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   OVG Nordrhein-Westfalen, 05.06.1999 - 9 A 4671/98.A   

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Verfahrensgang

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   OVG Nordrhein-Westfalen, 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A   

Volltextveröffentlichungen

  • Informationsverbund Asyl und Migration (Volltext/Auszüge)

    GG Art. 16 a; AuslG § 51 Abs. 1
    Irak, Kurden, Haft, Folter, PUK, Mitglieder, Peshmerga, Wehrdienstentziehung, Gruppenverfolgung, Nordirak, Gebietsgewalt, Verfolgung durch Dritte, Mittelbare Verfolgung, KDP, Nachfluchtgründe, Subjektive Nachfluchtgründe, Antragstellung als Asylgrund, Illegale Ausreise, Interne Fluchtalternative, Verfolgungssicherheit, Existenzminimum, Bewaffnete Auseinandersetzungen, Reisewege

Verfahrensgang




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Wird zitiert von ... (47)  

  • VG Köln, 17.05.2002 - 18 K 766/99  

    Irak, Kurden, Nordirak, Suleimaniya, Unabhängige Frauenorganisation, Verfolgung

    Zu den Einzelheiten siehe VG Köln, Urteil vom 07.05.2001 - 18 K 40/98.A - OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - BVerfG, Beschluss vom 10.07.1989 - 2 BvR 502, 1000, 961/86 -, BVerfGE 80, 315; BVerwG, Urteil vom 06.08.1996 - 9 C 172.95 -, BVerwGE 101, 328, Beschluss vom 24.03.1995 - 9 B 747.94 -, NVwZ 1996, 85, Urteil vom 22.03.1994 - 9 C 443.93 -.

    vgl. zur Anwendbarkeit der Grundsätze der inländischen Fluchtalternative auf die autonomen Kurdengebiete im Nordirak BVerwG, Urteil vom 08.12.1998 - 9 C 17.98 -, NVwZ 1999, 544; OVG NRW, Urteile vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -, und vom 08.03.2001 - 9 A 2993/98.A -.

    vgl. VG Freiburg, Urteil vom 07.02.2000 - A 7 K 10480/98 - mit weiteren Nachweisen; siehe zum zeitlichen Rahmen der Zukunftsprognose auch BVerwG, Beschluss vom 31.07.1986 - 9 B 165.86 -, NVwZ 1987, 60; OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 06.12.2001 - 1 L 2/01 -.

    So bereits OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - siehe auch OVG NRW, Beschlüsse vom 23.04.2002 - 9 A 4670/99.A - und vom 16.042002 - 9 A 4107/99.A - OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 26.05.1998 - 7 A 11433/97 - VG Gelsenkirchen, Urteil vom 11.03.2002 - 18a K 71/02.A - VG Freiburg, Urteil vom 07.02.2000 - A 7 K 10480/98 - VG Magdeburg, Urteil vom 29.01.2002 - 9 A 107/01 MD - OVG Mecklenburg-Vorpommern, Urteil vom 16.07.1998 - 2 L 169/97 - OVG Niedersachsen, Urteil vom 19.10.1999 - 9 L 774/99 - VG Chemnitz, Urteil vom 02.02.2000 - A 4 K 31061/98 - Bay. VGH, Urteile vom 23.03.2000 - 23 B 99.33033 - und vom 28.09.2001 - 15 B 99.32079 - OVG Sachsen-Anhalt, Urteile vom 16.11.2000 - A 1 S 601/98 - und vom 06.12.2001 - 1 L 2/01 - Sächsisches OVG, Urteil vom 28.08.2001 - A 4 B 4388/99 - VG München, Urteil vom 29.04.1997 - M 9 K 96.51869 -.

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 23.04.2002 - 9 A 4670/99.A - Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

    Dabei kann offen blieben, ob eine solche bereits deswegen ausgeschlossen ist, weil die KDP ebenso wie die PUK als in ihrem jeweiligen Herrschaftsgebiet tonangebende Organisationen nach wie vor keine hinreichende Gebietsgewalt ausüben, so OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - , oder ob eine solche grundsätzlich in Betracht kommt, weil die KDP ebenso wie die PUK jedenfalls inzwischen in ihrem jeweiligen Herrschaftsgebiet als quasistaatliche Organisationen anzusehen ist.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - .

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 23.04.2002 - 9 A 4670/99.A - Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

    Hinsichtlich der Abschiebungsschutztatbestände des § 53 Abs. 1, Abs. 2 und Abs. 4 AuslG fehlt es an dem Erfordernis der Staatlichkeit der dem Asylbewerber jeweils - im Zielstaat Irak - konkret-individuell drohenden Maßnahme, vgl. OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - VG Freiburg, Urteil vom 07.02.2000 - A 7 K 10480/98 - jeweils mit weiteren Nachweisen, bzw. am Vorliegen der weiteren Voraussetzungen dieser Vorschriften.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A - .

    vgl. OVG NRW, Beschluss vom 23.04.2002 - 9 A 4670/99.A - Urteil vom 05.05.1999 - 9 A 4671/98.A -.

