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   BVerwG, 15.10.2001 - 8 B 104.01   

Volltextveröffentlichungen (3)

  • Jurion
  • NWB SteuerXpert START

    VwGO § 6 Abs. 1 und 4; ZPO § 548; VermG § 4 Abs. 3 Buchst. a; GG Art. 101 Abs. 1 Satz 2

  • Judicialis(Leitsatz frei, Volltext 3 €)

    Übertragung auf den Einzelrichter; Erfordernis der Begründung des Übertragungsbeschlusses; Bekanntgabe des Übertragungsbeschlusses; Wirksamkeit trotz fehlender Bekanntgabe; gesetzlicher Richter; Verfahrensrüge wegen Mängeln des Übertragungsbeschlusses

Zeitschriftenfundstellen

  • NVwZ-RR 2002, 150



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Wird zitiert von ... (22)  

  • OVG Berlin-Brandenburg, 15.10.2012 - 2 N 111.10  

    Baugenehmigung; Nachbarklage; Antrag auf Zulassung der Berufung;

    Ein dem Übertragungsbeschluss anhaftender Rechtsfehler kann allerdings beachtlich sein, wenn er zugleich eine Verletzung der prozessualen Gewährleistungen der Verfassung darstellt, so etwa, wenn durch willkürliche oder manipulative Auslegung oder Anwendung des einfachen Rechts das Recht auf den gesetzlichen Richter verletzt wird (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001 - 8 B 104.01 -, Buchholz 310 § 6 VwGO Nr. 4).

    Ein lediglich die Bekanntgabe betreffender Mangel stellt die Gewährleistung des gesetzlichen Richters mangels objektiver Willkür und mangels jeglicher Manipulationsabsicht jedoch auf keinen Fall infrage (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001 - 8 B 104.01 -, a.a.O.).

    Angesichts dessen bedarf keiner Entscheidung, ob in der Durchführung des Verhandlungstermins durch die Einzelrichterin die konkludente Bekanntgabe des in den Akten befindlichen Übertragungsbeschlusses zu sehen ist, oder ob in der rügelosen Einlassung der Klägerin bzw. ihres Prozessbevollmächtigten im Verhandlungstermin in der mündlichen Verhandlung vor der Einzelrichterin trotz § 295 Abs. 2 ZPO ein zulässiger Verzicht - zumindest auf die Bekanntgabe des Beschlusses - liegen könnte (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001 - 8 B 104.01 -, a.a.O.).

    Die Grenze zur Verfassungswidrigkeit ist vielmehr erst überschritten, wenn die fehlerhafte Auslegung oder Anwendung des einfachen Rechts - wie bereits ausgeführt - willkürlich oder manipulativ ist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001 - 8 B 104.01 -, a.a.O.).

  • BVerwG, 30.04.2003 - 8 C 10.02  

    Redlicher Erwerb; Grundstückskauf; Zweiterwerb; Schwarzgeldabrede;

    In den Fällen einer Schwarzgeldabrede zwischen dem einen Restitutionsantrag stellenden Veräußerer und dem Erwerber fehlt es nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts an einer sittlich anstößigen Manipulation (Beschluss vom 6. Januar 1994 - BVerwG 7 B 200.93 - Buchholz 428 § 4 VermG Nr. 5; Beschluss vom 13. März 2001 - BVerwG 7 B 132.00 - Beschluss vom 18. Mai 2001 - BVerwG 7 B 7.01 - Beschluss vom 13. Juli 2001 - BVerwG 7 B 20.01 - Beschluss vom 20. Februar 2002 - BVerwG 7 B 98.01 - Urteil vom 28. März 2001 - BVerwG 8 C 2.00 - Buchholz 428 § 4 Abs. 3 VermG Nr. 12; Beschluss vom 15. Oktober 2001 - BVerwG 8 B 104.01 - Buchholz 310 § 6 VwGO Nr. 4).
  • VerfGH Berlin, 29.01.2004 - VerfGH 25/00  

    Art 10 Abs 1 Verf BE, Art 15 Abs 1 Verf BE, Art 15 Abs 4 Verf BE, Art 15 Abs 5 S

    Eine unter dem Blickwinkel des gesetzlichen Richters objektiv willkürliche Verfahrensweise liegt vor, wenn der Einzelrichter ohne jede die Zuweisung tragende Entscheidung der Kammer über eine Sache entscheidet, selbst wenn er irrig vom Vorliegen eines Übertragungsbeschlusses ausgeht (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001 - 8 B 104/01 - NVwZ-RR 2002, 150 m. w. N. und OVG Bgb, Beschluss vom 18. August 2000 - 2 A 132/00.A - NVwZ-RR 2001, 202).

