Rechtsprechung
   VGH Baden-Württemberg, 24.03.1998 - 6 S 354/97   

Volltextveröffentlichungen

  • Landesrecht Baden-Württemberg

    Sozialhilfeanspruch minderjähriger Kinder, die in Haushaltsgemeinschaft mit einem Elternteil und Stiefelternteil leben

Verfahrensgang

  • VG Sigmaringen, 23.09.1996 - 7 K 1489/95
  • VGH Baden-Württemberg, 24.03.1998 - 6 S 354/97



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Wird zitiert von ... (5)  

  • OVG Brandenburg, 27.11.2003 - 4 A 220/03  

    ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt, gesonderte Absetzbarkeit der

    Vom Einkommen eines selbst nicht hilfebedürftigen Mitglieds der Einsatzgemeinschaft, dessen Einkommen gem. § 11 Abs. 1 Satz 2 BSHG der Einsatzgemeinschaft zuzurechnen ist, ist kein Pauschalbetrag in Höhe des sog. bürgerlich-rechtlichen Selbstbehalts abzusetzen (wie OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 23. November 1999 - 1 M 81/99 -, FEVS 51, 465 ff.; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 24. März 1998 - 6 S 354/97 -, FEVS 43, 200ff.).

    Gegen die Verfassungsmäßigkeit dieser Regelung bzw. ihrer Handhabung in der Praxis sind von Teilen der Literatur (insbes. Röscher, in: LPK-BSHG, 5. Aufl. 1998, § 11 Rn 11; zweifelnd nur für den Fall einer unverhältnismäßigen Differenz zwischen unterhaltsrechtlichem Selbstbehalt und sozialhilferechtlichem Bedarf Wenzel, in: Fichtner, BSHG, München 1999, § 11 Rn 27), aber auch in der erstinstanzlichen Rechtsprechung (vgl. die den obergerichtlichen Entscheidungen OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 23. November 1999 -l M 81/99 - FEVS 51, 465 ff.; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 24. März 1998 - 6 S 354/97 -, FEVS 43, 200 ff., vorangegangenen erstinstanzlichen Entscheidungen) Bedenken geäußert worden.

    Soweit diese Kritik an die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 17. November 1992 (- 1 BvL 8/87 -, BVerfGE 87, 234 ff.) anknüpft, mit der die in § 138 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 3 Nr. 9 AFG a.F. vorgeschriebene Einkommensanrechnung unter nicht dauernd getrennt lebenden Ehegatten wegen Verstoßes gegen Art. 3 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 6 Abs. 1 GG für verfassungswidrig erklärt wurde, übersieht sie bereits, dass die Besonderheiten des Sozialhilferechts eine Übertragung der in dieser Entscheidung getroffenen Aussagen auf die Einkommensanrechnung im Rahmen der Einstandsgemeinschaft gem. § 11 Abs. 1 Satz 2 BSHG nicht ohne weiteres zulassen (i.d.S. OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 23. November 1999 - 1 M 81/99 - FEVS 51, 465 ff.; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 24. März 1998 - 6 S 354/97 -, FEVS 43, 200 ff.; Schoch, in: LPK-BSHG, 6. Aufl. 2003, § 11 Rn 10; ders., NDV 2002, S. 8, 9 f.; Gutachten des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge v. 10. Juni 1999, NDV 1999, 310 ff.; Schellhorn, BSHG, 16. Aufl. 2002, § 11 Rn 18 f.; Dauber, in: Mergler/Zink, BSHG, § 11 Rn 23 ff.).

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 26.09.2002 - 16 A 4104/00  
    Nichts anderes ergebe sich, wenn man die Berechnungsmethode des Baden- Württembergischen Verwaltungsgerichtshofs im Urteil vom 24. März 1998 - 6 S 354/97 - (FEVS 49, 201) heranziehe und mit Blick auf § 122 BSHG nach unterhaltsrechtlichen Grundsätzen verfahre.

    Das Urteil des Baden-Württembergischen Verwaltungsgerichtshofs vom 24. März 1998 - 6 S 354/97 -, FEVS 49, 201, trägt die vom Beklagten gezogenen Schlüsse nicht.

  • LSG Berlin-Brandenburg, 28.02.2007 - L 10 B 195/07  

    Haushaltsgemeinschaft zwischen engen Verwandten als Bedarfsgemeinschaft

    Deshalb ist auch der unterhaltsrechtliche Selbstbehalt für die Ermittlung des zu berücksichtigenden Einkommens innerhalb der Bedarfsgemeinschaft ohne Bedeutung (vgl. zum früheren Bundessozialhilfegesetz: Bayerischer VGH, Urteil vom 16. Januar 2002 - 12 CE 01.2310 - und VGH Baden-Württemberg Urteil vom 24. März 1998 - 6 S 354/97 - mwN; jeweils veröffentlicht in Juris).
mehr
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 28.01.2000 - 16 B 2008/99  
    vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 24. März 1998 - 6 S 354/97 -, FEVS 49, 201.
  • OVG Niedersachsen, 16.10.2003 - 12 ME 342/03  

    Bedarfsgemeinschaft; Beweislast; Einsatzgemeinschaft; Hilfebedürftigkeit; Pkw;

    Diesem Ansatz ist mit der ganz überwiegenden Meinung in Rechtsprechung (OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschl. v. 23.11.1999 - 1 M 81/99 - , DVBl. 2000, 1217 f.; VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 27.11.1991 - 6 S 1220/91 - , NJW 1992, 2717 f.; Urt. v. 24.3.1998 - 6 S 354/97 - , FEVS 49, 201, 203 ff.) und Schrifttum (DV, Gutachten v. 10.6.1999, NDV 1999, 310 f., Schoch, in: LPK-BSHG, 6. Aufl. 2003, § 11, Rn. 10 f.; Wenzel, in: Fichtner (Hrsg.), BSHG, 2. Aufl. 2003, § 11, Rn. 17; W. Schellhorn/H. Schellhorn, BSHG, 16. Aufl. 2002, § 11, Rn. 19; Schoch, NDV 2002, 8, 10) entgegenzuhalten, dass § 11 Abs. 1 Satz 2 BSHG eine öffentlich-rechtliche Bedarfsdeckungs- und Leistungserwartung formuliert und nicht unmittelbar an die bürgerlich-rechtlichen Unterhaltsregelungen anknüpft, so dass es einen tragfähigen rechtlichen Grund für die sozialhilferechtliche Anerkennung eines unterhaltsrechtlich begründeten Selbstbehalts des nicht hilfebedürftigen Mitglieds der Einstands- bzw. Bedarfsgemeinschaft nicht gibt.
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