  • OVG Nordrhein-Westfalen, 20.12.2002 - 9 A 843/02  
    Diese genügen den Anforderungen, die an eine die Asylanerkennung bzw. den Abschiebungsschutz nach § 51 Abs. 1 AuslG ausschließende inländische Fluchtalternative zu stellen sind, vgl. zur grundsätzlichen Anwendbarkeit der Grundsätze der inländischen Fluchtalternative auf die autonomen Kurdengebiete im Nordirak: BVerwG, Urteil vom 8. Dezember 1998 - 9 C 17.98 -, NVwZ 1999, 544; OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -, und zwar auch hinsichtlich aus dem Zentralirak stammender Personen gleich welcher Ethnie oder Religionszugehörigkeit, die - wie der Beigeladene von sich behauptet - nicht über Beziehungen im Autonomiegebiet verfügen.

    vgl. zum Ganzen: OVG NRW, Urteile vom 5. Mai 1999, a.a.O., und vom 8. März 2001 - 9 A 2993/98 -, ferner VGH Bad.-Württ., Urteil vom 11. April 2002, a.a.O. und OVG LSA, Urteil vom 8. August 2002 - 1 L 269/01 - sowie ergänzend DOI, Stellungnahmen vom 30. März 1999 an das VG Oldenburg, wonach nicht abgeschätzt werden könne, wie lange der "status quo" noch andauere, und Voraussagen, wann der irakische Staat in die kurdischen Autonomiegebiete zurückkehren werde, nicht getroffen werden könnten, vom 30. Juni 1999 an das VG Bayreuth, wonach nicht prognostiziert werden könne, wann die Iraker sich des autonomen Kurdengebiets wieder bemächtigen würden, und vom 6. Dezember 1999 an das VG Trier, wonach der militärische Zugriff der Iraker ebenso wie die Schutzgewährung durch die Alliierten in der Schwebe seien, das eine ebenso wahrscheinlich wie das andere sei, so dass die Zukunft schlecht zu prognostizieren sei; Auswärtiges Amt, Lagebericht vom 16. Oktober 2002, S. 10, wonach die im Gefolge der Terroranschläge vom 11. September 2001 veränderte politische Lage einen erneuten Vorstoß der irakischen Zentralgewalt in die Kurden-Gebiete - ähnlich dem vom September 1996 - sogar in hohem Maße unwahrscheinlich macht, da jegliche Verletzung des status quo mit großer Wahrscheinlichkeit Vergeltungsaktionen mit dem Ziel des Regimewechsels auslösen würde.

    Wie der Senat schon in seinem Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O., in Bezug auf kurdische Volkszugehörige entschieden hat, kann nur solchen Personen, die nach außen erkennbar herausgehobene politisch-oppositionelle Funktionen oder herausgehobene militärische Führungsfunktionen wahrgenommen haben, sowie Mitarbeitern westlicher Hilfsorganisationen oder der UN in den kurdischen Autonomiegebieten im Einzelfall die Gefahr eines Anschlages des irakischen Geheimdienstes drohen.

    vgl. OVG NRW, Urteile vom 5. Mai 1999, a.a.O., und vom 8. März 2001, a.a.O.; ferner VGH Bad.-Württ., Urteil vom 11. April 2002 a.a.O., und Niederländisches Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, ambtsbericht noord-irak, 11. April 2001 - auszugsweise Übersetzung durch das Bundesamt - (i.F.: ambtsbericht noord-irak), Nr. 4.2.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O..

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O.; ambtsbericht noord-irak, a.a.O., Nr. 4.1.

    vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999, a.a.O..

  • VG Düsseldorf, 02.01.2002 - 16 K 3369/00  
    Die kurdischen Autonomiegebiete des Irak genügen auch bei Zugrundelegung des herabgestuften Wahrscheinlichkeitsmaßstabes den Anforderungen, die an eine die Asyl-anerkennung bzw. Feststellung nach § 51 Abs. 1 AuslG ausschließende inländische Fluchtalternative zu stellen sind, vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -.

    In den sog. kurdischen Autonomiegebieten des Nord- und Nordostirak, die die Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaimaniya umfassen, besteht seit mindestens Herbst 1991 keine einen jederzeitigen Zugriff auf die dortige Bevölkerung ermöglichende effektive Gebietsgewalt des irakischen Staates mehr; andererseits hat sich auch eine neue, quasistaatliche, stabilisierte Herrschaftsmacht nicht bilden können, vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A - mit ausführlicher Begründung und ständige Rechtsprechung des Gerichts, z.B. Urteile der Kammer vom 26. November 1997 - 16 K 1325/95.A - und - 16 K 10958/95.A -.

    Daran ändert auch die weiterhin bestehende Gefahr eines punktuellen militärischen oder sonstigen Eingreifens der irakischen Zentralregierung nichts, vgl. auch OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A - und OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 27. Mai 1997 - 7 A 10719/97.OVG -.

    Auch der kurzfristige Einmarsch irakischer Truppen Ende August 1996 in die kurdischen Autonomiegebiete und die zeitweilige Eroberung der Stadt Erbil haben angesichts des schon Anfang September 1996 wieder eingeleiteten Truppenrückzuges nicht zu einer (Wieder-)Errichtung einer effektiven zentralirakischen Herrschaftsorganisation geführt, vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -.

    Fehlt es aber seit mindestens etwa Oktober 1991 an einer staatlichen oder quasistaatlichen Gebietshoheit in den kurdischen Autonomiegebieten, so besteht dort grundsätzlich hinreichende Sicherheit vor einer staatlichen oder quasistaatlichen Verfolgung, d.h. es besteht dort eine (asylausschließende) inländische Fluchtalternative, vgl. BVerwG, Urteil vom 8. Dezember 1998 - 9 C 17.98 -, OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 aaO..

    Vielmehr ging es in der Vergangenheit um die Ergreifung/Beseitigung politischer Oppositioneller und zwar im Wesentlichen von Angehörigen des von der CIA für einen Putsch gegen Saddam Hussein vorgesehenen, in diesem Sinne ausgebildeten und finanzierten irakischen Nationalkongresses (INC), der Turkmenenpartei und der islamischen Bewegung in "„Irakisch Kurdistan", vgl. OVG NRW, Urteil vom 5. Mai 1999 - 9 A 4671/98.A -, S. 39 ff m.w.N.

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