Rechtsanwalt und Mandanten streitig ist, es sich also um einen echten Honorarstreit handelt (Bundesfinanzhof - BFH -, Beschluss vom 19.10.2004 - Az.: VII B 1/04 zu § 12 Abs. 2 BRAGO, RVGreport 2006, 20-21; Bundesverwaltungsgericht - BVerwG -, Urteil vom 17.08.2005 - Az.: 6 C 13/04 zu § 12 Abs. 2 BRAGO, RVGreport 2006, 21-22; PK-RVG/Winkler, a.a.O., § 14, Rdn. 49, m.w.N.).
  • VG Berlin, 07.02.2007 - 80 A 15.02  

    Rechtsanwaltsvergütung; grundsätzliche Überschreitung des als angemessen

    Die Disziplinarkammer folgt in ständiger Rechtsprechung nicht der in Literatur und Teilen der Rechtsprechung geäußerten Auffassung, wonach eine Überschreitung des als angemessen angesehenen Mittelwerts bis zu 20 v.H. (einschließlich) noch nicht als unbillig anzusehen sei (vgl. zu dem Streitstand m. N. aus Literatur und Rechtsprechung Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 1. September 1997 - 6 B 43.97 - Buchholz 362 § 12 BRAGO Nr. 2 [zitiert nach juris], in dem diese Frage allerdings offen blieb; wie hier jedoch inzwischen ausdrücklich Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 17. August 2005 - 6 C 13/04 - Buchholz 363 § 14 RVG Nr. 1).

    Für die Berücksichtigung einer über den Mittelwert hinausgehenden Toleranzgrenze bleibt aber in durchschnittlichen Fällen kein Raum (vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 17. August 2005 a.a.O.).

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 12.03.2008 - L 11 (10) KA 36/06  

    Vertragsarztangelegenheiten

    Denn eine solche Verpflichtung besteht nur in den Fällen, in denen die Gebühr zwischen Rechtsanwalt und Mandanten streitig ist, es sich also um einen echten Honorarstreit handelt (Bundesfinanzhof - BFH -, Beschluss vom 19.10.2004 - VII B 1/04 -, RVGreport 2006, 20-21; Bundesverwaltungsgericht - BVerwG -, Urteil vom 17.08.2005 - 6 C 13/04 -, RVGreport 2006, 21-22; LSG NRW, Urteil vom 29.01.2007 - L 1 AL 54/06 - und vom 14.11.2007, a.a.O.).
  • VG Berlin, 11.11.2010 - 80 Dn 18.08  

    § 165 VwGO, § 14 RVG, Nr 6200 RVG-VV, Nr 6201 RVG-VV, Nr 6202 RVG-VV

    Dadurch, dass der Gesetzgeber die Bestimmung der Gebühr dem billigen Ermessen des Rechtsanwalts überlassen hat, hat er diesem einen gewissen Spielraum bei der Bestimmung der Gebührenhöhe innerhalb des vorgegebenen Rahmens eingeräumt (vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 17. August 2005 - 6 C 13.04 -, Buchholz 363 § 14 RVG Nr. 1).

    Ein Spielraum für die Erhebung einer höheren Gebühr besteht erst und nur, wenn besondere Umstände eine Erhöhung über den Mittelwert hinaus rechtfertigen (stRspr. des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. Urteil vom 17. August 2005 a.a.O., m.w.N.).

  • VG Berlin, 23.01.2012 - 80 KE 4.09  

    Nr 6200 RVG-VV, Nr 6203 RVG-VV, § 14 Abs 1 S 4 RVG

  • OLG Düsseldorf, 10.01.2006 - 1 Ws 141/05  

    Gebühren und Kosten: Höhe und Verzinsung der Verteidigervergütung bei Freispruch

  • BVerwG, 11.08.2004 - 6 B 12.04  
  • OVG Sachsen-Anhalt, 01.07.2010 - 2 O 154/09  

    Zulässigkeit der Erinnerung im Falle der Nichtbegründung der Erinnerung, der

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 14.11.2007 - L 10 KA 24/07  

    Wirtschaftlichkeitsprüfung - Bei erfolgreichem Prüfverfahren sind die

  • OVG Rheinland-Pfalz, 12.07.2010 - 1 E 10773/10  

    Überschreitung des für den Normalfall einer weder umfangreichen noch schwierigen

  • SG Berlin, 18.03.2011 - S 165 SF 1563/09  

    Sozialgerichtliches Verfahren; Rechtsanwaltsvergütung; einstweiliges

  • LSG Nordrhein-Westfalen, 28.06.2010 - L 20 B 125/09  

    Grundsicherung für Arbeitssuchende

  • OLG Düsseldorf, 28.09.2010 - 1 Ws 117/10  

    [Rahmengebühr, Bedeutung der Angelegenheit, finanzielle Verhältnisse]

  • SG Düsseldorf, 14.01.2009 - S 2 KA 82/07  

    Wirtschaftlichkeitsprüfung - Bei erfolgreichem Prüfverfahren sind die

  • SG Köln, 13.02.2012 - S 36 AS 3244/11  

    Grundsicherung für Arbeitsuchende

  • VG Berlin, 05.11.2010 - 80 KE 2.10  

    [Rahmengebühren, Bemessung, Mittelgebühr, Aufschlag]

  • SG Neuruppin, 18.08.2010 - S 26 AS 467/09  

    (Sozialgerichtliches Vorverfahren - Rechtsanwaltsgebühr - Rechtsangelegenheit der

  • SG Neuruppin, 18.08.2010 - S 26 AS 2238/08  

    Sozialgerichtliches Vorverfahren - Rechtsanwaltsgebühr - Schwierigkeitsgrad der

  • VG Wiesbaden, 29.03.2011 - 28 O 1281/10  

    Erinnerung gegen einen Kostenfestsetzungsbeschluss

  • SG Stade, 01.12.2011 - S 34 SF 37/11  
  • VG Berlin, 09.02.2007 - 80 Dn 47.05  

    Rechtsanwaltsgebühren im behördlichen Disziplinarverfahren.

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