    Ein beachtlicher Verstoß gegen die Gewährleistung des gesetzlichen Richters liegt mithin auch dann nicht vor, wenn die Übertragung auf den Einzelrichter gemäß § 6 Abs. 1 VwGO durch die Kammer aktenkundig beschlossen worden ist, die gebotene Bekanntgabe des Beschlusses aber erst nach dem Verhandlungstermin erfolgt ist (BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001, a. a. O.).

    Die Übertragung kann gemäß § 6 Abs. 1 VwGO ohne Zustimmung und gegen den bei der Anhörung geäußerten Willen Beteiligter erfolgen; sie bedarf nach der fachgerichtlichen Rechtsprechung auch in diesem Fall keiner Begründung (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001, a. a. O.).

mehr
  • BVerwG, 09.01.2006 - 3 B 125.05  
    Das hat grundsätzlich zur Folge, dass das Rechtsmittelgericht an diese Entscheidung gebunden ist und entsprechende Verfahrensrügen einer inhaltlichen Überprüfung entzogen sind (Beschlüsse vom 4. Dezember 1998 - BVerwG 8 B 187.98 - und vom 15. Oktober 2001 - BVerwG 8 B 104.01 - Buchholz 310 § 6 VwGO Nrn. 1 und 4 m.w.N.).

    Die Grenze zur Verfassungswidrigkeit ist vielmehr erst überschritten, wenn die fehlerhafte Auslegung oder Anwendung des einfachen Rechts willkürlich oder manipulativ ist (Urteil vom 10. November 1999, a.a.O. ; Beschluss vom 15. Oktober 2001, a.a.O. ; jeweils m.w.N.).

  • BVerwG, 09.01.2006 - 3 B 124.05  
    Das hat grundsätzlich zur Folge, dass das Rechtsmittelgericht an diese Entscheidung gebunden ist und entsprechende Verfahrensrügen einer inhaltlichen Überprüfung entzogen sind (Beschlüsse vom 4. Dezember 1998 BVerwG 8 B 187.98 und vom 15. Oktober 2001 BVerwG 8 B 104.01 Buchholz 310 § 6 VwGO Nrn. 1 und 4 m.w.N.).

    Die Grenze zur Verfassungswidrigkeit ist vielmehr erst überschritten, wenn die fehlerhafte Auslegung oder Anwendung des einfachen Rechts willkürlich oder manipulativ ist (Urteil vom 10. November 1999, a.a.O. ; Beschluss vom 15. Oktober 2001, a.a.O. ; jeweils m.w.N.).

  • VGH Baden-Württemberg, 04.04.2002 - 14 S 2326/01  

    Euroumstellung: Streitwertfestsetzung bei Altfällen auch altem GKG

    Denn das Verwaltungsgericht ist zwar grundsätzlich verpflichtet, einen von den Beteiligten vorgetragenen entscheidungserheblichen Sachverhalt zur Kenntnis zu nehmen und bei seiner Entscheidung zu berücksichtigen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 16.7.1997, NVwZ-Beilage 1/1998, S. 1; BVerwG, Beschluss vom 25.11.1999, Buchholz 310, § 138 Ziff. 3 VwGO, Nr. 64; Beschluss vom 15.10.2001, NVwZ-RR 2002, 150).

    Nach der Rechtsansicht des Verwaltungsgerichts, auf die in diesem Zusammenhang abzustellen ist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15.10.2001, a.a.O.; Beschluss vom 25.11.1999, a.a.O.), kam es nämlich hierauf nicht an.

  • OVG Berlin, 28.10.2004 - 6 N 11.04  

    D (A), Berufungszulassungsantrag, Grundsätzliche Bedeutung, Rechtliches Gehör,

    Zur Wirksamkeit genügt jedoch die formlose Bekanntgabe (BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001, NVwZ-RR 2002, 150; OVG Lüneburg, Beschluss vom 9. Juli 1997, AuAS 1997, 225), denn der Übertragungsbeschluss i.S.d. § 76 Abs. 1 AsylVfG ist gemäß § 80 AsylVfG unanfechtbar, mithin nicht zu begründen (§ 122 Abs. 2 Satz 1 VwGO).

    Eine Zustellung gemäß § 173 VwGO i.V.m. § 329 Abs. 2 ZPO ist nicht erforderlich (BVerwG, Beschluss vom 15. Oktober 2001, NVwZ-RR 2002, 150).

  • BFH, 14.06.2006 - V B 193/05  

    Einzelrichter bleibt zuständiger Spruchkörper bei Änderung der Zuständigkeit des

    Ein lediglich die Bekanntgabe und deren Zeitpunkt betreffender --hier als solcher unterstellter-- Mangel stellt die Gewährleistung des gesetzlichen Richters mangels objektiver Willkür und mangels jeglicher Manipulationsabsicht jedoch auf keinen Fall infrage (Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 15. Oktober 2001 8 B 104/01, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 2002, 658).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 12.11.2010 - 6 A 940/09  

    Anspruch einer Lehrerin im Ruhestand auf Wiederaufgreifen eines

    vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 10. November 1999 6 C 30.98 -, BVerwGE 110, 40, und Beschluss vom 15. Oktober 2001 - 8 B 104.01 -, Buchholz 310 § 6 VwGO Nr. 4 mit weiteren Nachweisen; OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 9. März 2010 - 1 L 96/09 -, juris; OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 17. Dezember 2001 - 1 L 118/01 -, juris; Kopp/Schenke, a.a.O., § 6 Rn. 27.

    vgl. BVerwG, Urteil vom 10. November 1999 - 6 C 30.98 -, a.a.O., und Beschluss vom 15. Oktober 2001 - 8 B 104.01 -, a.a.O.; OVG NRW, Beschluss vom 17. Mai 2004 - 8 A 4681/03.A -, AuAS 2004, 202.

  • VGH Hessen, 02.01.2003 - 7 UZ 4019/00  

    Nächstgelegene Schule - Schülerbeförderungskosten - Waldorfschule

    Denn der Übertragungsbeschluss des Verwaltungsgerichts ist nach § 6 Abs. 4 Satz 1 VwGO unanfechtbar und damit einer inhaltlichen Beurteilung durch das Obergericht entzogen (vgl. BVerwG, B. v. 15.10.2001 - 8 B 104.01 - NVwZ-RR 2002, 150, u. Bader/Funke-Kaiser/Kuntze/von Albedyll, a. a. O., § 124, Rdnr. 63).
  • OVG Nordrhein-Westfalen, 20.06.2007 - 12 A 4746/06  
  • VGH Bayern, 11.03.2010 - 6 ZB 09.30001  

    Asylrecht (Afghanistan); gesetzlicher Richter; Übertragung auf Einzelrichter;

  • VGH Baden-Württemberg, 22.01.2004 - 11 S 192/04  

    Erlöschen einer Aufenthaltserlaubnis bei auf unabsehbare Zeit angelegtem Wechsel

  • BFH, 06.11.2006 - II B 45/05  

    NZB: Übertragung auf den Einzelrichter, nicht ordnungsgemäße Besetzung

  • OVG Hamburg, 22.09.2009 - 1 Bf 162/09  

    Verweisung durch Einzelrichter; Fortgeltung der Übertragung auf den

  • VGH Baden-Württemberg, 17.06.2002 - 7 S 2361/01  

    PKH-Antrag für Rechtsmittel bei unzuständigen Gericht - Weiterleitung -

  • BVerwG, 27.10.2004 - 7 B 110.04  
  • OVG Sachsen-Anhalt, 03.02.2010 - 1 L 95/09  

    Bindung des Rechtsmittelgerichts an Beschlüsse nach § 6

  • OVG Sachsen-Anhalt, 09.03.2010 - 1 L 96/09  

    Anspruch auf Urlaubsgeld nach dem Urlaubsgeldgesetz von Beamten und Richtern des

  • OVG Sachsen-Anhalt, 16.05.2011 - 1 L 18/11  

    Formelle Verfassungsmäßigkeit des BBVAnpG 2003/2004; Zulässigkeit der Zeichnung

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 06.10.2003 - 13 A 716/03  
  • VGH Bayern, 11.02.2004 - 10 CS 04.40  

    D (A), Verfahrensrecht, Verfahrensmangel, Vorläufiger Rechtsschutz

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